Mittwoch, 12. Oktober 2016

Das Koma - Buchexpedition zu Charlotte Zeilers "La Vita Seconda - Das zweite Leben"


Herzlich willkommen zum dritten Tag unserer Buchexpedition zu Charlotte Zeilers "La Vita Seconda - Das zweite Leben". Gestern hat Jeanette euch viele spannende Informationen zur "Reinkarnation" geliefert und heute möchte ich das Thema "Koma" etwas genauer betrachten.
Meine Rezension zu dem tollen Buch findet ihr hier.

Doch bevor ich euch verrate, was das alles mit dem Buch zu tun hat, möchte ich euch erst einmal eine allgemeine Definition präsentieren, die ich im Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik gefunden habe:



"Koma bezeichnet einen Zustand tiefster, durch äußere Reize nicht zu beeinflussende Bewusstlosigkeit, d.h., in einem Koma ist die/der Betroffene nicht mehr aufweckbar, die Reflexe sind aufgehoben (z.B. Pupillenstarre bei weiten Pupillen). Die Ursachen für eine Koma liegen in unter anderem in traumatischen Einflüssen (z. B. Schädel-Hirn-Trauma), cerebralen Defekten (z. B. Gehirntumor oder Gehirnhautentzündung). Auch Störungen des Stoffwechels und schwere Lebererkrankungen enden oft in einem Koma, ebenso wie Vergiftungen durch Tabletten, Alkohol oder CO2.

Menschen, die aus einem Koma erwachen, durchlaufen verschiedene Rückbildungsphasen, wobei nach der eigenständigen Atmung meist ein erst kurzer, dann längerer Blickkontakt und zunehmende Reaktionen von Augen, Mund und Mimik folgen. Während einer Aufwachphase können noch zahlreiche Komplikationen auftreten, denn die Betroffenen können auf jeder Stufe des Erwachens stehenbleiben, wobei manche jahrelang im Wachkoma verbleiben, vor allem dann, wenn die Schädigung den Hirnstamm und das Mittelhirn auf beiden Seiten betroffen hat. Allerdings sind die Verläufe individuell, denn je nach dem, wie die Körperfunktionen auf die neuen Anforderungen reagieren, können Aufwachende schon nach etwa drei Tagen oder aber erst nach mehreren Wochen vollständig erwachen.Dann gilt: entweder der Körper schafft es, sich ohne lebenserhaltende Funktionen am Leben zu halten oder er schafft es eben nicht." (Quelle: http://lexikon.stangl.eu/6211/koma/)

Als Koma bezeichnet man jede Regungslosigkeit die länger als eine Stunde anhält, bei der man sie Augen nicht mehr eigenständig öffnen kann. Früher wären diese Menschen gestorben, da sie nicht mehr eigenständig atmen können, in der heutigen Zeit mit den medizinischen Errungenschaften übernehmen Maschinen das Atmen für die Menschen. Auch wenn sie äußerlich im erstem Moment nicht von Hirntoten Menschen zu unterscheiden sind, so zeigen Hirnstrommessungen jedoch, dass das Gehirn aktiv ist und trotz der eingeschränkten Vitalfunktionen weiter arbeitet. (FAZ)

Don Carlos und Dr. Oliver   © Charlotte Zeiler




















Leya ist eine der Protagonistinnen in Charlotte Zeilers Roman "La Vita Seconda", die nach einem schweren Autounfall ins künstliche Koma gelegt wird, um ihre Organe zu schützen. Nicht nur die Ärtze sondern auch Leyas Körper kämpft mit allen Mitteln, um durch diese körpereigene Schutzfunktion regenerieren zu können. Mark, der Notarzt, der sie bei dem Unfall "gerettet" hat, weicht nicht mehr von ihrer Seite. Ihn berührt ihr Schicksal sehr und er scheint irgendwie der einzige zu sein, der sich um die junge Frau kümmert.... Aber genug davon, ich will euch ja nicht den Spaß an der Geschichte rauben und euch spoilern.

Charlotte Zeiler arbeitet seit 25 Jahren als Schwester auf einer Intensivstation. Ihre Erfahrungen und Erlebnisse haben sie inspiriert und lassen die Beschreibungen, wie Mia, die Intensivkrankenschwester aus der Erzählung, sich um Leya und andere Patienten kümmert, sehr lebendig und authentisch wirken. Man bekommt einen realistischen Einblick in den wichtigen und abwechslungsreichen Beruf, der anspruchsvoller ist als gedacht.

Wenn ihr euch für das Thema Koma interessiert, würde ich euch den Artikel in der FAZ gerne ans Herz legen,denn er ist gut geschrieben und informiert zudem über die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber, was alles während dem Koma im Körper passiert....


Aber jetzt, natürlich gibt es bei der Buchexpedition auch wieder was tolles zu gewinnen. Ihr könnt mit etwas Glück einen Print der wundervollen Geschichte gewinnen.
Was müsst ihr dafür tun?
Beantwortet einfach jeden Tag die aktuelle Tagesfrage in den Kommentaren und schon bekommt ihr jeweils ein Los, das in den Lostopf wandert. Am Ende zieht die Glücksfee daraus den Gewinner.

Ich möchte heute gerne von euch wissen:

Wie stellt ihr euch das Koma vor? Was glaubt ihr erlebt man während dem Koma alles oder nichts?



Gewinnspielregeln:
✩ Seid über 18 Jahre alt oder habt die Erlaubnis eurer Eltern.
✩ Nach Ablauf des Gewinnspiels können wir euch im Falle des Gewinns eine Emailsenden. Hierfür müsst ihr uns eure E-Mail-Adresse hinterlassen.
✩ Wir übernehmen keine Haftung und es gibt keinen Ersatz falls das Paket verloren geht.
✩ Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt.
✩ Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
✩ Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.
✩ Das Gewinnspiel endet am 16.10.2016 23:59 Uhr. Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt schnellstmöglich.



Und damit ihr keinen Expeditionstag verpasst, hier noch einmal die Auflistung:

10.10.2016 - Buchvorstellung mit Textausschnitten bei Desiree
11.10.2016 - Reinkarnation bei Jeanette
12.10.2016 - Das Koma bei uns
13.10.2016 - Die Figur der Maria de Medici bei Jasmin
14.10.2016 - Wer war Peter Paul Rubens? bei Nadja
15.10.2016 - Autoreninterview bei Christiane

Kommentare:

  1. Hallöchen meine Liebe :-)

    Koma ist ja eigentlich wo das Gehirn nicht mehr mit Sauerstoff versorgt wird..... ich weis nicht ich bin der Meinung man kann irgend wo im Kopf noch was mit bekommen von seiner Umwelt doch ob es wirklich so ist... keine Ahnung und ob man noch wirklich was fühlt- ich würde es jedoch gerne denen wünschen die es benötigen um so kraft tanken zu können!

    LG Jenny

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  2. Hallo Martina,

    ein sehr interessanter Beitrag. Ich habe es selber einmal erlebt, dass ein Bekannter von mir im Koma lag und das war eine sehr schwere Zeit für alle. Aber es ist wirklich erstaunlich, was die Medizin heutzutage alles bewirken kann und ich bewundere jeden, der in diesem Bereich arbeitet.

    Ich selber stell es mir ehrlich gesagt so vor, als würde man schlafen und träumen. Immer wieder hört man, dass diese Patienten alles mitbekommen, aber wenn ich richtig schlafe, dann krieg ich gar nichts mit, also denke ich auch, dass diese Menschen vielleicht fühlen, dass sie nicht allein sind, aber ich denke nicht, dass sie z.B. hören, wenn jemand mit ihnen spricht.

    Liebe Grüße,
    Moni

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  3. Hallo,
    Ich stelle mir schon vor das man was hört und man gewillt ist zu antworten aber es einfach nicht kann, das tut ein weh und man versucht sich mit klitzekleinen Bewegungen bemerkbar zu machen aber oft wird das einfach als zucken des körpers von den ärzten abgestempelt. Koma ist glaube ich ziemlich schrecklich.
    Lg, Maike Rieck

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  4. Guten Abend Martina:-),

    ich denke, es kommt auch darauf an, was für ein Koma es ist, ob ein Wachkoma oder ein anderes.
    Ich kann mir aber vorstellen, dass man unter Umständen schon alles mitbekommt sich aber nicht äußern kann nach außen bzw. in seinem Körper "gefangen" ist. Ehrlich gesagt stelle ich mir das gruselig vor! Man will sich vielleicht mitteilen aber kann es nicht. Allerdings denke ich auch, dass es Komaarten gibt, wo der Körper sich einfach mal komplett ausklinkt aus der Umwelt um zu heilen!
    Sehr interessantes Thema.

    Liebe Grüße
    Amelie Summ

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  5. Hallo,
    Danke für diesen tollen Beitrag. Ein Komapatient soll ja im Unterbewusstsein sehr viel mitbekommen, vor allem hören. Ich stelle mir es auch so vor, dass ich zwar das Gefühl habe, tief zu schlafen, aber hören kann jnd es wahrscheinlich als Traum auffasse. Ich denke, das Gehör ist das sensibelste Sinnesorgan, was am längsten funktioniert.
    LG Bettina Hertz
    bettinahertz66@googlemail.com

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  6. Hallo,

    ich glaube schon, dass Menschen im Koma alles was um sie herum geschieht mitbekommen. In ihrem Körper aber gefangen sind und sich somit nicht mitteilen können.

    LG
    SaBine
    (kupfer-sabine@t-online.de)

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  7. Guten Abend Martina,
    vielen Dank für den interessanten Beitrag ;)
    puh ... das ist echt eine schwierige Frage, darüber habe ich mir noch nie wirklich Gedanken gemacht, wobei eine Freundin von mir mit Wachkoma-Patienten arbeitet und sie meint, dass sie schon ein Menge mitbekommen und sich auch auf die ein oder andere Art bemerkbar machen können, aber eben anders ... tja und beim Koma ... ich glaube schon, dass man etwas mitbekommt, wenn man im Koma liegt ... es wird doch immer gesagt, man solle diesen Menschen etwas vorlesen oder einfach irgendwas erzählen, damit derjenige die Stimme hört oder Musik, die sie besonders mochten vorspielen. Also ja, ich denke schon, dass man im Koma etwas mitbekommt.

    Liebe Grüße,
    Sandsch @ Sandys Welt

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  8. Hallo,

    das ist ein sehr interessantes Thema... ich denke, dass auf jeden Fall bei bestimmten Patienten im Koma die Wahrnehmung dennoch noch vorhanden ist...

    LG

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  9. Huhu,
    ein interessanter Beitrag und das ist eine Sache, die ich irgendwann eine Bekannte, wenn es ihr wieder besser geht fragen muss ohne ihr dabei auf den Schlips zu treten,... allerdings ist das ganze aktuell noch viel zu früh und wäre unangebracht.

    Mmh, ich kann es mir nicht richtig vorstellen, denn bei Narkose bekommt man ja auch nichts mit. Und hat keinerlei Empfindung, da alles kurzfristig lahm gelegt wird. Erst wenn man so langsam wieder am aufwachen ist, setzen die Empfindungen wieder ein, daher denke ich mal ist es bei einem Koma wohl ähnlich. Dass die Wahrnehmung, dass sich jemand mit im Raum befindet auch dann erst einsetzt, wenn diese Funktionen so langsam wieder am erwachen sind.

    Liebe Grüße
    Elchi

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  10. Huhu Martina,

    uii ein sehr interessantes Thema vielen dank dafür.

    Also ich glaube das man da in so einer Art Wachzustand ist. Ich glaube man bekommt sicher so einiges mit nur kann man sich eben nicht bewegen und auch nicht reden. Das man nur schläft glaub ich irgendwie gar nicht.

    Liebe Grüße Michelle
    scinnys@hotmail.de

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  11. Huhu
    Oh das ist eine super schwere frage .... aber ich denke das man vlt einiges hört aber in einen Traumähnlichen zustand ist und es deshalb nicht umsetzten kann.
    Lieben Gruß
    Melanie

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