Dienstag, 14. Februar 2017

Rezension zu Sabine Tetzners "Samuel: Der Zauber der nur dir gehört"


Titel: Samuel: Der Zauber der nur dir gehört
Seiten: 156
ISBN: 978-3959590242
Preis: 14,99€ (Print) / 2,99€ (E-Book)
Erschienen: 10/2016
Genre: Romantasy
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Theresa möchte aus ihrem Leben ausbrechen. Kein Ausbildungsplatz, ein kleiner Bruder und eine gestresste, alleinerziehende Mutter sind nicht gerade das, was Spaß macht. Auch bei ihrem geschiedenen Vater und seiner neuen Lebenspartnerin findet Theresa nicht das erhoffte Verständnis.
Doch die Macht der Träume und Sehnsüchte öffnet Theresas Herz für ein Wissen aus längst vergangener Zeit – und für Samuel.



„Samuel“ ist das zweite Buch, das ich von der zauberhaften Sabine Tetzner lesen durfte. Das Cover hat mich leider nicht überzeugt, da ich finde, dass die schöne Zeichnung in Pastelltönen zwar einen verträumten und romantischen Eindruck vermittelt, dieser aber der Vielseitigkeit der Geschichte nicht gerecht wird (aber Cover sind bei mir ja immer so eine Sache).
Den Schreibstil fand ich bei diesem Roman noch etwas anspruchsvoller als in ihrem „Geliebter Geist“, da sie einige sehr tiefgründige und philosophische Passagen in ihre Story eingearbeitet hat, die sprachlich wirklich toll klingen und zum Nachdenken anregen, ohne dass der Lesefluss ins Stocken gerät.
Ihre Protagonisten sind sehr authentisch und, zumindest die Hauptfiguren, ausführlich beschrieben. Als Leser kann man sich sowohl in die Szenerie als auch die Personen sehr gut hineinversetzen, da sie ihre Protagonisten sehr nah am wahren Leben orientiert. Theresa, die junge Hauptfigur, hat viel Herz, aber auch Ecken und Kanten. Sie ist kein einfacher Charakter und hat mich als Leser emotional herausgefordert. Ich mochte sie gerne, auch wenn ich sie das ein oder andere Mal gerne geschüttelt hätte. Von den anderen Figuren und deren Zusammenhänge möchte ich nicht mehr verraten, denn das würde zu viel spoilern und ich will euch nicht die Spannung nehmen.
Leider gab es für mich ein paar kleinere Kritikpunkte. Ich hatte ja bereits die philosophischen vielleicht auch märchenähnlichen Passagen erwähnt, in denen es um die Elemente geht.  Sie sind wundervoll geschrieben und regen zum Nachdenken an, aber leider fehlt mir der Zusammenhang zum Roman. Die Verknüpfung ist für mich leider nicht gelungen. Irgendwie habe ich bis zum Ende auf die Auflösung gewartet (kann aber auch sein, dass ich es einfach nicht verstanden habe). Das andere, was mich etwas gestört hat, war die Auflösung der Figur Samuel. Diese hätte ein wenig mehr Platz und Worte vertragen können, was bei einem überschaubaren Seitenumfang leider immer etwas schwierig ist.




Eine schöne Romantasy-Geschichte mit einer wundervollen Moral. Zum einen macht sie Mut und motiviert, und zum anderen regt die Autorin zum Nachdenken an. Sabine Tetzner schreibt sehr tiefgründige Geschichten, die vielleicht kein Mainstream, aber definitiv eine tolle Erfahrung sind. Ein bewegendes Buch, das mich wirklich lange nicht losgelassen hat. Definitiv keine seichte Unterhaltung, sondern ein Buch mit Anspruch und viel Herz.




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