Freitag, 30. Oktober 2015

#ScaryBooks für #HalloweenLovers Tag 5

Tag 5 und somit schon der vorletzte unserer #ScaryBooks für #HalloweenLovers.

Heute stelle ich euch die fantastische Kay Noa vor, die in ihren Büchern mit viel Charme, Kreativität und einer riesigen Portion Wortwitz überzeugt. Während es hier primär um ihren Vampire Guide gehen soll, möchte ich doch die Chance nutzen und euch auf ihren Roman "Herausgelesen" aufmerksam machen, der heute veröffentlicht wurde. Kay Noa hat einen wunderbaren Urban-Fantasyroman geschaffen, der den Startschuss zur Schwerttanzsaga gibt. Ihr typischer Wortwitz und die Leichtigkeit, mit der ihre Worte die Bilder in den Kopf malen, ist einmalig. Alte Bekannte aus ihrem Vampire Guide bereichern die Story ebenso, wie all die neuen, liebevoll gestalteten Figuren, die diese Geschichte so abwechslungsreich machen. Eine spannende und gekonnte Verschmelzung von Realität und Fantasie, eine literarische Erlebnisreise in fremdartige Welten, immer wieder gespickt mit Verweisen auf Buchklassiker. Ich war so gefesselt, dass ich das Buch nicht weglegen konnte und es innerhalb von wenigen Stunden verschlungen hatte. Eine wundervolle Liebesgeschichte, die eigentlich so nicht sein kann, da die beiden Welten trennen und sich dennoch so perfekt und richtig anfühlt. Man fiebert mit den Protagonisten und erlebt deren Emotionen. Ich liebe Bücher, die es schaffen mir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Nicht jeder Autor hat dieses besondere Gespür für Situationskomik und schafft es, auch feinsten und subtilen Humor dermaßen gekonnt in die Geschichte einzuflechten.  Ich freu mich auf das, was noch kommen wird.


Nun aber zum Vampire Guide. Nachdem wir diese Woche schon so unterschiedliche Vampir-Charaktere kennengelernt haben, freue ich mich heute über eine weitere Vampir-Interpretation.


Der Münchner Partyszene wird ja viel nachgesagt, doch wie besonders sie werden kann, muss Lexa am eigenen Leib erfahren. Frisch getrennt, eine nervige Kupplerfreundin im Nacken und chronisch Pleite, zieht sie wie so oft los und trifft auf den erotischen und anbetungswürdigen Baghira. Schnell kommen die beiden zur Sache und eine leidenschaftliche Nacht folgt. Am nächsten Morgen dann die Ernüchterung, der heiße Typ spurlos verschwunden, der Kopf dröhnt und der Körper übersät mit Knutschflecken. Um die Verwirrung perfekt zu machen, findet sie ein Buch, den "Vampires Beginners Guide" in ihrem Briefkasten. Will sich da jemand einen Scherz erlauben? Aber warum fühlt sie sich auf einmal so anders? Und warum hat sie nie zuvor bemerkt, wie genial blutige Steaks schmecken? Sie beschließt ihren geheimnisvollen One-Night-Stand zu suchen und entdeckt dabei, wie eng die Schattenwelt der Zombies, Vampire, Werwölfe und Elfen mit der menschlichen Welt verwoben ist. Schnell wird klar, dass Baghira  zu einem blutrünstigen Monster geworden ist und als Vampirmörder die Müncher in Angst und Schrecken versetzt. Um ihm das Handwerk zu legen, begibt sich Lexa in Lebensgefahr, denn sie kennt als einzige sein Gesicht...

Zugegeben, ich war anfangs irritiert vom Comic-Cover, doch schon nach wenigen Seiten war ich süchtig und wollte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Kay Noa hat mit ihren Vampire Guide Büchern voll meinen Geschmack getroffen. Witzig und charmant, spannend und so herrlich aus dem Leben heraus, findet man sich sehr schnell zurecht. Eine gekonnte Mischung aus Chick-Lit gepaart mit Urban-Fantasy und Krimi. Der Schreibstil ist angenehm und leicht verständlich, dennoch mit viel Raffinesse und Wortwitz. Vielleicht liegt aber auch der Reiz dieser Bücher darin, dass die Autorin sich dem Thema Vampir und Schattenwesen satirisch und durchaus auch humorvoll auseinandersetzt. Der Kenner wird sicher bemerken, dass Kay Noa diverse Anspielungen auf bekannte und unbekanntere Vampirromane und -filme mit eingebaut hat. Dadurch, dass man sich so wunderbar mit Lexa identifizieren kann, erlebt man ihre Transformation zum Vampir auf einer völlig anderen Ebene, denn man scheint mittendrin statt nur dabei. Deswegen ist dieses Buch auch für diejenigen geeignet, die mit klassischen Vampirromanen normalerweise nichts anfangen können. Ich erwarte schon sehnsüchtig den nächsten Teil...


Natürlich war auch die werte Kay Noa so lieb, mir ein paar Fragen zu beantworten und dabei ist dieses spannende Interview entstanden. Viel Spaß damit...

Interview mit Kay Noa:


1. Viele Kritiker verteufeln Halloween als neumodisches Phänomen aus Amerika, hinter dem eine riesige Industrie steckt und Geld verdient. Einige sehen auch im Vormarsch dieser fremdartigen Festivitäten eine Gefährdung traditioneller christlicher Feiertage. Hat Halloween eine spezielle Bedeutung für dich? 
Nein. Ich finde eigentlich, auch dass damit unsere Feiertage (Erntedank etwa) durch amerikanischen Konsumterror überlagert werden, aber als Kind hätte ich mir das Süßigkeiten-Betteln auch nicht entgehen lassen.

2. Du bist zu einer riesigen Halloween-Party eingeladen mit Kostümwettbewerb, als was verkleidest du dich und glaubst du, du hättest eine Chance damit auf den ersten Platz?
Nein. Wenn veranstalte ich sowas und bin dann wie üblich einheitlich schwarz gekleidet. Ich bin das ganze Jahr über eine Hexe, da muss ich Halloween kein Kostüm bemühen.

3. Ich kann mich da nicht wirklich festlegen, aber was ist dein liebster Horrorfilm?
Ich schaue keine Horrorfilme.

4. Welche Art von Horror liegt dir am nächsten? Splatter oder der Psychohorror, der unter die Haut geht?
Psychohorror empfinde ich oft gar nicht als Horror.  6th Sense zum Beispiel.

5. Liest du Horrorbücher, wenn ja, von wem und was?
Früher Poe und Lovecraft, King (wenn man den als Horrorautor nehmen will)

6. Welche Gruselgestalten faszinieren dich und warum?
Vampire, weil ich ihren Symbolwandel, den sie in den letzten Jahren erfahren haben, sehr spannend finde, und ebenso die tiefenpsychologischen Wurzeln wie etwa die Redensart "Der saugt mich aus".
Geister, weil ich den Gedanken, über den Tod hinaus nicht loslassen zu können (warum auch immer), faszinierend finde.
Werwölfe, weil ich die Hybridform mit den sie begleitenden Problemen und Möglichkeiten spannend finde.
Dämonen, weil mich der Gedanke an mehrere Welten/Ebenen/Dimensionen fasziniert.

7. Vor was hast du dich als Kind gefürchtet und geht es dir heute noch so?
Vor Gänsen. Aber das hat sehr konkrete Gründe :-)

8. Wenn du dich in der Halloween-Nacht in eine beliebige Figur oder Gestalt verwandeln könntest, in was würdest du dich verwandeln?
In irgendwas, das fliegen kann. Um zu fliegen.

9. Bei mir wäre es definitiv die Schwiegermutter, aber wen würdest du gerne einmal heimsuchen?
In seiner eigentlichen Bedeutung des "ein Heim suchen", also eine Bleibe, würde ich vermutlich meinen Mann heimsuchen. Um dort zu bleiben.

10. In meiner Zeit als Teenager war es cool, Gläserrücken oder ähnliches auszuprobieren. Hattest du jemals ein okkultes Erlebnis?
Das darf man einen Anwalt nicht fragen, denn der will erst einmal definiert haben, was "okkult" ist. Vermutlich ja. Da ich mich aufgrund meiner notorischen Wissenslust (Neugier klingt so abwertend) gerne in Grenzbereichen bewege, hatte ich einige Erlebnisse, die landläufig als "okkult" durchgehen könnten.

11. Warum hast du über Vampire und Werwölfe geschrieben? Faszination oder eher Satire?
Der Wunsch meiner Schwester. Die wollte so ein Buch haben und ich brauchte ein Weihnachtsgeschenk. Trivial, aber so war es. :-)

12. Wie würdest du dich verhalten, wenn du von einem Vampir gebissen worden wärst?
Ich würde versuchen, weitestgehend mein Leben weiterzuleben, weil ich es eigentlich so wie es ist, sehr gerne mag.

13. Gäbe es Ähnlichkeiten zu Lexa? Und was würdest du am Meisten genießen oder vermissen?
Lexa hat bis auf ihre Unpünktlichkeit relativ wenige Ähnlichkeiten mit mir. Ich würde aber die spannenden Möglichkeiten und interessanten Typen aus der Schattenwelt sehr gerne erforschen und hätte unter Garantie viel Spaß dabei.

14. Du schaffst es auf wunderbarste Weise, deine Geschichten miteinander zu verweben, so finden sich z.B. Figuren aus dem Vampires Guide in deinem neuen Roman "Herausgelesen", der heute erscheint. Ist für dich die Vorstellung, in einer Gesellschaft voller Schattenwesen der verschiedensten Arten zu leben, eher beängstigend oder erregend?
Ich bin überzeugt davon, dass wir in einer viel vielschichtigeren Welt leben, als es die meisten wahrnehmen. Allein die Subkulturen mit ihren eigenen Regeln, wie etwa die Gothic-Szene, die Biker, die Pennerszene, die Extremsportler, die Promiclubhopper oder Glam-Chicks (um total verschiedene zu nennen), das sind Lebensentwürfe, von denen man kaum glaubt, dass sie nebeneinander funktionieren. Warum sollten da ein paar Elfen und Vampire noch stören?

15. In deinem Vampires Guide  treffen Vampire und Werwölfe aufeinander. Welche Gruppierung ist dir sympathischer? Und warum?
Kann ich nicht sagen. Ich mag die alle, mit ihren Vor- und Nachteilen. Als Anwalt steh ich auf Vampire. Aber ich bin natur- und tierlieb, also Werwölfe ... und wissensdurstig, also Elfen.

Für alle die jetzt neugierig geworden sind hier noch ein paar Links:

http://kay-noa.de/

https://www.facebook.com/Kay-Noa-253791251350186/

https://www.facebook.com/VampireBeginnersGuide/

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