Mittwoch, 13. April 2016

Rezension zu Alyxandra Harveys "Eiskalter Atem"


Titel: Eiskalter Atem
Originaltitel: A Breath of Frost
Autor: Alyxandra Harvey
Verlag: Papierverzierer Verlag
Seiten: 440
ISBN: 978-3944544267
Preis: 14,95€ (Print) 
            5,99€ (E-Book)
Erschienen: 12/2014
Eine Leseprobe und die Möglichkeit, das Buch zu kaufen findet ihr hier.




Emma und ihre Cousinen Gretchen und Penelope fühlen sich in ihrer Welt, die aus Bällen, lästigen Knicksen und höflichen Konversationen besteht, nicht wohl. Im elitären London des beginnenden 19. Jahrhunderts sind Bibliotheken und Waldspaziergänge anscheinend die besten Alternativen, um den heiratswütigen Herren zu entkommen. Doch dann wird ein Mädchen unter mysteriösen Umständen ermordet und alle Hinweise deuten auf Emma hin. Als sie versucht, der Sache selbst auf den Grund zu gehen, findet sie mehr über sich und die gefährliche Wahrheit ihres Familienvermächtnisses heraus, als ihr lieb ist. Zudem bietet der attraktive und geheimnisvolle Cormac Fairfax an, ihr bei den Ermittlungen zu helfen, doch sein Verhalten ist wenig vertrauenerweckend.




Wie immer bekommt ihr zuerst meinen Eindruck vom Cover, denn das „Auge isst“ auch bei Büchern definitiv mit. Klar, ich als bekennender Titelbild-Fan kam hier voll auf meine Kosten. Die junge Frau mit den stechend blauen Augen, die eiskalten Atem aus sinnlichen Lippen stößt, der nahezu das gesamte Bild in Eiskristalle hüllt. Im Hintergrund verschwommen angedeutet Big Ben und in ihrer Hand die unheilbringende Phiole. Für mich ein sehr ansprechendes Cover, das durch ein paar Details auf den Inhalt hinweist, aber dennoch genug Geheimnisse offen lässt, die es zu erkunden gilt.
Die Geschichte beginnt mit Moira und springt dann zu Emma und ihren zwei Cousinen. Immer wieder wechselt die Autorin zwischen diesen beiden Erzählperspektiven. Die Plotfäden laufen nebeneinander her und auch wenn es mich manchmal etwas verzweifeln ließ, da ich gerade am Anfang ein wenig das Gefühl hatte, nicht so ganz durchzusteigen, wird zum Ende endlich das komplette Rätsel aufgelöst. Sprachlich ist das Buch sehr angenehm zu lesen, denn die Autorin entführt den Leser über ihre Worte in eine geheimnisvolle und magische Welt, voller Mysterien und Gefahren. Sie verzaubert uns mit ihrer detail- und bildreichen Sprache, die die Übersetzerin wunderbar ins Deutsche übertragen hat. Gekonnt werden Liebesgeschichte, Action und Magie miteinander verbunden. Mit geheimnisvollen Wesen wie Gargoyles und Hexen wird das viktorianische London regelrecht „gepimpt“ und der Leser entdeckt eine fantasievolle und zauberhafte Story, die erfrischend neu und anders wirkt. Mich hat „Eiskalter Atem“ definitiv in seinen Bann gezogen und ich freue mich auf den 2. Teil dieser Buchreihe, der dann aus der Sicht von Cousine Gretchen geschrieben sein wird.




Das Cover hat nicht zu viel versprochen. Ein wirklich tolles Buch, das Fantasy-Fans aller Altersklassen anspricht und unterhält. Auch wenn ich als sehr emotionaler Leser etwas gelitten habe, da die Autorin das Rätsel erst sehr spät gelüftet hat, möchte ich dem Buch die vollen 5 Sterne vergeben. Mit sehr viel Dynamik und ständig neu aufgebauten Spannungsbögen, gleitet man regelrecht durch die Geschichte. Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten, denn dieser äußerst kurzweilige Fantasyroman hat definitiv Suchtpotential.






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