Samstag, 9. Juli 2016

Rezension zu Katharina Stocks "Mindexx: Tödlicher IQ"

Titel: Mindexx: Tödlicher IQ
Autor: Katharina Stock
Verlag: Magnolia Verlag
Seiten: 318
ISBN: 978-3981625738
Preis:   9,90 € (Print) / 5,95 € (E-Book)
Erschienen: 03/2016
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Die Firma Personal Mail bietet höchsten Sicherheitsstandard bei der Datensicherung und -übertragung. Das einzige Problem: Die Beschaffung von geeignetem Speicherplatz. Als Nathalie Reinhard einen IQ-Test im Internet anklickt, ahnt sie nicht, wen sie damit auf sich aufmerksam macht. Kurz darauf verschwindet das Mädchen spurlos. Die Suche der Polizei bleibt ohne Erfolg. Sie wird zusammen mit anderen Kindern im Forschungslabor von Dr. Lösch festgehalten. Ein Horrortrip der besonderen Art beginnt. Nathalie hat nur ein Ziel: ÜBERLEBEN. Dann geschieht etwas Unerwartetes: Ein skrupelloser Mörder ist hinter wichtigen Firmendaten her. Nathalie muss untertauchen. Wem kann sie noch vertrauen? Kann ihr Freund Jan sie aus den Fängen der Verbrecher retten? Zitat aus dem Buch: „Sie haben Dinge getan, die mich verändert haben.“


Das Grundkonzept von Mindexx hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Mit großer Neugier und hoher Erwartung habe ich den Debütroman von Katharina Stock gelesen. Die Autorin hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, der leider durch recht häufige Rechtschreibfehler und falsche Silbentrennung gestört wird. Durch ihr hohes Fachwissen im medizinischen Bereich, schafft sie eine authentische und spannende Geschichte, die jedoch an manchen Stellen einige Schwächen aufweist. So ist der Aufbau des Buches in drei Teile und nicht in Kapitel etwas ungewöhnlich. Dies erschwert oftmals das Lesen, da plötzliche Zeit- und Ortssprünge verwirren. Hier hätten Absätze den Lesefluss deutlich verbessert. Dennoch schafft die Autorin einen Spannungsbogen aufzubauen, der einen immer wieder an das Buch fesselt. So versteht sie es geschickt die Ereignisse der Vergangenheit, die einen brennend interessieren, in die Gesamtstory einzubauen. Gerade diese Sequenzen packen den Leser immer wieder und erzeugen neben Mitleid mit der Protagonistin auch Wut und Unverständnis über das Geschehene. Nathalie selbst ist als Hauptfigur nicht hundertprozentig bei mir als Leserin angekommen. So konnte ich viele ihrer Handlungen, auch im Nachhinein, nicht ganz nachvollziehen und war über manche Entscheidung ihrerseits doch erstaunt.


Katharina Stock ist es nur bedingt gelungen, einen absolut überzeugenden und spannenden Thriller zu erschaffen. Es ist eine tolle Idee, die leider durch einige Schwächen nicht ihr volles Potential entfalten konnte. Dennoch bescherte mir Mindexx einige aufregende und intensive Lesestunden, die mich zum Nachdenken über unsere heutige Informationsgesellschaft angeregt haben. Das Ende ließ mich etwas fragend zurück. Ich habe das Gefühl, nicht alle wichtigen Details erfahren zu haben, um das gesamte Konstrukt zu verstehen. Dennoch für mich eine Leseempfehlung. Gerade Thriller-unerfahrene Leser wie ich einer bin, werden hier auf ihre Kosten kommen und eine spannende Geschichte erleben.




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