Dienstag, 5. Juli 2016

Rezension zu Kerry Fishers "Die Liebe, das Glück und ein Todesfall"


Titel: Die Liebe, das Glück und ein Todesfall
Autor: Kerry Fisher
Verlag: Goldmann
Seiten: 416
ISBN: 978-3442482139
Preis: 9,99€ (Print) / 8,99€ (E-Book)
Erschienen: 03/2016
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Maia stellt keine hohen Ansprüche ans Leben, aber etwas mehr als eine Sozialwohnung und ein Couchpotato-Mann wäre schön. Mit diversen Putzstellen versucht sie, ihre kleine Familie über Wasser zu halten – umso tiefer sitzt der Schock, als sie erfährt, dass ihre Lieblingskundin, eine nette Professorin, verstorben ist. Doch dann die Überraschung: Maia wurde im Testament bedacht, vielmehr: Maias Kinder. Aus dem Nachlass soll das Geld für eine teure Privatschule bestritten werden. Und plötzlich finden sich Maia und ihre Kinder in einer Welt wieder, in der ein Leben ohne Bio-Obst und Geigenunterricht undenkbar ist – und in der ein hinreißender Lehrer Maias Herz höher schlagen lässt ...



Als ich dieses liebevoll verspielte Cover gesehen habe, war mein Interesse geweckt. Die rosa- und lilafarbenen Pastelltöne auf dem Weisen Hintergrund mit den schwarzen Zeichnungen haben mich neugierig gemacht. Der Klappentext hat zudem eine abwechslungsreiche und kurzweilige Lektüre versprochen.
Schon nach den ersten Seiten wurde klar, ich hatte mich nicht getäuscht. Der Debütroman der jungen englischen Autorin erinnert an eine moderne Märchenadaption von Aschenputtel, nur dass es hier keine böse Stiefmutter gibt, die der armen, schwerarbeitenden Frau das Leben schwer macht, sondern hier ein fauler und einfältiger Ehemann und der harte Alltag einer sozial schwachen Familie der Knackpunkt sind. Es war faszinierend in die unterschiedlichen Welten abzutauchen. Auf der einen Seite die Welt der Reichen und Schönen, die teure Privatschule und Wohltätigkeitsveranstaltungen, auf der anderen Seite das harte Leben einer Mutter, die mit Putzen den Lebensunterhalt mehr schlecht als recht ihrer Familie bestreitet und am Ende trotzdem nicht weiß, wie sie alle Rechnungen bezahlen soll.
Sehr eindrücklich und mit einer angenehm flüssigen Sprache, die mich das Buch hat „durchsuchten“ lassen, beschreibt Kerry Fisher die zwei Parallelwelten, die Seite an Seite existieren und doch so fern scheinen. Alle Figuren im Buch wurden von der Autorin mit viel Liebe zum Detail beschrieben und haben interessante und lebensnahe Charakterzüge, die es mir leicht gemacht haben, mich in die Situation hineinzuversetzen. Unterschiede, wie zum Beispiel beim Sprechen, hat Kerry Fisher authentisch und anschaulich herausgearbeitet, so dass man sie auch visuell wahrnimmt. Das Buch hat mich emotional sehr bewegt und die verschiedensten Gefühle während des Lesens bei mir hervorgerufen. Manchmal wollte ich die Protagonistin Maia einfach nur schütteln, mal in den Arm nehmen und ab und an konnte ich herzhaft lachen.



Ein sehr kurzweiliger und absolut charmanter Frauenroman, der eine moderne englische Märcheninterpretation von Aschenputtel liefert. Sozialschwach meets Superreich, ein spannender und unterhaltsamer Einblick in die unterschiedlichen Lebensweisen und die damit verbundenen Probleme und Privilegien. Ich hab das Buch in einem Rutsch durchgelesen, denn ich konnte es nicht aus der Hand legen. Angenehme Sprache, eine tolle Story und der typisch englische Charme machen dieses Buch zu einem absoluten Lesegenuss.






Kommentare:

  1. Schöne Rezension!
    Ich habe es auch hier und es steht als nächstes auf dem Plan. Freue mich jetzt schon richtig drauf!
    Liebe Grüße
    Vanny

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    1. Ich hatte es gesehen und wollte es unbedingt lesen :-) Es war viel zu schnell durch :-)
      Viel Spaß bei der Lektüre :-) Bin gespannt, wie es dir gefällt.
      Liebe Grüße
      Martina

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  2. Hi!
    Mir hat es auch sehr gut gefallen, aber ihr zweites fand ich noch besser.
    Lg Sonja

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    1. Oh es gibt ein zweites von ihr? Danke für die Info. Werde es mir in dem Fall ganz bald zulegen :-)
      Liebe Grüße
      Martina

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