Dienstag, 29. Dezember 2015

Rezension von Karla Brandts "Schwester, bleibt mein Arm so?: Geschichten von der Intensivstation"

Bewertung 4 Sterne


Inhalt:

Schwester Karla arbeitet in einem Krankenhaus auf der Intensivstation und berichtet von ihren teilweise skurrilen Erlebnissen mit den Patienten und Kollegen. Auf sehr humorvolle Art bekommt man einen guten Blick hinter die Kulissen und erlebt den Klinikalltag aus einer etwas anderen Perspektive.

Charaktere:

Karla ist eine resolute Frau, die nach ihrem Schulabschluss verschiedene Berufsoptionen ausprobiert und durch einen Mitbewohner und ein Praktikum bei dem der Krankenschwester hängen bleibt. Neben der Lehrzeit und den damit verbundenen Erlebnissen, gibt sie einen herrlich komischen Einblick in den harten Alltag einer Krankenschwester.

Schreibstil:

Die Autorin hat Talent im Umgang mit der Sprache. Sie wechselt gekonnt zwischen gehobener Ausdrucksweise, Fachtermini und manchmal derbe anmutender Wortwahl. Mit Fußnoten und Anmerkungen erklärt sie die, von ihr benutzten medizinischen Fachtermini, so dass man bei der Lektüre auch sein Wissen erweitern kann. Die Geschichte ist dynamisch und spritzig. Der Leser erlebt den harten und beschwerlichen Alltag auf humorvolle Weise. Trotz all der vermittelten Komik und der überspitzt anmutenden Situationen, wird die Wichtigkeit und Bedeutung des harten Jobs einer Krankenschwester deutlich.

Fazit:

Ein unterhaltsamer Literaturtrip in den wundersamen Kosmos eines Krankenhauses. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und habe wichtige Einblicke in den Beruf der Krankenschwester bekommen. Der amüsante Exkurs in eine Welt, die normalerweise vor unseren Augen verschlossen bleibt. Dennoch musste ich einen Stern abziehen, da mir die Sprache manchmal zu derbe war und ich bei blutigen und zu realitätsgetreuen Beschreibungen aus der Intensivstation etwas zu viel Fantasie bewiesen habe. Die Abläufe sind wirklich sehr realistisch und plastisch beschrieben, weswegen mir das ein oder andere Mal flau wurde und ich dezent über die betreffenden Stellen hinweg gelesen habe. Dieser subjektive Eindruck sollte jedoch niemanden abschrecken, denn das Buch hat es wirklich verdient gelesen zu werden. Es öffnet einem die Augen, wie schwer das Pflegepersonal arbeitet und wie groß deren Beitrag für die Allgemeinheit ist. 

Samstag, 19. Dezember 2015

Rezension zu Elvira Zeißlers "Ein Cupido zum Verlieben"

Bewertung 5 Sterne


Inhalt:

Sam ist Anfang 30, erfolgreiche Dozentin an der Uni und mit ihrer großen Liebe Logan zusammengezogen. Doch wie das Schicksal manchmal so spielt, überrascht  Sam Logan inflagranti mit einer anderen Frau im Bett. Zutiefst verletzt, da sie erneut von der Liebe so enttäuscht und betrogen wurde, beschließt sie ihr komplett zu entsagen. Doch das kann Cupido, ein Engel der Liebe, nicht zulassen. Und so lässt er sich auf eine abenteuerliche Wette ein. Binnen 3 Monaten will er den richtigen Mann für Sam finden und ihr damit den Glauben an die Liebe zurückgeben, doch Sam ist schwieriger als erwartet….

Charaktere:

Jeder einzelne Protagonist ist mit viel Liebe zum Detail komponiert worden. All die kleinen Schwächen und Stärken, die die Autorin ihnen verliehen hat, ermöglichen dem Leser sich mit ihnen zu identifizieren. Ein Liebesengel wird kurzerhand zum Beziehungs- und Partnercoach und gibt auch dem Leser die ein oder andere gute Lektion mit auf den Weg. Alle Figuren wurden so realistisch und lebendig konzipiert, dass man beim Lesen die unterschiedlichsten Emotionen und Gefühle erlebt und bis zum Schluss mitfiebert.

Schreibstil:

Die  Geschichte ist ein wahrer Page-Turner. Durch die gefühlvolle und witzige Art zu schreiben wird man von der ersten Zeile an lesesüchtig. Ich konnte das Buch nicht zur Seite legen, denn man gleitet sanft und unterhaltsam durch die Seiten. Mit ihrem wundervollen Schreibstil vermittelt die Autorin gekonnt Stimmungen und erzeugt eine zauberhafte Atmosphäre. Sie malt Bilder mit Worten und ermöglicht es mir als Leser, in die Geschichte abzutauchen und sie hautnah mitzuerleben. Elvira Zeißler hat ihre Handlung so komplex entworfen, dass man den Verlauf nicht gleich durchschauen kann und am Ende überrascht wird.

Fazit:


Ein Buch, das einfach Spaß macht. Die Geschichte besticht durch viel Gefühl und Humor. Mich persönlich hat die Story total überrascht und mitgerissen. Ich habe sie in fast einem Rutsch durchgelesen und war regelrecht süchtig zu erfahren, wie es weitergeht. Die gelungene Gesamtkomposition aus genialer Idee, toller Sprache und erfrischendem Humor macht dieses Buch zu einem absoluten Lesevergnügen, dass ich jedem Leser ans Herz legen möchte, der humorvolle Liebesgeschichten mag. Ich freu mich schon auf weitere Bücher, denn die Sprache der Autorin und ihre Art zu schreiben sind wirklich zauberhaft. 

Das absolut Beste ist, dass es das EBook aktuell bis Weihnachten noch zum absoluten super Schnäppchen-Preis von nur 99 Cent gibt.

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                                     Thalia

Freitag, 18. Dezember 2015

Rezension zu Julia Mayers "Rehruf"

Bewertung 4 Sterne


Inhalt:

Die 16 jährige Inga leidet seit frühster Kindheit an einer unheilbaren und chronischen Form der Masern. Ihr Leben ist eine einzige Abfolge von Krankheitsschüben unterschiedlichster Stärke, die sie im Alltag massiv einschränken. Doch je älter Inga wird, desto heftiger werden die Schübe und ihr ist bewusst, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sie sterben wird. Doch so einfach will es Großtante Randi dem Schicksal nicht machen. Sie beschließt Ingas Leiden ein Ende zu setzen und ihr ein neues zu schenken. Das Wasser des heimatlichen Flusses besitzt magische Kräfte, getrunken gewährt es einem eine neue Existenz. Allerdings hatte dieser Zauber einen Haken, denn von nun an muss Inga als Rehdoppel leben. Als neustes Mitglied einer fern ab im Wald angesiedelten Herde, verbringt sie fortan ihre Tage als Reh und verwandelt sich des Nachts wieder zurück in einen Menschen. Auch wenn sie die Energie und Kraft ihres neuen Daseins genießt, so leidet sie doch unter der Trennung von ihrer Familie und deren Trauer um sie. Ihr neues Leben birgt viele Gefahren und Verlockungen, denen Inga widerstehen muss…

Charaktere:

Julia Mayer hat sehr tiefgründige und vielseitige Protagonisten erschaffen. Ingas Schicksal, aber auch das ihrer Familie, insbesondere ihrer Schwester Frederike, ist so lebendig und gefühlvoll beschrieben, dass man mit ihnen mitleidet. Die Gefühle und Gedanken der einzelnen Figuren sind sehr realistisch und emotional dargestellt, so dass man auch vermeintlich törichte Handlungen verstehen und nachvollziehen kann. Verschiedene innere Monologe oder die Betrachtung der einzelnen Charaktere geben einen tiefen und detaillierten Einblick in ihr Seelenleben und ihre verworrene Gefühlswelt.

Schreibstil:

Die Geschichte liest sich flüssig und ist spannend beschrieben. Eine gelungene Kombination aus Märchen, Thriller, Jugendroman und Drama. Ein überaus vielschichtiges und vielseitiges Buch, das nicht nur mit dem Inhalt, sondern auch mit der Sprache verschiedenste Lesergruppen anspricht. Die Autorin versteht sich wunderbar darauf die unterschiedlichen Stimmungen und Gefühle sprachlich zu vermitteln. Man wird von den Worten durch das Buch getragen. Die bildliche und detaillierte Darstellung der Figuren und Szenerie ermöglicht es dem Leser, leicht in die Geschichte abzutauchen und sie vor dem inneren Auge mitzuerleben. Der Perspektivwechsel zwischen Inga, ihrer Schwester Frederike und Klara im Laufe des Buchs, gibt der Geschichte Dynamik und Dramatik, da sie die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet.

Fazit:

Ich hatte viel Spaß beim Lesen und bin relativ schnell durchgekommen. Die geschickte Verknüpfung unterschiedlicher Erzählperspektiven und die Einbindung gelegentlicher Rückblicke verleihen dem Buch Tiefe und Vielseitigkeit. Rehruf ist fesselnd und spannend geschrieben, die gefühlvollen Beschreibungen haben meine Emotionen angesprochen und ich habe mit den Protagonisten gelitten und mit gefiebert. Ein kleines Manko war für mich der Anfang. Der Prolog hat mich etwas verwirrt, denn ich konnte den Zusammenhang in der Story erstmal nicht herstellen. Auch der angepriesene Bezug zum Märchen „Brüderchen und Schwesterchen“, war für mich leider lediglich auf die Verwandlung zum Reh zurückzuführen. Dennoch hat die Autorin eine wundervolle und zauberhafte Geschichte geschaffen, die einen ein paar Stunden aus dem Alltag entführt. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der spannende und fantastische Bücher mag.

Lieblingszitate:


„Das Leben will gelebt werden, ob du es lebst, liegt an dir“

"Ich bin ein Reh.
Und die Welt ist ein Tal, das voller Hoffnung vor mir liegt."

Montag, 14. Dezember 2015

Rezension zu Christian Grass "Der Irrweg... des Herrn Karl"

Bewertung 5 Sterne

Inhalt: 

Karl Wegmann ist 48 Jahre alt, Inhaber dreier Souvenirläden und unglücklich verheiratet. Gefangen in einer lieblosen, kleinbürgerlichen "Scheinexistenz", träumt er von Liebe, Glück und persönlicher Zufriedenheit. Als der innere Druck letztendlich zu hoch wird, folgt er einer dubiosen Internetbekanntschaft nach Marokko. Dort nimmt auch das Drama seinen Lauf, als er dem deutlich jüngeren Touareg Abdu begegnet, den er wie eine Art Guru verehrt. Auf seiner verzweifelnden Suche nach Geborgenheit und Akzeptanz, läuft er geradezu in sein Verderben....

Charaktere: 

Christian Grass hat mit Karl Wegmann einen wundervoll realistischen Protagonisten erschaffen. Von der ersten Seite an hat man einen direkten Einblick in das triste und lieblose Leben des Herrn Wegmann und hofft, dass er es endlich schafft, der Enge des schweizerischen, kleinbürgerlichen Gesellschaftsideals zu entfliehen. Gepeinigt von einer ihn demütigenden Ehefrau und einer gehässigen Schwiegermutter, ohne die Unterstützung "wahrer" Freunde, bleiben Karl Wegmann nur seine Träume. Hin und her gerissen zwischen Wünschen und Realität begleitet der Leser den "Antihelden" Wegmann auf seiner schicksalhaften Reise.

Schreibstil: 

Die Geschichte wird aus der Perspektive eines allwissenden Erzählers beschrieben, der einen direkt und schonungslos in das Leben des Protagonisten einführt. Die Situationen, Orte und Charaktere sind sehr plastisch und facettenreich beschrieben, so dass man mitfühlt und die emotionale Achterbahnfahrt der Hauptfigur nachempfindet. Die Sprache, die der Autor benutzt, ist direkt und gradlinig, was dem Buch die nötige Portion Realismus verleiht. Die unterschiedlichen Stimmungszustände und Lebenssituationen werden sprachlich perfekt untermalt, so dass der Leser durch die Seiten gleitet. Man merkt sofort, dass der Autor sein Handwerk versteht und auf unterhaltsame Weise gesellschaftskritische Themen anschneidet.

Fazit: 

Christian Grass hat auf wundervolle Weise eine Geschichte kreiert, die sich spannend mit dem Thema Realität versus Traum auseinandersetzt. Mich hat er Roman gefesselt und ich konnte das Buch nur schwer zur Seite legen, auch wenn der Protagonist die unterschiedlichsten Gefühle in mir geweckt hat. Die Lebensgeschichte des Protagonisten hat mir vor Augen geführt, dass man seine Träume leben und nicht sein Leben träumen sollte. Lass dich nicht von deinen Wünschen beherrschen, denn nur eine gezielte Selbstkontrolle führt zum Erfolg. Vielleicht wäre Karls Leben erfolgreicher verlaufen, wenn er sich in einem anderen sozialen Umfeld bewegt hätte. Ein Drama, das zum Nachdenken anregt. Sehr empfehlenswert.

Samstag, 12. Dezember 2015

Von der Idee über den Schreibprozess zum fertigen Buch mit Sandra Florean

© Stephanie von Westernhagen
Heute möchte ich euch etwas ganz besonderes präsentieren.
Wir alle lieben Bücher, haben sie regelmäßig in den Händen und ihre Worte tragen uns in Fremde Welten oder andere Leben. Doch wie entsteht eigentlich ein Buch.
Welcher Aufwand steckt im Entstehungsprozess?
Welche Zwischenschritte durchläuft eine Geschichte von der Idee bis sie beim Leser in der Hand liegt?
Wie viel Herz und Persönlichkeit wird vom Autor verarbeitet?
Die liebe Sandra Florean, die gerade den vierten und letzten Teil ihrer Nachtahn-Reihe veröffentlicht hat, stand mir für die Aktion #TeamNachtahn hierzu Rede und Antwort.
Taucht mit mir gemeinsam ab und erlebt, wie Sandra ihre Vampire zum Leben erweckt und deren Geschichten auf Papier bringt.

Die Idee:


Die „Nachtahn-Reihe“ ist dein Roman-Debüt. Was genau hat dich bewogen über Vampire zu schreiben? Woher nimmst du deine Ideen für die Charaktere, den Plot und die Szenerie? 

Den Wunsch, einen Vampirroman zu schreiben, hege ich schon lange. Irgendwann kam mir dann die zündende Idee und die Figur des Dorian Fitzgerald war schnell kreiert. Ideen nehme ich von überall her: meinem Umfeld, aus Filmen, anderen Büchern, Geschichten der Leute um mich herum, selbst Erlebtes ...

Entlehnst du die Figuren an reale Personen aus deinem Umfeld? Träume? Oder wie erschaffst du einen so plastischen Intensivcharakter wie Dorian?

Von allem ein bisschen, würde ich sagen. Er trägt mit Sicherheit viele meiner Träume in sich, entwickelte sich aber auch erst beim Schreiben zu dem, der er nun ist.

Wann wusstest du, dass es mehrere Teile sind? War schnell klar, dass du mehr als nur ein Buch mit deinen Ideen füllen musst, oder wolltest du erst weniger Teile schreiben?

Die Geschichte habe ich in einem Rutsch durchgeschrieben, weil die Ideen nur so flossen. Deshalb war es von vornherein klar, es kann nur eine Reihe werden.

Der Arbeitsplatz
© Sandra Florean
Wo und wie sammelst und archivierst du deine Ideen?

Überall: auf Notizblöcken, am PC, in in der Notizzettel-App auf meinem Handy, in Zetteln aller Art, in Nachrichten an mich selbst, auf dem Diktiergerät - je nachdem, was ich gerade zur Hand habe.

Bist du bei der Ideenfindung alleine oder wirst du im kreativen Prozess unterstützt?

Mein Mann kaut viele Ideen mit mir durch. Mittlerweile habe ich aber auch liebe Kollegen, von denen ich nochmal ganz neue Denkanstöße bekomme, aber der Großteil entsteht wohl doch allein in meinem Kämmerlein.

Fließen deine Hobbies direkt oder indirekt mit in deine Bücher ein?

Neuerdings ja. Bei meinen aktuellen Projekten kann ich tatsächlich auf mein Wissen als Schneiderin und historischer Darsteller zurückgreifen. Allerdings habe ich den Plot absichtlich so gestaltet.

Das Plotten/ Schreiben:


Wenn du nun die grobe Struktur hast, die Ideen, wie fängst du das Plotten an?

Erst einmal mache ich mir eine Aufstellung der Figuren, ihren Beziehungen zueinander, Wünschen, Träumen etc. Jeder Charakter bekommt einen Charakterbogen, in dem alles über ihn festgehalten wird. Dann entwickel ich Schritt für Schritt die Handlung mit Hinweisen zu Dingen, die noch recherchiert werden müssen. Dann erledige ich die Recherche und baue die Handlung weiter aus. Erst skizziert, später dann Kapitel für Kapitel.

Gibt es ein spezielles Ritual, ein Getränk, ein Talisman, ein Kuscheltier, das nicht fehlen darf?

Nein.

Plotten und Recherchieren auf der Terrasse in der Sonne
© Sandra Florean
Manche arbeiten mit einer riesen Pinnwand und Fäden? Zettel auf dem Boden? Reger Austausch mit einem Plotting-Buddy?

Die Figurenübersicht und den Grundplot schreibe ich auf DIN-A3 Zetteln. Hätte ich eine größere Pinnwand, würde ich es anheften. So liegt sie neben meiner Tastatur (ich schreibe an meinem großen Nähtisch, da ist also genug Platz). Den detaillierten Plot drucke ich meistens zu Anfang auch aus, um ihn ggf. noch zu ergänzen. Sobald ich anfange zu schreiben, ist er allerdings in Papyrus Autor eingepflegt und ich arbeite ihn Kapitel für Kapitel durch. Unklarheiten diskutiere ich dann gern mit meinem Mann oder den besagten Kollegen.

Wie lange braucht man in etwa um ein Buch so zu planen, dass man in den aktiven Schreibprozess übergehen kann, oder geht das eine bei dir in das andere über?

Nein, ich habe mir angewohnt, vor dem Schreiben alles an Plotarbeit zu erledigen, damit ich nachher einfach nur "runterschreiben" muss. Andernfalls würde ich mich verzetteln und meine Abgabetermine nicht einhalten können. Bis ich wirklich anfange zu schreiben, dauert es bestimmt 1-2 Monate. Kommt auf die Komplexität des Projektes an.

Mischen sich deine Protagonisten ein, also wie Engelchen und Teufelchen auf der Schulter?
Sommerarbeitsplatz auf der Terrasse
© Sandra Florean

Manchmal.

Brauchst du Ruhe, um dich konzentrieren zu können? Ich hören beim Schreiben am liebsten Musik oder hab etwas Seichtes im TV laufen…

Ich brauche absolute Ruhe.


Vom Skript zum Buch:


Wenn du Ende unter dein Werk gesetzt hast, wie geht es dann weiter? Welche Schritte durchläuft das Buch dann bis zur Veröffentlichung?

Meistens lege ich es dann für ein paar Wochen erleichtert beiseite. Dann folgen mindestens zwei Überarbeitungsprozesse von mir, ehe ich es an die Testleser gebe. Nach deren Rückmeldung gehe ich alles noch einmal durch. Bevor es an einen Verlag geht, überarbeite ich dann vor allem in Hinblick auf Schreibfehler/Füllwörter etc. Vom Verlag wird dann ein Lektorat und Korrektorat vorgenommen und mir alles wieder zugeschickt. Das Lektorat gehe ich dann auch nochmal sehr intensiv durch, beachte die Kommentare und bearbeite es entsprechend. Kurz vor Veröffentlichung bekomme ich dann die Druckfahne, in der schon der Satz etc. erkennbar ist. Das ist dann für mich der letzte Durchgang. Hier achte ich nochmal vor allem auf Schreibfehler.

Ich hab des Öfteren Interviews mit dir und Dorian erlebt, wie intensiv ist er in den PR-Prozess involviert?

Das Problem mit Dorian ist, dass er zwar immer wieder gern seinen Senf dazu gibt, er aber auch schnell gelangweilt ist, wenn es zu viel oder zur Routine wird. Meistens reißt er im unpassenden Moment das Ruder an sich. Man kann ihm allerdings nicht wirklich böse sein, wenn er mal wieder die Leser bedroht. Ich glaube, die meisten würden sich eh freuen, wenn er mal nachts bei ihnen am Fenster erscheint.
Im Großen und Ganzen lässt er mir freie Hand ;)

Ist nach den 4 Teilen für dich nun Schluss mit „Nachtahn“?

Ja. Mit einem lachenden und weinenden Auge. Auch wenn ich noch viele Ideen habe und die Geschichte unendlich weiter spinnen könnte, rufen andere Projekte.

Wird er dir fehlen, wenn das letzte Buch geschrieben ist, oder meinst du er wird in Rente gehen und ein paar neuen Figuren Platz machen?

Er wird definitiv neuen Figuren Platz machen müssen. Die ersten erscheinen bereits im April 2016 im bookshouse Verlag, weitere folgen im Juli im Papierverzierer Verlag. Aber in Rente gehen? Niemals. Ich werde auch weiterhin viel mit meinen Büchern unterwegs sein und immer auch die Nachtahn-Reihe vorstellen. Ansonsten würde Dorian mich wahrscheinlich des Nachts heimsuchen - allerdings nicht auf die freundliche Art und Weise ;)

Wie fühlt es sich an, wenn du dein Buch das erste Mal in einer Buchhandlung siehst oder die erste Rezension erscheint?

GROßARTIG! Das Gefühl kann man gar nicht beschreiben.

Gab es schon mal Kritik, die dich richtig hart getroffen hat?

Durch meine langjährige Tätigkeit als selbstständige Schneiderin habe ich gelernt, mit Kritik umzugehen. Solange sie konstruktiv ausfällt, bringt sie mich weiter und genau so sehe ich das auch. Es wird allerdings immer Leute geben, denen meine Nachtahne nicht gefallen. Da kann ich nichts machen, deshalb gibt es da auch keinen Anlass, deswegen gekränkt zu sein oder sich demotivieren zu lassen. Ich mag ja auch nicht alle Bücher oder Filme oder Lebensmittel ;) 



Vielen lieben Dank an die liebe Sandra Florean, die uns diesen spannenden Einblick in ihre Kreativwerkstatt gegeben hat.
Wir hoffen, dass wir euch neugierig machen konnten, denn die Nachtahne warten nur darauf von euch gelesen zu werden. Ich persönlich lese gerade auch ganz fleißig und ich muss gestehen, ich liebe sie. Vampire sind ja schon was sehr eigenes und haben ein gewisses Sexappeal, doch Dorian ist der Hammer...

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Rezension zu Gesa Schwartz "Nacht ohne Sterne"

Bewertung 4 Sterne


Inhalt: 

Naya ist 16 und lebt in New York. Sie ist die Tochter einer Lichtelfe und eines Menschen und dadurch ein Mischwesen, das scheinbar kein Talent für Magie besitzt. Doch fühlt sie sich weder der Welt der Elfen noch der der Menschen wirklich zugehörig. Das Schicksal hat jedoch andere Pläne für Naya und so wird siezwischen die Fronten eines Jahrhunderte währenden Krieges gezogen. Auf der einen Seite die Lichtelfen, auf deren Seite ihr bester Freund Jaron kämpft und die versuchen, die Menschen vor den Dunkelelfen zu beschützen. Und auf der anderen Seite ist Vidar, ein Krieger der Dunkelelfen, der in Naya ganz besondere Gefühle auslöst und sie an der Wahrheit der alten Geschichten zweifeln lässt. Der Grat zwischen Licht und Dunkelheit ist schmal und mehr als einmal muss sich Naya die Frage stellen, wer ist Freund und wer Feind. Wer will ihr wirklich helfen, oder wollen sich alle in Wahrheit nur selber helfen? Welche dunkeln Geheimnisse wird Naya auf ihrem gefährlichen Abenteuer entdecken…

Charaktere: 

Die Autorin hat eine Fülle an einzigartigen Figuren erschaffen. Neben New York und den Menschen die darin Leben, werden wir in die Welt der Lichtelfen und ebenso in die der Schattenelfen entführt. Mit viel Liebe zum Detail hat sie Wesen mit exotischen Namen erschaffen, die beinahe unaussprechbar durch den Kopf hallen. Die Welten beinhalten auf beiden Seiten weitere mystische Kreaturen, die diese zauberhafte Welt noch geheimnisvoller erscheinen lassen. Als Naya Vidar kennenlernt, fängt sie an Dinge zu hinterfragen. Sind die Lichtelfen wirklich die Guten? Sind alle Schattenwesen abgrundtief böse? Gesa Schwartz hat viele verschiedene Handlungsstränge kreiert, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen und dennoch wie von Zauberhand perfekt ineinander fließen.

Schreibstil: 

Der Anfang hat mich gefesselt. Selten hab ich in einem Fantasyroman eine so detailgetreue Beschreibung erlebt. Die Autorin verblüfft mit einer Sprache, die aus Bildern und Eindrücken besteht. Die ganzen exotischen Namen und Wesensbeschreibungen lassen kaum Raum für eigene Interpretation, da sie sehr viel schon durch ihre Erzählung vorgibt. Die Bilder bauen sich beim Lesen ganz von alleine vor dem inneren Auge auf. Man hat das Gefühl in eine eigene Welt abzutauchen und ein Teil dieser zu sein. Obwohl es sich bei diesem Buch um einen Jugendfantasyroman handelt, so möchte ich doch behaupten, dass die sprachliche Qualität eher High Fantasy entspricht. Diese massive Informationsdichte drosselt auch die Lesegeschwindigkeit und bremst dadurch ein wenig den Lesefluss.

Cover: 

Das Cover ist traumhaft. Die Elfe, die einen direkt anschaut aus ihren dunkel-geschminkten Augen. Im ersten Moment wirkt sie zart und verletzlich, doch wenn man die Augen länger betrachtet merkt man, dass die Augen eine gewisse Härte ausstrahlen. Das schwarze Cape, in das die Elfe gehüllt ist glitzert wundervoll und ist ein wahrer Eye-Catcher, der Lust auf das Geheimnis macht, das sich unter dem Buchdeckel befindet. Ich hab mich sofort verliebt und mir war klar, dass ich entdecken muss, was sich dahinter verbirgt.

Fazit: 

Die Geschichte ist traumhaft und beinhaltet alles, was ein Jugendfantasyroman braucht. Dennoch muss ich einen Stern abziehen, da die anfängliche Leseeuphorie irgendwann in Frust umschlug. Das hat nichts mit dem Inhalt an sich zu tun, sondern ist lediglich dem Schreibstil geschuldet. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass sich Gesa Schwartz in den Details verliert und man dadurch Essentielles verpasst. Klingt erstmal nicht logisch. Aber wenn die Szenen so detailliert beschrieben werden, dass man das Gefühl hat, nicht voran zu kommen, beginne ich grob zu überspringen. Und dabei verpasse ich möglicherweise wichtige Informationen. Gerade zum Ende hin wurde es ein paar mal sehr langatmig. Diese Geschichte voller Zauber, Magie und Geheimnissen ist wundervoll und verdient es gelesen zu werden, doch ich denke der Leser muss sich bewusst sein, dass die Sprache die ihn erwartet, ihn in den Bann ziehen wird. Man braucht Geduld und Muse, um all das auf sich wirken lassen zu können. Ich hatte sie leider nicht zur Genüge. An Gesa Schwartz und ihren erstklassigen Fantasyschätzen scheiden sich die Geschmäcker. Ich möchte es euch wirklich ans Herz legen, denn die Geschichte ist toll. Liebe, Freundschaft, eine Welt voller magischer Wesen, viel Spannung und Abenteuer, also wirklich alles, was gute Fantasy ausmacht. Autor: Gesa Schwartz

Montag, 7. Dezember 2015

Rezension zu Katrin Koppolds "Mondscheinblues"

Bewertung  5 Sterne


Inhalt:

Nina arbeitet für eine Frauenzeitschrift und organisiert eine Fotoreportage über die Flitterwochen ihrer Kollegin in Cornwall. Dummerweise platzt die Hochzeit und Ninas Chef besteht darauf, dass sie den Platz der Braut einnehmen soll. Da sie keinen Freund an ihrer Seite hat, wird kurzerhand ein passender Bräutigam gebucht. Die Wahl fällt auf Tom, einen Ex-Rockstar, der einen exzessiven Lebenswandel pflegt und sich mit Partys und Alkohol die Zeit vertreibt. Nina ist das krasse Gegenteil. Sie ist verbissen und perfektionistisch und wenn sie etwas hasst, dann ist es die Kontrolle zu verlieren. Eine turbulente und äußerst witzige Reise durch Cornwall beginnt, bei der die beiden, die sich in nichts einig zu sein scheinen, ein verliebtes und frisch vermähltes Paar mimen sollen. Doch je mehr Zeit die beiden zusammen verbringen, desto näher kommen sie sich….

Charaktere:

Die Protagonisten Nina und Tom könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie ist ehrgeizig und kontrollsüchtig, sieht bei jedem Essen als erstes die Kalorien vor dem inneren Auge und versucht nach außen, die perfekte Illusion ihrer Person aufrecht zu erhalten. Das Verhältnis zu ihrem Vater ist problematisch, denn egal was sie tut, nichts scheint ihm recht zu sein. Tom hingegen lebt in den Tag hinein, gibt ab und an Klavierstunden und feiert ausgiebig. Der Erfolg seiner Band liegt schon einige Zeit zurück und er zehrt noch von den Resten des einstigen Ruhms. Auch sein elterliches Verhältnis ist schwierig, denn auch ihnen ist der Lebenswandel des Sohnes ein Dorn im Auge. Beide Protagonisten sind mit sich selbst unzufrieden und verstecken ihre wahren Gefühle. Erst auf der gemeinsamen Reise können sie nach und nach die harte Schale des anderen knacken und die wahren Gefühle und Emotionen freisetzen. Katrin Koppold hat den beiden, trotz den Klischees, die sie vermeintlich zu erfüllen scheinen, sehr viel Charakter und Tiefe gegeben. Sie sind facettenreich und vielschichtig, haben beide ihre inneren Dämonen, die sie verfolgen und irgendwie schaffen sie es nicht, diese alleine zu vertreiben.

Schreibstil:

Man fliegt nahezu durch das Buch. Die Geschichte ist so lebendig und leicht geschrieben, dass man gar nicht merkt, wie die Zeit beim Lesen verfliegt. Die Protagonisten sind so menschlich und real beschrieben, dass man mit ihnen mit fiebert und all ihre Emotionen teilen kann. Katrin Koppolds Sprache ist abwechslungsreich und vermittelt die unterschiedlichsten Stimmungen und Gefühle. Die Szenerien sind sehr lebendig beschrieben, so dass man das Gefühl hat, die Geschichte live mitzuerleben. Gerade das Honeymoon durch Cornwall ist so detailliert geschildert, dass man Fernweh bekommt. Die Erzählperspektive wechselt regelmäßig zwischen Tom und Nina hin und her, so dass man die Geschichte mal aus männlicher, mal aus weiblicher Sicht erlebt. Das bringt Dynamik und Abwechslung, zudem ermöglicht es dem Leser, die beiden Protagonisten besser kennenzulernen.

Fazit:


Katrin Koppold hat mit ihrem Roman einen amüsanten und kurzweiligen Chit-Lick-Roman geschrieben. Auch wenn primär das Thema Liebe im Vordergrund steht, so bieten die Charakterstrukturen und Lebensgeschichten der beiden Protagonisten genug Vielfalt und Tiefgang, um nicht als klassische Liebesschnulze zu enden. Sowohl die Geschichte an sich, als auch der Erzählstil haben mich gefesselt. Ich habe mit den beiden mit gefiebert und alle ihre Emotionen geteilt. Und ich muss unbedingt nach Cornwall. Die Beschreibungen haben mich so fasziniert und neugierig gemacht. Es ist eine wunderschöne Geschichte voller Gefühl, bei der Freud und Leid so nah beieinander sind. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich freu mich schon auf andere Bücher der Autorin. Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne Geschichten liest die humorvoll und romantisch sind und direkt ans Herz gehen.

Sonntag, 6. Dezember 2015

BLOGTOUR Thalam von Gabriele Ennemann (1.12-10.12)


Herzlich Willkommen zum 6. Tag der Blogtour zu Gabrielle Ennemanns Debütroman „Thalam“.






Nachdem ihr die letzten Tage schon sehr viele verschiedene Aspekte dieses wundervollen Jugendfantasy-Romans kennenlernen durftet, werde ich heute der Frage „Was ist ein Held?“ auf den Grund gehen.

Helden sind in unserer Welt allgegenwärtig, denn jeder kennt sie und auch nahezu jeder hat seine ganz persönlichen. Manche sind fiktiv, wie zum Beispiel die amerikanischen Marvel-Comic-Helden, wie Captain America, Superman, Spiderman, etc, die alle auf Grund spezieller Fähigkeiten die Welt vor dem Bösen beschützen.
Andere wiederrum begegnen uns im Alltag, es sind Menschen, die durch kleinere oder größere Taten für das Allgemeinwohl die Welt ein wenig besser machen. Doch sind Helden kein Phänomen der Neuzeit oder Gegenwart, schon in der Antike waren sie ein wichtiger Bestandteil der damaligen Kultur.

Auch in der Literatur sind Helden nicht wegzudenken, denn sie beschreibt – „mit abweichender Wortbedeutung– in literarischen Werken ganz allgemein und neutral die Hauptperson einer Erzählung oder eines Bühnenstückes, unabhängig von seinen Fähigkeiten oder seinem moralischen Status.“ (Wikipedia) 

In Gabrielle Ennemanns Roman „Thalam“ gibt es gleich mehrere Heldenfiguren. Die vier Mitglieder der Avantgarde ziehen los, um das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse wiederherzustellen. Sie sind die Beschützer ihres Volks und wurden erst im Notfall „aktiviert“. Alle vier sind, wie für Helden typisch, mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet, die ihnen in der Not dabei helfen sollen, ihre Aufgabe zu lösen. Auch wenn alle vier ihre Aufgabe haben und ihren Teil zum Gelingen beitragen, ist für mich dennoch Gidion der wahre Held der Geschichte.
Denn er ist derjenige, der durch Zufall die feindlichen Jäger beobachtet und dadurch rechtzeitig den König warnen kann. Gidion ist 15 und hat, bis zu seiner Ausbildung an der Schule für Schwertkampf, bei seinem Ziehvater gewohnt. Für mich ist Gidion als Held so besonders, da er keine gängigen Klischees bedient. Er ist mutig und dennoch scheut er sich nicht auch seine verletzliche Seite zu zeigen. Es ist ihm nicht peinlich zu weinen und seine Gefühle offen zu zeigen.
Viele Entscheidungen trifft er auf Grund seines Bauchgefühls. Natürlich kämpft er auch, doch wenn es sich vermeiden lässt, versucht er ohne Gewalt und Brutalität zum Ziel zu kommen. Gidion ist ein Team-Player, dem sein persönlicher Erfolg nicht so wichtig ist. Die eigenen Belange verlieren für ihn an Bedeutung, wenn jemand in Gefahr ist, den er gerne hat. Die Autorin hat eine wundervolle Welt erschaffen, in der Helden anders sein können und dürfen. Sie kommen ohne große Liebesgeschichten aus, auch wenn ein zarter Haus von Gefühl in der Geschichte mit weht. Ich war beeindruckt von der Vielschichtigkeit und dem Facettenreichtum ihrer Heldengestalten, insbesondere des Teenagers Gidion, dass ich sie persönlich gefragt habe, was ihre Intention bei der Konzipierung der Helden, und Gidions im Besonderen, war.

Gabrielle Ennemann:

Warum muss ein Held immer schon „fertig“ geboren werden – habe ich mich gefragt. 
Gidion ist in meinen Augen ein viel authentischerer Held als die meisten Helden, die ich so in Büchern vorgefunden habe, gerade eben weil er noch jung und von daher unfertig bzw. unerfahren ist. 
Thalam wurde von mir als Buchreihe konzipiert, hätte ich schon alle Figuren „vollkommen“ dargestellt“ gäbe es ja keinen Platz mehr für Entwicklungen, abgesehen davon wollte ich zeigen, dass Schwächen durchaus auch liebenswerte Stärken sein können. 
Typisch für Thalam ist, dass seine Bewohner unverdorben, liebe- und gefühlvoll sind. Die jungen Menschen kann man nicht mit Erdenmenschen vergleichen, da sie bisher nichts Böses erlebt oder gesehen haben, sind sie zwar durch Erzählungen darauf vorbereitet worden, aber in der Realität müssen sie an Erfahrung aufholen (deshalb hatte ich ihnen Heron und die Ritter der Tenebrae zur Seite gestellt – die wissen um das Böse und meine Helden können von ihnen lernen und werden gleichzeitig auch ein wenig beschützt). 

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Geschichte um Gidion und Thalam weitergeht, denn sie ist ein wundervoller Beweis dafür, dass Helden auch mit viel Herz und Menschlichkeit das Böse besiegen können. Es gehört viel Mut und Größe dazu, seine Gefühle und Schwächen zu akzeptieren und zu ihnen zu stehen. Denn nur wer seine eigenen Grenzen kennt, kann sich im Kampf richtig einschätzen und dadurch erfolgreich sein.

Meine Rezension zu Thalam findet ihr <hier>


                               Gewinnspiel 


Jeden Tag stellen wir euch eine themenbezogene Frage, die ihr ganz einfach unter dem Beitrag über das Kommentarfeld beantwortet.


                                      Zu gewinnen gibt es: 






Beantwortet folgende Frage:


Wie stellt ihr euch einen Helden vor? 



Die Antwort hinterlasst bitte im Kommentarfeld unter dem Beitrag.


Teilnahmebedingungen:

Pro Tag kann ein Los gesammelt werden.
Ein extra Los kann am letzten Tag der Blogtour zusätzlich zum Tageslos durch Lösen des Quiz' gesammelt werden.
Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung der Eltern.
Die Teilnehmer erklären sich im Gewinnfall bereit öffentlich genannt zu werden (Gewinnerpost) und das ihre Adresse der Autorin und dem Verlag zwecks Gewinnversand übermittelt wird.
Teilnahmeschluss ist der 12.12.2015 23:59 Uhr.
Für den Versand per Post wird keine Haftung übernommen.
Versand nur innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Keine Barauszahlung der Gewinne möglich

Wir drücken euch allen die Daumen!


Falls ihr noch nicht an allen Tagen Lose gesammelt habt, hier nochmal ein Überblick mit den Links:


01.12.15 Bücherleser
06.12.15 Der Bücherkessel (bei mir)
10.12.15 Rotaliedbooks

Dienstag, 1. Dezember 2015

Rezension zu Alexandra Fischers "Joli Rouge: Eine Piratin kämpft um Liebe und Freiheit

Bewertung 5 Sterne


Inhalt:

Das Leben auf See ist hart. Morden und Plündern sind nicht jedermanns Sache, und so kehrt Jacquottes Vater, noch vor deren Geburt, der rauen Welt der Seefahrer den Rücken. Jacquotte wächst sehr ruhig und behütet auf einer Insel auf, wo sie mit ihrem besten Freund Pierre die Wälder unsicher macht. Er lehrt sie Kämpfen und Jagen und weckt den Wunsch in ihr, sich der Bruderschaft anzuschließen und zur See zu fahren. Doch für sie als Frau ist die Welt der Seefahrer verschlossen. Jacquotte erntet Spott, Ablehnung und Unverständnis, doch ihr Willen, sich keinem Mann jemals unterzuordnen ist so stark, dass sie sich als Mann verkleidet und ihren Traum verwirklicht. Trotz ihrem starken Willen und ihrer selbstsicheren Art merkt sie schnell, wie gefährlich ihre Feinde sind. Um jeden Preis muss es ihr gelingen, die Tarnung aufrecht zu erhalten. Und das wird zunehmend schwerer, denn auch ihr alter Freund Pierre läuft ihr immer wieder über den Weg. Wenn er sie auffliegen lässt, ist der Tod ihr gewiss.....

Charaktere:

Jacquotte Delahaye ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit. Voller Leben, Stärke und Mut stellt sie sich gegen das Rollenklischee und ist nicht bereit, den ihr von der Gesellschaft zugeteilten Platz zu akzeptieren. Schon von klein auf hat sie das raue Leben der Seefahrer fasziniert und in den Bann gezogen. Sie hat sich selbst geschworen, sich niemals einem Mann unterzuordnen, doch genau dies birgt in der damaligen Zeit sehr viel Gefahr. Jacquotte weiß, dass sie ihr Leben aufs Spiel setzt, doch der Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung ist so groß, dass die Piratin ihn gerne in Kauf nimmt.

Schreibstil:

Dieser Roman ist ein wahrer Page-Turner. Ich habe zuerst nicht erwartet, dass mich diese Geschichte so fesselt. Die Autorin benutzt neben einem äußerst angenehmen Schreibstil auch viele verschiedene Facetten in der Geschichte. So verbindet sie gekonnt Kampfszenen mit der gut recherchierten Politik der damaligen Zeit. Man bekommt viele Hintergrundinformationen, was die Taten der Piraten etwas nachvollziehbarer macht. Das Gender-Thema wird nicht bis zur Erschöpfung beschrieben und ein Hauch Erotik rundet die Geschichte perfekt ab. Diese geschickte Verknüpfung der unterschiedlichen Stilelemente gibt der Geschichte nicht nur viel Tiefgang, sonder auch Dynamik.


Fazit:

Was soll ich sagen, außer: Achtung, Suchtgefahr. Diese wundervolle Geschichte hat mich mitgerissen. Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Mischung aus Gefühl, Spannung und Brutalität war so faszinierend, dass ich mich dem nicht mehr entziehen konnte. Die Story ist von der Autorin Alexandra Fischer gut recherchiert worden und man bekommt neben Fiktion auch einen vielfältigen Einblick in die Gesellschaftsstrukturen der damaligen Zeit. Was mich zudem positiv überrascht hat ist die Tatsache, dass das Emazipationsthema und die Probleme, die das mit sich bringt, nicht tot geschrieben wurden. Alexandra Fischer hat einen Roman komponiert, der so viele Facetten und Themen beinhaltet, dass sich eine Vielzahl an Lesern darin verlieren kann. Das Wort "Typisch" kann in keinem Fall benutzt werden, denn die Reise, auf der man die Piratin Jocquette begleitet, ist vielseitig, atemberaubend und fesselnd. Ein Leseerlebnis, dass ich jedem empfehlen kann, der Abenteuer und Spannung liebt.

Autoren-Interview mit Christina Stöger zur "Weihnachts-Zauber"-Anthologie

Heute möchte ich euch ein ganz besonderes Herzens-Projekt vorstellen, eine Weihnachtsanthologie, in der 12 Autoren zeigen, wie ihre Romanfiguren das Weihnachtsfest erleben. Sie entführen uns in fantastische Welten, lassen uns prickelnde Stunden erleben und zeigen uns auch manch tiefe Abgründe auf. 12 Geschichten, die alle auf ihre ganz eigene und besondere Weise den Zauber von Weihnachten versprühen und den Leser in ihren Bann ziehen.
Sämtliche, an der Entstehung dieser Anthologie beteiligten Personen, verzichten auf ihr Honorar, weshalb auch der Erlös zu 100% dem Kinderhospitz MitteldeutschlandNordhausen e.V. gespendet werden kann.
Ob als Geschenk für die Liebsten oder um sich selbst ein Stück Weihnachtsatmosphäre nach Hause zu holen, diesen einzigartigen „Weihnachts-Zauber“ könnt ihr sowohl als Print, aber auch als EBook kaufen und damit ein Stück zum Erfolg beitragen. Und wem das alles nicht genug ist und noch nach einem ganz besonderen Stückchen vom "Weihnachts-Zauber" sucht, der kann bei Ebay diese wundervolle Foto-Tasche im College-Stil für den guten Zweck ersteigern.

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Ich habe heute die Ehre, den Anfang zu machen und euch die erste wundervolle Autorin vorzustellen. Christina Stöger lebt mit ihrem Mann und Hund im Süden Deutschlands und schreibt hauptsächlich Romane und Lyrik. Eine zweite Leidenschaft, die sie mit ganzem Herz verfolgt, ist ihre Zusammenarbeit mit dem www.ihr-webradio.de in der Sendung „Literadio“, für das sie Autoreninterviews vorbereitet.
In der Geschichte „Wie Mia ihren blauen Schal erhielt“ erleben wir die weihnachtliche Vorgeschichte zum Roman „Mia und der blaue Schal“. Mia erfährt eine magische und zugleich schicksalhafte Begegnung, die ihr gesamtes Leben ändern wird. Eine zauberhafte Geschichte voller Schmerz und Hoffnung, die den Leser mitreißen wird. Für mich war sie eine Achterbahnfahrt der Gefühle, denn Mias Schicksal hat mich so tief bewegt, dass ich zwischen Schmerz und Freude hin und her gerissen war.

Interview:


Deine Protagonistin Mia ist eine junge Frau, die nach der Hochzeit feststellen muss, dass ihr Mann sich zum prügelnden Monster entwickelt. Sie wird das Opfer psychischer Manipulation und häuslicher Gewalt. Erst ein gescheiterter Selbstmordversuch bedeutet für sie den Neuanfang. Wie kamst du auf die Idee zu diesem Buch?

Die Idee dahinter ist eigentlich eine ganz andere. Sie begann mit der Szene im Wellnesshotel. Dort gibt es eine Sauna in der … nein, das verrate ich an dieser Stelle nicht ;) … jedenfalls saß ich eines Tages selber in einer Sauna und dachte drüber nach, was passiert, wenn … Und so entstand das Buch in meinem Kopf. Die Rahmenhandlung kam dann Stück für Stück dazu und ich glaube, dass es viel mehr Frauen gibt, die häuslicher Gewalt zum Opfer fallen, als bekannt ist. Vielleicht ist es eine Hilfe für Angehörige oder auch Opfer …

Manipulationen sind eines der Hauptthemen deines Romans. Inwieweit glaubst du sind die in unser aller Leben alltäglich?

Manipulation gibt es, meines Erachtens, überall und ständig. Egal, ob es die Medien sind, die täglichen Postings bei Facebook oder auch Meinungen von Freunden. Ich glaube, wir werden jeden Tag in eine bestimmte Richtung geschubst, bilden uns so unsere Meinung und diskutieren. Auch Menschen können uns beeinflussen. Wahrscheinlich kennt das jeder … wenn man sich über ein „Like“ freut, das bei einem Posting von einer bestimmten Person abgegeben wird - oder eben nicht. Ich glaube, das kann einen schon sehr beeinflussen. Im Guten, wie im Schlechten :)

Der blaue Schal ist in den Mia Geschichten das Kernelement. Hat der Schal und die Farbe Blau eine spezielle Symbolik für dich? (Im Roman bekommt sie ja auch blaue Tropfen von der Psychologin)

;) Smile. Mein Spitzname ist ja eigentlich pinky ;) und, ich mag den auch sehr. Ich mag die Farbe, die pinke Lebenseinstellung und die Kraft hinter dieser Farbe. Jedoch muss ich sagen, dass BLAU für mich auch seinen Reiz hat. Das Blau des Meeres, der Topas Steine und auch des Himmels. Blau ist für mich Freiheit, Offenheit und Sehnsucht. Ich selbst besitze auch einen blauen Schal ;) und weiß, dass die, die „blaue Dinge sehen“ gerne an Mia denken. :) Ich denke, ein pinker Schal wäre da unangebracht gewesen. :)

"Finde dein inneres Licht und erhelle die Welt." - Das war einer der schönsten Sätze aus der Mia- Geschichte der Weihnachtsantholigie. Licht scheint für dich und deine Protagonisten eine wichtige Rolle zu spielen. Was ist das besondere an Licht?

Ja :) Licht hat etwas ganz besonderes an sich. Egal ob die Sonne, die uns wärmt, das Licht der Straßenlaterne, das die Dunkelheit in einer nebeligen Nacht vertreibt, oder auch die funkelnden Sterne am Himmel. In meinem Lyrik Buch „Momente des Lichts - lichtvolle Lyrik“ versuche ich dieses Licht in die Herzen der Menschen zu bringen. Zu mir sagte mal jemand diesen Satz - und der begleitet mich seitdem. Ich versuche selbst das Licht in den Herzen meiner Freunde zu sein und ein wenig der Dunkelheit zu vertreiben, die uns täglich umgibt. Licht ist für mich Energie, Lebensfreude und - ja, auch ein Lächeln zum richtigen Zeitpunkt. Licht kostet nichts und bringt doch so viel. Daher - sei das Licht und erhelle die Welt. (auch DU tust das mit deinen Aktionen für die Menschen ;) )

Wenn ich an Weihnachten denke, dann denke ich auch immer an Kerzen und sanftes Licht. Inwieweit gehört für dich Licht zum Weihnachtsfest?

Licht ist das zentrale Element - eigentlich immer ;) Ich liebe Kerzen, Lichterketten und auch das Funkeln eines Weihnachtsbaums. Ich liebe es in den Nächten der Vorweihnachtszeit die beleuchteten Fenster zu sehen und auch, wenn es manchmal kitschig ist, finde ich es doch wundervoll. Das ist für mich das Schönste an Weihnachten. Auch die Kerzen in einer dunkeln Kirche am Weihnachtsabend haben etwas bezauberndes. Mit unserer Weihnachtsanthologie haben auch wir versucht, das Licht in die Herzen der Leser und Kinder zu bringen, ein Lächeln in die Augen zu zaubern und einen „Weihnachts - Zauber“ zu erzeugen. :)

Welche Rolle spielt für dich Spiritualität und Glauben? Glaubst du an Engel oder an Schutzengel?

JA! sage ich ganz laut und mit viel Inbrunst ;) Auch in meinen neuen Roman spielen diese Elemente eine Rolle. Besonders bei „Lucia“, den ich gerade schreibe. Ich glaube, dass Engel immer und überall um uns herum sind - auch, wenn wir sie nicht sehen. Ich versuche mich daran festzuhalten und auch die Gesten, Worte und Taten mancher liebevoller Menschen als „Engelsgabe “ zu bezeichnen. Ich will einfach daran glauben, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als wir sehen und begreifen. Dabei bin ich aber keine fanatische „Esoterik - Lady“ ;) Ich liebe es, Bedeutungen hinter den Dingen zu sehen und glaube, dass alles einen Grund hat. Auch, wenn wir ihn vielleicht nicht immer sehen und begreifen. Anders sind viele Dinge wie Krankheit, Unfälle oder der Tod für mich nicht begreiflich.

Wie sieht für dich das perfekte Weihnachtsfest aus? Gibt es Dinge, die für dich persönlich unbedingt zur Weihnachtszeit dazugehören?


Perfekt ;) das Wort gibt es bei mir nicht. Was ist schon perfekt? ;) Aber es sollte einfach harmonisch sein. Weihnachten in meiner Kindheit war schön - obwohl ich immer krank war. Ich versuche Weihnachten so zu erleben, wie es für mich am Besten ist - im Kreis meiner Lieben. Mit meinem Mann, meinem Hund und mit viel Liebe und Harmonie. Allerdings mag ich die Vorweihnachtszeit lieber. Ich versuche meinen Freunden eine Freude zu machen und mit ihnen ein schönes Fest der Liebe und Freundschaft zu feiern. Wie herrlich sind doch glückliche Augen der Menschen, die man fest ins Herz geschlossen hat. Ganz egal ob es ein liebes Wort, eine selbstgemachte Karte oder ein Geschenk ist, das von Herzen kommt. Ich selbst liebe es auch, beschenkt zu werden. ;) Wenn sich Menschen Gedanken machen, was MIR eine Freude bereiten würde - und ich bin sehr froh, dass ich solche Menschen meine Freunde nennen darf. <3 An dieser Stelle ein Gruß an alle, die es genau so sehen. 

Mehr Infos zu der Weihnachtsanthologie "Weihnachts-Zauber" findet ihr hier:

https://www.facebook.com/AnthologieWeihnachtsZauber/?fref=ts

Mehr Infos zum Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen e.V. findet ihr hier:

http://www.kinderhospiz-mitteldeutschland.de/

https://www.facebook.com/kinderhospiz

Samstag, 28. November 2015

Rezension zu Andreas Adlons "Ausradiert - Nicht ohne meine Tochter"

Bewertung 4 Sterne 


Inhalt:

Mark ist in die USA gereist um seine Tochter nach einem Jahr Auslandsaufenthalt zu einer gemeinsamen Rundreise durch Amerika  abzuholen. Doch, obwohl sie es versprochen hatte, holt sie ihn nicht vom Flughafen ab. Total übermüdet sucht er die Gastfamilie auf, doch die Gastmutter behauptet steif und fest, sie habe nie eine Austauschschülerin aus den USA aufgenommen. Völlig auf sich allein gestellt will er seine Tochter finden, doch weder die Ex-Frau noch die Polizei wollen ihn unterstützen. Es ist, als habe seine Tochter niemals existiert. So wird er schließlich am zweiten Tag seines Aufenthalts in die Psychiatrie zwangseingewiesen. So nimmt die Geschichte ihren dramatischen Verlauf...

Schreibstil:

Der Schreibstil von Andreas Adlon ist flüssig und sehr angenehm. Man kommt gut mit und ist dank der intensiven Beschreibungen mittendrin im Geschehen. Der Autor schafft wundervolle Spannungsbögen und seine Geschichte geht definitiv unter die Haut. Die Geschichte ist gut konzipiert und verläuft nicht nach einem typischen Schema.

Fazit:

Das Buch ist definitiv empfehlenswert für Thriller-Fans. Mir persönlich ging die Geschichte teilweise sehr nah, da der Autor die Situation so lebendig beschrieben hat, dass mein Kopfkino mir als Mama grausige Bilder vor Augen gerufen hat. Das Buch ist packend, spannend und stellt mir die Nackenhärchen auf. Allerdings hat mich die Geschichte zu sehr emotional berührt, dass es mir manchmal schwer fiel weiter zu lesen. Doch das ist lediglich ein subjektiver Eindruck und ich möchte Andreas Adlon jedem Thriller-Liebhaber wärmstens empfehlen.

Freitag, 27. November 2015

Rezension zu Any Cherubims "Mea Suna - Seelensturm"

Bewertung 5 Sterne


Inhalt:

Die Zwillingsschwestern Amy und Jade teilen ein Geheimnis, denn sie können die Aura der anderen Schwester durch einen Farbschimmer sehen und daran deren Gefühlslage ableiten. Ihr Onkel, bei dem die beiden Leben, lässt sie streng bewachen, denn Amy schwebt in Lebensgefahr. Sie wird von einem Killer der Taluri gejagt und Jade will alles daran setzen, ihre Schwester zu schützen. Doch als sie auf den Taluri trifft werden in ihr Gefühle geweckt, die sie so nicht kannte. Ein innerer Kampf beginnt, denn sie merkt, dass irgendetwas an der Geschichte nicht stimmt. Irgendwie scheint nicht so zu sein wie es soll.

Charaktere:

Obwohl Zwillinge vom Äußeren oft identisch scheinen, so sind Amy und Jade vom Wesen her doch komplett verschieden. Während Jade die Vernünftige ist, so ist Amy ein eigensinniger Dickkopf. Die Figuren sind mit so viel Liebe zum Detail entstanden, was den Figuren, aber insbesondere den Zwillingen, eine spezielle Tiefgründigkeit gibt. Jades innerer Konflikt, die widersprüchlichen Gefühle, all das lässt den Leser mitfühlen und mitempfinden. Ich muss zugeben, dass mir Amy ziemlich oft den Nerv geraubt hat, denn sie erzeugt durch ihren Eigensinn ein Problem nach dem anderen.  Mit den Taluri hat die Autorin ein Wesen erschaffen, das ich so nicht erwartet habe und das bestimmt einige Leser überraschen wird.

Schreibstil:

Any Cherubim zaubert mit ihren Worten. Ihre Art zu Schreiben ist fantastisch, denn schon mit der ersten Seite taucht man ab in eine ganz neue Welt und vergisst die Zeit um sich herum. Beschreibungen der Szenerie und Gefühlslage bringen der Geschichte die nötige Tiefe und lassen eine ganze Welt vor dem inneren Auge entstehen. Die Worte lassen einen hautnah den Konflikt Jades spüren und den Leser emotional daran teilhaben. Man gleitet dank der angenehmen, bildhaften Sprache nur so durch die Geschichte und nähert sich leider viel zu schnell dem Ende. Eine Autorin, die das Fantasy-Handwerk beherrscht.

Cover:

Als Cover-Victim muss ich gestehen, hat es mir dieses besonders angetan. Sowohl die Farbwahl, als auch die junge Frau, die ihren Kopf mit den geschlossenen Augen nach unten neigt, deuten unmissverständlich ein wichtiges Geheimnis an. Betrachtet man die anderen beiden Cover von Teil 2 und 3 wird klar, dass eine Entwicklung gezeigt wird. Der Klappentext war dann zusätzlich ein Grund, weshalb ich dieses Buch lesen musste.

Fazit:


Ich muss Teil 2 lesen. Die Geschichte um die beiden Schwestern hat mich in ihren Bann gezogen. Eine gekonnte Mischung aus Liebe und Verzweiflung, aus Erwartung und Rebellion. Hin und her gerissen zwischen Spannung und Mitgefühl, konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen. Es ist definitiv ein Buch mit Suchtpotential, welches mich absolut verzaubert hat. Ich freu mich schon auf Teil 2 und 3 und möchte diese zauberhafte Geschichte jedem Fantasy-Fan ans Herz legen.

Dienstag, 24. November 2015

Aktion #FeelLoveAndRead - Für mehr Toleranz und Herz

Am 26. und 27.11. möchte ich mit euch Lesern, Bloggern und Autoren zusammen feiern. Zum einen Thanksgiving, in dem ich mich bei euch für eure Treue bedanken und wie das Wort schon sagt, auch beschenke. Zum anderen möchte ich ein Zeichen setzen für mehr Toleranz und Herz. Das Lesen soll uns alle verbinden und nicht negative Gefühle zwischen uns enstehen lassen. Doch leider bekomme ich immer öfter mit, dass sich Bücherfreunde beschimpfen oder auch hinter dem Rücken schlecht machen. Bald ist Weihnachten, das Fest der Liebe, und wahrlich, es gibt gerade genug Probleme auf dieser Welt. Und deswegen möchte ich euch ein wenig Glück nach Hause schicken in dem ich euch beschenke.

9 wundervolle BlindDates warten darauf, bei euch zu Hause einzuziehen und euch mit ihren Geschichten die Zeit zu versüßen. Unter dem Hastag #FeelLoveAndRead könnt ihr bei Facebook aktiv dabei sein und diese wundervollen Bücher gewinnen. Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr dabei seid und mir mir ein Zeichen für mehr Toleranz und Liebe setzt.

Montag, 23. November 2015

Rezension zu Marie Pellissiers "Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard"

Bewertung 4 Sterne


Inhalt:
Durch Zufall und der Verkettung einiger Zufälle, ist die Hausmeisterin Lucie gerade in der Pariser Oper am putzen, als der Ballettdirektor die große Trappe hinunterstürzt und dabei stirbt. Sie kennt Monsieur Bernard gut, denn er wohnt in dem Haus, in dem sie als Gardienne angestellt ist. Obwohl alles nach einem Unfall aussieht, glaubt Lucie nicht wirklich daran und ruft die Polizei zur Hilfe. Doch Lucie wäre nicht Lucie, wenn sie mit ihrem Scharfsinn und ihren guten Verbindungen, nicht eigene Forschungen anstellen würde. Eine turbulente Zeit beginnt, denn der Komissar, der den Fall betreut ist ein alter Bekannter Lucies, doch ihr leider nicht sonderlich wohlgesonnen und so gerät sie schnell selbst unter Verdacht. Wird sie es schaffen, den Schuldigen zu finden, denn je weiter sie gräbt, desto mehr Verdächtige kommen zum Vorschein...

Charaktere: 
Die Autorin hat für ihr Buch eine Vielzahl an unterschiedlichen und bunten Figuren geschaffen, die mit ihren Charakterzügen und ihrem Wesen, dem Buch seinen vielfältigen Charme verleihen. Neben den zwei Hauptprotagonisten Lucie und Komissar Legarde, gibt es noch Lucies Familie, die Bewohner des Hauses, in dem Lucie als Hausmeisterin tätig ist, die Opernbelegschaft und natürlich die Polizisten, die am Fall mitarbeiten. Die weiteren Figuren, die so im Alltag immer mal wieder als Momentaufnahme hinzukommen, lass ich mal außen vor. Jeder einzelne Charakter ist liebevoll konzipiert und trägt mit seinen Eigenschaften zum bunten und vielseitigen Gesamtbild bei. Untereinander sind die Figuren miteinander verbunden und man bekommt neben der gegenwärtigen Geschichte, auch immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit einzelner Figuren. Es war faszinierend zu sehen, wie die einzelnen Personen miteinander verbunden sind, was man auf den ersten Blick so nicht erwartet hätte.

Schreibstil:
Die Autorin hat einen angenehmen Sprachstil, der einen in die Welt der Pariser Oper entführt. Mit ihrer liebe zum Detail taucht man herrlich ab und erlebt Paris und die landestypischen Gepflogenheiten hautnah. Auch wenn Frankreich ein direkter Nachbar ist, so unterscheiden sich doch viele Dinge im Alltag. Man wird beim Lesen an die Hand genommen und erlebt das typische Frankreich durch die Augen verschiedenster Protagonisten. Von Kapitel zu Kapitel wechselt die Erzählperspektive. Allerdings nicht nur zwischen den beiden Hauptfiguren, sondern auch die Nebenfiguren werden mit ihrer Sicht der Dinge eingebunden. Was einerseits sehr viel Dynamik bringt und auch Spannung aufbaut, da die Kapitel zumeist kurz vor einem entscheidenden Punkt enden, verwirrt leider manchmal auch. Gekonnt wirft sie französische Phrasen oder Termini ein, die allerdings im Kontext gut verständlich sind und keine weitere Recherche benötigen.

Cover: 
Das Cover finde ich äußerst ansprechend. Die rote Farbe und die Blutstropfen passen wundervoll zu einem Krimi. Rot finde ich zudem passend für Paris, denn ich verbinde bei dem Gedanken an diese wundervolle Metropole vieles mit der Farbe. Die Ballettschuhe spiegeln natürlich den Beruf des Monsieur Bernard und dessen Leben an der Oper wieder, doch der Leser wird bei der Lektüre noch eine weitere Bedeutung finden können. Die Schrift ist klassisch gehalten, ohne Kitsch und absolut passend. Der Klappentext macht Lust aufs Lesen.

Fazit:
Obwohl ich dieses Buch durchaus spannend fand, habe ich mich doch entschieden einen Stern abzuziehen. Der Grund hierfür sind die Perspektivwechsel und das Einstiegskapitel, die mich doch sehr verwirrt haben. Man kommt während dem Lesen wunderbar in die Geschichte rein, doch zu Anfang war ich mit den vielen Namen und der Szenerie ein wenig überfordert. Es ist kein klassischer Krimi, denn man wird mit ein paar Kochrezepten oder Infos über die Tanzszene herrlich nebenbei unterhalten. Auch die familiären Nebenstränge, die mehr über Lucie und ihr Leben verraten, geben der Geschichte emotionale Tiefe, haben aber primär nichts mit der Haupthandlung an sich zu tun. Doch sind diese Nebengeschichten und Stränge so wunderbar dezent miteinander verwoben, dass genau dies den Charme und Charakter des Kriminalfalls ausmacht. Der Schluss und damit auch der Mörder waren im gesamten Verlauf nicht zu erahnen, was wiederum einen Pluspunkt gibt, da ich es gerne mag, wenn ich die Geschichte nicht schon nach knapp der Hälfte durchschaue. Wenngleich ich mich die ersten Seiten etwas durchkämpfen musste, so kam ich doch mit dem Fortschreiten der Lektüre immer besser zurecht und bin nur so durch die Geschichte geflogen. Es ist wirklich ein toller Kriminalfall und Lucie ist für mich die Pariser Antwort auf Miss Marple. Ich musste so oft an die Parallelen denken und das ist auch für mich der Punkt, den ich persönlich am charmantesten fand. Ich kann dieses Buch wirklich jedem Krimi und Frankreich-Fan empfehlen, nicht zu vergessen all jene, die Miss Marples Abenteuer lieben. Ich bin gespannt ob es weitergeht und wenn ja wie, denn die liebe Lucie hat ein Händchen für solche Fälle....

Samstag, 21. November 2015

Rezension zu Juliane Seidels "Nachtschatten - Unantastbar"

Bewertung 5 Sterne

Inhalt:
Egal ob Menschen, Werwölfe, Vampire, alle haben eines gemeinsam: ihren, sie ständig begleitenden Schutzengel. Doch nur ganz wenige Auserwählte besitzen die Gabe diese Schutzwesen zu sehen. Eine von ihnen ist Lily, die schon seit ihrem frühen Teenageralter zur Jägerin ausgebildet wird. Diese Jäger sollen gewöhnliche Menschen vor den Übergriffen übernatürlicher Wesen beschützen. Lily, die bei einem Autounfall nicht nur ihre Eltern sondern auch ihre Erinnerung verloren hat, wird von ihrer Patentante ausgebildet, die selbst Anführerin einer Jägereinheit ist. Doch mit dem Erreichen ihrer Volljährigkeit und der Jägerlizenz, werden auch die Fragen nach ihrer eigenen Vergangenheit immer lauter. Obwohl sie immer mal wieder kleinere Erinnerungsfetzen im Traum sieht, so werfen diese doch mehr Fragen auf, als dass sie Antworten liefern. Und egal wen sie fragt, keiner will ihr helfen sich zu erinnern. Als sie dann im Hohen Rat auch noch dem Magier Silas begegnet und sich in ihn verliebt nimmt das Schicksal seinen Lauf. Gemeinsam wollen sie die Mauer des Schweigens durchbrechen und endlich das Rätsel lösen. Ein lebensgefärliches Abenteuer beginnt, bei der sich immer wieder die Frage stellt, wer ist Freund und wer Feind....

Charaktere: 
Neben normalen Menschen wie Lily und ihrer Patentante Alina gibt es noch eine Menge an übernatürlichen Wesen wie Vampiren, Werwölfen, Feen und Magiern. Unter normalen Umständen leben all diese Wesen friedlich und im Einklang nebeneinander her, doch manchmal wird diese Ruhe gestört, und da kommen die Jägertrupps ins Spiel, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Gemeinsam mit den unterschiedlichen Schutzengeln bietet die Autorin eine bunte Fülle an verschiedensten Charaktere, die diese Geschichte so besonders machen. Sehr liebevoll und facettenreich hat sie jeder einzelnen Figur Leben eingehaucht und dafür gesorgt, dass ihre individuellen Charakterzüge sie einmalig machen.

Schreibstil: 
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Ihre Sprache ist leicht verständlich, ohne jedoch an Tiefe oder Facettenreichtum einbüßen zu müssen. Spannung und Emotionen wechseln sich gekonnt ab. Die Dialoge mit den Engeln werden kursiv dargestellt, so dass man sofort erkennen kann, wer spricht. Die Erinnerungsfetzen, die an einigen Stellen eingearbeitet sind, waren anfangs etwas befremdlich, doch schnell lernt man dies zuzuordnen und bekommt dadurch zusätzliches Spekulationsmaterial, welches die Geschichte noch geheimnisvoller und mysteriöser macht.

Cover: 
Das Cover ist wundervoll. Im Vordergrund der Flügelteil, dessen Federn kraftvoll und bis ins Detail dargestellt sind. Im Hintergrund eine Stadt, die vom Engelsflügel abgeschirmt wird... Die Farben sind eher kühl gehalten und das blau ist in verschiedenen Farbnuancen abgebildet. Alles in allem ein gelungenes Cover, das zwar kleine Andeutungen macht, aber nichts vom Geheimnis des Buches preisgibt.

Fazit:
Ich habe diesem tollen Buch 5 Sterne gegeben, obwohl es ein, zwei kleine Schwächen für mich persönlich gab. Mir war die Protagonistin Lily zu jung, ich hätte sie lieber Mitte 20 angesiedelt gehabt, aber das ist rein subjektiv. Was mich aber dennoch dazu gebracht hat, diesen Roman mit 5 Sternen zu bewerten ist die Tatsache, dass sich die Autorin in der Geschichte mit einigen ethischen Themen auseinandersetzt. Ich fand es toll auf unterhaltsame Weise mit Homosexualität, Liebe und Toleranz konfrontiert zu werden. Man begleitet Lily auf einer geheimnisvollen Reise zu sich selbst. Die Seiten flogen nur so dahin. Diese Geschichte hat mich dermaßen fasziniert, dass ich binnen kürzester Zeit das Buch gelesen hatte. Man teilt alle ihre Emotionen und befindet sich mitten im Geschehen. Es ist ein Fantasyroman mit viel Tiefgang, der nicht nur Unterhaltung liefert, sondern auch dezent zum Nachdenken anregt. Ich mag diese Vermischung. Nachtschatten ist ein Fantasyspektakel, das Jung und Alt gleichermaßen begeistern kann und anderen Fantasyromanen in nichts nachsteht. Ich freu mich auf den nächsten Teil, denn leider gibt es am Ende einen fiesen Cliffhanger, der einem hibbelig auf Teil 2 warten lässt...

Gewinnerbekanntgabe zur Blogtour "Die Stimmen über dem Meer"

Das Warten hat ein Ende, heute erfahrt ihr endlich, wer die glücklichen Gewinner der 5 Bücher und des super schönen Trostpreises sind. Ich möchte mich nochmal, auch im Namen der anderen Blogtourgastgeber, recht herzlich bei euch für die rege Teilnahme bedanken. Es hat uns allen riesig Spaß gemacht, euch dieses wundervolle Buch näher zu bringen. Ich möchte mich auch bei der lieben Bettina Storks bedanken, die uns mit Rat und Tat zu Seite stand und erheblich zum Erfolg beigetragen hat.
Aber genug der langen Worte.

Die Gewinner der signierten Taschenbücher sind:

Nik 75 

Sonjas Bücherecke


Die Gewinner der unsignierten Taschenbücher sind:

Martinas Buchwelten

Margareta Gebhardt

Vero Havre



Das Geheimnis um den Trostpreis wird nun auch endlich gelüftet. Die Tochter der lieben Hanne hat ein fantastisches Handmade-Kartenset zur Verfügung gestellt und gewonnen hat dies:

Monika Buchmann


©Hannelore Kühlcke




Allen Gewinnern herzlichen Glückwunsch. Bitte meldet euch innerhalb einer Woche entweder per Kontaktformular oder besser antwortet ihr auf die Email, die ihr mit der Gewinnbenachrichtigung bekommen habt. Die Adresse wird dann umgehend an den Verlag oder die Autorin weitergeleitet, damit euch die Preise umgehend zugesendet werden können.

Donnerstag, 19. November 2015

Rezension zu Valea Summers "Der Zauber des Meeres"

Bewertung 4 Sterne

Inhalt:

Die 3 Meerjungfrauenschwestern Aquana, Storm und Pyria sind die Wächterinnen von Atlantis und sollen mit ihrem verzaubernden Gesang dafür Sorge tragen, dass sich keine Menschenseele und kein Schiff zu nah an die versunkene Stadt wagt und diese in Gefahr bringt. Als sie eines Tages ein goldenes Schiffe entdecken, dessen Besatzung ihrem Zauber widerstehen kann, ist ihre Neugier geweckt. Noch nie hatten ihre Fähigkeiten versagt und die einzige Möglichkeit, dieses Rätsel zu lösen, bringt die Schwestern dazu gleich mehrere von Posseidons Gesetzen zu brechen. Wer sind diese fremdartigen Männer und warum fühlen sich die drei Nixen von einigen so magisch angezogen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf und bringt die Schwestern in einige gefährliche Situationen..... 

Charaktere: 

In der Geschichte um die drei Meerjungfrauen, wurden allerhand Sagengestalten und mystische Wesen miteinander verbunden. Mit viel liebe zum Detail hat die Autorin Protagonisten erschaffen, mit denen man sich identifizieren und mitfühlen kann. Die vielen inneren Monologe von Aquana, aber auch die Dialoge zwischen den anderen Figuren geben einen tiefen Einblick in die Psyche und das Verhalten der Charaktere.

Schreibstil: 

Der Schreibstil der Autorin ist recht einfach und ermöglicht dem Leser schnell in die Geschichte zu finden und darin abzutauchen. Bunt und detailliert beschreibt sie die Heimat der drei Meerjungfrauen in der Karibik und nimmt den Leser mit in die mystische und geheimnisvolle Welt der Nixen. Obwohl die Geschichte hauptsächlich aus Aquanas Sicht beschrieben ist, so wechselt die Schriftstellerin ein paar mal in die Sichtweise von Cade. Dieser Perspektivwechsel bringt neben Lesedynamik auch eine weitere Sicht auf die Dinge und dem Leser dadurch eine andere Betrachtungsweise.

Cover:

Das Cover ist schlichtweg genial. Es ist verführerisch wie der Gesang der Nixen. Das blaue Farbspiel erinnert passt perfekt zum Meer und die verschiedenen Nuancen erinnern an Sonnenstrahlen, die das Wasser in unterschiedlichen Farbtönen glitzern lassen. Die Meerjungfrau macht neugierig und der Schriftzug erinnert mich an Seetang oder Algen und spiegelt somit wunderbar das Thema wieder. 

Fazit:

Eine Geschichte, die süchtig macht. Ich habe die Geschichte kaum aus der Hand legen können. Man ist so gefesselt, dass man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Ich bin mit den Meerjungfrauen geschwommen, habe Atlantis erlebt und auch die kleine Insel, die den Dreien als geheimer Rückzugsort dient. Dennoch muss ich einen Stern abziehen, da ich ein paar kleinere Punkte habe, die mich persönlich gestört haben. Zum einen war dies Posseidon und seine etwas schwächelnde Art... Ich hatte mir von einem Gott mehr Power, Elan und Durchsetzungskraft versprochen. Zum anderen waren es auch die teilweise sehr langatmigen inneren Kämpfe und Monologe von Aquana. Hätte man die etwas kürzer gestaltet, wäre mehr Platz für Handlung und Action gewesen. Ich versteh aber, dass dieser innere Kampf und die daraus resultierende Entwicklung Aquanas der Autorin sehr wichtig waren. Nichts desto weniger habe ich das Buch sehr genossen und kann es Fantasy-Fans nur wärmstens empfehlen. Es ist eine schöne gefühlvolle Geschichte, die Freude und Leid mit Mystik und Action verbindet.

Sonntag, 15. November 2015

Blogtour zu Bettina Storks "Die Stimmen über dem Meer" - Ausblick auf weitere Projekte

Heute ist der letzte Tag der Blogtour zu Bettina Storks „Die Stimmen über dem Meer“ und ich habe heute die Ehre ein wenig näher auf die weiteren Projekte der Autorin einzugehen.
Für mich ist dieses Thema ein ganz besonderes, da ich natürlich sehr gespannt auf weitere Geschichten warte. „Die Stimmen über dem Meer“ habe ich durch eine Leserunde bei Lovelybooks kennengelernt und war begeistert. Nicht nur die Protagonisten und deren Geschichte, sondern auch der besondere Schreibstil von Bettina Storks, haben mich in ihren Bann gezogen. Für mich ist es sehr beeindruckend, wie solche tollen Bücher entstehen und wie der Arbeitsprozess an sich von statten geht. Aus diesem Grund habe ich die liebe Bettina gebeten, mir ein wenig mehr über den kreativen Prozess des Schreibens zu erzählen. Wie kommen ihr die Ideen und wie setzt sie diese dann um, damit am Ende ein Bestseller dabei raus kommt.


Der Schreibtisch der Autorin
    © Bettina Storks
Bettina Storks: 
Manchmal dauert mir das mit einem neuen Stoff viel zu lange, weil ich ein sehr ungeduldiger Mensch bin. Ich überlege hin und her, habe eine grobe Idee im Kopf, aber es ist noch nicht reif für die Umsetzung. Dann ist es aber plötzlich so, dass ich auf einen Schlag einen Klappentext im Kopf habe. Sobald dieses Stadium erreicht ist, setze ich mich hin und fange an zu konstruieren. Dabei gehe ich sehr systematisch vor.
Wendepunkt 1, Wendepunkt 2, Wendepunkt 3.
Eine gute Prüfung, ob ich mich noch auf dem richtigen Weg befinde, ist, wenn ich während des Schreibens die Frage stelle: „Was treibt meine Hauptfigur an?“ (Der innere Antrieb kann dem äußeren Ziel übrigens völlig zuwider sein.) Das sind spannende und weiterbringende Fragen und helfen einem Autor, das Wesentliche im Blick zu behalten.  

Inspirationsspaziergang
© Bettina Storks
Im Gespräch, als ich sie auf die Ähnlichkeiten und Besonderheiten der Romanschauplätze angesprochen habe, hat sie mir verraten, dass ihre Geschichten ausnahmslos an Orten spielen, die sie gut kennt. Vielleicht macht auch genau das den Charme aus, den ihre Bücher versprühen, denn nur so kann sie authentisch mit viel Liebe zum Detail, die nötige Tiefe schaffen.
Aber zurück zu den weiteren Projekten, mit denen uns die Autorin als nächstes überraschen will. Aus verschiedenen, gut verständlichen Gründen, werden wir dabei nicht so tief ins Detail gehen, um keines der Vorhaben in irgendeiner Art zu gefährden. Ich bin dennoch froh, dass Bettina Storks uns diesen Einblick in ihre noch geheimen Projekte gewährt und ich muss zugeben, mich hat die Neugier auf die kommenden Bücher gepackt.

Bettina Storks: 
Mein nächstes Projekt ist eine ergreifende Familiengeschichte, die im Burgund spielt. Eine witzige Großmutter spielt eine tragende Rolle, aber auch meine Protagonistin, die sich mit ihrer Großmama anlegt und ihr dabei wieder näher kommt. Eine sehr emotionale Geschichte über eine Familie, die zusammenwächst. Überhaupt bin ich der Meinung, dass sich in Familien oft große Dramen abspielen. Mit leisen Tönen, aber dafür packend und tiefgründig. Außerdem bin ich gerade daran, einen Psychothriller zu entwickeln. Spannend! Das ganze spielt in meiner Wahlheimat am Bodensee vor der atemberaubenden Kulisse der Bregenzer Festspiele und glaube, ich kann meinen Lesern schon heute ein packendes Psychodrama versprechen.

Hündin bei intensiver Lektüre
© Bettina Storks
Neben den bereits in Planung oder Vorbereitung befindlichen Büchern und Manuskripten, wollte ich von Bettina wissen, ob sie irgendwelche literarischen Träume oder Schreibwünsche hat. Also Themen oder Genres, die sie unbedingt mal beschreiben möchte.

Bettina Storks: 
Ja, ich möchte eines Tages einen Roman über eine historische Figur schreiben. Das ist mein Traum! Und mein allererstes Manuskript, das in Polen spielt, überarbeiten und vielleicht auf den Markt bringen. Meine Hündin jedenfalls findet den Stoff spannend... 



Einige Autoren wählen andere Pseudonyme, um sich in neuen oder abweichenden Genres zu versuchen. Da kam natürlich in mir die Frage auf, ob Bettina Storks sich eventuell auch vorstellen könnte ein Buchprojekt unter einem Pseudonym zu veröffentlichen.

Bettina Storks: 
Oh, ja, das passiert alles bereits im Hintergrund. Und ich bin wahnsinnig gespannt, ob meine „Fans“ meine Bücher erkennen werden.


Ich möchte mich nun ganz herzlich bei Bettina Storks für die charmante Zusammenarbeit  und die Möglichkeit, ein Teil dieser wundervollen Blogtour zu sein, bedanken. Auch den anderen Bloggern, die jeden einzelnen Tag mit ihren Beiträgen die Leserschaft begeistert haben, möchte ich von Herzen danken. Es war eine tolle Zusammenarbeit.


Gewinnspiel


Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen.
Insgesamt werden im Laufe dieser Blogtour
                     5 Bücher
davon zwei signiert, und ein kleiner Trostpreis verlost.
Dazu braucht ihr nichts weiter zu tun, als in das unten stehende Kontaktformular auszufüllen. Um eure Gewinnchance zu erhöhen, könnt ihr noch bis zum 18.11. die Kontaktformulare auf den Seiten der anderen Blogteilnehmer ausfüllen.








Teilnahmebedingungen:

 · Ihr seid mind. 18 Jahre alt, falls nicht wird die Einverständniserklärung eurer Eltern per Mail benötigt
· Euer Wohnort liegt in Deutschland, Österreich oder der Schweiz · Für verloren gegangen Bücher wird keine Haftung übernommen
· Die Mail- und im Gewinnfall Postadresse, wird nur für dieses Gewinnspiel genutzt und danach sofort gelöscht
· Der Gewinner hat eine Woche Zeit sich zu melden, ansonsten verfällt der Gewinn

Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich 18. November 2015. Gewinnerbekanntgabe ist am 21. November auf allen an der Tour teilnehmenden Blogs.



KONTAKTFORMULAR:





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