Samstag, 31. Oktober 2015

Gewinnspiel Tag 6

Die fantastische Anja Bagus war so freundlich ein EBook von "Waldesruh", dem ersten Teil der Glasberg Trilogie, zur Verfügung zu stellen.

Was ihr dafür tun müsst?

1. Liked meine Facebookseite https://www.facebook.com/buecherkessel


2. Liked die Facebookseite der Ætherwelt: https://www.facebook.com/aetherwelt/

3. Schreibt einen Kommentar auf meiner Facebookseite, kennt ihr Steampunk und wenn ja woher?

Wenn ihr Follower meiner Homepage http://www.derbuecherkessel.blogspot.com werdet und unter dem Artikel die Antwort als Kommentar eingebt, bekommt ihr für jede Aktion ein weiteres Los.

Also Follower: ein Los extra
Kommentar unter dem Blogartikel: ein Los extra

Da es mehrere Gewinnspiele geben wird könnt ihr so eine Menge Lose ergattern und steigert eure Gewinnchance!!!! Das Gewinnspiel endet am 1.11. Abends um 20.00 Uhr. Ich werde am Montag dann alle Gewinnspiele dieser Aktion auslosen.



Die Teilnehmer sollten 18 Jahre alt sein, oder die Einwilligung des Erziehungsberechtigten haben. Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt.
Teilnahme nur aus Deutschland möglich und es wird keine Haftung bei Verlust der Ware auf dem Postweg übernommen.

#ScaryBooks für #HalloweenLovers Tag 6

Und ein letztes mal heißt es heute #ScaryBooks für #HalloweenLovers. Den Abschluss unserer Halloween Aktion bildet die grandiose Anja Bagus, die mit ihren Æther die Steampunk-Welt begeistert. Nach Vampiren, Werwölfen, Elfen und all den anderen Schattenwesen, werden wuch heute geheimnisvolle und gefährliche, grüne Nebel begegnen. Ich muss gestehen, dass ich bis vor einiger Zeit keine Ahnung hatte, was man unter dem Begriff Steampunk versteht.
Deshalb dachte ich, es wäre für einige von euch sicher interessant eine kurze Zusammenfassung zu bekommen.

Steampunk ist ein Phänomen, das als literarische Strömung erstmals in den 1980ern auftrat und sich zu einem Kunstgenre, einer kulturellen Bewegung, einem Stil und einer Subkultur entwickelt hat. Dabei werden einerseits moderne und futuristische technische Funktionen mit Mitteln und Materialien des viktorianischen Zeitalters verknüpft, wodurch ein deutlicher Retro-Look der Technik entsteht. Andererseits wird das viktorianische Zeitalter bezüglich der Mode und Kultur idealisiert wiedergegeben. Steampunk fällt damit in den Bereich des sogenannten Retro-Futurismus, also einer Sicht auf die Zukunft, wie sie in früheren Zeiten entstanden sein könnte. Häufige Elemente des Steampunks sind dampf- und zahnradgetriebene Mechanik, viktorianischer Kleidungsstil und ein viktorianisches Werte-Modell, eine gewisse Do-it-yourself-Mentalität und Abenteuerromantik. Die literarischen Wurzeln des Steampunk sind in den Romanen und Geschichten von Jules Vernes und H.G. Wells zu finden.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Steampunk#Literarisches_Genre )


Ich werde euch die zwei großen Ætherroman-Trilogien vorstellen. Zum einen sind da die Annabelle Rosenherz Romane und zum anderen die Trilogie um den Glasberg.

Die Annabelle Rosenherz Romane:



Seit der Jahrhundertwende steigen über den Flüßen grüne Nebelschwaden auf, für die Industrie ein Segen, für die Menschen ein unsagbar gefährlicher Fluch. Der Himmel wird von neuartigen Luftschiffen erobert, während am Boden Monster ihr Unwesen treiben und junge Frauen an mysteriösen Vergiftungen sterben. Annabelle will dieses Geheimnis lüften und begibt sich selbst in Gefahr. Es geht um die Kraft der Liebe, geheimnisvolle Fabriken und eine Suche, bei der die Suchenden schnell zu Gejagten werden. Annabelle, eine Frau deren Gabe ebenso Heilung bedeuten kann, wie Zerstörung.

Die Trilogie um den Glasberg:



Die adlige Witwe Minerva hat keine Lust mehr ihre Mutter zu unterhalten. Der Unternehmer Falk will eine Glashütte kaufen, doch der Glasmachermeister wurde ermordet und seine Forschungen sind verschwunden. Ein preußischer Hauptmann folgt den unheilvollen Prophezeiungen einer Hexe, die besagt, dass er einen drohenden Krieg verhindern muss. Doch was haben all diese Personen gemeinsam? Sie verbringen die Zeit um Silvester im Hotel Waldesruh, wo sie ihre Zeit mit Skifahren und anderen Vergnüglichkeiten verbringen. Doch sie müssen feststellen, dass der Æther die Gegend um den Glasberg massiv verändert hat. Als in der Silvesternacht uralte Mächte geweckt werden, müssen sie sich entscheiden, auf welcher Seite sie stehen. Die Tatsache, dass Minerva und Falk heiraten wollen, bringt nicht nur deren Familie gegen sich auf. Sie sehen sich schon bald einer riesigen und gefährlichen Macht gegenübergestellt, die ihnen nach dem Leben trachtet und sie zwingt sich mit den Geistern ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Doch die Welt braucht sie, denn wie schon von der Hexe prophezeit, es steht ein Krieg bevor, in dessen Mitte die beiden stehen....

Anja Bagus hat mit ihren Ætherwelten wunderbare Romane geschaffen, die die Leserschaft begeistert. Der lockere Schreibstil und die wundervoll gestalteten Szenerien lassen einen locker leicht durch die Bücher gleiten. Die Protagonisten sind mit viel Liebe zum Detail entstanden und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Die Geschichten berühren und man fiebert mit. Alle Handlungsstränge werden in den Abschlussromanen der jeweiligen Trilogie stimmig zusammengefügt. Ich möchte euch diese Bücher wirklich ans Herz legen, denn sie sind nicht nur für Steampunk-Fans ideal, sondern auch ein wundervoller Einstieg, wenn man neugierig auf diese andersartige und mysteriöse Welt ist. Ein kleiner Ausflug ins wilhelminische Deutschland, dass dennoch so anders und fortschrittlich ist, dass man Seite um Seite nur staunen kann und mehr lesen will. Ich bin froh, dass ich durch Anja diese neue literarische Richtung kenenlernen durfte und ich freu mich auf mehr.

Und last but not least hat auch die sensationelle Anja Bagus ein paar Fragen beantwortet. Aber lest selbst, was sie alles geantwortet hat....

Interview mit Anja Bagus


1. Viele Kritiker verteufeln Halloween als neumodisches Phänomen aus Amerika, hinter dem eine riesige Industrie steckt und Geld verdient. Einige sehen auch im Vormarsch dieser fremdartigen Festivitäten eine Gefährdung traditioneller christlicher Feiertage. Hat Halloween eine spezielle Bedeutung für dich? 
Nicht wirklich speziell. Aber ich mag es. Es ist für Kinder sehr schön. Ich bin dafür kein Freund der Laternenumzüge zu St.Martin, weil die hier in der Stadt lange nicht so stimmungsvoll sind, wie auf dem Land. Aber generell feiere ich gerne alle Feste, wie sie fallen.

2. Du bist zu einer riesigen Halloween-Party eingeladen mit Kostümwettbewerb, als was verkleidest du dich und glaubst du, du hättest eine Chance damit auf den ersten Platz?
Hmmmm, also ich wäre irre gerne eine wilde Piratin oder so, aber … mein realer Körper ist nicht mehr dafür geeignet. Ich liebe Kostüme, die bequem und warm sind. Also … naja, ein Zombie geht immer. Nein, ich würde nicht gewinnen, weil ich nicht sooo viel Aufwand betreiben würde.

3. Ich kann mich da nicht wirklich festlegen, aber was ist dein liebster Horrorfilm?
The Fog … Und: Bis das das Blut gefriert.

4. Ich liebe Horrorfilme, allerdings nur in Gesellschaft. Wenn du Horrorfilme schaust, lieber alleine oder in der Gruppe?
Ahhh, in Gruppe!!! Bei The Fog ist mein Vater damals mittendrin ins Bett gegangen und ich war allein … es war furchtbar!!!

5. Welche Art von Horror liegt dir am nächsten? Splatter oder der Psychohorror, der unter die Haut geht?
Psycho. Splatter macht mir nichts aus.

6. Liest du Horrorbücher, wenn ja, von wem und was? 
Eigentlich nicht. Ein paar Stephen Kings hab ich gelesen.

7. Welche Gruselgestalten faszinieren dich und warum?
Geister sind toll. Warum sind sie noch da und so? Sind sie böse oder gut …

8. Vor was hast du dich als Kind gefürchtet und geht es dir heute noch so?
Wir hatten einen langen Flur und wenn ich nachts aufs Klo musste … naja, da war etwas … hinter mir her … es waren mehr die undifferenzierten Ängste. Ich habe aber heute noch Angst vor realen Gestalten, die einer Frau Böses wollen. Ich gehe sehr ungern alleine nachts herum.

9. Wenn du dich in der Halloween-Nacht in eine beliebige Figur oder Gestalt verwandeln könntest, in was würdest du dich verwandeln? 
In eine große Katze.

10. Bei mir wäre es definitiv die Schwiegermutter, aber wen würdest du gerne einmal heimsuchen? Ein paar Politiker. Und Banker. So Leute, die sich auf Kosten anderer bereichern.

11. In meiner Zeit als Teenager war es cool, Gläserrücken oder ähnliches auszuprobieren. Hattest du jemals ein okkultes Erlebnis? 
Ja, wir haben das auch gemacht. Ich hatte einmal das ganz starke Gefühl, eine Präsenz stünde vor meiner halboffenen Zimmertür. Ich hatte große Angst, und habe dann laut gesagt, sie solle weggehen. Das Gefühl war sofort verschwunden.

12. So nach all den Vampiren geht es heute um mystisch gruseligem Steampunk. Was genau macht für dich die Faszination Steampunk aus?
Steampunk ist eine Mischung aus einem gemütlichen Herrenhaus, mit einem Feuer, man sitzt in gepolsterten Sesseln … und dem Abenteuer eines Luftschiffs oder einer anderen haarsträubenden technischen Neuerung. Es ist die Möglichkeit von weißen Flecken auf der Landkarte und galanten Männern und mutigen Fräuleins.

13. Was hat dich zu deinem tödlichen Nebel inspiriert?
Ich weiß es nicht mehr. Ursprünglich sollten Aliens an allem schuld sein, aber dann … ich weiß es nicht, ehrlich.

14. Wie würde eine Halloween-Party im Steampunk-Style aussehen?
Oh, nicht viel anders, als eine normale, denk ich. Steampunk und Horror geht super zusammen.

15. Welche Kreatur deiner Bücher magst du am liebsten und warum?
Ich mag Jakob, den Katzenjungen. Ich liebe Katzen, und seine Geschichte ist so herzzerreißend und trotzdem ist er … naja, eben wie ein junger Kater, mutig, stark und schnurrend.

16. Wieviel Annabelle Rosenherz steckt in dir?
Annabelle ist so, wie ich als Jugendliche war. Neugierig, sehr naiv und … nein, sie ist viel hübscher. Sie hat sehr viel mehr Möglichkeiten, aber ich hätte ähnlich werden können. Also es ist schon ein Gutteil von mir in ihr.


Wer neugierig geworden ist und mehr über Anja Bagus und ihre tollen Werke wissen will, kann hier schauen:

http://www.anja-bagus.de/

https://twitter.com/AnjaBagus

http://pinterest.com/lutrina/

Freitag, 30. Oktober 2015

Gewinnspiel Tag 5

Heute gibt es wieder ein besonderes Gewinnspiel. Kay Noa hat ein Vampire Starter Kit für euch zusammengestellt. Bestehend aus:

- Vampire Guide-Block
- Lesezeichen und Postkarten
- Vampirgummibärchen
-glitzerndes Vampir-Klimbim (eines der Säckchen auf dem Bild)

Was ihr dafür tun müsst?

1. Liked meine Facebookseite https://www.facebook.com/buecherkessel

2. Liked die Facebookseite von Kay Noa: https://www.facebook.com/Kay-Noa-253791251350186/

3. Schreibt einen Kommentar auf meiner Facebookseite, ob ihr gerne humorvolle Vampirromane oder Fantasybücher mögt.

Wenn ihr Follower meiner Homepage http://www.derbuecherkessel.blogspot.com werdet und unter dem Artikel die Antwort als Kommentar eingebt, bekommt ihr für jede Aktion ein weiteres Los.

Also Follower: ein Los extra
Kommentar unter dem Blogartikel: ein Los extra

Da es mehrere Gewinnspiele geben wird könnt ihr so eine Menge Lose ergattern und steigert eure Gewinnchance!!!! Das Gewinnspiel endet am 1.11. Abends um 20.00 Uhr. Ich werde am Montag dann alle Gewinnspiele dieser Aktion auslosen.

Die Teilnehmer sollten 18 Jahre alt sein, oder die Einwilligung des Erziehungsberechtigten haben. Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt.
Teilnahme nur aus Deutschland möglich und es wird keine Haftung bei Verlust der Ware auf dem Postweg übernommen.

#ScaryBooks für #HalloweenLovers Tag 5

Tag 5 und somit schon der vorletzte unserer #ScaryBooks für #HalloweenLovers.

Heute stelle ich euch die fantastische Kay Noa vor, die in ihren Büchern mit viel Charme, Kreativität und einer riesigen Portion Wortwitz überzeugt. Während es hier primär um ihren Vampire Guide gehen soll, möchte ich doch die Chance nutzen und euch auf ihren Roman "Herausgelesen" aufmerksam machen, der heute veröffentlicht wurde. Kay Noa hat einen wunderbaren Urban-Fantasyroman geschaffen, der den Startschuss zur Schwerttanzsaga gibt. Ihr typischer Wortwitz und die Leichtigkeit, mit der ihre Worte die Bilder in den Kopf malen, ist einmalig. Alte Bekannte aus ihrem Vampire Guide bereichern die Story ebenso, wie all die neuen, liebevoll gestalteten Figuren, die diese Geschichte so abwechslungsreich machen. Eine spannende und gekonnte Verschmelzung von Realität und Fantasie, eine literarische Erlebnisreise in fremdartige Welten, immer wieder gespickt mit Verweisen auf Buchklassiker. Ich war so gefesselt, dass ich das Buch nicht weglegen konnte und es innerhalb von wenigen Stunden verschlungen hatte. Eine wundervolle Liebesgeschichte, die eigentlich so nicht sein kann, da die beiden Welten trennen und sich dennoch so perfekt und richtig anfühlt. Man fiebert mit den Protagonisten und erlebt deren Emotionen. Ich liebe Bücher, die es schaffen mir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Nicht jeder Autor hat dieses besondere Gespür für Situationskomik und schafft es, auch feinsten und subtilen Humor dermaßen gekonnt in die Geschichte einzuflechten.  Ich freu mich auf das, was noch kommen wird.


Nun aber zum Vampire Guide. Nachdem wir diese Woche schon so unterschiedliche Vampir-Charaktere kennengelernt haben, freue ich mich heute über eine weitere Vampir-Interpretation.


Der Münchner Partyszene wird ja viel nachgesagt, doch wie besonders sie werden kann, muss Lexa am eigenen Leib erfahren. Frisch getrennt, eine nervige Kupplerfreundin im Nacken und chronisch Pleite, zieht sie wie so oft los und trifft auf den erotischen und anbetungswürdigen Baghira. Schnell kommen die beiden zur Sache und eine leidenschaftliche Nacht folgt. Am nächsten Morgen dann die Ernüchterung, der heiße Typ spurlos verschwunden, der Kopf dröhnt und der Körper übersät mit Knutschflecken. Um die Verwirrung perfekt zu machen, findet sie ein Buch, den "Vampires Beginners Guide" in ihrem Briefkasten. Will sich da jemand einen Scherz erlauben? Aber warum fühlt sie sich auf einmal so anders? Und warum hat sie nie zuvor bemerkt, wie genial blutige Steaks schmecken? Sie beschließt ihren geheimnisvollen One-Night-Stand zu suchen und entdeckt dabei, wie eng die Schattenwelt der Zombies, Vampire, Werwölfe und Elfen mit der menschlichen Welt verwoben ist. Schnell wird klar, dass Baghira  zu einem blutrünstigen Monster geworden ist und als Vampirmörder die Müncher in Angst und Schrecken versetzt. Um ihm das Handwerk zu legen, begibt sich Lexa in Lebensgefahr, denn sie kennt als einzige sein Gesicht...

Zugegeben, ich war anfangs irritiert vom Comic-Cover, doch schon nach wenigen Seiten war ich süchtig und wollte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Kay Noa hat mit ihren Vampire Guide Büchern voll meinen Geschmack getroffen. Witzig und charmant, spannend und so herrlich aus dem Leben heraus, findet man sich sehr schnell zurecht. Eine gekonnte Mischung aus Chick-Lit gepaart mit Urban-Fantasy und Krimi. Der Schreibstil ist angenehm und leicht verständlich, dennoch mit viel Raffinesse und Wortwitz. Vielleicht liegt aber auch der Reiz dieser Bücher darin, dass die Autorin sich dem Thema Vampir und Schattenwesen satirisch und durchaus auch humorvoll auseinandersetzt. Der Kenner wird sicher bemerken, dass Kay Noa diverse Anspielungen auf bekannte und unbekanntere Vampirromane und -filme mit eingebaut hat. Dadurch, dass man sich so wunderbar mit Lexa identifizieren kann, erlebt man ihre Transformation zum Vampir auf einer völlig anderen Ebene, denn man scheint mittendrin statt nur dabei. Deswegen ist dieses Buch auch für diejenigen geeignet, die mit klassischen Vampirromanen normalerweise nichts anfangen können. Ich erwarte schon sehnsüchtig den nächsten Teil...


Natürlich war auch die werte Kay Noa so lieb, mir ein paar Fragen zu beantworten und dabei ist dieses spannende Interview entstanden. Viel Spaß damit...

Interview mit Kay Noa:


1. Viele Kritiker verteufeln Halloween als neumodisches Phänomen aus Amerika, hinter dem eine riesige Industrie steckt und Geld verdient. Einige sehen auch im Vormarsch dieser fremdartigen Festivitäten eine Gefährdung traditioneller christlicher Feiertage. Hat Halloween eine spezielle Bedeutung für dich? 
Nein. Ich finde eigentlich, auch dass damit unsere Feiertage (Erntedank etwa) durch amerikanischen Konsumterror überlagert werden, aber als Kind hätte ich mir das Süßigkeiten-Betteln auch nicht entgehen lassen.

2. Du bist zu einer riesigen Halloween-Party eingeladen mit Kostümwettbewerb, als was verkleidest du dich und glaubst du, du hättest eine Chance damit auf den ersten Platz?
Nein. Wenn veranstalte ich sowas und bin dann wie üblich einheitlich schwarz gekleidet. Ich bin das ganze Jahr über eine Hexe, da muss ich Halloween kein Kostüm bemühen.

3. Ich kann mich da nicht wirklich festlegen, aber was ist dein liebster Horrorfilm?
Ich schaue keine Horrorfilme.

4. Welche Art von Horror liegt dir am nächsten? Splatter oder der Psychohorror, der unter die Haut geht?
Psychohorror empfinde ich oft gar nicht als Horror.  6th Sense zum Beispiel.

5. Liest du Horrorbücher, wenn ja, von wem und was?
Früher Poe und Lovecraft, King (wenn man den als Horrorautor nehmen will)

6. Welche Gruselgestalten faszinieren dich und warum?
Vampire, weil ich ihren Symbolwandel, den sie in den letzten Jahren erfahren haben, sehr spannend finde, und ebenso die tiefenpsychologischen Wurzeln wie etwa die Redensart "Der saugt mich aus".
Geister, weil ich den Gedanken, über den Tod hinaus nicht loslassen zu können (warum auch immer), faszinierend finde.
Werwölfe, weil ich die Hybridform mit den sie begleitenden Problemen und Möglichkeiten spannend finde.
Dämonen, weil mich der Gedanke an mehrere Welten/Ebenen/Dimensionen fasziniert.

7. Vor was hast du dich als Kind gefürchtet und geht es dir heute noch so?
Vor Gänsen. Aber das hat sehr konkrete Gründe :-)

8. Wenn du dich in der Halloween-Nacht in eine beliebige Figur oder Gestalt verwandeln könntest, in was würdest du dich verwandeln?
In irgendwas, das fliegen kann. Um zu fliegen.

9. Bei mir wäre es definitiv die Schwiegermutter, aber wen würdest du gerne einmal heimsuchen?
In seiner eigentlichen Bedeutung des "ein Heim suchen", also eine Bleibe, würde ich vermutlich meinen Mann heimsuchen. Um dort zu bleiben.

10. In meiner Zeit als Teenager war es cool, Gläserrücken oder ähnliches auszuprobieren. Hattest du jemals ein okkultes Erlebnis?
Das darf man einen Anwalt nicht fragen, denn der will erst einmal definiert haben, was "okkult" ist. Vermutlich ja. Da ich mich aufgrund meiner notorischen Wissenslust (Neugier klingt so abwertend) gerne in Grenzbereichen bewege, hatte ich einige Erlebnisse, die landläufig als "okkult" durchgehen könnten.

11. Warum hast du über Vampire und Werwölfe geschrieben? Faszination oder eher Satire?
Der Wunsch meiner Schwester. Die wollte so ein Buch haben und ich brauchte ein Weihnachtsgeschenk. Trivial, aber so war es. :-)

12. Wie würdest du dich verhalten, wenn du von einem Vampir gebissen worden wärst?
Ich würde versuchen, weitestgehend mein Leben weiterzuleben, weil ich es eigentlich so wie es ist, sehr gerne mag.

13. Gäbe es Ähnlichkeiten zu Lexa? Und was würdest du am Meisten genießen oder vermissen?
Lexa hat bis auf ihre Unpünktlichkeit relativ wenige Ähnlichkeiten mit mir. Ich würde aber die spannenden Möglichkeiten und interessanten Typen aus der Schattenwelt sehr gerne erforschen und hätte unter Garantie viel Spaß dabei.

14. Du schaffst es auf wunderbarste Weise, deine Geschichten miteinander zu verweben, so finden sich z.B. Figuren aus dem Vampires Guide in deinem neuen Roman "Herausgelesen", der heute erscheint. Ist für dich die Vorstellung, in einer Gesellschaft voller Schattenwesen der verschiedensten Arten zu leben, eher beängstigend oder erregend?
Ich bin überzeugt davon, dass wir in einer viel vielschichtigeren Welt leben, als es die meisten wahrnehmen. Allein die Subkulturen mit ihren eigenen Regeln, wie etwa die Gothic-Szene, die Biker, die Pennerszene, die Extremsportler, die Promiclubhopper oder Glam-Chicks (um total verschiedene zu nennen), das sind Lebensentwürfe, von denen man kaum glaubt, dass sie nebeneinander funktionieren. Warum sollten da ein paar Elfen und Vampire noch stören?

15. In deinem Vampires Guide  treffen Vampire und Werwölfe aufeinander. Welche Gruppierung ist dir sympathischer? Und warum?
Kann ich nicht sagen. Ich mag die alle, mit ihren Vor- und Nachteilen. Als Anwalt steh ich auf Vampire. Aber ich bin natur- und tierlieb, also Werwölfe ... und wissensdurstig, also Elfen.

Für alle die jetzt neugierig geworden sind hier noch ein paar Links:

http://kay-noa.de/

https://www.facebook.com/Kay-Noa-253791251350186/

https://www.facebook.com/VampireBeginnersGuide/

Donnerstag, 29. Oktober 2015

#ScaryBooks für #HalloweenLovers Tag 4

An Tag 4 unserer Halloweenaktion #ScaryBooks für #HalloweenLovers heißt es heute #WeTreatYouRead


Heute bin ich Teil dieser wundervollen BlogTour, die euch das tolle Buch der LYX Storyboard Autoren näher bringen soll.
Die LYX Storyboard Autoren sind eine Autorengemeinschaft, die sich entschlossen haben ihre Kreativität für einen guten Zweck zu nutzen. So ist die Halloween-Anthologie

                          "Halloween Tales- We Treat, You Read"

entstanden, deren kompletter Erlös an

            MENTOR- Die Leselernhelfer Bundesverband e.V.

gespendet wird. Mit 20 Kurzgeschichten bringen die LYX Storyboard Autoren Halloween auch zu dir!

 Halloween – das Fest, an dem der Schleier zur Anderswelt fällt. Die Zeit der Hexen und Rituale, der Unsterblichen und Beschwörungen, in der die Geister geliebter Menschen gerufen werden und andere spurlos verschwinden. Die Nacht, in der die Hölle ihre Pforten öffnet, verschlafene Dörfer sich als Albtraum entpuppen und nicht nur Vampirjäger ihre Bestimmung finden. In der Monster, Fabel- und Schattenwesen Wirklichkeit werden und die Grenze zwischen Raum und Zeit verschwindet. Es ist die Nacht der Toten, der ruhelosen Seelen, in der die Liebe stärker ist als der Tod. (Klappentext)

#WeTreatYouRead unterstützt mit seiner Spende eine politisch unabhängige Anlaufstelle, die Kindern zwischen 6 und 16 eine individuelle Förderung im Bereich Lese- und Sprachkompetenz in Deutsch bietet. Jedes Kind bekommt einen Mentor zur Seite gestellt, der mind. für 6 Monate mit dem Kind arbeitet. Das Ziel ist es, das jedes Kind, unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft, eine Chance auf gesellschaftliche Teilhabe bekommt.

Zu den Geschichten :

Ich werde euch heute drei Geschichten dieser wundervollen Anthologie vorstellen. Als erstes die Geschichte "Schatten über Samhain" von Sarah Neumann. Mehr zur Autorin findet ihr hier: https://www.facebook.com/SarahNeumann89/

Die junge Cheria kann Samhain gar nicht mehr erwarten, denn sie spürt ihre Kräfte immer deutlicher. Doch eine um eine vollwertige Hexe sein zu können und vom Zirkel anerkannt zu sein, muss in der Samhain- Nacht erst das Initiierungsritual durchgeführt werden. Da ihre Freundinnen bereits ausgebildete Hexen sind, kann es Cheria nicht schnell genug gehen. Schon seit längerem haben die Freundinnen geplant in einem Ritual den Geist Cherias Mutter anzurufen, um zu erfahren, ob ihr Tod wirklich nur ein tragischer Unfall war. Doch das Ritual läuft schief und sie rufen einen wütenden Dämon, der beabsichtigt den Hexenzirkel auszulöschen. Kann Cheria durch ihren folgenschweren Handel das Unglück abwenden?.... Wundervoll geschrieben, kreiert die Autorin eine magische Welt, die man sich dank ihrer detaillierten Ausführungen bestens vorstellen kann. Die Geschichte ist fesselnd und man hat das Gefühl, ein Teil davon zu sein und alles hautnah mitzuerleben. Wirklich nur zu empfehlen.

Die zweite Kurzgeschichte ist "Halloween in der Unterwelt" von Marc Short. Die Geschichte basiert auf der Grundlage germanischer Mythologie und den Hauptfiguren seiner Buchreihe "Auf dem Pfad der Götter".

"Ein Nicht-Toter und noch dazu ein Mensch in der Unterwelt. Das hatte es, bei Odin, so noch nie gegeben." Tibor, der mit Liftar gemeinsam auf der HAITHABU segelt, soll zum Fest der Seelen das Totenreich Hel betreten. Eigentlich kein Problem, denn zum Fest der Seelen sind die Pforten geöffnet, ähnlich einem Tag der offenen Tür. Doch Tibor ist ein Mensch und kein Mensch kann das Totenreich betreten und es wieder verlassen. So wandelt Liftar mit einem Runenzauber Tibors Gestalt und das Totenreich öffnet ihm seine Pforten. Eine gefährliche Reise beginnt. Überall lauern Verführungen und Gefahren und sollte er nicht rechtzeitig umkehren, so wird er auf Ewig in der Zwergengestalt in der Unterwelt gefangen sein. Man merkt, dass der Autor in der germanischen Mythologie bewandert ist, denn mit Leichtigkeit beschreibt er Figuren, Situationen und Orte. Man wird entführt in eine Welt voller Götter und Magie. Ich persönlich war ein wenig überfordert mit all den Namen und Besonderheiten, die der Autor detailliert beschrieben hat. Aber das liegt daran, da ich nicht so Sagen-bewandert bin. Beim zweiten mal Lesen hatte ich sehr viel Spaß an den alten Sagengestalten. Auf jeden Fall ein Muss für alle Fans der germanischen Mythologie.

Die dritte und letzte Geschichte, die ich euch präsentieren möchte ist "Die Monster der Zeit" von Christin C. Mittler.

Es ist Halloween und Alicias 16. Geburtstag, doch Alicia hasst Halloween, denn wie jedes Jahr erscheinen Punkt Mitternacht zwei Geister. Der eine in Gestalt eines Ritters, der andere als Magier, verängstigen sie Alicia jedes Jahr aufs Neue. Und mit jedem Jahr stieg ihre Angst, denn sie haben die Aufgabe Alicia zu testen. Sie wollen herausfinden, ob Alicia bereit ist sich der Macht zu stellen, die in der Welt ihrer leiblichen Eltern auf sie wartet. Denn Alicia ist die rechtmäßige Prinzessin dieser fremden Welt, doch ist sie würdig den Thron zu besteigen oder ereilt sie das Schicksal des Todes....

Eine sehr gut geschriebene Gruselgeschichte, bei der man nicht anders kann, als mit Alicia mitzufühlen. Emotionsgeladen erlebt man wie Alicia an ihrem 16. Geburtstag ihr Schicksal erfüllen muss. Die Autorin hat ein gutes Gespür für Stimmung und Szene. Und auch wenn sie sich mit dieser Geschichte in neue Gefilde wagt, so meistert sie dies vortrefflich. Überaus gelungen.

Ich möchte diese Anthologie jedem GruselFan ans Herz legen und jedem, der einer werden möchte. Eigentlich ist es ideal für jeden, der etwas Gutes tun möchte, denn ihr bekommt im Gegenzug 20 kleine Horrorschätzchen, die das Thema Halloween auf die unterschiedlichste Art interpretiert.

Hier noch ein paar wichtige Links um das Projekt weiterzuverfolgen und zu helfen.

Live Hangout von den LYX Storyboard Autoren, um Fragen zu stellen.
https://www.facebook.com/events/1625229551070207/

Mittwoch, 28. Oktober 2015

#ScaryBooks für #HalloweenLovers Tag 3


Welcome back... Heute wird es schaurig schön, denn ich habe heute das Vergnügen euch Demetria Cornfield vorzustellen. Eine überaus begabte und vielseitige Autorin und bekennende Hexe.
1970 in Bangkok geboren, verbrachte sie ihre frühe Kindheit in einem katholischen Internat. Die Verschmelzung von thailändischer Geisterwelt mit mystischem Katholizismus prägt sie und ihre Weltanschauung noch heute. 1977 zog Demetria mit ihrer Familie nach Deutschland, wo sie ihre Kindheit in einem kleinen Waldenserdorf (Die Waldenser sind eine eigenständige Kirche und verstehen sich als Teil und wichtiger Vorläufer des reformierten Protestantismus, die Kirchen sind sehr schlicht und haben weder Altar noch Kreuz.) in der Nähe von Maulbronn verbrachte. Dort lernte sie eifrig im evangelischen Bibelunterricht und besuchte gerne die Kinderkirche. Als Teenager kam sie dann erstmals mit dem Okkulten in Berührung und seitdem ist sie auf der Suche nach der Macht, die das Universum zusammenhält. Demetria ist ehemaliges Mitglied eines hermetischen Ordens und studiert seit vielen Jahren die Hexenkunst. Mit ihrer Familie lebt sie im idyllischen Allgäu und arbeitet im Onlinemarketing bei einer renommierten Internet-Agentur.

2014 ist ihr Debütroman Die Wächter des Sternensees erschienen. Ein Fantasy-Spektakel, dass passend zu unserem Thema an Halloween seinen Anfang nimmt.

"Eine dunkle Lichtung. Okkulte Riten - und Vicky mittendrin. Werden die Schutzmächte ihr helfen? Und was in aller Welt ist in ihrem Leben passiert, dass ausgerechnet sie für den dunklen Magierorden so wichtig ist?Alles hatte so harmlos angefangen: Eine Halloweenparty, ein Wahrsagebrett, eine schrullige Tante - und nun weiß Vicky plötzlich nicht mehr, woher sie kommt, was echt ist, und was nicht ..." (Klappentext)

Ein außergewöhnlicher Fantasyroman, dessen Geschichte liebevoll gestaltet wurde. Man kann garnicht anders, als in die Geschichte abzutauchen. Der Schreibstil ist angenehm und fesselnd, der Plot gut durchdacht. Die Figuren wecken verschiedenste Emotionen und man erlebt die Geschichte beinahe "live" mit. Ich kann den zweiten Teil gar nicht mehr erwarten und kann euch dieses kleine Meisterwerk nur ans Herz legen.

Nun aber schaurig schön zu einem wahren #ScaryBook für #HalloweenLovers. Ganom: Böse kleine Einschlafgeschichten, definitiv nichts für zartbesaitete Leser. Wer diese kleinen Horrorschätzchen vor dem Einschlafen genießen möchte, sollte Horror lieben und ein starkes Nervenkostüm besitzen. Passend zu Halloween, versetzen mir diese herrlichen Gruselstories eisige Kälteschauer, die mir den Nacken langsam herunter kriechen und dabei meine feinen Härchen aufstellen. Die Nerven sind bis zum Anschlag gespannt und schon kleinste Geräusche können einen zusammenschrecken lassen. Allerdings traue ich mich das nur, wenn ich nicht alleine schlafen muss.

"Wovon träumst du tags? Von lustigen Elfen? Dem zärtlichen Prinzen? Ewiger Jugend, Erfolg im Job? Träum weiter. Lies nicht dieses Buch. Denn hier werden Träume wahr ... Albträume! Von Prinzen im Bett und Elfen darunter, von Jugend und Erfolg ... auf die böse Art. Demetria Cornfield schleicht sich in deinen Kopf und stellt sicher, dass du nicht einschläfst. Und das ist auch besser so. Denn wovon träumst du nachts?" (Klappentext)

Demetria hat mit ihrer wundervollen Art zu Schreiben lauter kleine Gruselgeschichten geschaffen, die mit düsterem Wortwitz und morbidem Charme den perfiden Horror direkt in der Psyche verankern. Ein absolutes Muss für Horror- und Psycho-Thriller Fans. Vielleicht wagt sich der ein oder andere von euch an diese meisterhaften Nervenkitzler.

Während Anne Rice ein "Interview mit einem Vampir" beschrieb, so habe ich nun das Vergnügen euch mein "Interview mit einer Hexe" vorzustellen.

Das "Interview mit einer Hexe"


1. Viele Kritiker verteufeln Halloween als neumodisches Phänomen aus Amerika, hinter dem eine riesige Industrie steckt und Geld verdient. Einige sehen auch im Vormarsch dieser fremdartigen Festivitäten eine Gefährdung traditioneller christlicher Feiertage. Hat Halloween eine spezielle Bedeutung für dich? 
Ich feiere Halloween schon seit ich Mitte 20 bin. Am Nachmittag wird das Haus dekoriert und der Kürbis geschnitzt, um den armen Seelen den weg zu leuchten. In der Nacht auf Allerseelen gedenke ich allen, die mir mal Nahe standen und die nicht mehr unter uns sind. Es wird auch Lieblingsmusik gespielt, wie von Elvis oder Amy Winehouse. Am Halloweenabend koche ich immer sehr aufwändig und es gibt ein symbolisches Gedeck für die Verstorbenen sowie ein Gebet für sie.

2. Du bist zu einer riesigen Halloween-Party eingeladen mit Kostümwettbewerb, als was verkleidest du dich und glaubst du, du hättest eine Chance damit auf den ersten Platz?
Jetzt muss ich schmunzeln, da ich das Fest ja mehr besinnlich feiere. Ich verkleide mich zwar und gehe mit den Kindern zum Süßigkeiten sammeln, aber Party? O.k. also, ich denke ich würde mich als Lily Munster verkleiden, rechne mir aber nicht wirklich eine Chance aus.

3. Ich kann mich da nicht wirklich festlegen, aber was ist dein liebster Horrorfilm?
Also, ich weiß nicht, ob man das klassisch Horror nennen kann, aber ich liebe „The Sixth Sense“ und „The Others“ – einfach weil die Geschichten so gut sind und ich unerwartete Wendungen liebe. Früher waren meine absoluten Lieblinge John Carpenters „The Fog“ und „Das Omen“. Später dann „Brennen muss Salem“.

4. Ich liebe Horrorfilme, allerdings nur in Gesellschaft. Wenn du Horrorfilme schaust, lieber alleine oder in der Gruppe?
Ich schaue solche Filme tatsächlich ungern alleine. Das endet denn sonst meist so, dass mein Kopf die meiste Zeit unter der Bettdecke ist, oder ich ständig an den spannenden Stellen wegzappe *lach*. Die Klassiker wie Poltergeist, The Ring, Blair Witch Project und der Exorzist kann ich nicht alleine schauen!

5. Welche Art von Horror liegt dir am nächsten? Splatter oder der Psychohorror, der unter die Haut geht?
Ich bin ein klarer Fan von Psychohorror. Auch wenn der nächtliche Gang zur Biotonne dann danach schwer fällt.

6. Liest du Horrorbücher, wenn ja, von wem und was?
Natürlich von Stephen King und Clive Barker. Ansonsten liebe ich die Klassiker von Poe und Lovecraft. Es ist derzeit sehr schwer, reine Horrorbücher zu finden, die nicht irgendwie doch eher Psychothriller sind. Ich finde, der Paranormale Anteil sollte in der Horrorliteratur schon vorhanden sein. Gerade „Dr. Sleep“ von King halte ich für eine sehr gelungene Fortsetzung zu Shining.

7. Welche Gruselgestalten faszinieren dich und warum?
Mich faszinieren gefallene Engel, Geister, von Dämonen Besessene. Einfach weil uns das eine alternative Welt aufzeigt und Fragen stellt. Was geschieht nach dem Tod, gibt es eine Macht, die an uns als „Schöpfung“ interessiert ist, oder sind wir nur ein Spielball von Gut und Böse?

8. Vor was hast du dich als Kind gefürchtet und geht es dir heute noch so?
Ich fürchte mich vor lebenden Toten. Also ich meine nicht Vampire, sondern ja ... Zombies. Die ersten Lebensjahre habe ich in Thailand verbracht, dort werden die Toten eingeäschert, damit sie nicht wieder kommen. Die Vorstellung eines Friedhofes mit verwesenden Leichen ist schon gruselig genug, aber wenn die dann noch rumrennen – waaaaaaah! Ich finde heute noch Filme wie „I am Legend“ ziemlich gruselig!

9. Wenn du dich in der Halloween-Nacht in eine beliebige Figur oder Gestalt verwandeln könntest, in was würdest du dich verwandeln?
Ganz klar: in eine Fledermaus! Ich flieg dann rum und schaue den Leuten ins Wohnzimmer, hehe.

10. Bei mir wäre es definitiv die Schwiegermutter, aber wen würdest du gerne einmal heimsuchen?
Du meinst jetzt, wenn ich gestorben sein sollte? So ganz fies erschrecken und die Bude durcheinanderbringen? Hmm, da ich ja 120 werde wird das glaube ich sehr schwer, jemanden zu finden, den ich nicht überlebt habe *hihi*.  Also momentan eher mein Ex, glaube ich.

11. In meiner Zeit als Teenager war es cool, Gläserrücken oder ähnliches auszuprobieren. Hattest du jemals ein okkultes Erlebnis?
Klar haben wir auch Gläser gerückt. Das war in meiner wilden Zeit, als ich Sängerin in einer Crunge-Band war. Wir haben in besetzten Häusern gespielt und hatten nur Strom aus Dieselgeneratoren. Da nahm ich mal an einer Séance teil. Just in dem Moment, als wir fragten, ob ein Geist anwesend ist, rissen die Fenster auf und das Kreuz fiel von der Wand. Wir sind aus der Bude gestürmt und sind gerannt, bis wir in der Fußgängerzone waren! Diese Szene aus dem Wächter ist also tatsächlich passiert.

12. Wie sieht Halloween bei dir zu Hause aus?
Wir dekorieren ziemlich heftig alles was mit Totenkopf, Grabsteinen und sonstigem Gruselkram zu tun hat. Zusätzlich baue ich noch einen Ahnenaltar auf und zünde Kerzen für meine lieben Verstorbenen an. Sie bekommen auch Opfergaben wie Schnaps und Süßigkeiten.

13. Was hat dich bewogen Bücher zu schreiben, die manch einer zum Gruseln oder Fürchten finden könnte?
Ich denke einfach, dass ich nicht die einzige sein kann, die so etwas liebt. Menschen lieben Halloween, sie lieben gute Geschichten und Gruselfilme. In einem Buch kann man das Kopfkino noch besser antriggern wie in einem Film. Daheim gemütlich in die Decke kuscheln, sich gepflegt eine Gänsehaut gönnen und sich anschließend an seiner eigenen kleinen Welt freuen, die zum Glück ganz normal und unspektakulär ist. Ich finde das schön, und ich weiß, viele andere auch.

14. GANOM ist eine Ansammlung  verschiedenster Geschichten, die einem die Härchen aufstellen, was hat dich inspiriert? Verarbeitest du eigene Alpträume?
Also eins vorweg: Alpträume habe ich so gut wie nie. Inspiriert werde ich meist von meinen Kindern. Die Geschichte Ganom aus der Sammlung zum Beispiel. Die kleine Vicky, die immer wieder kommt und nicht schlafen will. Krieg ich noch Kekse, bekomme ich eine Milch? Ich habe meine Tochter angeschaut und mich gefragt: was wäre, wenn da ein garstiges Viech in ihrem Zimmer ist? Was ist, wenn es gar nicht sie ist, die die Sachen will?
Oder der Harem, den ich letztes Jahr in Istanbul besucht habe. Kein schöner Ort, an dem viele Frauen nur mit dem Tod rauskommen. Das habe ich dann in der Kurzgeschichte verarbeitet. Eigentlich habe ich ständig alternative Realitäten im Kopf.

15. Halloween und Okkultismus ist ein großes Thema deines Romans "Die Wächter des Sternensees". Welche Figur und/oder Szene aus dem Buch ist dir am wichtigsten?
Oje, die Geschichte ist ziemlich komplex und an Halloween nahm das ganze eben seinen Lauf, weil an dieser Jahreszeit die Schleier zu den anderen Welten ziemlich dünn sind. Im Hintergrund wird die Geschichte des Wächters erzählt, der diesen See der Seelen bewacht. Er liegt mir doch sehr am Herzen, auch wenn er keine großen Auftritte hat. Die Szene, an der eine frühe Inkarnation von Vicky auf ihn trifft, und sie sich unterhalten, ist eine Schlüsselszene, die man für den Folgeband im Hinterkopf behalten sollte.

16. Wenn du die Wahl hast zwischen einem Körbchen zum Süßigkeiten sammeln und einer Packung Klopapier und alter Eier, was würdest du für eine Halloweentour wählen? Oder hättest du ein Alternativprogramm?
Mein Alternativprogramm wäre ganz klar ein heidnisches Samhain-Ritual.  Das will ich mit den Kindern aber nicht machen, da ich sie in keine Religion zwingen möchte. Sie sehen, was ich tue und an was ich glaube, stellen Fragen und vergleichen. Irgendwann werden sie groß sein, dann werde ich den Tag mit meinen Hexengeschwistern so feiern, wie wir es für richtig halten.

Wer nun neugierig geworden ist und mehr über diese einmalige Autorin erfahren will, kann dies auf folgenden Links:

Homepage
http://demetria-cornfield.de/

Facebook
http://www.facebook.com/DemetriaCornfield/

Gewinnspiel Tag 3


Heute gibt es ein etwas ganz Spezielles zu gewinnen. Die wundervolle Demetria Cornfiel hat ein Paket zusammengestellt bestehend aus:

- GANOM Taschenbuch, siginiert und mit Wunschwidmung.

- Kühlschrankmagneten und einem Lesezeichen

- Totenkopfanhänger aus Bein aus Glastonbury

Was ihr dafür tun müsst?



1. Liked meine Facebookseite https://www.facebook.com/buecherkessel

2. Liked die Facebookseite von Demetria Cornfield: https://www.facebook.com/DemetriaCornfield

3. Schreibt einen Kommentar auf meiner Facebookseite, ob ihr schon mal Erfahrungen mit Hexen gemacht habt.

Wenn ihr Follower meiner Homepage http://www.derbuecherkessel.blogspot.com werdet und unter dem Artikel die Antwort als Kommentar eingebt, bekommt ihr für jede Aktion ein weiteres Los.

Also Follower:ein Los extra 
Kommentar unter dem Blogartikel: ein Los extra

Da es mehrere Gewinnspiele geben wird könnt ihr so eine Menge Lose ergattern und steigert eure Gewinnchance!!!!

Das Gewinnspiel endet am 1.11. Abends um 20.00 Uhr. Ich werde am Montag dann alle Gewinnspiele dieser Aktion auslosen. 

Die Teilnehmer sollten 18 Jahre alt sein, oder die Einwilligung des Erziehungsberechtigten haben.
Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt.
Teilnahme nur aus Deutschland möglich und es wird keine Haftung bei Verlust der Ware auf dem Postweg übernommen.


Dienstag, 27. Oktober 2015

Gewinnspiel Tag 2




Zu gewinnen gibt es ein spektakuläres "Zeitgenossen" Goodie-Bag.
Was ihr dafür tun müsst?

1. Liked meine Facebookseite https://www.facebook.com/buecherkessel

2. Liked die Facebookseite von Hope Cavendish: http://www.facebook.com/Autorin.HopeCavendish

3. Schreibt einen Kommentar auf meiner Facebookseite, ob und was euch an Vampiren begeistert.

Wenn ihr Follower meiner Homepage http://www.derbuecherkessel.blogspot.com werdet und unter dem Artikel die Antwort als Kommentar eingebt, bekommt ihr für jede Aktion ein weiteres Los.
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Kommentar unter dem Blogartikel: ein Los extra
Da es mehrere Gewinnspiele geben wird könnt ihr so eine Menge Lose ergattern und steigert eure Gewinnchance.

Das Gewinnspiel endet am 1.11. Abends um 20.00 Uhr. Ich werde am Montag dann alle Gewinnspiele dieser Aktion auslosen. 

Die Teilnehmer sollten 18 Jahre alt sein, oder die Einwilligung des Erziehungsberechtigten haben.
Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt.
Teilnahme nur aus Deutschland möglich und es wird keine Haftung bei Verlust der Ware auf dem Postweg übernommen.

#ScaryBooks für #HalloweenLovers Tag 2


Willkommen zum zweiten Tag unserer Aktion. Heute darf ich euch die wundervolle Hope Cavendish und ihre „Zeitgenossen“ vorstellen. Doch bevor ich auf ihre Vampire eingehe, möchte ich erst noch die Autorin vorstellen. In Braunschweig geboren und aufgewachsen, ist sie nun seit 20 Jahren tief im Ruhrgebiet verwurzelt. Dort konnte sie ihre vielen Leidenschaften in den verschiedensten Berufen wie freie Autorin, Webdesignerin, Photoshop-Dozentin, etc. ausleben. 2013 entschied sie sich eine weitere Passion hinzuzunehmen und veröffentlichte neben einem Band mit fantastischen Kurzgeschichten, den ersten Band ihrer „Zeitgenossen“. Mittlerweile arbeitet sie bereits am 4. Band dieser außergewöhnlichen Vampirreihe. Was mich nun auch zu ihren Büchern bringt, denn im anschließenden Interview werdet ihr sicherlich noch mehr private Einblicke zur Person Hope Cavendish bekommen.


Wer bei den „Zeitgenossen“ grobschlächtigen oder haarsträubenden Horror sucht, wird enttäuscht sein. Hopes Vampire sind sehr vielschichtig und teilweise noch menschlich veranlagt. Ihre Besonderheit besteht darin, die Vorzüge des Vampir-Daseins durch ein Minimum an Vampir-Verhalten zu erreichen, ohne dabei die „Menschlichkeit“ zu verlieren. Die Autorin beschreibt in ihren Büchern zwei Arten von Vampiren. Die einen, die Tierblut trinken, zu denen gehören ihre „Zeitgenossen“ und die anderen, die sich als evolutionäre Elite sehen und diesen Zustand exzessiv zelebrieren. Man begleitet diese außergewöhnlichen Vampire, die sich auch im Sonnenlicht bewegen können, quer durch die Zeitgeschichte und erlebt die Geschichte aus deren Perspektive. Hope Cavendish verwebt geschickt gut recherchierte Historie mit vielschichtigen Figuren, die im Laufe der Handlung durch verschiedenste Ereignisse in ihrem Wesen reifen. Sprache und Schreibstil sind anspruchsvoll, jedoch ohne ihre Leichtigkeit einbüßen zu müssen. Einmal abgetaucht gleitet man über die Seiten und verliert sein Zeitgefühl, während man den aufregenden Abenteuern und den komplex angelegten Beziehungsgeflechten der „Zeitgenossen“ folgt. Hope Cavendish hat eine Romanreihe erschaffen, die Liebhaber in den verschiedensten Genres anspricht, da sie durch die Vielschichtigkeit mehrere Gattungen vereint. Wenn ihr sie noch nicht kennt, dann möchte ich sie euch wärmstens ans Herz legen. Wer neugierig geworden ist, kann auf der Homepage der „Zeitgenossen“ noch detailliertere Infos bekommen.

Autorenhomepage:
http://www.hope-cavendish.de/

Autorenseite bei Facebook:
http://www.facebook.com/Autorin.HopeCavendish

Nun aber zum versprochenen Interview. Ich hoffe es bereitet euch genauso viel Freude wie mir.

Interview mit Hope Cavendish


1. Viele Kritiker verteufeln Halloween als neumodisches Phänomen aus Amerika, hinter dem eine riesige Industrie steckt und Geld verdient. Einige sehen auch im Vormarsch dieser fremdartigen Festivitäten eine Gefährdung traditioneller christlicher Feiertage. Hat Halloween eine spezielle Bedeutung für dich? 
Für mich persönlich hat Halloween keine tiefer gehende Bedeutung im spirituellen Sinne, ich bin allerdings auch nicht sehr religiös aufgezogen worden. Die Aufregung finde ich aber übertrieben und dass Halloween ein neumodisches oder rein amerikanisches Phänomen sei, ist sogar schlichtweg falsch. Meines Wissens nach spielte Halloween vor allem in der irischen Kultur eine große Bedeutung und wurde von irischen Einwanderern dann mit nach Amerika gebracht.  Wie so viele Feste vereint es (vor)christliche und heidnische Bräuche und ist daher meiner Meinung nach zumindest in seiner ursprünglichen Bedeutung insofern nicht als Bedrohung anzusehen.

2. Du bist zu einer riesigen Halloween-Party eingeladen mit Kostümwettbewerb, als was verkleidest du dich und glaubst du, du hättest eine Chance damit auf den ersten Platz?
Vermutlich als Vampirin aus der Zeit des Barock oder Rokoko. Ob ich damit eine Chance auf den ersten Platz hätte, weiß ich aber nicht, denn wenn es eine so riesige Party ist, gibt es sicherlich unzählige tolle Kostüme.

3. Ich kann mich da nicht wirklich festlegen, aber was ist dein liebster Horrorfilm?
Falls „Interview mit einem Vampir“ noch in dieses Genre fällt, würde ich den nennen - aber ich fürchte, dass Horrorfilme ansonsten eher nicht so mein Fall sind. Und ja mir ist bewusst, dass dies für eine Vampirromanautorin paradox klingt. :D

4. Ich liebe Horrorfilme, allerdings nur in Gesellschaft. Wenn du Horrorfilme schaust, lieber alleine oder in der Gruppe?
Eher gar nicht, siehe vorherige Frage. :)

5. Welche Art von Horror liegt dir am nächsten? Splatter oder der Psychohorror, der unter die Haut geht?
Siehe oben. Wenn überhaupt, dann bevorzuge ich am ehesten feinen Suspense, wie ihn z. B. Hitchcock in seinen Filmen aufbauen konnte. Splatter ist so gar nicht mein Fall.

6. Liest du Horrorbücher, wenn ja, von wem und was?
Ich bin eher ein Feigling, darum ist echter Horror nichts für mich. Ich mag jedoch den leichten Grusel, den Roald Dahl in seinen (Erwachsenen-)Geschichten erzeugen konnte, oder klassische Gothic-Fiction wie die Geschichten von Edgar Allan Poe.

7. Welche Gruselgestalten faszinieren dich und warum?
Vampire ‒ das überrascht jetzt vermutlich niemanden. ;) Mich fasziniert ihre Unsterblichkeit ‒ Wiedergängerlegenden sind und waren ja in sehr vielen Kulturen präsent und populär, ihre Aura und ihre Macht. Und mich fasziniert die Tatsache, dass all das dennoch von demselben Lebenssaft abhängig ist, der auch für uns Sterbliche unentbehrlich ist: dem Blut.

8. Vor was hast du dich als Kind gefürchtet und geht es dir heute noch so?
Jetzt wird es richtig albern: Als ich noch sehr klein war, hatte ich vor dem Krümelmonster in der Sesamstraße Angst. Wenn es mit tiefer Stimme brummelnd die Szene betrat, hat es nicht nur Ernie erschreckt, sondern auch mich. Meine Eltern haben darüber immer gelacht ‒ und das tut Ihr jetzt vermutlich auch. ;)

9. Wenn du dich in der Halloween-Nacht in eine beliebige Figur oder Gestalt verwandeln könntest, in was würdest du dich verwandeln?
Auch auf die Gefahr hin, dass es langweilig wird: Es bleibt der Vampir. Enorme Schnelligkeit und Stärke, Selbstheilungskräfte und extrem verschärfte Sinne ‒ wer würde das nicht wollen?

10. Bei mir wäre es definitiv die Schwiegermutter, aber wen würdest du gerne einmal heimsuchen?
Da gäbe es schon die eine oder andere Person, aber selbstverständlich kann ich hier keine Namen nennen. ;)

11. In meiner Zeit als Teenager war es cool, Gläserrücken oder ähnliches auszuprobieren. Hattest du jemals ein okkultes Erlebnis?
Bei mir war es tatsächlich ebenfalls das Ouija-Board. Ich habe das damals mit meiner (bis heute) besten Freundin ausprobiert, weil wir einander so bedingungslos vertrauten, dass wir wussten, dass keine von uns die andere dabei hereinlegen würde. Es hat wahrhaftig funktioniert, aber da es schon so spät in der Nacht und wir entsprechend todmüde waren, hat sich keine von uns darüber gewundert und wir haben uns danach einfach schlafen gelegt.

12. Um zu deinen Zeitgenossen zu kommen, wieso hast du gerade Vampire als Hauptfiguren deiner Romane gewählt?
Vor allem wegen  ihrer Unsterblichkeit, ihrer Möglichkeit, sehr lange oder gar ewig zu leben und dabei Zeitzeuge vieler historischer Ereignisse und Entwicklungen sein zu können. Ich fragte mich , wie es wohl sein muss, wenn die Welt um einen herum sich im Laufe der Jahrhunderte verändert? Wie sehr verändert man selbst sich dabei? Oder schafft man es dennoch, sich im Grunde treu zu bleiben? Diese Fragen gaben letztendlich den Anstoß zu der Geschichte.

13. Deine Zeitgenossen sind eine Reise durch die Zeitgeschichte, erlebt und aus der Perspektive dieser vielseitigen Vampirgruppe erzählt. Was beeinflusst dich und woher nimmst du viele Ideen?
Die Ideen für den Verlauf der Gesichte sind zum einen durch das Konzept der Zeitgenossen beeinflusst. Gemma und ihre Freunde erleben viele historische Ereignisse hautnah mit, also recherchiere ich sehr viel über jene Ereignisse und überlege mir sehr sorgfältig wie ich sie möglichst spannend in die Handlung einbauen kann.
Zum anderen kommen viele Impulse von selbst durch die Charaktere der Zeitgenossen. In meinem Kopf wurden die Figuren der Zeitgenossen im Laufe der Zeit immer lebendiger, sie entwickeln sich zu eigenständigen Persönlichkeiten mit klarem Charakterprofil. Und daraus entstehen dann automatisch auch wieder Ideen für die Handlung, weil für mich dann einfach klar ist, wie meine Figuren mit den jeweiligen Situationen umgehen werden.

14. Wie würde eine Zeitgenossen Halloween-Party aussehen und was denkst du, als was würden sich Gemma und die anderen verkleiden?
Puh, das ist eine gute Frage. Gemma und ihre Freunde mussten sich ja schon öfter verkleiden, z. B. um nicht von ihren Feinden erkannt zu werden. Da viele von ihnen aber einen schrägen Humor haben, würden sie sich zu Halloween vermutlich als Vampirjäger verkleiden, also die schwarze Tracht der Ritter des Dan anziehen. ;)

15. Deine Vampire sind zwar unsterblich und müssen sich von Blut ernähren, dennoch sind sie etwas diffiziler konzipiert, als manch andere Romanvampire, denn sie können z.B. am helllichten Tag umher wandeln. Warum hast du ihnen ein Gewissen gegeben, denn die Gruppe der Zeitgenossen hat, im Gegensatz zu den Sybarites, ethische Grundsätze und ein geschärftes Unrechtsempfinden. Bist auf die Tatsache, dass sie Blut trinken müssen, wirken sie manchmal wie übernatürliche Superhelden. War das beabsichtigt?
Als Superhelden sehe ich die Zeitgenossen  eigentlich gar nicht, denn sie machen auch Fehler und haben menschliche Schwächen. Diese menschlichen Schwächen waren mir auch wichtig, ebenso wie die von dir erwähnten Grundsätze und das Gewissen. Denn mir erscheint es nur logisch, dass ein Vampir nach seiner Verwandlung nicht völlig seine menschlichen Eigenschaften verliert. Sicherlich beeinflusst es den Charakter, wenn man plötzlich sehr stark und unsterblich ist und zudem von stetem Blutdurst geplagt wird. Aber sollte sich deshalb die Persönlichkeit komplett verändern? Das erscheint mir nicht plausibel.
Ich selbst finde als Leser Figuren interessanter, die nicht eindimensional sind, sondern auch Widersprüche und Schwächen haben und die sich aufgrund der Erfahrungen, die sie machen, weiterentwickeln. Deshalb war mir genau das auch bei den Zeitgenossen wichtig. Wären sie Superhelden, würden sie sich in jeder Situation überlegen verhalten, und das tun sie oft gar nicht.  Einige Leser haben mir schon berichtet, dass sie sich in dieser oder jener Szene über das Verhalten der Figuren aufgeregt und sie aber letztendlich dann dennoch ins Herz geschlossen haben. Das ist für mich das größte Kompliment.

16. Würde dich die Unsterblichkeit reizen?
Ja, ich denke schon. :)

17. Was würde dir als Vampir am Meisten fehlen?
Vermutlich der sinnliche Genuss einer normalen menschlichen Mahlzeit.


Wenn ihr nun so neugierig geworden seid, dass ihr unbedingt mehr erfahren wollt, hier noch ein paar hilfreiche Links...

Zeitgenossen-Homepage mit Leseproben und vielen Hintergrundinfos:
http://www.zeitgenossen-romane.de/

Zeitgenossen bei Facebook:
http://www.facebook.com/zeitgenossen.romane

Bücherlinks bei Amazon:

Zeitgenossen - Band I: Gemmas Verwandlung: http://bit.ly/GemmasVerwandlungTB
Zeitgenossen - Band II: Kampf gegen die Sybarites: http://bit.ly/SybaritesTB
Zeitgenossen - Band III: Pakt mit den Rittern des Dan: http://bit.ly/PaktMitDenRitternTB




Montag, 26. Oktober 2015

#ScaryBooks für #HalloweenLovers Tag 1


Ich freue mich, euch heute die Horrorautorin Tanja Hanika und ihren Kurzroman "Fürchte die Schatten der Nacht" vorstellen zu dürfen.
Sie wurde 1988 in Speyer geboren, studierte Germanistik und Philosophie an der Uni Trier und lebt heute mit Mann, Sohn und zwei Katzen in der Eifel. Eine Kinderversion vom Bram Stoker "Dracula" war ausschlaggebend für ihren Wunsch, nicht nur zu lesen, sondern auch selbst Geschichten zu verfassen. In den letzten Jahren hat sie etliche Kurzgeschichten in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht. Neuerdings widmet sich Tanja Hanika längeren Geschichten, die sie als Self-Publisher bei Amazon veröffentlicht. So sind mit der Zeit schon eine beträchtliche Anzahl an Horrorgeschichten zusammengekommen, von denen ich mit Sicherheit noch einige lesen werde.
Wenn ihr mehr erfahren wollt, schaut einfach auf ihre Autoren-Homepage:
http://tanja-hanika.de



"Fürchte die Schatten der Nacht":


Klappentext: In Jennas Welt sind Vampire keine Gentlemen. Sie sind blutrünstige, seelenlose Bestien, die in der Dunkelheit lauern, um sich am Blut ihrer Opfer zu laben und sie zu ihresgleichen zu machen. Dennoch ist Jenna gezwungen, eines Nachts für ihren jüngeren Bruder das Haus zu verlassen. Danach steht ihre Welt kopf: Sie fällt einem Fremden in die Arme und möchte sich fortan öfter in die Finsternis hinauswagen, um an seiner Seite zu sein. Doch man kann sich nicht davor wappnen, was in den Schatten der Nacht geschehen mag.

Mir hat dieses Buch sehr gefallen, denn es ist eine gelungene Mischung aus Vampirgrusel und Liebe. Die Geschichte und Sprache ermöglicht es einem, schnell in die Story abzutauchen und die Seiten fliegen nur so dahin. Es war mir nur schwer möglich das Buch aus der Hand zu legen. Die Fragen zum Inhalt, die beim Lesen offen blieben, hat die liebe Tanja Hanika im Interview schlüssig beantwortet und so für mich ein rundes Lesevergnügen geschaffen. Ich kann dieses Buch jedem Vampir-Freund ans Herz legen. Auch diejenigen, die Fantasy-Romance mögen, sind hier absolut richtig. Wie bereits erwähnt, hatte ich das Vergnügen, dass mir die Autorin Rede und Antwort stand. Lest selbst, was sie zu meinen Fragen gesagt hat...

Interview Tanja Hanika


1. Viele Kritiker verteufeln Halloween als neumodisches Phänomen aus Amerika, hinter dem eine riesige Industrie steckt und Geld verdient. Einige sehen auch im Vormarsch dieser fremdartigen Festivitäten eine Gefährdung traditioneller christlicher Feiertage. Hat Halloween eine spezielle Bedeutung für dich? 
Für mich ist Halloween schon seit vielen Jahren einfach ein Tag, an dem man als Horrorfan jede Menge Spaß haben kann. Ganz losgelöst von Christentum oder Profitgewinn irgendwelcher Konzerne, verbringe ich den Tag, wie es meinen Lieben und mir gefällt.

2. Ich kann mich da nicht wirklich festlegen, aber was ist dein liebster Horrorfilm?
Das ist schwierig! Zu meinen Lieblingshorrorfilmen gehört wegen seiner Atmosphäre definitiv „Sleepy Hollow“. Aber „Cabin in the Woods“ hat mir auch sehr gut gefallen. Generell gibt es da je nach Stimmung unterschiedliche Filme, die ich mir immer wieder gerne ansehe. Zum Beispiel: „Freddy vs. Jason“, „The Ring“, „Evil Dead“(Remake) oder Zombiefilme jeder Art, am liebsten die beiden „28“-Filme.

3. Ich liebe Horrorfilme, allerdings nur in Gesellschaft. Wenn du Horrorfilme schaust, lieber alleine oder in der Gruppe?
Psychohorrorfilme schaue ich am liebsten mit meinem Mann oder in der Gruppe. Sonst ist die Versuchung zu groß, mal kurz die Hand vor die Augen zu halten. Aber wenn es „nur“ blutig zugeht wie in Zombiefilmen, schaue ich so etwas auch mal alleine.

4. Welche Art von Horror liegt dir am nächsten? Splatter oder der Psychohorror, der unter die Haut geht? 
Auf jeden Fall Psychohorror. Splatter habe ich schon zu viel gesehen, als dass es mich erschrecken könnte. Ich finde das eher anatomisch interessant als gruselig. Aber auf die Psychofilme lasse ich mich gerne ein und fiebere mit. Und ich gebe es zu: Ich bin recht schreckhaft bei plötzlichen lauten Geräuschen.

5. Liest du Horrorbücher, wenn ja, von wem und was?
Ich lese als Horrorautorin am liebsten auch Bücher in diesem Genre. Egal in welche Richtung. Meine Lieblingsautoren sind Poe, King, E.T.A. Hoffmann und Richard Laymon, da einzelne Werke zu nennen würde ausufern. Ich versuche meine Lesezeit möglichst vielfältig zu gestalten und verschiedene Autoren auszuprobieren. Zuletzt fand ich Malermans „The Birdbox“ richtig klasse. Und die alten Schauerromanklassiker kann man auch immer wieder lesen.

6. Welche Gruselgestalten faszinieren dich und warum?
Da gibt es keine bestimmten Gestalten, für die ich mich entscheiden könnte. Wenn die Geschichte passend angelegt ist, dann kann mich da alles mitreißen. Ich mag düstere Figuren, bei denen man als Leser nachvollziehen kann, weshalb sie böse sind oder böse handeln. Oft faszinieren mich in den Romanen, die ich lese, die Antagonisten besonders. Aber die hirntoten Zombies haben auch ihren Charme.

7. Vor was hast du dich als Kind gefürchtet und geht es dir heute noch so? 
Mich hat schon immer meine eigene Fantasie am meisten gegruselt. Als Kind hatte ich Angst vor möglicherweise bedrohlichen / unheimlichen Dingen, die man sich als Kind vorstellt. Beispielsweise wenn es dunkel ist und man nicht weiß, was da in der Ecke einem auflauert. Oder etwas wie in dem Film „The Tooth Fairy“, das einen umbringt, wenn man es erblickt. Den Gedanken finde ich heute noch unheimlich.

8. Wenn du dich in der Halloween-Nacht in eine beliebige Figur oder Gestalt verwandeln könntest, in was würdest du dich verwandeln?
Vielleicht in eine Fledermaus. Dann könnte ich durch die Nacht flattern und Leute schrecken.

9. Bei mir wäre es definitiv die Schwiegermutter, aber wen würdest du gerne einmal heimsuchen?
Ich habe zum Glück eine ganz wunderbare Schwiegermutter, die muss niemand heimsuchen. Vielleicht Mathelehrer, die machen vielen Schülern das Leben schwer.

10. In meiner Zeit als Teenager war es cool, Gläserrücken oder ähnliches auszuprobieren. Hattest du jemals ein okkultes Erlebnis? 
Wir haben uns natürlich auch an Gläserrücken und Tarotkarten versucht. Passiert ist da selbstverständlich nichts. Wenn doch – ich gebe es zu -, dann war ich das. Also kann man nicht wirklich von einem Erlebnis sprechen, aber lustige Erinnerungen sind das allemal.

11. Es gibt sehr viele verschiedene Vampir-Interpretationen, was hat dich dazu bewogen deine Zombieähnlich zu gestalten? 
Ich kann glitzernde Vampire nicht leiden. Oder die, die zum Fenster reinklettern und spontan die ewige Liebe finden. Für mich haben sie als blutsaugende Bestien einen größeren Reiz. Ich wollte keine Gentlemen, ich wollte animalische Monster, die die Menschen nur als Beute sehen. Mein Ziel war es die Vampire als Feinde der Menschen darzustellen. Als triebgesteuerte Monster, die keine Seele mehr haben und die die Lebensweise der Menschen durch ihre Existenz bedrohen und einschränken. Vampire eben, von denen sich niemand wünscht gebissen zu werden oder sie draußen in der Nacht zu wissen.

12. Du schreibst, dass sie über geschärfte Sinne verfügen, aber wie kann man sich dann vor ihnen verstecken? Riechen sie das Blut nicht oder hören es im Körper rauschen? 
„Meine“ Vampire haben geschärfte Sinne, sind aber auch nicht unendlich stark. Sie haben so wie verschiedene Tiere eine bessere Wahrnehmung als Menschen, aber bleiben dennoch durch limitierte Fähigkeiten in ihrer Jagd eingeschränkt. So wie in der Natur auch. Ansonsten wäre es nicht möglich gewesen, ihnen Vampirjäger entgegenzustellen, die im Kampf eine Chance hätten.

13. In "Fürchte die Schatten der Nacht" beschreibst du, dass Vampire schon immer eine Bedrohung waren, deren Ursprung nicht auszumachen ist. Sie passen sich der Zeit und ihren Gegebenheiten an und schrecken auch nicht davor zurück, sich selbst zu töten, um genug Nahrung zu bekommen. Wenn jeder Vampir regelmäßig beim Trinken den Menschen wandelt, hat man doch theoretisch Zombiezustände. Binnen kürzester Zeit müsste die Anzahl der Vampire, die der Menschen übersteigen... Was passiert Abends? Rein theoretisch müsste bei der allgegenwärtigen Gefahr das nächtliche Leben doch komplett zum Erliegen gekommen sein, oder? Was passiert mit Kranken? Restaurants oder Kinos nur am Tag? Wie sieht das Nachtleben aus? Wie schützen sich die Menschen persönlich? Nur durch Verstecken? 
Das sind viele Fragen. Also von Anfang an: Das Zombieszenario passiert so nicht, weil ein Vampir nicht in einer Nacht mehrere Menschen aussaugt, sondern über längere Zeit vom Blut eines Opfers zehren kann. Außerdem gibt es ja die Vampirjäger, die versuchen die Zahl der Vampire möglichst klein zu halten oder diese sogar auszulöschen. Es entsteht damit so eine Art Gleichgewicht. Sobald die Dunkelheit es den Vampiren ermöglicht, ihren Unterschlupf zu verlassen, bleibt den Menschen keine andere Möglichkeit mehr, als sich zu verstecken. Ein Nachtleben ist damit tatsächlich gar nicht vorhanden. Man bleibt dort, wo es am sichersten ist, nämlich zu Hause. Die Menschen machen dieses Zuhause möglichst sicher, ob durch spezielles Schutzglas an den Fenstern oder stabilere Türen; sie müssen es verhindern, dass ein Vampir zu ihnen herein gelangen kann. Wer sich dennoch hinauswagt, muss damit rechnen, mit seinem Leben zu bezahlen. Wenn man allerdings Jenna heißt und diesen Typen trifft … Kranke, Alte oder schwache Menschen leben ebenso besonders gesichert. Es kommt im Kurzroman zwar kein Krankenhaus vor, aber ich habe mir diese Welt, in der sich die Menschheit an die Bedrohung durch die Vampire anpassen konnte, so vorgestellt, dass sie in den Grundsätzen unserer Welt möglichst stark gleicht. Krankenhäuser etc. wären demnach besonders „vampirsicher“ gebaut. Um auf den persönlichen Schutz der Menschen zu kommen: Man zieht sich einerseits als Durchschnittsmensch nachts zurück und hält sich versteckt. Ohne die Erfahrung und das Training eines Vampirjägers wäre es einem gar nicht möglich, einen Vampir zu töten. Deshalb bleiben sie defensiv. Es gibt natürlich andererseits immer welche, die leichtsinnig das Abenteuer auf der Straße suchen oder diejenigen, die wie Jenna gezwungen sind, hinauszugehen. Diesen Menschen bleibt nichts außer zu hoffen, dass kein Vampir ihren Weg kreuzt.

Der Ursprung Halloweens 


"Hello-was???", das ging vor 30 Jahren sicher den meisten Deutschen durch den Kopf, wenn sie mit dem Begriff Halloween konfrontiert wurden. Mit der fortschreitenden "Amerikanisierung" und Vermischung der Kulturkreise ist der Halloween-Brauch Anfang der 1990er Jahre auch zu uns nach Deutschland gekommen. Und bis heute wird keine saisonale Festlichkeit ähnlich kontrovers diskutiert wie diese. So kritisieren Traditionalisten das Vergessen christlicher Werte auf Kosten einer konsum- und spaßorientierten Merchandise-Maschinerie. Gerade die evangelische Kirche in Deutschland sieht mit Bestürzung einen ihrer wichtigsten Feiertage in Gefahr. Denn der 31.10. ist Reformationstag, also der Tag, an dem Martin Luther seine Thesen veröffentlicht und damit den geistigen Umbruch, in der bis dato katholisch dominierten Kirchenwelt eingeläutet hat. Allerheiligen, ein weiterer kirchlicher Feiertag der am 1.11. jährlich begangen wird, dient den meisten feierwütigen Halloweenfans nach Ansicht der Kritiker, lediglich noch als willkommener Regenerationstag, der zum Ausschlafen genutzt wird, aber dessen ursprüngliche Bedeutung immer weiter verblasst.

Anders als von den meisten angenommen, liegt der Ursprung Halloweens nicht in der amerikanischen Spaßgesellschaft begründet. Irische Einwanderer haben das Brauchtum aus ihrer Heimat mit in die "neue Welt" Amerika gebracht. Das heutige Halloween ist eine Verschmelzung verschiedenster Kultureinflüsse. Der Name Halloween leitet sich aus dem "All Hallows Evening", also dem Abend vor Allerheiligen ab und hat damit katholische Wurzeln. Das keltische "Samhain" kann als Ursprung des Brauchtums gesehen werden. Am 31.10. jeden Jahres seit dem fünften Jahrhundert v. Chr. feierten die Kelten ihren Neujahrstag. Der keltische Volksglaube besagt, dass an diesem einen Tag sich die Welten der Toten und der Lebenden vermischen. Es war auch somit der einzige Tag, an dem der Tote die Chance hatte an ein Leben nach dem Tod zu gelangen, indem er von der Seele eines Lebenden Besitz ergriff. Die Menschen nutzten gruselige Verkleidungen zur Abschreckung und um von den Toten nicht als Mensch erkannt zu werden. Sie zogen laut lärmend in ihrer wüsten Maskerade umher und versuchten die Geister zu verjagen. Schon die alten Römer übernahmen das keltische "Samhain" in ihre Kultur. Allerdings haben sie den Brauch abgewandelt und an ihren Glauben angepasst.

"Trick or Treat" nennt man die Tradition, dass verkleidete Kinder von Haus zu Haus ziehen und um Süßigkeiten und kleine Geschenke bitten. Wird ihnen eine Gabe verwehrt "rächen" sich die Kinder mit Streichen für das Fehlverhalten des Hausbesitzers. Auch dies hat seinen Ursprung in der katholischen Kirchengeschichte. An Allerseelen, also dem 2.11., gingen im Mittelalter europäische Christen in den Dörfern von Tür zu Tür und erbaten den sogenannten "Seelenkuchen". Je mehr sie davon erhielten, desto mehr versprachen sie für die Verstorbenen der Gönner zu beten.

Ein anderes typisches Halloweensymbol ist der kunstvoll zu einer Fratze geschnitzte Kürbis, der die dunklen Nächte schaurig erhellt. Dieser Brauch geht auf eine irische Sage zurück. Jack war ein gerissener, aber leider häufig betrunkener Mann, der es schaffte, Satan auf einen Baum zu locken um ihn dort mit einem eingeritzten Kreuz festzusetzen. Um sich aus seiner misslichen Lage zu befreien, versprach Satan Jack, dass dieser nie wieder Angst vor ihm haben müsse. Auf Grund dieses Deals mit dem Teufel wurde Jack nun aber nach seinem Tode der Eintritt ins Himmelreich verwehrt. Doch auch der immer noch verärgerte Teufel verwehrte Jack den Eintritt in die Hölle und übergab ihm lediglich eine ausgehöhlte Rübe, in die er ein Stück glühende Kohle legte. Von da an wandelte Jack mit seiner Laterne durch die Nacht. Ursprünglich benutzten die Iren Rüben für ihre Laternen, doch mit der Besiedlung Amerikas mussten sie sich den gegebenen Umständen anpassen und es war deutlich einfacher Kürbisse als Rüben zu bekommen.

Der Brauch um Halloween ist deutlich älter und vielseitiger, als manch einer bestimmt vermuten würde. Seit über 2000 Jahren wird dieses Fest von den unterschiedlichsten Kulturen begangen und ich finde es schön, dass auch wir in unserer Gesellschaft flexibel sind und offen für verschiedenste Traditionen. Die christliche Kultur diente jahrhundertelang als Grundlage der deutschen Brauchtumsbildung, jedoch finde ich, sollten wir uns nicht dem gesellschaftlichen Wandel verschließen. Denn jede Tradition hat irgendwann seinen Ursprung in genau so einem Wandel gehabt. Ob man nun Halloween feiert oder die Toten an Allerheiligen ehrt, das sollte doch jedem Einzelnen überlassen bleiben.

Samstag, 24. Oktober 2015

Rezension zu Greg Walters "Die Geheimnisse der Âlaburg"

Bewertung: Lieblingsbuch 5+ Sterne


Inhalt:

Leik führt ein beschauliches Leben als Lehrling bei seinem Ziehvater, dem Wildhüter Gerald, als sein Weltbild in nur einer Nacht komplett aus den Fugen gerät. Gejagt und bedroht von dämonischen Gestalten, flüchten die beiden hinter die sicheren Mauern der Âlaburg, einer magischen Universität. Dort lernt Leik die geheimnisvolle Welt der Magie kennen, vor der Gerald ihn einst versuchte zu beschützen. Schnell stellt sich heraus, dass Leik in magischen Kreisen eine Einzigartigkeit besitzt. Während normal magisch Begabte nur eine Farbe der Magie sehen können, ist es ihm möglich alle drei magischen Farben zu sehen. Ob dies die Rettung oder den Untergang der Welt bedeutet, hängt davon ab, ob Leik lernt seine Magie zu beherrschen. Und so macht er sich zusammen mit seinen neu gewonnenen Freunden, einem Zwerg, der nicht zaubern kann, einem übergewichtigen Zwergelben und einem hinkenden Ork auf in sein bisher größtes Abenteuer, das es zu bestehen gilt.

Charaktere:

Leik: Die Hauptfigur des Buches ist der 16-jährige Leik, der als Waisenkind in die Obhut des Wildhüters Gerald kommt. Bis zu der verhängnisvollen Nacht im Wald, als er von unbekannten dämonischen Wesen angegriffen wird, führt er ein beschauliches und zurückgezogenes Leben als Wildhüter-Lehrling. Durch seine Schüchternheit und das abgeschiedene Leben im Wald blieben ihm Freundschaften bisher weitestgehend verwehrt. Mit der Flucht zur Âlaburg lernt er nicht nur die Magie und ihre Welt kennen, sondern auch die besondere Bedeutung und Kraft wahrer Freundschaft. Seine größte Aufgabe besteht nun darin, sich und seine Magie kontrollieren zu lernen. Die Verantwortung, die dies mit sich bringt, wiegt schwer und er braucht alle Willenskraft und Hilfe seiner Freunde, um sich der Herausforderung zu stellen.

Morlâ: Der Zwerg Morlâ wird Leik als stellvertretender Hausvorsteher des Weißen Hauses zur Eingewöhnung auf der Âlaburg zur Seite gestellt. Es stellt sich heraus, dass Morlâ zwar begabt ist, jedoch die Magie nicht beherrschen kann. Gemeinsam mit seinem Zimmergenossen Leik bestreitet er daher die meisten Kurse auf der Âlaburg erneut und es entwickelt sich eine innige Freundschaft zwischen dem Zwerg und dem Menschen.

Filixx: Der freundliche und stark übergewichtige Zwergelbe Filixx ist nicht nur am Herd ein begabtes Wesen. Auch die Magie beherrscht er ausgesprochen gut. Leik fasst schnell zu ihm Vertrauen und weiht ihn in das Geheimnis um seine magischen Fähigkeiten ein. Als Filixx aufgrund seiner guten Leistungen für eine besondere Mission auserwählt wird, zögert er keine Sekunde Leik und Morlâ als Gefährten für diese äußerst wichtige und gefährliche Aufgabe auszuwählen.

Ûlyer: Ein verbitterter Ork, der aufgrund seines hinkenden Beines sein Dasein im Weißen Haus fristen muss. Sein Bestreben der Ork-Verbindung anzugehören, führt ihn mit den drei Freunden Leik, Morlâ und Filixx gezwungenermaßen zusammen. Widerwillig schließt er sich im Sternenball den Dreien an. Nur sehr langsam fasst er Vertrauen zu den Freunden und begibt sich letztendlich mit ihnen auf die gefährliche Mission. Hierbei lernen die Freunde ihn von einer neuen Seite kennen und es wird klar, dass auch er nun unwiderruflich zu diesem freundschaftlichen Gespann zählt und sich die Freunde aufeinander verlassen können.

Schreibstil:

Eine zauberhafte Szenerie, die der Autor Greg Walters mit seinen Worten erschafft. Man wird direkt in die detailreiche und liebevoll ausgestaltete Welt von Razuklan hinein gezogen, die eine sehr gelungene Mischung aus der Welt von "Harry Potter" und "Der Herr der Ringe" darstellt. Gerade zu Beginn des Buches, könnten ungeübte Leser etwas von der Länge und Detailintensivität der Sätze abgeschreckt werden. Für mich beweist diese Art des Schreibens jedoch eine Beherrschung seiner literarischen Welt, die durch Wortgewandtheit und Liebe zum Detail die nötige Tiefe des Werkes ermöglicht. Der Schreibstil lässt einen Seite für Seite die Zeit vergessen und man möchte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen.

Fazit:

Ein Buch, das den Vergleich mit literarischen Größen wie "Harry Potter" und "Die Tribute von Panem" nicht scheuen muss. Der Autor führt einen mit einer Leichtigkeit durch die Welt von Leik und seinen Freunden, die sowohl Jung als auch Alt ein tolles Leseerlebnis bescheren. Ein grandios gelungener Debüt-Roman, der Lust auf weitere Teile des Abenteuers macht. Lesewillige Fantasy-Fans, sollten sich nicht vom Genre "Jugendliteratur" abschrecken lassen, denn die Geschichte um Leik spricht alle Altersklassen ab dem Teenager-Alter an. Vielen Dank für diesen außergewöhnlich schönen Lesegenuss.

Rezension zu Carin Müllers "Problemzonen

Carin Müller: Problemzonen 

Bewertung: 5 Sterne


Wer eine zusammenhängende Geschichte sucht, ist hier fehl am Platz. Doch solle man vor dieser anderen Buchform nicht zurückschrecken, denn man würde definitiv etwas verpassen. In 70 Kolumnen beschreibt die Autorin auf äußerst witzige und teilweise sarkastische Weise, Themen, die sie in ihrem Alltag beschäftigen. Bei ganz vielen Anekdoten darf Airedale Terrier Toni nicht fehlen, der in Kombination mit Frauchen Müller einfach nur ur-komisch ist. Sprachlich ist dieses Werk auf hohem Niveau. Man merkt, dass der Autorin der Umgang mit Sprache wichtig ist und sie diesen perfekt beherrscht. Ich bin nahezu durch Buch geflogen und es fiel mir sichtlich schwer, es aus der Hand zu legen. Ich muss meinen Hut ziehen und sage Danke, für diese tolle Ansammlung von Geschichtchen, die sowohl als kurzweiliges Vergnügen in kleineren Häppchen, z.B. in Bus, Bahn oder gar auf dem Klo, als auch gut in einem Rutsch am Strand, vor dem Kamin oder an einem anderen gemütlich, wohligen Ort genossen werden kann. Dieses tolle Buch kann ich wirklich jedem, der gerne liest und Humor hat nur wärmstens empfehlen. Freu mich schon auf weitere Ergüsse aus Carin Müllers Feder.

Julia Adrian

13. Fee - Entzaubert


Inhalt: Fünf der Feenschwestern sind tot. Der Königin dürstet es nach Rache, denn sie haben ihr Elle genommen. Zuerst wird sie jedoch selbst zur Gejagten. Hoch im Norden kommen die verbliebenen Schwestern zusammen, um über das Schicksal der Königin zu beraten. Auf der Suche nach dem wahren Grund, aus dem die Schwestern sie einst betrogen, werden teils schmerzliche Erinnerungen wach, die sich nach und nach wie ein Puzzle zusammenfügen und ihr mehr und mehr Erkenntnis bringen. Das Schicksal geht seine eigenen Wege. Charaktere: Lilith: Die Königin, die einst auf den Namen Lilith hörte, erwachte im ersten Band aus einem tausendjährigen Schlaf. Nach und nach erkennt man in dieser Figur nicht nur das unschuldige Dornröschen, sondern die machthungrige und grausame Königin, die einst über ganz Pandora herrschte. Schnell wird klar, dass mit dem Dornröschenschlaf viele Erinnerungen und Wesenszüge der Königin verschwunden sind und das einst unschuldige Feenkind Lilith es wieder an die Oberfläche geschafft hat. Zentrales Element des Buches stellt der innere Kampf zwischen der Königin und Lilith dar. Auf der einen Seite schreit die Königin in ihr nach Rache und will ihre verbliebenen Schwestern für das Verbrechen, das sie an ihr begangen haben strafen. Auf der anderen Seite sehnt sich Lilith nach Vergebung und Zuneigung, nach Liebe. Hexenjäger: Bereits im ersten Band ist der Hexenjäger eine der Hauptfiguren, die jedoch noch recht undurchsichtig und geheimnisvoll wirkt. Dies bleibt weitestgehend auch im zweiten Teil erhalten. Noch immer ist nicht wirklich Licht ins Dunkle über seine Herkunft, Absichten und seine Rolle im Schicksal der Welt gebracht. Genau dies macht es aber für Band 3 umso spannender. Schreibstil: Die Autorin, Julia Adrian, versteht es hervorragend mit Wörtern und den daraus entstehenden Bildern umzugehen. Auch wenn die Sätze häufig sehr kurz sind, entsteht in Gedanken genau die Märchenwelt, die wir bereits als Kinder kennengelernt haben und nun mit anderen Augen sehen dürfen. Sie erzeugt mit ihrer Sprache und ihrem Stil einen Sog, der einen tief in das Buch hineinzieht und einem das Gefühl vermittelt sich mitten im Geschehen zu befinden. Man gleitet regelrecht durch das Buch. So habe ich für Band 1 und Band 2 gerade mal vier Tage gebraucht. Die Kraft der Worte nutzt die Autorin geschickt in jeder Situation für ihre Handlung aus und die fein verwobenen Fäden der Geschichte werden durch diese Art und Weise zu einem wundervollen Bilderteppich verknüpft. Die Gefühle und die verschiedenen Stimmungen werden durch den Schreibstil perfekt zur Geltung gebracht. Fazit: Ich habe selten ein detailreicheres und komplexeres Buch gelesen. Die Autorin hat es geschafft, die verschiedenen Märchenwelten geschickt und absolut stimmig miteinander zu kombinieren, so dass die Handlung zu jedem Zeitpunkt der Geschichte Sinn ergibt. Man erkennt bereits in diesem Teil, dass die Welt nicht nur Schwarz und Weiß ist, sondern eine Vielzahl von Grautönen und Schattierungen beinhaltet. Genau diese Abstufungen jenseits von Gut und Böse, machen den besonderen Charme des Buches aus. Ich bin gespannt, wie im dritten und letzten Teil die verschiedenen Handlungsstränge und die Wege des Schicksals zu einem Ende geführt werden. So sehr man sich ein Happy End wünscht, so sehr kann man es sich auf Basis der bisher doch eher tragischen Geschichte um die einstige Königin Lilith nicht so recht vorstellen. Bereits Band 1 hatte mich voll in seinen Bann gezogen und die Autorin hat es mit Band 2 geschafft, die Sucht und die Vorfreude auf Band 3 ins unermessliche zu treiben. Vielen Dank für diese grandiosen Märcheninterpretationen, liebe Julia Adrian.
#ScaryBooks für #HalloweenLovers

vom 26.10. - 31.10.15 geht es um Vampire, Dämonen und andere Schattenwesen

Voller Freude kann ich euch heute verkünden, nach der Aktion ist vor der Aktion!!!  Der Halloween-Grusel-Spaß steht schon vor der Tür. In der Woche vor Halloween werde ich euch, passend zur Jahreszeit und dem Spuk-Happening, verschiedene Bücher und Autoren vorstellen. Es wird bestimmt interessant und auch ein wenig zum Fürchten. Ich hoffe ihr seid wieder dabei, wenn ich euch mitnehme auf eine etwas andere und schaurige Reise durch den literarischen Gruselwald.