Freitag, 18. August 2017

Fan-Fiction zur Blogtour von E.F. v. Hainwalds "Geborene der Verderbnis"









Ihr wisst ja, dass ich als Schmuckhändlerin meine Augen und Ohren überall offen halte. In meinem Laden, der sich auf der Karte im Übrigen in der Nähe des Blumenmarktes (6) befindet, gehen täglich viele Kunden ein und aus. Man erlebt so einiges, wenn man nah am geschehen ist. So auch letzthin, als mich mal wieder eine sehr interessante Begegnung machte, die ich euch unmöglich vorenthalten kann. Aber lest selbst:

Karte Madina
Das helle Glöckchen der Tür kündigte neue Kunden an. Sofort erkannte ich Jabheera und ihre Freundin, diese Lichtgeborene, die sie des Öfteren als Model mitbrachte. Der Mann, der die beiden allerdings begleitete, war mir neu.
„Sei gegrüßt“, begrüßte sie mich und sah mich mit einem verschmitzten Lächeln auf ihren Lippen an.
„Jabeehra, wie schön. Sei gegrüßt. Wie geht es dir? Was kann ich für dich tun?“
„Ich benötige mal wieder deine fachkundige Hilfe für die Perfektionierung meiner Waren. Du weißt ja, wie die Aristokraten sind. Wenn die Ausstattung nicht umfassend ist, dann winken sie müde ab und suchen sich einen anderen Händler“, meinte sie und zeigte mir stolz die Stoffe und Kleidungsstücke, für die sie passenden Schmuck suchte.
Blick auf meinen Laden
„Da bist du bei mir absolut richtig. Erst letzte Woche habe ich eine neue Lieferung erhalten und mein Silberschmied ist fleißig dabei, all die Obsidiane, Quarze und anderen Schönheiten in wundervolle Schmuckstücke einzuarbeiten. Stell dir vor, es sind sogar Topase, Rubine und ein paar Smaragde dabei“, schwärmte ich gedankenverloren, denn der hübsche junge Mann, den die Damen mitgebracht hatten, weckte mein Interesse. „Jabeehra, nimm doch schon mal deine Freundin mit nach hinten. Ich werde euch Andil schicken, der euch seine neusten Kreationen vorführt, während ich eurem stattlichen Begleiter die modischen Waffengurte zeige.“
„Ich werde dir auf ewig dankbar sein! Wir haben noch vorzüglichen Tee von unseren Reisen zu hause, den schenke ich dir. Aber sag mal, du könntest doch Jal sich draußen umziehen lassen, dann hast du mehr Platz und ...“
Die beiden verschwanden in den hinteren Teil des Ladens, wo mein Silberschmied Andil mit seinen exklusiven Kreationen auf die Damen wartete. Ich sah ihnen kurz gedankenverloren nach, bevor ich mich wieder mit leuchtenden Augen diesem Jal widmete.

Zeemira und Jal
„Komm mit, mein Lieber. Ich hab ein paar ganz besondere Schmuckstücke, die ich dir zeigen möchte. Nebenbei kannst du mir doch ein wenig von dir erzählen, so einen prächtigen Soldaten sehe ich nicht alle Tage in meinem bescheidenen Laden“, plauderte ich betont lässig, um nicht zu verraten, das ich ihm eigentlich auf den Zahn fühlen wollte.
„Diese Prozedur geht schon seit Stunden. Wie haltet ihr Frauen das nur aus“, lachte er. „Da ist mir ein ordentlicher Kampf lieber.“
Er folgte mir zu dem Gurtständer, der unter der Last seiner vielfältigen Ware beinahe zusammenzubrechen drohte. Ich musterte sein Gesicht genauer.
„Was ist los?“, fragte er mich dies bemerkend.
„Du scheinst sehr beliebt zu sein. Nach dir wurde gefragt. Hier war ein sehr gut gekleideter Mann, der mir ein paar wertvolle und seltene Steinchen auf den Tisch gelegt hat, um Informationen über einen Typen zu bekommen, der dir ziemlich ähnlich sieht.“
Seine dunklen Augenbrauen zogen sich alarmiert nach oben, aber das Lächeln verschwand nicht aus seinem Gesicht.
„Ist das so? Tja, in letzter Zeit scheinen auch die Männer reges Interesse an mir zu haben, wenn ich da an die eine Tavernenbegegnung denke.“, er kratzte sich betont gelangweilt unter dem Kinn. „Was war es denn für ein Kerl – vielleicht lohnt es sich ja“, meinte er und betrachtete die Gürtel mit neu entflammten Interessen.
Madina
„Einer der Sorte, die man besser nicht zum Feind hat. Er sieht nach jeder Menge Ärger aus“, erklärte ich ihm mit gesenkter Stimme und kniff die Augen leicht zusammen, um ihn besser zu mustern. „Ich meine, du siehst gut aus und scheinst etwas auf dem Kasten zu haben, aber die funkelnden Schätzchen, die er hat springen lassen, nur damit ich meine Augen offen halte … Mal ehrlich, was macht dich für ihn so wertvoll?“
Meine Neugier war geweckt. Ich konnte deutlich sehen, wie es in seinem hübschen Köpfchen arbeitete, während er die verschiedensten Ledergurte zwischen seinen Fingern entlanggleiten ließ.
„Keine Ahnung. Vielleicht mein Talent im Kampf?“, antwortete er ausweichend.
So einfach in die Karten schauen, ließ er sich schon mal nicht. Aber seine Worte konnten ihn nicht entlasten, im Gegenteil, es machte ihn noch viel dubioser. Welcher einfache, uninteressante Soldat wählte seine Worte derart sorgfältig?
„Ich mag vielleicht lieb und nett aussehen, aber ich kann es nicht leiden, wenn man mich unterschätzt. Glaub mir, es hatte einen Grund, warum der Typ zuerst bei mir mit diesem Vermögen auflief ...“, zischte ich ihn an, als plötzlich Zeemira und Jabeehra lachend auf uns zu traten.
„Ah, da ist ja unser hilfreicher Soldat!“, rief Jabeehra ihm freudig zu.
„Versklavter Kleiderständer wäre wohl passender“, scherzte Zeemira breit grinsend.
„Ach, jetzt tu nicht so, als hättest du keinen Spaß daran“, Jabeehra zupfte an dem silbern bestickten Kleid, welches die Heilerin gerade trug und schaute zu uns. „Ihr seht so ernst aus. Hat unser Jal schon wieder etwas ausgefressen?“
„Das versuche ich gerade herauszufinden, denn er scheint sehr begehrt zu sein. Und manch einer ist sogar bereit, ein halbes Vermögen für gewisse Informationen zu zahlen.“
Wie erwartet wischte diese Neuigkeit den Damen die Heiterkeit aus dem Gesicht. Ich dachte mir schon, dass die beiden keine Ahnung hatten, wer Jal in Wirklichkeit war.
Zeit, die Zügel ein wenig anzuziehen, denn Zeit ist Geld, und das wollte ich dringend verdienen!
„Wen hast du jetzt schon wieder ins Bett gezerrt? Irgendeine reiche Aristokratin und ihr Ehemann hetzt dir Schläger auf den Hals?“, Zeemira stemmte ihre Fäuste in ihre Hüften und musterte ihn verärgert.
„Heyhey“, er hob beschwichtigend die Hände. „Sicherlich nicht … nun, nicht in letzter Zeit zumindest.“
„Klär mich doch mal auf, Martina“, Jabeehra wandte sich an mich, während die beiden wie ein altes Ehepaar miteinander diskutierten. „Du hast doch deine Ohren immer nah am Geschehen. Wer sucht unsren schmucken Jal denn? Sollten wir uns Sorgen machen?“
„Ich habe den Kerl hier noch nie zuvor gesehen, doch er hat deutlich gemacht, dass er zur Gilde gehört. Sie scheinen sehr interessiert an ihm.“
„Sprich leiser“, zischte sie alarmiert und zog mich zur Seite. „Was will denn die Gilde von ihm? Und ich hatte dir doch schon einmal geraten, dass du dich von diesen verdammten Schleichern fernhalten solltest. Die machen dich schneller um einen Kopf kürzer, als du blicken kannst.“
„Ich bin gerührt, dass du dich so um mich sorgst, doch ich habe einen gewissen Lebensstandart, den ich ungern aufgeben möchte. Wer ab und an ein paar duftende Blumen auf dem Tisch stehen haben möchte, der muss schauen, wo er bleibt. Du bist Händlerin, ich muss dir nicht erklären, dass exquisite Ware auch gute Preise erzielt. Und Informationen können sehr wertvoll sein ...“
Jabeehras Rubin
„Natürlich verstehe ich dich“, sie griff zu einem roten Rubin, der um ihren Hals hing. „Aber lass dieses Mal die Finger davon. Die Rothaarige ist seine Freundin … und eine Lichtgeborene, wie du unschwer erkennen kannst. Außerdem ist sie die Tochter einer Hohepriesterin. Du willst doch nicht, dass die Kathedrale dich in ihr Visier nimmt, oder?“
„Er muss wahrlich etwas ganz besonderes sein, deine Großzügigkeit beweist es“, meinte ich mit leuchtenden Augen, nahm ihr Schmuckstück entgegen und betrachtete den kunstvoll geschliffenen Stein genauer. „Die beiden können sich glücklich schätzen, so eine geschickte Händlerin zur Freundin zu haben. Du hast recht, die guten Verbindungen zur Kathedrale möchte ich nicht gefährden.“
Ich blickte zu den beiden, die immer noch diskutierten. Die Lichtgeborene verzog ihre Lippen zu einem Schmollen, während der Krieger sich verlegen am Hinterkopf kratzte. Es war offensichtlich, dass sie mehr verband als bloße Freundschaft.
„Dennoch muss ich mir eine gute Geschichte für die Gilde einfallen lassen, die einigermaßen plausibel klingt, da ich auf deren weitreichendes Netzwerk unmöglich verzichten kann“, fuhr ich fort. „Lass mich mal machen, sie werden den zwei Turteltäubchen nicht auf die Schliche kommen. Es war mir wie immer eine Ehre, mit dir Geschäfte gemacht zu haben. Beehre mich doch bald wieder und halte mich auf dem Laufenden.“
„Du bist eine gierige Elster“, seufzte Jabeehra mit den Augen rollend. „Jedes Mal das Gleiche, wenn ich mit jemandem in deinen Laden komme. Jeder hat seine Geheimnisse und jedes Mal muss ich dich bezahlen, damit du sie für dich behältst. Wenn nur deine Schmuckstücke nicht so gute Preise mit meiner Kleidung bei den Aristokraten erzielen würden...“
Jadeehra nickte mir zur Verabschiedung kurz zu und verließ mit wehenden Röcken, gefolgt von dem süßen Pärchen, mein Geschäft.
Der Tag hatte sich doch noch rentiert, dachte ich und drehte gedankenverloren den Rubin zwischen meinen Fingern, während ich den Dreien nachsah. Jetzt muss ich mir nur überlegen, auf welche Fährte ich die Gilde schicke.
Dem Liebesglück wollte und durfte ich nicht im Wege stehen, das verbot mir mein Händlerkodex.



Montag, 14. August 2017

Buchvorstellung und Leserstimmen zu "Geborene der Verderbnis" von E.F. v. Hainwald - Blogtour


Seid gegrüßt, ihr Menschen von Madina und rund um die Westlichen Lande. 
Ich möchte euch heute in den zweiten Band "Geborene der Verderbnis" aus der "Die Legenden der Lichtgeorenen"-Reihe führen. 

Als Schmuckhändlerin habe ich so manch guten Kontakte und bewege mich in Madinas gehobenen Kreisen. Nicht nur der Adel und die reichen Kaufleuten gehören zu meiner erlesenen Kundschaft, sondern auch die Schattengilde und die Kathedrale. Neben exklusivem und hochwertigem Schmuck handle ich vor allem mit Informationen, die ich dank viel Charme und der Überzeugungskraft blendender Geschmeide, okay, vielleicht auch dem ein oder anderen Gläschen, aus meinen Kunden herauslocke. Ich habe meine Augen und Ohren überall und weiß dies geschickt einzusetzen.

Freitag, 11. August 2017

Lesetipp - Rezension zu E.F. v. Hainwalds "Geborene der Verderbnis"


Verlag: Selfpublisher
Seiten: 275
Preis: 3,99€ (Ebook)/ Print beim Autor
Erschienen: 08/2017
Genre: Fantasy / Dystopie
Kaufen kannst du es hier



Um etwas Neues zu schaffen, muss man Vergangenes opfern ...
War es in der Wüstenstadt Madina ein Segen eine der wenigen Lichtgeborenen zu sein, so erscheint es außerhalb wie ein Fluch.
Auf ihrer Reise müssen die Heilerin Zeemira und der Krieger Jaleel sich nicht nur vor den zerstörerischen Lichtstürmen in Acht nehmen.
Nachdem sie nur knapp den wilden Masakh entkommen sind, sehen sie sich auch der Feindseligkeit der Menschen ausgesetzt.
Auf der Flucht in Begleitung eines düsteren Flammentänzers, verspricht ausgerechnet eine Masakh-Schamanin Hilfe. Doch die neue Kraft bringt alle in höchste Gefahr.
Als daraufhin die geheimnisvolle Schattengilde und die Hohepriesterin Maheen in das Machtgefüge der Welt eingreifen, gerät dessen zerbrechliches Gleichgewicht gefährlich ins Wanken.



Endlich geht es weiter und das Cover gefällt mir noch besser als das von Band 1 (Geborene des Lichts). Die leuchtenden Augen, der Blick, all das ist so geheimnisvoll. Wirklich sehr gelungen.

Donnerstag, 10. August 2017

Ankündigung zur Blogtour zu E.F. v. Hainwalds "Geborene der Verderbnis"

Etwas Großartiges kommt auf euch zu! Macht euch bereit, denn wir wollen euch auf ein ganz besonderes Abenteuer mitnehmen. Taucht mit uns ab in eine ganz besondere Welt, erlebt mit uns gemeinsam interessante Einblicke in die Geschichten, lernt die Figuren näher kennen und blickt hinter die Kulissen.

Erlebt einen einzigartigen Streifzug durch eine Welt zwischen Licht und Schatten.

Dienstag, 8. August 2017

Lesetipp aus dem Bücherkesselchen - Rezension zu Sven Gerhardts "Die Heuhaufen-Halunken"


Verlag: cbj
Seiten: 160
ISBN: 978-3570173893
Preis: 10,99€ (Print) / 9,49€ (Ebook)
Erschienen: 05/2017
Genre: Kinderbuch
Kaufen kannst du es hier



Die Halunken sind los! Kannst du krumme Dinger drehn, bist du hier hoch angesehn!
Keine Frage, Meggy liebt Dümpelwalde, auch wenn es von Fremden gerne als das »Ende der Welt« bezeichnet wird. Blöd nur, wenn die Sommerferien anstehen und kein Urlaub in Sicht ist. Aber Meggy wäre nicht die Anführerin der Halunken, hätte sie nicht längst eine geniale Ganovenidee. Im Bandenquartier in der alten Scheune überzeugt sie ihre Freunde von ihrem großen Ferien-Rettungsplan: Einem richtigen Halunken-Urlaub mit Zelt am Badesee – natürlich ohne Eltern, dafür mit dem alten Volvo aus der Scheune. Denn: »Bekommt man vor Langeweile eine Meise, macht man sich am besten auf die Reise!«



Dümpelwalde, wir kommen! Was für ein Sommertripp.

Lesetipp - Rezension zu Valentina Fasts "MeeresWeltenSaga 3 - In den endlosen Tiefen des Atlantiks"


Verlag: Impress
Seiten: 320
Preis: 3,99€ (Ebook)
Erschienen: 07/2017
Genre: Fantasy
Kaufen kannst du es hier



**Hüte dich vor dem Gesang der Sirenen**
Farbenprächtige Seepferde und verborgene Unterwasserschätze. Auch wenn Adellas zum Greifen nahe liegende Chance, wieder zum Menschen zu werden, mit dem Kampf im Pazifikmeer zunichte gemacht wurde, gibt sie die Hoffnung nicht auf. Denn es gibt noch ein weiteres Königreich unter Wasser, in dem sie fündig werden könnte. Seine Könige sind jedoch nicht ohne und gewähren keine Hilfestellung, ohne ein besonderes Geschenk zu erhalten. Daher macht sich die neugeborene Meerjungfrau auf den Weg zum gefährlichen Bermudadreieck, um einen seltenen Schatz zu finden. Unter ihren neuen Gefährten befindet sich auch diesmal der undurchdringliche Nobilis, dessen Gegenwart sie mehr verunsichert, als sie es jemals zugeben würde…



Ich war fasziniert von Cover und habe erst beim Lesen gemerkt, ups, mal wieder ein Folgeteil. Auch wenn der Einstieg dadurch etwas schwerer fiel, konnte ich der Geschichte gut folgen.

Sonntag, 6. August 2017

Lesetipp - Rezension zu E.F. v. Hainwalds "Geborene des Lichts"


 Titel: Geborene des Lichts (Die Legenden der Lichtgeborenen 1)
Verlag: Selfpublisher
Seiten: 198
Preis: 2,99€ (Ebook)/ Print auf Bestellung beim Autor
Erschienen: 09/2016
Genre: Fantasy
Kaufen kannst du es hier



Der Auftakt einer Legende...

Zeemiras Zukunft sieht Großes für sie vor - als Lichtgeborene trägt sie die Gabe der Heilung in sich.
Doch ihre ständige Unachtsamkeit droht ihr bisheriges Leben zu gefährden, denn in der Kathedrale duldet man keine unnützen Lasten.
Sie flüchtet sich in das Leben der einfachen Soldaten - Zukunftsängste sind ihnen unbekannt, da jeder Tag der letzte sein könnte. In Gesellschaft des Kriegers Jaleel und seiner Kameraden scheinen ihre Sorgen weit entfernt.

Sie ahnt jedoch nicht, dass ihre Gefühle zu ihm und seine düstere Vergangenheit, ihr Schicksal auf unvorhergesehene Weise verändern werden.



Über eine Freundin bin ich auf diese außergewöhnliche Fantasygeschichte aufmerksam geworden. Sie versprach mir eine unglaubliche Reise in eine wundervolle Welt, die zum Träumen einlädt.