Dienstag, 28. Februar 2017

Lesetipp - Rezension zu Jan Beckers "Du kannst schlank sein, wenn du willst - Mit Selbsthypnose zum Wunschgewicht"


Autor: Jan Becker
Verlag: Piper
Seiten: 208
ISBN: 978-3492060608
Preis: 15,00€ (Print) / 12,99€ (E-Book)
Erschienen: 01/2017
Genre: Ratgeber
Kaufen kannst du es hier



Für Abnehmwillige gibt es immer neue Wunderdiäten und komplizierte Ernährungskonzepte – leider ist der Erfolg hier oft nur kurzfristig, die alten Gewohnheiten sind schwer abzulegen, und so droht bald der Jo-Jo-Effekt. Doch wer sein Gewicht dauerhaft reduzieren will, muss mental dazu bereit sein, denn in Wirklichkeit hält unsere Psyche hartnäckig an den Fettreserven fest. Jan Becker zeigt, welche Denkmuster uns davon abhalten, gesünder zu leben, und wie wir mithilfe der Selbsthypnose unser Gehirn umprogrammieren können. Mit seinem fundierten Programm gelingt es, Blockaden zu überwinden, nachhaltig abzunehmen und sein Wunschgewicht dauerhaft zu halten – und das ganz ohne Frust und mühsames Diäthalten.



Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, da der Titel im Prinzip das verspricht, was alle wollen: Abnehmen ohne Verzicht.
Ganz so einfach ist das leider nicht und da macht sich der Autor auch nichts vor. Sein Ansatz ist, dass in unserer Psyche Blockaden und Denkmuster das Abnehmen behindern, da wir durch unsere Gewohnheiten unserem „dünnen Ich“ im Wege stehen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und liest sich flüssig, doch ich muss zugeben, dass ich diesen Ratgeber nur in kleinen Dosen, also kleinen Abschnitten, genießen konnte, da mich Jan Becker sehr nachdenklich gestimmt hat. Anhand vieler Beispiele, aber auch vieler kleiner Übungen versucht der Autor den Leser „umzupolen“. Man verbindet mit Hypnose immer irgendwelche lustigen und beeindruckenden Persönlichkeitsveränderungen, so gackern Leute, entwickeln plötzlich ungeahnte Kräfte und am Ende wissen sie nichts davon. Wer das erwartet, ist hier falsch.
Jan Becker versucht den Leser dahin zu bewegen, dass er sagt, dass Bewusstsein und Unterbewusstsein gemeinsam arbeiten müssen. Wenn ich mir die ganze Zeit einrede, dass ich hässlich oder doof, dick oder zu klein bin, dann glaub ich das irgendwann. Und das ist im Prinzip auch die Essenz des Ganzen. Aber ich werde euch auf dem Laufenden halten und berichten, wenn sich Erfolge einstellen.




Ob mir dieses Buch nun aktiv beim Abnehmen helfen wird, weiß ich nicht. Allerdings kann ich sagen, dass mich die Tipps und Tricks aus diesem Buch zum einen motivieren und zum anderen zum Nachdenken angeregt haben. Natürlich kann ich mir nicht den Bauch mit Fast Food und anderem Zeug vollhauen und dann erwarten, dass ich per Fingerschnipp schlank werde und das will Jan Becker auch nicht. Ich werde das Buch sicher noch das ein oder andere Mal lesen und mich an den Übungen versuchen. Die Zeit wird zeigen, wie erfolgreich das Ganze ist, doch der Ansatz hinter dem Buch ist vielversprechend, denn die Lösung eines schlanken und gesunden Ichs liegt in uns und wir müssen dies nur hervorbringen und leben.




Sonntag, 26. Februar 2017

Ankündigung - Neuerscheinung - Leseprobe zu Stephanie Garbers "Caraval"

Heute möchte ich euch auf ein ganz besonderes Buch, das am 20.3.17 im Piper-Verlag erscheinen wird.

"Caraval - Es ist nur ein Spiel" von Stephanie Garber ist ein sehr düsterer und mitreißender Fantasyroman, der seine Leser in eine magische Welt voller Überraschungen entführt.




Tritt ein in das gefährlichste Spiel der Welt!

Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt ...


Neugierig geworden? Dann taucht ab in die ausführliche Leseprobe und bekommt einen ersten Eindruck von dem, was euch im März erwarten wird.

Ich freu mich schon riesig drauf.

Freitag, 24. Februar 2017

Lesetipp - Lieblingsbücher - Rezension zu Sarah J. Maas' "Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen"


Verlag: dtv
Seiten: 480
ISBN: 978-3423761635
Preis: 18,95€ (Print) / 14,99€ (E-Book) / 17,95€ (Hörbuch)
Erschienen: 02/2017
Genre: Jugendfantasy
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Sie hat ein Leben genommen. Jetzt muss sie mit ihrem Herz dafür bezahlen.
Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren.



Bei diesem Schmuckstück hat das Cover-Victim in mir zugeschlagen, denn schon als ich das zauberhafte Titelbild das erste Mal sah, wusste ich, dieses Schätzchen muss ich in meinem Regal stehen haben. Ihr hättet meine glänzenden Augen sehen sollen, als ich meinen Schaaaatz (da ist er wieder, der Cover-Gollum) endlich in meinen Händen hielt und ich kann euch versichern, der optische Eindruck ist noch viel intensiver, wenn ihr das Buch real seht. Der Schutzumschlag ist durchsichtig und mit Titel, Autorname und den Rosenranken bedruckt. Stellt man den Roman nun auf den Tisch oder sonst irgendwo hin), so wölbt sich die Schutzhülle und ein wundervoller 3D-Effekt wird sichtbar. Man hat das Gefühl, in eine Szenerie hineinzublicken und die hübsche junge Frau in ihrem roten Kleid mit dem Bogen in der Hand wirkt auf einmal viel plastischer. Der Klappentext ist relativ kurz gehalten und lässt damit sehr viel Raum für Spekulationen.
Die Neugier ließ mir auch keine Ruhe. Ich musste unbedingt wissen, welch schöne Geschichte sich zwischen den so wundervoll gestalteten Buchdeckeln versteckt.

Für mich war es das erste Buch der Autorin, die wohl schon mit der Throne of Glass-Reihe viele Leser begeistern konnte. Ihr Schreibstil ist sehr eindrücklich und intensiv. Sie beschreibt die Umgebungen, die Figuren und ihre Gefühlswelt sehr ausführlich, sodass ich als Leser das Gefühl bekam, ein Teil der Erzählung zu sein. Die Stimmungen (zu Beginn sehr düster und kalt) werden durch ihre Worte transportiert, ohne die Story an sich zäh oder schwer werden zu lassen. Man kommt trotz ungewöhnlicher Namen (auch wenn zu Beginn mal erklärt wird, wie man ihren Namen ausspricht, so hatte ich doch meine ganz persönliche phonetische Interpretation, die ich das ganze Buch über beibehalten habe) sehr gut rein und fiebert mit. Die schweren Bedingungen und die Verzweiflung, die das Leben der Menschen zu einem einzigen Überlebenskampf machen, wurden beinahe körperlich spürbar. Sarah J. Maas hat ein unglaubliches Gespür und Händchen beim Spannen der Handlungsbögen, Kreieren der eigenwilligen, aber dennoch charmanten, Charaktere und den vielen kleinen Überraschungen bewiesen, die diese Geschichte zu einem absoluten Page-Turner und Must-Read machen.




Dieser wundervolle und spannende Jugendroman, der mich so sehr an die Geschichte von Belle und Prinz Adam aus Die Schöne und das Biest erinnert, ist ein absolutes Lesehighlight gewesen, das ich mit Sicherheit wieder lesen werde. Die Mischung aus Spannung, Geheimnissen, Gefühl und auch einigen humorvollen Stellen machen dieses Buch für mich zum absoluten Must-Read. Ein Jugendfantasyroman, der mit seiner abwechslungsreichen und vielseitigen Geschichte als All-Ager die Leser begeistert. Mich hat die Geschichte verzaubert und ich kann die Fortsetzung kaum erwarten, auch wenn das Ende keinen gemeinen Cliffhanger bereithält. Ich freu mich, wenn ich wieder in die faszinierende Welt von Feyre, Tamlin und den Fae abtauchen darf. Eine klare Leseempfehlung für jeden Jugendfantasy-Fan.







Mittwoch, 22. Februar 2017

Lesetipp - Rezension zu Wade Albert Whites "Saint Lupin's Academy: Zutritt nur für echte Abenteurer!"


Seiten: 384
ISBN: 978-3522505437
Preis: 14,99€ (Print) / 9,99€ (E-Book)
Erschienen: 02/217
Genre: Jugendfantasy (ab 10 Jahren)
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In Drachenfeuerbällen durch die Gegend fliegen und sprechende Vögel als Navigationsgerät benutzen – das steht auf Annes Stundenplan, seit sie Schülerin an einer der berühmt-berüchtigten Abenteuerakademien ist. Eigentlich total cool … wenn da nicht plötzlich dieses klitzekleine Problem wäre: Zusammen mit ihrer besten Freundin Penelope, dem jungen Zauberer Hiro und dem magischen Handbuch für Abenteurer muss Anne eine tödliche Prophezeiung innerhalb von nur drei Tagen (!) lösen, das Schicksal der Akadamie, ja, sogar das der ganzen Welt hängt davon ab. Um ihr neu gewonnenes Zuhause nicht zu verlieren, müssen Anne und ihre Freunde Sandwölfe und Zombiehaie bezwingen, ohne zu ahnen, dass der schlimmste Gegenspieler noch auf sie wartet!



Bei diesem Buch wurde meine Neugier neben dem Cover vor allem durch den Klappentext geweckt. Ein wenig an Harry Potter erinnert, wollte ich herausfinden, was es mit den außergewöhnlichen Helden in dieser noch außergewöhnlicheren Welt auf sich hat.
Der Autor hat einen sehr lockeren und witzigen Schreibstil, der sich sehr flüssig liest. Man merkt allerdings sofort, dass er damit auch jüngeres Publikum ansprechen möchte. Ich finde die Umsetzung äußerst gelungen, denn auch als Erwachsener kam ich voll und ganz auf meine Kosten und wurde sehr gut unterhalten. Das Abenteuer, das Anne und ihre Freunde erleben, ist sehr skurril und außergewöhnlich. Die Situationen und Begebenheiten sind sehr fantasievoll und man darf beim Lesen nicht vergessen, dass dieses Buch für eine Altersgruppe von 10 bis 12 geschrieben ist. Die werden den Roman allerdings lieben und verschlingen, denn es gibt Superhelden der ganz anderen Art, mit denen sich die Kids sehr gut identifizieren können. Freundschaft und Mut stehen dabei ganz vorne und der Autor vermittelt auf sehr amüsante Weise eine tolle Botschaft. Auch wenn für einen Erwachsenen der ein oder andere Handlungsstrang leicht vorhersehbar war, so hat mich diese Story doch sehr beeindruckt und auch einige Male durchaus überrascht.



Ein wirklich spannendes Kinder-/Jugendfantasybuch, das aber auch sehr gut von älteren Bücherwürmern gelesen werden kann. Die Geschichte ist außergewöhnlich, unglaublich lustig und auch unerwartet skurril. Ich hatte beim Lesen meinen Spaß und freue mich, wenn meine Tochter alt genug ist, denn ich bin mir sicher, dass sie diese tolle Abenteurergeschichte ebenso gut und lustig finden wird wie ich. Ihr mögt Humor? Protagonisten, die wirklich komplett anders sind? Drachen? Zauberer und viel Action? Dann solltet ihr dieses Buch unbedingt lesen oder einem jungen Abenteurer schenken, den ihr kennt.




Gewinnerbekanntgabe des Wunschbuchs über 15 Euro


Meine Lieben,
mit etwas Verspätung hat die Losfee entschieden.
Das Wunschbuch (max. 15 Euro) geht an:

Ciri von Riva

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerin. Bitte melde dich bei uns, damit wir dir deinen Gewinn zukommen lassen können.

Und an alle anderen: Seid nicht traurig, die nächsten Gewinnspiele sind schon in Planung. Ihr werdet also schon bald wieder die Möglichkeit haben, etwas Tolles zu gewinnen.

Dienstag, 21. Februar 2017

Lesetipp - Rezension zu Jonathan Strouds "Lockwood & Co.- Das Flammende Phantom"


Verlag: cbj
Seiten: 513
ISBN: 978-3570159644
Preis: 19,99€ (Print) / 15,99€ (E-Book)
Erschienen: 11/2016
Genre: Jugendfantasy
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Im vierten Abenteuer um die Geisterjägeragentur Lockwood & Co. bekommen Anthony Lockwood und George es mit einem besonders schrecklichen Verbrechen zu tun. Die Spur hinter dessen dunklem Geheimnis führt sie mitten ins Herz der Londoner Gesellschaft. Um diesen Fall zu klären, müssen sie alle Kräfte mobilisieren und so bitten sie die in Geisterdingen hochbegabte Lucy, als Beraterin in die Agentur zurückzukehren. Doch die Freunde ahnen nicht, wie sehr diese Nachforschungen sie selbst in ihren beruflichen und persönlichen Grundfesten erschüttern werden und dass sie damit Kräfte auf den Plan rufen, die selbst sie nicht mehr kontrollieren können...



Den ersten Band hatte ich nun schon eine Weile im Regal stehen und erst mit dem vierten Band habe ich mich auf die spannenden Abenteuer der jungen Geisterjäger eingelassen.
Die Cover sind, ähnlich den Geschichten, sehr geheimnisvoll und, anders als ihr Inhalt, relativ schlicht gehalten, was aber nicht heißt, das sie mich weniger fasziniert hätten.
Der Schreibstil des Autors ist wirklich super. Er beschreibt die Szenerien und Figuren so eindrücklich, dass weder erfahrene Leser unterfordert noch junge Bücherwürmer überfordert sind. Anfangs hatte ich ein paar Probleme die Zeit, in der die Geschichten spielen, einzuordnen. Irgendwie bin ich immer davon ausgegangen, es müsse in einer längst vergangenen Epoche spielen, da die Geisterjäger mit Degen bewaffnet sind. Allerdings fanden sich andere Beschreibungen, die eindeutig darauf hindeuten, dass die Handlung in einem modernen London spielen muss. Ganz eindeutig klären konnte ich das nicht, denn die Zeitrechnung orientiert sich am Ausbruch der Heimsuchungen und die sind für mich damit nicht wirklich einzuordnen. Doch das und die Tatsache, dass die Protagonisten für mich deutlich älter wirkten (agieren, sprechen und verhalten sich eher wie 30 statt 15 oder 16), waren die einzigen beiden Minikritikpunkte für mich.
Jonathan Stroud hat wundervolle und sehr individuelle Charaktere erschaffen. Jede einzelne Figur hat Ecken und Kanten und gerade diese Macken sind es, die sie so liebenswürdig und authentisch machen. Mit jedem Band lernt man sie besser kennen und dadurch werden viele Situationen auch lustiger und skurriler. Mein besonderer Liebling ist der Schädel, ich mag seine Art und die Dialoge sind zum schießen, doch mehr werde ich nicht verraten, will euch ja nicht den Spaß nehmen, diese wundervollen Abenteuer selbst kennenzulernen.
Auch wenn der Aufbau der Geschichten an sich (meistens) demselben Schema entspricht, so fesseln sie dennoch ihre Leser immer wieder aufs Neue und begeistern mit vielen unerwarteten Wendungen, die der Story Dynamik und Abwechslung bringen. In jedem Buch war ich irgendwann an dem Punkt, an dem mich Anthony Lockwood, Lucy und George so für sich eingenommen hatten, dass ich unbedingt wissen musste, wie es endet.



Ich bin froh, dass ich zumindest die ersten vier Bände hintereinander verschlingen konnte. Die Geschichten um die jungen Geisterjäger waren erfrischend anders, spannend, abwechslungsreich und teilweise auch sehr humorvoll. Sprachlich hat der Autor eine Roman-Reihe geschrieben, die Leser verschiedenster Genrationen fesselt und stundenlang mitfiebern lässt. Ich habe irgendwo gelesen, dass der nächste Teil das Finale sein soll, doch ich hoffe inständig, dass dies nur ein Gerücht ist oder Jonathan Stroud selbst dahinterkommt, dass seine Fans gerne noch mehr Abenteuer der außergewöhnlichen Geisterjäger lesen wollen.
Ich kann dieses Buch nur allen Lesern empfehlen, die actionreiche Fantasygeschichten mögen.





Mittwoch, 15. Februar 2017

Lesetipp- Neuerscheinung - Rezenion zu Melinda Salisburys "The Sleeping Prince -Tödlicher Fluch"


Titel: The Sleeping Prince: Tödlicher Fluch
Autor: Melinda Salisbury
Verlag: bloomoon
Seiten: 368
ISBN: 978-3845817941
Preis: 15,99€ (Print) / 17,99€ (E-Book)
Erschienen: 02/2017
Genre: Jugendfantasy
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Das Land ist in Aufruhr. Die Königin hat eine alte Legende entfesselt und den gefährlichen Schlafenden Prinzen nach vielen Jahrhunderten wieder zum Leben erweckt. Nun bringt er Krieg und Zerstörung zu den Menschen von Tregellian. Die junge Apothekerstochter Errin versucht verzweifelt, sich in diesen gefährlichen Zeiten über Wasser zu halten. Doch seit ihr Bruder Lief verschwunden ist, muss sie sich alleine um ihre kranke Mutter kümmern. Über die Runden kommt sie nur, weil sie verbotene Kräutertränke braut, die sie heimlich verkauft.
Als Soldaten sie und ihre Mutter aus ihrem Dorf vertreiben, gibt es nur einen, an den sich Errin wenden kann: den mysteriösen Silas. Ein junger Mann, der tödliche Gifte bei ihr kauft, aber nie verrät, wozu er sie verwendet. Silas verspricht, Errin zu helfen. Doch als ihr vermeintlicher Retter spurlos verschwindet, muss Errin eine Entscheidung treffen, die das Schicksal des Reiches verändern wird...


Sehr lange bin ich um den ersten Teil der Reihe „Godess of Poison“ geschlichen und war unsicher, ob ich es mir holen will, da die Kritiken doch sehr unterschiedlich ausgefallen sind. Das Cover hatte mich in seinen Bann gezogen und ich wollte herausfinden, was sich dahinter verbirgt. Ich bin froh, dass meine Neugier gesiegt und ich mich auf die Geschichte eingelassen habe, denn mir hat sie wirklich gefallen. Jedoch muss ich zugeben, dass ich den Folgeband „The Sleeping Prince“ stärker fand als seinen Vorgänger.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildreich und fantasievoll. Die Welt, in die sie einen entführt, ist, verglichen mit manch anderem Fantasyepos, relativ überschaubar, was ich persönlich aber nicht als Nachteil sehe. Anders als der erste Band, der fast ausschließlich am Hof des Königspaares in Lortune spielt, finden wir uns in Teil 2 im Nachbarkönigreich Tregellan (kleiner Fehler im Klappentext, denn im Buch wird es immer so geschrieben) wider. Die Szenerie ist düster, denn der schlafende Prinz ist erwacht und befindet sich mit seinen schier unbezwingbaren Anhängern auf einem Eroberungs- und Rachefeldzug.
Ich habe in den Kritiken zu Band 1 oft gelesen, dass der Plot zu flach sei, die Idee gut, aber alles nicht sehr überzeugend umgesetzt. Ich sehe das ein bisschen anders, denn die gesellschaftskritischen Aspekte, die von der Autorin angesprochen werden, sind meiner Meinung nach aktueller denn je. Glaube versus Demokratie, Despot versus Rat. In Teil 2 wird das Ganze noch weitergetrieben, denn plötzlich ist die drohende Gefahr kein Mythos mehr, sondern eine reelle Bedrohung. Der Fortsetzungsroman ist um einiges dunkler und geheimnisvoller als sein Vorgänger. Mir hat das sehr gut gefallen, denn die Handlungsstränge aus „Godess of Poison“ werden geschickt mit neuen verwoben und geben der Erzählung mehr Tiefe. Spannung und Action, Geheimnisse und Gefahr sind die vorherrschenden Elemente. Natürlich kommt auch das Gefühl nicht zu kurz, aber ich fand, dass es dieses Mal nicht so im Vordergrund stand wie davor.


Melinda Salisbury konnte sich mit „The Sleeping Prince“ definitiv noch einmal steigern und hat mich absolut begeistert. Ich habe beide Teile direkt hintereinander gelesen, was ich absolut empfehlen möchte, denn man ist in der Geschichte drin, hat die Namen, die politischen Strukturen und die außergewöhnliche Szenerie noch vor Augen, was den Einstieg in den Folgeband erleichtert. Das Ende ist sehr unerwartet und gleicht einem Paukenschlag, leider auch ein fieser Cliffhanger, denn ich will jetzt unbedingt wissen, wie es weitergeht. Die Erwartungen sind hoch und ich freu mich auf Teil 3.

Ich persönlich mochte die Geschichte sehr gerne, da ich tiefgründige und vielschichtige Romane mag und ich denke, jeder sollte sich ein eigenes Bild machen. 




Dienstag, 14. Februar 2017

Rezension zu Sabine Tetzners "Samuel: Der Zauber der nur dir gehört"


Titel: Samuel: Der Zauber der nur dir gehört
Seiten: 156
ISBN: 978-3959590242
Preis: 14,99€ (Print) / 2,99€ (E-Book)
Erschienen: 10/2016
Genre: Romantasy
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Theresa möchte aus ihrem Leben ausbrechen. Kein Ausbildungsplatz, ein kleiner Bruder und eine gestresste, alleinerziehende Mutter sind nicht gerade das, was Spaß macht. Auch bei ihrem geschiedenen Vater und seiner neuen Lebenspartnerin findet Theresa nicht das erhoffte Verständnis.
Doch die Macht der Träume und Sehnsüchte öffnet Theresas Herz für ein Wissen aus längst vergangener Zeit – und für Samuel.



„Samuel“ ist das zweite Buch, das ich von der zauberhaften Sabine Tetzner lesen durfte. Das Cover hat mich leider nicht überzeugt, da ich finde, dass die schöne Zeichnung in Pastelltönen zwar einen verträumten und romantischen Eindruck vermittelt, dieser aber der Vielseitigkeit der Geschichte nicht gerecht wird (aber Cover sind bei mir ja immer so eine Sache).
Den Schreibstil fand ich bei diesem Roman noch etwas anspruchsvoller als in ihrem „Geliebter Geist“, da sie einige sehr tiefgründige und philosophische Passagen in ihre Story eingearbeitet hat, die sprachlich wirklich toll klingen und zum Nachdenken anregen, ohne dass der Lesefluss ins Stocken gerät.
Ihre Protagonisten sind sehr authentisch und, zumindest die Hauptfiguren, ausführlich beschrieben. Als Leser kann man sich sowohl in die Szenerie als auch die Personen sehr gut hineinversetzen, da sie ihre Protagonisten sehr nah am wahren Leben orientiert. Theresa, die junge Hauptfigur, hat viel Herz, aber auch Ecken und Kanten. Sie ist kein einfacher Charakter und hat mich als Leser emotional herausgefordert. Ich mochte sie gerne, auch wenn ich sie das ein oder andere Mal gerne geschüttelt hätte. Von den anderen Figuren und deren Zusammenhänge möchte ich nicht mehr verraten, denn das würde zu viel spoilern und ich will euch nicht die Spannung nehmen.
Leider gab es für mich ein paar kleinere Kritikpunkte. Ich hatte ja bereits die philosophischen vielleicht auch märchenähnlichen Passagen erwähnt, in denen es um die Elemente geht.  Sie sind wundervoll geschrieben und regen zum Nachdenken an, aber leider fehlt mir der Zusammenhang zum Roman. Die Verknüpfung ist für mich leider nicht gelungen. Irgendwie habe ich bis zum Ende auf die Auflösung gewartet (kann aber auch sein, dass ich es einfach nicht verstanden habe). Das andere, was mich etwas gestört hat, war die Auflösung der Figur Samuel. Diese hätte ein wenig mehr Platz und Worte vertragen können, was bei einem überschaubaren Seitenumfang leider immer etwas schwierig ist.




Eine schöne Romantasy-Geschichte mit einer wundervollen Moral. Zum einen macht sie Mut und motiviert, und zum anderen regt die Autorin zum Nachdenken an. Sabine Tetzner schreibt sehr tiefgründige Geschichten, die vielleicht kein Mainstream, aber definitiv eine tolle Erfahrung sind. Ein bewegendes Buch, das mich wirklich lange nicht losgelassen hat. Definitiv keine seichte Unterhaltung, sondern ein Buch mit Anspruch und viel Herz.




Samstag, 11. Februar 2017

Fantasywoche - Interview mit den Protagonisten aus Mella Dumonts "Colors of Life"-Reihe














Ich begrüße euch ganz herzlich zum vorletzten Tag der #Fantasywoche.
Ihr habt diese Woche schon spannende Interviews lesen, grandiose Live-Lesungen verfolgen und an tollen Gewinnspielen teilnehmen können.
Bei uns werdet ihr heute ein ganz besonderes Interview erleben, denn wir habe es geschafft, zwei verfeindete Clans an einen Tisch zu bekommen. Ich weiß, im ersten Augenblick kommt euch das nicht sonderlich spektakulär vor, doch schon während dem Lesen werdet ihr merken, welch tiefgreifende Fehde zwischen beiden Clans herrscht.
Also lehnt euch zurück und genießt den exklusiven Einblick, den ihr von Valerie, Lina, Leo und Marius Senior bekommt...

Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß...


Vielen Dank, dass ihr es euch einrichten konntet und mich zu einem Interview trefft. Ich bin mir bewusst, dass es für euch alle sicher nicht leicht ist, hier zusammen an einem Tisch zu sitzen.
Zuerst würde ich gerne dich etwas fragen, Lina. Bevor du deine „Gabe“ erkennen und benennen konntest, bist du davon ausgegangen, dass du unter Halluzinationen leidest. Wie hat dies dein Leben beeinflusst?

Über viele Jahre fühlte ich mich in Gegenwart anderer Menschen einfach nicht wohl. Aber ich hatte keine Erklärung für das Phänomen, außer vielleicht, dass ich eben ein Einzelgänger war. Meine beste Freundin Angie hat mich oft zum Ausgehen motiviert, aber ich war immer froh, wenn ich wieder zu Hause war. So auch an diesem Abend, als wir diesen merkwürdigen Darko trafen, Leos Cousin. Er blickte mich an und mir wurde spontan schlecht! Als ich dann am nächsten Tag auch noch dunklen Nebel sah, war ich fest davon überzeugt, verrückt zu werden. Zum Glück hat meine beste Freundin Angie mir geholfen, das Phänomen neutral zu beobachten. Und wie sich dann herausgestellt hat, ist alles in Ordnung mit mir. Wenn wir davon absehen, dass ich Gefühle sehen und beeinflussen kann. (lacht)

Lina, obwohl die ganze Familie, allen voran deine Mutter, dich lieber in Berlin oder Leicester zum Studium gesehen hätte, hast du dich für Trier entschieden. Was genau war ausschlaggebend für diese Entscheidung, die doch einige Turbulenzen mit sich brachte?

Hoher Dom/Trier Quelle: Wikimedia
Ich wollte nach Trier, weil meine Granny und mein Onkel Bill dort wohnen. Und da die Uni einen guten Ruf hat und auch Angie mitkommen wollte, war das perfekt.
Leider hat meine Familie total gegen meine Entscheidung gemauert, ohne einen Grund zu nennen. Den habe ich dann erst viel später herausgefunden...





Lina, das Schicksal oder der Zufall hat dich zu Leo geführt. Wie hat sich das auf dein Leben ausgewirkt, was hat sich mit dieser Begegnung verändert?

Leo ist die Liebe meines Lebens. Er hat alles verändert. Mit seiner Geduld und mit viel Training hat er mir eine neue Welt eröffnet, die mich mein Umfeld anders wahrnehmen lässt. Ich verstehe jetzt, wenn ein Lehrer mich anschnauzt, weil er schon mit einer miesen Laune in den Seminarraum gekommen ist. Und ich kann (grinst) ihn etwas aufmuntern, damit er uns nicht zu arg piesackt während der Vorlesung. Seit ich meine Gabe einsetzen kann, bin ich ein neuer Mensch geworden.

Porta Nigra/Trier Quelle: Wikimedia
Und du, Leo, wie hast du euer Kennenlernen empfunden? Was hat sich für dich dadurch geändert?

Lina ist eine besondere Frau. Am Anfang war sie total schüchtern, aber je mehr sie über den Umgang mit Gefühlen lernte, desto selbstbewusster wurde sie. Leider ist sie manchmal auch stur und stürzt sich ins Risiko, ohne mich vorher zu warnen. Dadurch sind wir schon in einige Turbulenzen geraten.

Liebe Valerie, du bist nicht nur ein Mitglied des Mahler-Clans, sondern sogar eine der Vorsitzenden. Und du besitzt ebenfalls diese außergewöhnliche Gabe. Wie äußerst sich das? Seid ihr alle gleich talentiert?

Genau wie Lina kann ich sehen, wie andere Menschen sich fühlen. Das ist oft sehr hilfreich, kann aber auch ganz schön anstrengend sein. Nicht immer möchte man so genau wissen, wer sich gerade in einen verliebt hat. (seufzt) Zum Glück lernt man mit der Zeit, die vielen Informationen, die auf einen einstürmen, auch ein wenig auszublenden. Wir Mahlers sind alle hochempathisch, man sagt, wir blicken über deinen Kopf und uns offenbart sich dein Inneres. Aber gerade wenn es um innere Abgrenzung und Manipulation anderer geht, gibt es Empathinnen mit Stärken und Schwächen. Es ist eine Frage des Talents und des regelmäßigen Trainings. Ich hatte eine gute Lehrerin und konnte mich deshalb entsprechend entwickeln.

Marius, du bist der Großvater von Leo und das Oberhaupt deiner Familie. Kannst du mir erklären, was den Wagner-Clan, dem ihr angehört, von den Mahlers unterscheidet?

Quelle: Pixabay
Im Grunde sind wir uns viel ähnlicher, als wir immer glauben. Die Mahler-Frauen können Gefühle sehen, ihre Welt ist bunt. Die Mitglieder des Wagner-Clans spüren die Emotionen der Menschen. Und dafür bin ich sehr dankbar, denn ich bin mir sicher, dass diese vielen Farben mich beim Fahren durch die Innenstadt total ablenken würden. (lacht) Gemeinsam ist uns, dass wir auch beeinflussen können, wie andere sich fühlen.


Valerie, der Mahler-Clan lebt sehr zurückgezogen, weshalb ich dir sehr dankbar bin, dass du heute mit am Tisch sitzt. Wie würdest du den Konflikt mit den Wagners beschreiben? Warum lebt ihr so im Verborgenen?

Auch wenn Marius findet, dass wir uns sehr ähnlich sind, so unterscheidet uns doch der Machthunger und die Gier nach Einfluss und Erfolg. Dadurch kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Konflikten, Menschen sind gestorben! Noch heute liegen viele Mahler-Frauen in einem merkwürdigen Wachkoma, das wir nicht durchdringen können. Linas Tante ist leider eine dieser Frauen. Deshalb sind wir sehr vorsichtig. Die Anonymität ist der beste Schutz, den wir unseren Clanmitgliedern bieten können.

Marius und Leo, eure Familie wirkt im Vergleich zum Rest des Clans eher modern und tolerant,
vielleicht sogar ein wenig revolutionär. Wie erlebt und handhabt ihr die gängige Clan-Politik?
Marktkreuz/Trier Quelle: Wikimedia

(Marius seufzt) Wir sind die schwarzen Schafe des Wagner-Clans, weil es in unserer Ahnenreihe Kontakt zu Mahler-Frauen gab. Meine Mutter ist eine Mahler, mein Vater ein Wagner. Ich finde ja, dass diese Vermischung unseren Fähigkeiten dient, aber die anderen Clan-Mitglieder sehen uns als verunreinigt an. Wir sind ihnen ein Dorn im Auge.


Marius, aber bedeutet nicht genau diese Verschmelzung der Clans auch eine Chance? Was muss eurer Ansicht nach geschehen, damit es irgendwann ein konstruktives Miteinander geben kann?

Das halte ich gegenwärtig leider für ausgeschlossen. Unser Clan-Oberhaupt verachtet die Mahlers und tut alles dafür, um seine Macht auszubauen und den weiblichen Clan zu vernichten. Hatte ich erwähnt, dass in unserem Clan nur die Männer empathisch sind, während die Fähigkeit bei den Mahlers sich auf die Frauen konzentriert? (kratzt über seinen Bart) Ich glaube, das hätten wir früher klarstellen sollen. Nun, unser Konflikt stammt aus den Zeiten, in denen die Frauen noch unterdrückt wurden. Und die Emanzipation schreitet wegen des Oberhauptes nur langsam bis gar nicht voran. Trotzdem gebe ich die Hoffnung nicht auf.

Marius, wenn es eine Wunschfee gäbe, was würdest du gerne verändern? Und du Valerie?

Marius: Nun, zunächst würde ich die Konflikte gerne aus dem Weg schaffen. Damit wir alle entspannt leben können. Es bedrückt mich sehr, dass so viele Frauen im Wachkoma liegen. Es wäre wunderbar, wenn wir eine Technik entwickeln könnten, mit der die Frauen aufwachen.
Valerie: Das würde ich mir auch wünschen. Und dann könnten wir auch mehr Zeit und Energie darauf verwenden, all unsere empathischen Talente umfassender auszubilden. Lina weiß ja genau, wie es sich anfühlt, wenn man sich von den Emotionen der Mitmenschen nicht abgrenzen kann.
Lina: Oh ja! Es ist verrückt. Du läufst durch die Stadt und von jedem Gefühl, das in Form eines Passanten an dir vorbeiläuft, bleibt ein wenig an dir haften. Wir sollten wirklich alle zumindest soweit ausbilden, damit sie nicht darunter leiden müssen.


Ich bedanke mich für eure Zeit und dass ihr mir einen Einblick in eure einzigartige Welt gewährt habt.

Quelle: Mella Dumont

Und wenn ihr neugierig geworden seid und mehr über die einzigartige "Colors of Life"-Reihe wissen wollt, dann schaut doch bei der Homepage der Autorin vorbei oder holt sie euch direkt bei Amazon. Mich persönlich haben diese Bücher sehr berührt und inspiriert, denn sie regen ebenso zum Nachdenken ein, wie sie einen unterhalten.
Vielen Dank liebe Mella, für diese wundervollen Geschichten und ich freue mich schon riesig auf Band 6 (Rosenmond).

Mella hat für euch im Zuge der Fantasywoche auch ein tolles Interview gegeben. Schaut doch mal rein und entdeckt, wie sie sich dabei so geschlagen hat.

Wir wünschen euch noch einen wundervollen Tag und viel Spaß weiterhin bei der #Fantasywoche.
Harry Potter - Delivery Owl