Samstag, 9. April 2016

Rezension zum Hörbuch zu Kiera Brennans "Die Herren der Grünen Insel"





Titel: Die Herren der grünen Insel
Autor: Kiera Brennan
Verlag: Random House Audio
Hörzeit: 20 Std 24 Minuten
ISBN: 978-3-8371-3286-1
Preis: 19,99€ (Print) 
          15,99€ (E-Book)/ 
          24,99€ (Hörbuch CDs)
            9,99€ (Download)
Erschienen: 02/2016
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Vier Familien. Sechs Jahre Krieg. Und eine einzige Krone.

Irland 1166: Das Land ist zersplittert, selbst die friedliebendsten Untertanen werden in den blutigen Kampf der Könige hineingezogen. Zugleich droht Henry Plantagenet, der englische König, die Insel zu annektieren. Werden sich die Herren der Grünen Insel gegen ihn verbünden? Und welche Rolle spielen der grausame Krieger Ascall und die von ihm entführte Caitlín in diesem Kampf um Macht und Blut?

Gelesen von Reinhard Kuhnert - der deutschen Stimme von "Das Lied von Eis und Feuer".

Eine Hörprobe zum Buch findet ihr, wenn ihr hier klickt.









Dieses Hörbuch hat mich wirklich neugierig gemacht, denn es verbindet zwei meiner großen Leidenschaften, zum einen Irland und zum anderen Geschichte. Das Cover ist sehr schlicht gehalten in kräftigem Grün, was ich automatisch mit Irland verbinde. Der dazugehörige Klappentext war vielversprechend, auch wenn ich bei gekürzten Versionen immer ein wenig skeptisch bin. Meinen allerersten Hörversuch startete ich im Auto auf dem Weg zur Buchmesse nach Leipzig. Was soll ich sagen, ich bin gnadenlos gescheitert. Viel zu viele verschiedene Personen, Namen und Gewaltexzesse. Erschwerend kamen die Zeitwechsel und die zwischen den einzelnen Familien hinzu. Daher brach ich das Experiment Hörbuch erst einmal ab.
Der zweite und wesentlich erfolgreichere Versuch, war in gewohnter Umgebung mit etwas mehr Konzentrationsfähigkeit. So kam ich besser in die komplexen Wirrungen der Geschichte und konnte ihr um einiges leichter folgen. Dennoch muss ich gestehen, dass selbst die gekürzte Version mit 20 Stunden sehr langatmig war. Eigentlich höre ich gerne Hörbücher, aber bei diesem Historienroman, der zweifellos angenehm gesprochen war und auch Inhaltlich gut recherchiert wirkt, kam ich an meine Grenzen. Mir ist zwar bewusst, dass das Leben im Mittelalter rau und brutal war, doch die schonungslose Weise, in der die Autorin über Gewaltexzesse, Vergewaltigungen, Schlacht- und Jagdszenen berichtet, hat mich schockiert. Zweifelsohne hat Kiera Brennan sehr viel Zeit in die historische Recherche investiert und mit Sicherheit ein ziemlich authentisches Bild der damaligen Zeit erschaffen, doch mir persönlich war es zu heftig. Das Buch hat mir definitiv meine Grenzen aufgezeigt und mir bewiesen, dass für mich gewisse kurzweilige Aspekte zur guten Unterhaltung gehören. Ich brauche Verschnaufpausen, in denen ich mich von derart schonungslosen Beschreibungen erholen kann, doch die waren zu selten. Leider wurde ich mit dieser Geschichte nicht wirklich warm, auch wenn ich den Schreibstil der Autorin und den Vorleser recht angenehm fand.




Ein Mittelalterroman, der unbarmherzig die unromantische und harte Seite der damaligen Zeit widerspiegelt. Heutzutage idealisieren und verklären wir das „einfache Leben“ des Mittelalters gerne, doch die Geschichte der „Herren der Grünen Insel“ hat mich mit seiner direkten Art wirklich überfordert. Sehr viele brutale Szenen, denen zu wenig Positives gegenübersteht. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, denn ich wusste nie, was als nächstes kommt. Man rechnet irgendwie immer mit dem Schlimmsten und anstatt mich zu entspannen, stand ich beim hören stets unter Strom. Dieses Buch ist definitiv nichts für zartbesaitete Leser.







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