Dienstag, 26. Juli 2016

Rezension zu Greg Walters "Die Legenden der Âlaburg (Die Farbseher Saga 2)"


Titel: Die Legenden der Âlaburg (Die Farbseher Saga 2)
Autor: Greg Walters
Verlag: Selfpublisher
Seiten: 362
ISBN: 978-1535474436
Preis: 12,99€ (Print) / 3,99 € (E-Book)
Erschienen: 07/2016

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Endlich! Die Geschichte um den Farbseher Leik und seine Freunde geht weiter. Ein neues Abenteuer wartet auf die jungen Studenten der Âlaburg. 
Erneut bricht Krieg zwischen den Völkern aus. Der Friede Razuklans ist in ernster Gefahr und damit das Leben aller bedroht. Während sich der Blick der Verteidiger des Friedens sorgenvoll Richtung Norden wendet, wo kriegerische Orkrotten Zwergendörfer überfallen, wird die eigentliche Gefahr übersehen: Der unbekannte schwarze Magier, der Sefal – Leiks Heimatdorf – überfallen hatte und nur unter Zuhilfenahme aller Kräfte vertrieben werden konnte. Denn das Böse wartet nur auf seine Chance und Leik scheint für ihn noch immer von besonderem Interesse zu sein. 
So geraten er und seine Freunde mitten hinein in den Kampf um Razuklan und werden dabei zu Legenden… 




Voller Spannung und Vorfreude habe ich den zweiten Band der Farbseher Saga erwartet und was soll ich euch sagen? Ich bin restlos begeistert. Greg Walters hat es geschafft die Dynamik und den Schwung des ersten Teils aufzugreifen und einen würdigen Nachfolger zu kreieren. Die Covergestaltung ist wieder absolut gelungen und macht Lust direkt nach Razuklan zu reisen. Die Charaktere, die weitestgehend aus dem ersten Teil bekannt sind, wurden mit sehr viel Liebe zum Detail weiterentwickelt und man bekommt direkt das Gefühl, man erlebt die Geschichte mit alten Freunden und Bekannten. Gerade die Hauptfigur Leik wird nicht nur in Bezug auf seine Gabe auf die Probe gestellt, sondern auch in den Beziehungen zu seinen Mitmenschen. Ergänzt wird die Erzählung durch einige neue Protagonisten, die facettenreich und vielschichtig angelegt sind und sich wunderbar in das Gesamtkonstrukt einfügen. Die zauberhafte Story überrascht gerade zum Ende hin mit einem nicht vorhersehbaren Plot und einem sehr spannungsgeladenen Abenteuer. Besonders hervorheben möchte ich, dass erneut der Gedanke von Freundschaft und Frieden ein wichtiger Eckpfeiler des grandiosen Fortsetzungsromans sind. So spiegelt es aus meiner Sicht viele Werte wider, die wir aus aktuellem Anlass mehr denn je brauchen. Leik, Morlâ, Filixx und Ûlyėr setzen mit ihrer Freundschaft ein großes Zeichen, denn sie vereinen vier Völker, die Jahrhunderte lang im Krieg zueinander standen. Ihr bedingungsloses Vertrauen zueinander übersteht die Vorurteile und Konflikte einer Gesellschaft, die so zerbrechlich geworden ist, dass sie kurz vor dem Zusammenbruch steht. Der flüssige und bildreiche Schreibstil des Autors haben mir auch dieses Mal das Lesen zu einem vollkommenen Vergnügen gemacht. Ich konnte durch die detailreichen und farbenfrohen Beschreibungen der Szenerie tief in die Erzählung hinabtauchen und muss gestehen, dass ich es in einem Rutsch durchgelesen habe.




Selten hat mich eine Fortsetzung so in seinen Bann gezogen wie „Die Legenden der Âlaburg“. Greg Walters ist meiner Ansicht nach ein fantastischer Roman gelungen, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht. Wieder einmal bin ich mit den vier Freunden auf eine wilde Abenteuerreise gegangen und habe mit ihnen gelacht, gelitten, gebangt und gefühlt. Die Botschaft von Freundschaft, Frieden und Toleranz dieser herausragenden Geschichte liegen mir besonders am Herzen und ich hoffe sehr, dass sie viele Menschen erreicht und gerade in solch schwierigen Zeiten, wie wir sie momentan haben, den Glauben an das Gute im Menschen aufrechterhalten kann. Einen Wehmutstropfen habe ich: Der dritte Band der Farbseher Sage wir erst im nächsten Jahr erscheinen und ich weiß nicht, wie ich es bis dahin aushalten soll. Eine absolute Leseempfehlung für alle Fantasy-Liebhaber und solche, die es werden wollen. Ich habe mein Lieblingsbuch 2016 gefunden.






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