Samstag, 24. Oktober 2015

Rezension zu Greg Walters "Die Geheimnisse der Âlaburg"

Bewertung: Lieblingsbuch 5+ Sterne


Inhalt:

Leik führt ein beschauliches Leben als Lehrling bei seinem Ziehvater, dem Wildhüter Gerald, als sein Weltbild in nur einer Nacht komplett aus den Fugen gerät. Gejagt und bedroht von dämonischen Gestalten, flüchten die beiden hinter die sicheren Mauern der Âlaburg, einer magischen Universität. Dort lernt Leik die geheimnisvolle Welt der Magie kennen, vor der Gerald ihn einst versuchte zu beschützen. Schnell stellt sich heraus, dass Leik in magischen Kreisen eine Einzigartigkeit besitzt. Während normal magisch Begabte nur eine Farbe der Magie sehen können, ist es ihm möglich alle drei magischen Farben zu sehen. Ob dies die Rettung oder den Untergang der Welt bedeutet, hängt davon ab, ob Leik lernt seine Magie zu beherrschen. Und so macht er sich zusammen mit seinen neu gewonnenen Freunden, einem Zwerg, der nicht zaubern kann, einem übergewichtigen Zwergelben und einem hinkenden Ork auf in sein bisher größtes Abenteuer, das es zu bestehen gilt.

Charaktere:

Leik: Die Hauptfigur des Buches ist der 16-jährige Leik, der als Waisenkind in die Obhut des Wildhüters Gerald kommt. Bis zu der verhängnisvollen Nacht im Wald, als er von unbekannten dämonischen Wesen angegriffen wird, führt er ein beschauliches und zurückgezogenes Leben als Wildhüter-Lehrling. Durch seine Schüchternheit und das abgeschiedene Leben im Wald blieben ihm Freundschaften bisher weitestgehend verwehrt. Mit der Flucht zur Âlaburg lernt er nicht nur die Magie und ihre Welt kennen, sondern auch die besondere Bedeutung und Kraft wahrer Freundschaft. Seine größte Aufgabe besteht nun darin, sich und seine Magie kontrollieren zu lernen. Die Verantwortung, die dies mit sich bringt, wiegt schwer und er braucht alle Willenskraft und Hilfe seiner Freunde, um sich der Herausforderung zu stellen.

Morlâ: Der Zwerg Morlâ wird Leik als stellvertretender Hausvorsteher des Weißen Hauses zur Eingewöhnung auf der Âlaburg zur Seite gestellt. Es stellt sich heraus, dass Morlâ zwar begabt ist, jedoch die Magie nicht beherrschen kann. Gemeinsam mit seinem Zimmergenossen Leik bestreitet er daher die meisten Kurse auf der Âlaburg erneut und es entwickelt sich eine innige Freundschaft zwischen dem Zwerg und dem Menschen.

Filixx: Der freundliche und stark übergewichtige Zwergelbe Filixx ist nicht nur am Herd ein begabtes Wesen. Auch die Magie beherrscht er ausgesprochen gut. Leik fasst schnell zu ihm Vertrauen und weiht ihn in das Geheimnis um seine magischen Fähigkeiten ein. Als Filixx aufgrund seiner guten Leistungen für eine besondere Mission auserwählt wird, zögert er keine Sekunde Leik und Morlâ als Gefährten für diese äußerst wichtige und gefährliche Aufgabe auszuwählen.

Ûlyer: Ein verbitterter Ork, der aufgrund seines hinkenden Beines sein Dasein im Weißen Haus fristen muss. Sein Bestreben der Ork-Verbindung anzugehören, führt ihn mit den drei Freunden Leik, Morlâ und Filixx gezwungenermaßen zusammen. Widerwillig schließt er sich im Sternenball den Dreien an. Nur sehr langsam fasst er Vertrauen zu den Freunden und begibt sich letztendlich mit ihnen auf die gefährliche Mission. Hierbei lernen die Freunde ihn von einer neuen Seite kennen und es wird klar, dass auch er nun unwiderruflich zu diesem freundschaftlichen Gespann zählt und sich die Freunde aufeinander verlassen können.

Schreibstil:

Eine zauberhafte Szenerie, die der Autor Greg Walters mit seinen Worten erschafft. Man wird direkt in die detailreiche und liebevoll ausgestaltete Welt von Razuklan hinein gezogen, die eine sehr gelungene Mischung aus der Welt von "Harry Potter" und "Der Herr der Ringe" darstellt. Gerade zu Beginn des Buches, könnten ungeübte Leser etwas von der Länge und Detailintensivität der Sätze abgeschreckt werden. Für mich beweist diese Art des Schreibens jedoch eine Beherrschung seiner literarischen Welt, die durch Wortgewandtheit und Liebe zum Detail die nötige Tiefe des Werkes ermöglicht. Der Schreibstil lässt einen Seite für Seite die Zeit vergessen und man möchte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen.

Fazit:

Ein Buch, das den Vergleich mit literarischen Größen wie "Harry Potter" und "Die Tribute von Panem" nicht scheuen muss. Der Autor führt einen mit einer Leichtigkeit durch die Welt von Leik und seinen Freunden, die sowohl Jung als auch Alt ein tolles Leseerlebnis bescheren. Ein grandios gelungener Debüt-Roman, der Lust auf weitere Teile des Abenteuers macht. Lesewillige Fantasy-Fans, sollten sich nicht vom Genre "Jugendliteratur" abschrecken lassen, denn die Geschichte um Leik spricht alle Altersklassen ab dem Teenager-Alter an. Vielen Dank für diesen außergewöhnlich schönen Lesegenuss.

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