Mittwoch, 29. März 2017

Lesetipp - Rezension zu Sarah Vaughans "Die Zutaten des Glücks"


Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 400
ISBN: 978-3404171965
Preis: 14,99€ (Print) / 10,00€ (Taschenbuch) / 11,99€ (E-Book)
Erschienen: 06/2015
Genre: Belletristik
Kaufen kannst du es hier
Reinschmökern? Leseprobe



Jenny, Claire, Vicky und Karen führen völlig unterschiedliche Leben. Eines ist ihnen gemeinsam: Sie alle haben sich für einen begehrten Londoner Backwettbewerb qualifiziert. Doch die Herstellung der süßen Köstlichkeiten ist nicht die einzige zu meisternde Herausforderung, wie sich mit wachsender Vertrautheit unter den Frauen schon bald zeigt: Lebenslügen werden entlarvt, Geheimnisse gelangen ans Tageslicht, und schließlich wird jede mit neuem Blick in die Zukunft schauen- ...

Ein Roman wie eine Schokoladentorte
Grundzutaten:
Vier Frauen, unterschiedlich
Vier Lebensgeschichten, vielfältig
Ein Geheimnis, zartherb
Ein Backwettbewerb, verheißungsvoll



Bei diesem Buch hat mich der Klappentext neugierig gemacht. Vier Frauen und ein Backwettbewerb, wie sich jedoch schnell herausstellte, war dies nur ein Teil der Geschichte. Ich muss gestehen, dass mir der Einstieg nicht so leicht fiel, was aber nicht am Schreibstil der Autorin (flüssig und angenehm), sondern viel eher der Vielzahl der Perspektiven geschuldet ist, in denen man sich zurechtfinden muss. liegt so Die einzelnen Abschnitte werden nicht nur aus der Sicht von fünf Frauen erzählt, sondern das ganze spielt auch noch auf zwei Zeitebenen. In einem Backwettbewerb wird eine neue Werbefigur für eine Supermarktkette gesucht: die neue Mrs. Eaden. Während die Autorin die Leben der einzelnen Kandidatinnen beleuchtet, beginnt jeder Abschnitt sowohl mit einem Rückblick in das Leben der echten Mrs. Eaden und Auszügen aus ihrem Kochbuch. Sarah Vaughan hat die Wechsel sehr gut durchstrukturiert, so dass man sich relativ schnell in die einzelnen Damen hineinversetzen und dann die ganzen tollen Gebäcke, Torten und anderen kulinarischen Highlights der englischen Küche (ja, die gibt es wirklich!) genießen kann. Mehr als einmal hab ich während dem Lesen nachgeschaut, was ein Victoria Sandwich Cake ist, wie genau ein Battenberg Kuchen aussieht und was die Besonderheiten der anderen, typisch englischen Leckerbissen ist. Ich muss zugeben, dass neben dem Unterhaltungsfaktor auch sehr viel Lehrreiches dabei war. Ich werde den ein oder anderen Backtipp und Trick, den Mrs. Eaden ihren Leserinnen verraten hat, auch mal probieren.




Ein Roman, der aufzeigt, dass nicht immer alles Gold ist was glänzt und jeder noch so scheinbar glückliche und perfekte Mensch hinter seiner Fassade Probleme haben kann. Mich persönlich haben die einzelnen Schicksale der unterschiedlichen Frauen sehr berührt. Auch wenn mir nicht immer alle sympathisch waren, so hat Sarah Vaughan doch jede einzelne dermaßen authentisch und lebensnah beschrieben, dass man sich sehr gut in die einzelnen Situationen und Gefühlswelten einfühlen konnte. Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an die englische Küche und ein unglaublich intensiver Frauenroman, der sich mit der Zeit immer leichter lesen lässt. Am Ende wollt ich ihn nicht mehr aus der Hand legen, denn ich war nicht nur neugierig, wer am Ende gewinnt, sondern auch auf die Entwicklung der Kandidatinnen durch den Wettbewerb. Eine Geschichte, die neben Appetit auch Mut macht und oft zum Nachdenken anregt. Eine klare Leseempfehlung.




Dienstag, 28. März 2017

Lesetipp - Rezension zu Katie Agnews "Die Perlenfrauen"

Autor: Katie Agnew
Verlag: Heyne
Seiten: 561
ISBN: 978-3453420298
Preis: 9,99€ (Print) / 8,99€ (E-Book)
Erschienen: 02/2017 (Neuauflage)
Genre: Frauenroman (Belletristik)
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Manchmal muss man alte Wunden öffnen, um sein Glück zu finden
Zu ihrem 18. Geburtstag bekam die Schauspielerin Tilly Beaumont 1947 eine atemberaubend schöne Halskette geschenkt. Das Schmuckstück begleitete sie durch ihre ruhmreiche Karriere hindurch und zierte ihren Hals auf den glamourösesten Partys – bis sie auf einmal spurlos verschwand. Jahre später bittet Tilly ihr Enkelin Sophia, die Kette zu finden. Sophia hat gerade schmerzlich erfahren, dass man mit gutem Aussehen und dolce vita allein keine Rechnungen bezahlen kann. Die wertvolle Perlenkette könnte nun einige ihrer Probleme lösen. Aber was sind die eigentlichen Gründe für Tillys Auftrag? Und wie soll Sophia ein Erbstück finden, das sie noch nie gesehen hat?



Bei diesem Buch war ausnahmsweise mal nicht der optische Eindruck ausschlaggebend, sondern der Klappentext, der mich unendlich neugierig auf diese ungewöhnliche Geschichte gemacht hat.
Das Cover zeigt (höchstwahrscheinlich) rosa Kirschblüten, allerdings bin ich mir bei der genauen Klassifizierung nicht ganz sicher (macht aber am ehesten Sinn) und einige kleine Vögel. Der weiße Hintergrund wird durch eben diese pinken und einigen gelben Farbreflexen aufgebrochen und wirkt relativ schlicht.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, detailreich und flüssig zu lesen. Man findet recht schnell in die Geschichte, wenn sich einem auch nicht gleich erklärt, wie die einzelnen Erzählstränge zusammenhängen und Kati Agnew gefühlt ewig die unterschiedlichen Ebenen nebeneinander herlaufen lässt, so dass man bis kurz vor Ende des Buches nicht wusste, wie das alles zusammengehört. So verbinden sich durch die verschiedenen Protagonisten drei Kontinente und erst im Laufe der Handlung wird klar, wie sie zusammenhängen. Doch die Autorin verbindet nicht nur unterschiedliche Länder durch ihre Plotstränge, sondern entführt ihre Leser zudem in unterschiedliche Zeiten (Vorkriegszeit bis ins Hier und Jetzt). Mir persönlich haben diese Sprünge sehr gut gefallen, denn diese exklusiven Einblicke ermöglichten mir, Situationen und Figuren differenzierter einzuordnen und kennenzulernen. Allerdings muss ich zugeben, dass man die Entwicklung der Figuren und manche Szenen gut hätte ein wenig straffen können. Versteht mich nicht falsch, der Roman ließ sich gut lesen, dennoch habe ich des Öfteren das Buch aus der Hand gelegt und Lesepausen eingelegt, weil die fesselnden Elemente erst zum Ende hin aufkamen.
Die Sprache ist sehr leicht und angenehm zu lesen und man kann sich die Orte, Personen und Szenerien sehr gut vorstellen.




Ein wirklich schöner Frauenroman für zwischendurch. Es war beeindruckend zu sehen, wie die einzelnen Schicksale der Protagonisten über Jahre hinweg ganz lose miteinander verwoben wurden und sich erst im Finale zu einem übersichtlichen Geschichtenteppich zusammenfügen. Die Entwicklung der einzelnen Persönlichkeiten und ihre Erlebnisse stehen hier ganz klar im Vordergrund. Man hätte den Roman mit Sicherheit ein wenig straffen und so die Situationen schneller zusammenführen können, aber über diese Langatmigkeit kann man sich streiten.




Montag, 27. März 2017

LBM '17 - Unsere Erlebnisse auf der Buchmesse Leipzig

Meine Lieben,
auch wir waren dieses Jahr in Leipzig mit dabei. Vielleicht hat der ein oder andere auch unser Video gesehen, das wir bei Facebook online gestellt haben.
Ja, genau jenes, das akute Genickstarre verursacht, weil Frau Suhr nicht gecheckt hat, dass die Frontkamera auch mit Selfie-Stick (ja, auch ich hab jetzt einen Narzismus-fördernden Damenschlagstock für die Handtasche) nur hochkant benutzt werden sollte.
Aber dieses schiefe Video repräsentiert irgendwie sinnbildlich unseren ganzen Trip nach Leipzig...

Der Donnerstag startete bei uns schon turbulent, denn nachdem mein Kind die halbe Nacht (auch die Hinfahrt) über brechen musste, hatte Mama leider nicht so viel Schlaf. Nachdem ich beim Frühstück noch dachte, okay, die Schöne (Andrea) und das Biest (ich) werden die Messehallen stürmen, hat die Kosmetikindustrie doch ganze Arbeit geleistet und Produkte entwickelt, die Augenringe und Co. dezent kaschieren.

Doch genug gejammert, die Messe war mal wieder ein totales Highlight.
Zum einen hat das Skoutz-Team endlich mal wieder zusammengefunden und eine tolle Zeit verlebt und zum anderen habe ich viele Freunde wiedergesehen oder sogar zum ersten Mal getroffen. Am Donnerstag haben uns noch drei der vier Kids begleitet und wir hatten eine spannende Zeit beim Schmökern, Plaudern und Entdecken.

Der Freitag stand dann ganz im Zeichen der beiden Durchgeknallten, die dank ihrer beißenden Haarfarben nebeneinander schon mal für Bauchweh oder Augenkrebs sorgen können... Nein, nur ein Scherz, eigentlich sind wir ja ganz lieb.
Das Video, das wir extra gedreht haben, wurde leider zum Desaster, da ich die falsche Kameraposition gewählt hatte (ja, typisch Frau... einfach mal machen und hinterher wundern, warum es nicht so ist, wie man wollte)


Nichtsdestoweniger hatten wir Spaß, wir haben viel gelacht, die neue Buchsuche von Skoutz kennengelernt und vorgestellt, viele sympathische und lustige Autoren getroffen, nette Blogger gesprochen und sowieso und überhaupt eine absolut geile Zeit erlebt...
Ich möchte niemanden jetzt im Besonderen hervorheben, denn ich habe Angst irgendjemanden zu vergessen. Es war wirklich ein Highlight und ich bin so unendlich traurig, dass ich am Samstag nicht mit auf die Messe konnte und Andrea alleine die Freude hatte.



Wir wollen uns wirklich bei allen bedanken, die diese Messe für uns zu etwas Besonderem gemacht haben. Leider haben wir nicht geschafft, all die spannenden und tollen Begegnungen auf Foto zu bannen, weshalb wir euch nur eine kleine Auswahl der Personen zeigen können, die unseren Aufenthalt so besonders gemacht haben.


Ich freu mich schon auf die Romance4You in Kempten, die FBM in Frankfurt im Herbst (zur Verleihung des Skoutz-Awards) und dann noch auf die Lit.Love im November in München.

Auch wenn Leipzig von uns aus gesehen relativ weit entfernt ist, so mag ich diese Messe dennoch viel lieber als Frankfurt, denn sie ist kleiner, übersichtlicher und stärker am Leser und Autor orientiert. Ich bin mit Sicherheit auch nächstes Jahr wieder dabei und mal sehen, vielleicht schafft es auch Andrea.


Lesetipp - Rezension zu Mary E. Pearsons "Kuss der Lüge - Die Chronik der Verbliebenen (Band 1)"


Verlag: one by Lübbe
Seiten: 560
ISBN: 978-3846600368
Preis: 18,00€ (Print) / 13,99€ (E-Book)
Erschienen: 02/2017
Genre: Jugendfantasy
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Reinschmökern? Leseprobe



Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen...



Auf dieses Buch bin ich durch die vielen positiven Bewertungen gestoßen, die ich überall gesehen habe. Ich wurde neugierig und wollte wissen, was sich hinter der Geschichte mit dem extrem schlichten (beinahe romantischen Cover) verbirgt.
Die Geschichte beginnt mit den Hochzeitsriten, die die erste Tochter des Hauses Morrighan über sich ergehen lässt. Sie soll mit dem Prinzen eines anderen Königreichs verheiratet werden um die politische Lage zu stabilisieren. Doch Lia will ihr Schicksal nicht akzeptieren…
Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven, wobei die Hauptfigur Lia auch die meisten Passagen aus ihrer Sicht schildert. Zwischendurch wechselt die Autorin immer mal wieder und man bekommt zu Lias weiblichen Schilderungen auch die von Kaden und Rafe zu lesen. Mir hat dieser Wechsel sehr gut gefallen, denn so bekommt man nicht nur den Einblick in die Gefühlswelt der weiblichen Hauptfigur sondern auch die vielseitigen Emotionen der beiden männlichen Hauptcharaktere geschildert. Ich persönlich mag diese vielseitigen und vielschichtigen Einblicke, denn man erkennt, dass es so viele Facetten zwischen gut und böse, glücklich und verzweifelt gibt. Das Bild, das ich dadurch gewinne ist um so vieles runder und man versteht viele Beweggründe besser. Die Welt, in der die Geschichte spielt, erinnert an unsere eigene vor einigen hundert Jahren. Das Leben ist sehr einfach und die Länder werden durch Monarchien regiert. Mary E. Pearson hat mit ihrem angenehm flüssig zu lesenden Schreibstil bunte und detailreiche Bilder in meinen Kopf gemalt, ohne dass die Geschichte zäh wurde. Durch die verschiedenen Perspektiven hat man neben den verschiedenen subjektiven Eindrücken auch sehr viel über die politischen Strukturen, Intrigen und Gepflogenheiten erfahren.
Für mich gab es im Buch einen Moment, einen Wendepunkt, der mich extrem überrascht hat. Leider kann ich euch dazu nicht mehr sagen, denn ich möchte euch diesen Wow-Moment nicht klauen.




Ein wirklich gelungener Reihenauftakt, der mich begeistert hat. Eine phantastische Welt mit vielen politischen Wirrungen und Traditionen, aus denen sich eine junge Frau befreit und nicht länger ihr angeborenes Schicksal akzeptieren will. Mich hat die Entwicklung der Hauptfiguren begeistert und ich bin gespannt, wie dieses fesselnde Fantasyabenteuer weitergeht. Das Ende ist leider ein kleiner, fieser Cliffhanger und ich kann die Fortsetzung kaum erwarten. Eine klare Leseempfehlung.





Donnerstag, 23. März 2017

Kinderbuch Lesetipp - Neues aus dem Bücherkesselchen - Rezension zu Anu Stohner "Die Schusselhexe greift ein"


Autor: Anu Stohner
Illustrator: Henrike Wilson
Verlag: dtv
Seiten: 80
ISBN: 978-3423640305
Preis: 12,95€ (Print) / 10,99€ (E-Book)
Erschienen: 03/2017
Genre: Kinderbuch
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Einfach zauberhaft – Die kleine Schusselhexe ist wieder da
Die kleine Schusselhexe und ihr blauer Hase bekommen Besuch: Ein Igel, Dieter, kommt in einer wichtigen Mission. Die Waldtiere brauchen Hilfe! Immer stärker werden sie aus ihrem Wald verdrängt, weil laute Brummkisten auf einer grauen langen Straße durch ihr zu Hause preschen. Das ist nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich. Die kleine Schusselhexe ist sofort bereit zu helfen.
Im Wald warten schon Elch, Bär, Eule und Fuchs und bejubeln die kleine Schusselhexe bei ihrer Ankunft. Jetzt wird alles besser! Und sogleich spricht die kleine Schusselhexe ihren ersten Zauberspruch. Aber kann das gut gehen? Wo sie sich doch keinen Zauberspruch richtig merken kann und immer alles verschusselt?



Mal wieder ein Lesespaß, den ich mich meiner Tochter teilen durfte.
Die kleine Schusselhexe und ihr Freund blauer Hase sind wirklich ein tolles Team, dass uns des Öfteren zum schmunzeln gebracht hat. Besonders angetan war meine Tochter von den vielen lustigen Flüchen und Schimpftiraden, die sowohl Igel Dieter als auch der blaue Hase losgelassen haben. Da meine kleine Große noch nicht selber lesen kann, war dieses spannende Buch unser Abend-Highlight. Die Geschichte ist wirklich liebevoll erdacht, sie ist sprachlich anspruchsvoll aber nicht so, dass kleinere Hexenfreunde nicht mitkommen. Die Illustrationen kamen richtig gut an, auch wenn meine Tochter gerne noch mehr Bilder gehabt hätte.
Was Mami ein wenig ins Schwitzen brachte, waren all die Zungenbrechersatzkonstellationen (ähnlich wie dieses Wort), die mich ab und an stolpern ließen und manchmal die Zunge verknoteten.
Das Autorenduo hat aber auf wunderbare und unterhaltsame Weise eine Geschichte geschaffen, die neben dem Unterhaltungsaspekt auch zum Nachdenken anregt. Das Problem mit den vielen Autos, Straßen und wie die Tiere das wohl finden, hat meine Tochter ziemlich bewegt und wir haben sehr oft und lange darüber gesprochen.



Wir hatten extrem viel Spaß und gerade begonnen, es ein weiteres Mal zu lesen. Die kleine Schusselhexe ist wirklich außergewöhnlich und zusammen mit ihren Freunden erlebt sie spannende Abenteuer und bei ihren kleinen Fauxpas haben Bücherwürmer unterschiedlichster Altersklassen eine Menge zu lachen.
Ein absolut süßes und witziges Abenteuer für Groß und Klein, Leselerner und zum Vorlesen.

Dennoch rate ich jedem, der dieses Buch vorlesen möchte: trainiert eure Zungen J




Sonntag, 19. März 2017

Der Bücherkessel bekommt Verstärkung - herzlich willkommen, liebe Nina!

Meine Lieben,
heute habe ich ganz tolle News für euch, denn wir bekommen Verstärkung.
Die wundervolle Nina Hiess wird Andrea und mich unterstützen und euch zukünftig ihre Lesetipps und Buchschätzchen vorstellen.
Schon lange habe ich versucht, sie als Gastrezensentin zu gewinnen und jetzt endlich hat sie zugestimmt.

Wir freuen uns schon riesig auf sie und hoffen, ihr schließt sie ebenso in euer Herz, wie wir es getan haben.

Bald schon werden wir sie euch näher vorstellen und bis dahin bleibt uns zu sagen:

Herzlich willkommen und schön, dass du mit dabei bist!

Freitag, 17. März 2017

Lesetipp - Rezension zu Carmen Gerstenbergers "Supernatural Retirement: Monster a.D."


Verlag: Selfpublisher
Seiten: 247
ISBN:
Preis: 9,99€ (Print) / 3,99€ (E-Book)
Erschienen: 02/2017
Genre: Fantasy
Kaufen kannst du es hier



Auch die unsterbliche Ewigkeit hat ein Verfallsdatum.
Supernatural Retirement - das ist der Altersruhestand für Übernatürliche.
Einst lebten sie im Verborgenen, mitten unter uns, doch nun haben sie ausgedient. Für alternde oder von ihren Clans ausgestoßene, übernatürliche Wesen existiert ein Altersheim der besonderen Art: das Castle. Dort führen die unterschiedlichsten Arten, abgeschnitten vom Rest der paranormalen Welt, eine etwas andere Wohngemeinschaft.
Der Ruhestand könnte so schön sein - wären da nicht die grausamen Morde, von denen das Castle seit geraumer Zeit heimgesucht wird. Keiner der Bewohner scheint mehr sicher zu sein und niemand weiß, wer der unsichtbare Feind ist.
Archibald, ein Werwolf mit Fellproblem, Belial, ein liebestoller Höllenfürst und Vlad, der depressive einstige Fürst der Vampire, nehmen sich des Falles an. Mit der Hilfe einer Hexe stolpern sie in die abenteuerliche Jagd nach dem Castle-Killer.



Auf das Buch hab ich mich riesig gefreut, denn nicht nur das Cover (der Cover-Gollum war begeistert) finde ich äußerst gelungen, sondern auch der Inhalt hat mich neugierig gemacht. Stellt euch mal vor: Ein Altersheim für ausgemusterte Fantasiewesen. Das klingt doch spannend und vielversprechend.
Es ist das zweite Buch, das ich von der Autorin lese und mir gefällt ihr Stil recht gut. Die Handlung ist spannend, sie überrascht einen immer wieder mit unerwarteten Wendungen.  
Was mich aber absolut begeistert hat, ist die gelungene Politsatire, mit der sie (doch sehr offensichtlich trotz Namenswandlung) aktuelle Geschehnisse miteinbaut. Die Hauptfiguren sind wirklich speziell und genauso eigenartig wie genial und lustig. Ich mochte den notgeilen Höllenfürsten Belial ebenso wie den depressiven Vampirfürsten oder den ehemaligen MI6 Agenten Werwolf Archibald. Auch die Nebencharaktere sind sehr liebenswürdig, wenn auch, typisch für Monster, sehr skurril, skizziert. Ich musste während dem Lesen mehr als ein Mal schmunzeln und der ungewöhnliche und fesselnde Plot hat mich ebenso durch die Geschichte getragen, wie der angenehm flüssige Schreibstil. Einzig ein paar kleine Fehlerteufelchen, die mir garstig ins Auge gesprungen sind, haben das Lesevergnügen ein wenig getrübt (da spricht der Monk aus mir). Dennoch hat mich der Roman sehr gut unterhalten und ich wusste tatsächlich bis zur Auflösung nicht, wer hinter den ganzen Morden steckt.




Eine wirklich lustige und charmante WG, in der ich gerne öfter mal Mäuschen spielen würde. Monster, die man sonst nur aus Gruselgeschichten oder in ihrer Rolle als Bösewichte erlebt, leben hier Seite an Seite und man bekommt als Leser die Möglichkeit, einen sehr privaten Einblick in die Gefühlswirrungen der verschiedenen Bewohner zu bekommen. Ein sehr kurzweiliges und amüsantes Buch, das kurzweiligen Lesespaß verspricht. Für Fantasy- und Monster-Fans eine absolute Leseempfehlung.




Donnerstag, 16. März 2017

Das angemessene Darunter: Die Unterwäsche der viktorianischen Dame + Gewinnspiel - Releaseparty zu "Wolfsblues" und "Die Reise des Karneolvogels 2"


Herzlich willkommen meine Lieben,
heute haben wir einen besonderen Exkurs für euch.
Wie ihr vielleicht wisst, spielt die Geschichte "Die Reise des Karneolvogels" in der viktorianischen Zeit. Nicht nur politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich war diese Zeit etwas ganz Besonderes.

Heute wollen wir euch ein wenig mehr über die Mode der damaligen Zeit erzählen, eigentlich die Unterwäsche um genau zu sein.
Während wir heute eher auf Bequemlichkeit und Funktionalität, okay, in vielen Fällen auch auf den Reiz, den die Wäsche das Gegenüber ausübt, Wert legen, haben die Damen Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts einen weitaus größeren Aufwand betrieben.

Die zauberhafte Jeanette Lagall hat euch hierzu mal ein paar Fakten und Informationen zusammengetragen.

Das angemessene Darunter : Die Unterwäsche der viktorianischen Dame 


Die Unterwäsche der viktorianischen Dame war eine aufwendige Sache, weswegen ich ihr heute ein wenig Beachtung schenken möchte.
Zum Unterwäsche-Standard gehörten Chemise, Korsett, Camisole, Unterhosen und Unterröcke.

Vergleichsweise neu: Die Drawers 


Als erstes schlüpfte die Dame in die Drawers, die Unterhosen. Während zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Frauen normalerweise keine Unterhosen getragen wurden, änderte sich das Mitte des 19. Jahrhunderts schlagartig. Doch dann kam die Krinoline (Reifrock) auf, die deutlich windanfälliger war als die bisherige Mode, weswegen zum einen ein Wärmespender, zum anderen ein Sichtschutz bei Hochfliegen der Röcke benötigt wurde. So entstand (zumindest für die Damen der Oberklasse), die Notwendigkeit, etwas „darunter“ zu tragen. Arbeiterinnen begnügten sich noch bis ins 20. Jahrhundert mit lediglich der Chemise als Unterwäsche.

Quelle: Garments for Girls pages 125-127
Die ersten Damenunterhosen waren noch lange, recht schlichte Baumwoll- oder Leinenhosen, die einfach gerade herunterhingen und aus praktischen Gründen im Schritt offen waren.
Erst ab ca. 1870 wurden die Hosen auf Knielänge gekürzt und mit Bändern unter den Knien und in der Taille zusammengebunden. Gut 20 Jahre später gab es dann auch kürzere, pluderige Höschen. Allerdings war bis dahin alles noch unten offen. Erst gegen Ende des viktorianischen Zeitalters (1837 bis 1901) schloss sich auch der Schritt der Unterhosen.

Der Klassiker: Die Chemise 


Quelle: Pinterest
Nachdem die Drawers an allen strategischen Stellen festgebunden waren, folgte die Chemise, eine
Art Hemdkleid aus weißem Leinen oder weißer Baumwolle.

Ein sehr praktisches Kleidungsstück, denn zum einen schützte es die Haut vor dem Wundscheuern am Korsett und zum anderen vor dem rauen Stoff des eigentlichen Kleides. Doch die Chemise diente auch zum Schutz der Kleidung selbst, denn sie vermied den direkten Hautkontakt und sorgt so dafür, dass die Kleidung länger sauber blieb.

Ab 1870 kamen auch sog. Hemdhosen in Mode, eine Kombination aus Unterhose und Chemise.

Die Berühmtheit schlechthin: Das Korsett 


Quelle: Pixabay
Über die Chemise wurde das wohl berühmteste Kleidungsstück gezogen: Das Korsett.

Dabei war es nicht notwendig, das Korsett jeden Tag frisch zu schnüren. Es hatte vorne Haken und konnte bequem auf- und wieder zugehakt werden. Die berühmten Ohnmachtsanfälle wegen zu eng geschnürtem Korsetts kamen durchaus vor, aber es war bei Weitem nicht so, dass sich alle Damen auf ein Minimum an Taille zusammenschnürten.
Wie bei allen Moden gab es auch im viktorianischen England Fashion Victims und andere, die nicht jedem Trend hinterherliefen.

Gerade gegen Ende der viktorianischen Ära ließen manche Frauen das Korsett sogar ganz weg.

Noch ein Klassiker: Der Unterrock 


Solange es Kleider gibt, gibt es eigentlich auch schon Unterröcke. Ob nur einer oder gleich mehrere übereinander getragen wurden, hing von der jeweiligen Mode oder Jahreszeit ab. Je aufwendiger die Kleider wurden, desto wichtiger wurde auch der Unterrock, der neben seiner wärmenden Funktion dem Kleid auch mit die Form gab. Bevor die Krinoline auf den Plan trat, wurden beispielweise eine Menge gestärkte Unterröcke übereinander getragen, damit der Rock Form bekam. Als es dann Reifröcke gab, wurde oftmals ein Unterrock unter der Krinolinenkonstruktion getragen und einen darüber, um das hässliche Stahl-/Walknochenkonstrukt zu verbergen. Dieser zweite Rock schaute auch oftmals unter dem eigentlichen Kleid hervor und wurde daher gerne mit Rüschen oder Stickereien verziert. Mit den 1890ern wurden die Röcke dann wieder sehr schmal, eine Unterkonstruktion gab es nicht mehr und sogar ein normaler Unterrock hätte zu stark aufgetragen. Daher wurden oftmals steife Seidenunterröcke darunter getragen.

Der krönende Abschluss: Das Camisole


Quelle: Pinterest
Das Camisole, Hemdröckchen oder auch corset cover, muss man sich etwa so vorstellen wie eine taillierte, ärmellose oder kurzärmelige Bluse. Sie wurde über dem Korsett getragen, um das Kleid vor der Reibung an dem Korsett zu schützen und gleichzeitig das Korsett davor zu bewahren durch beständiges Reiben an dem Kleid beschädigt zu werden.

Verständlich, da damals sowohl die Oberbekleidung als auch das Korsett teure Anschaffungen waren. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen Camisolen auf, die durch besonders viele Rüschungen und speziell gestärkte Stofflagen eine größere Oberweite vortäuschten als tatsächlich vorhanden war.

Und was macht das in Summe? 


Wenn man all diese Unterwäschebestandteile zusammenrechnete, kam man, je nach Ausführung, auf ein Gewicht von bis zu 3 kg. Nur für Unterwäsche. Jetzt fehlte nur noch die nach außen sichtbare Kleidung. Also Rock und Mieder, Strümpfe und Schuhe, ein Mantel oder Schultertuch, eine angemessene Kopfbedeckung sowie Schmuck. Es war also durchaus nicht ungewöhnlich, dass eine viktorianische Dame bis zu 10 kg an Kleidung mit sich herumtrug.


Stellt euch mal vor, ihr müsstet mit bis zu 3kg Unterwäsche herumlaufen. Alleine, bis man das alles angelegt hat und wie sperrig das gewesen sein muss. Unglaublich, was man damals alles gemacht hat, um gut auszusehen.

Danke liebe Jeanette für diesen spannenden Einblick unter das Kleid der viktorianischen Dame von Welt. Wenn ihr Lust habt, mehr über Jeanette zu erfahren, könnt ihr hier das Interview nochmal nachlesen.

Wenn ihr noch mehr solcher spannenden Themen nachlesen wollt, dann schaut doch in die Veranstaltung auf Facebook. Es gibt tolle Beiträge und einige Gewinnspiele.





Heute bekommt ihr auch die Chance, etwas bei mir zu gewinnen. Die wundervolle Vanessa Carduie hat dein tolles Paket mit Wellness-Produkten und tollen Goodies zur Verfügung gestellt.
Ihr bekommt ein Los, wenn ihr meine Frage in den Kommentaren beantwortet und ein weiteres, wenn ihr Follower unseress Blogs seid.
Das Gewinnspiel läuft bis zum 20.3.17 23.59 Uhr.
Die genauen Teilnahmebedingungen findet ihr hier.

Ich würde gerne von euch wissen:

Was denkt ihr über die vielen Lagen, die Frau damals drunter trug? Findet ihr das toll oder zu aufwendig? Was glaubt ihr waren die größten Probleme, die sich den Frauen beim Anziehen damals stellten?


Wir wünschen euch viel Glück und hoffen, ihr hattet genauso viel Spaß wie wir.

Montag, 13. März 2017

Interview Jeanette Lagall - Releaseparty zu "Wolfsblues" und "Die Reise des Karneolvogels 2"


Herzlich willkommen und schön, dass ihr mit dabei seid.
Seit dem 11.3. feiern wir die große Releaseparty zu Vanessa Carduies "Wolfsbluess" und Jeanette Lagalls "Die Reise des Karneolvogels 2" und bis zum 18.3. werdet ihr bei unterschiedlichen Bloggern tolle Beiträge zu beiden Büchern finden.
Alle Artikel und weitere spannende News findet ihr in der Facebook-Veranstaltung.

Quelle: Jeanette Lagall
Ich hatte die Ehre, für euch die zauberhafte Jeanette Lagall zu interviewen. Es hat mir wie immer sehr viel Spaß gemacht und ich freu mich, dass sie mir diesen interessanten Einblick gewährt hat.
Wenn ihr mehr über die Autorin und ihre Arbeit wissen wollt, dann schaut doch auf ihre Homepage und/oder ihr Facebook-Profil.



1. In deiner Fantasy-Reihe „Die Reise des Karneolvogels“ fliehen Riki und Myra als Jungen verkleidet vor einer arrangierten Hochzeit und verstecken sich bei einem Wanderzirkus. Wärst du an ihrer Stelle auch so mutig gewesen und hättest dich gegen deine Familie aufgelehnt?

Also als ich in dem Alter war in dem Riki und Myra sind ganz bestimmt nicht. Das hätte ich mich nie und nimmer getraut. Wer weiß, vielleicht wäre ich ja damals sonst tatsächlich mit einem Zirkus abgehauen. ;-) Wie ich in dem Beitrag zur Entstehung des Romans geschrieben habe, gab es in meiner Vergangenheit ja wirklich einen Zirkus und vergleichbare Gedanken. Allerdings ohne die arrangierte Hochzeit im Nacken. Vielleicht hätte es in diesem speziellen Fall dann auch wieder anders ausgesehen.

2. Ein Wanderzirkus ist ja etwas sehr buntes und irgendwie doch auch exotisches. Würdest du gerne mal mit einem Wanderzirkus umherreisen? Was würdest du dort tun? Tiere pflegen? Kunststücke vorführen?

Oh ja, auf jeden Fall! Das würde mir riesig Spaß machen. Tiere pflegen wäre ich sofort mit von der Partie. Und klar, beim Kunststücke vorführen auch. Also sobald ich welche könnte. Mit Tieren auftreten wäre auch schön.

3. Deine zwei Protagonistinnen Myra und Riki suchten in Band 1 ihre Freiheit… Was bedeutet Freiheit für dich?

Wahnsinnig viel. Ich finde, Freiheit ist das Wichtigste überhaupt. Es gibt doch nichts Schlimmeres als wenn man vorgeschrieben kriegt, was man zu tun und zu lassen hat. Oder wenn man sich nicht frei bewegen oder nicht dahin gehen kann wo man möchte. Wenn andere über einen bestimmen, das ist für mich ein absolutes No Go.

Reise des Karneolvogels
4. Deine Geschichte spielt zur viktorianischen Zeit, also Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts. Warum hast du gerade diese besondere Epoche gewählt? Was fasziniert dich so an ihr? Verbindet dich persönlich etwas damit oder was war ausschlaggebend?

Ich brauchte für meine Geschichte eine Zeit, in der es realistisch war, dass als Junge verkleidete Mädchen auch über einen längeren Zeitraum als Junge durchgehen würden. Daher wäre es wenig glaubhaft gewesen, die Geschichte in der heutigen Zeit spielen zu lassen. Allerdings finde ich das viktorianische Zeitalter wirklich faszinierend. Warum weiß ich selbst nicht so genau. Vielleicht ist es das leicht Düstere, Geheimnisvolle, das diese Zeit umgibt, vielleicht auch das romantisch Verklärte. Ich mochte schon immer Geschichten, die in dieser Zeit spielen. Dracula, Sherlock Holmes oder die Romane von Charles Dickens, die habe ich buchstäblich verschlungen.

5. Ich weiß, die Frage ist gemein, aber welche deiner Figuren hast du am liebsten und welche ist dir nicht ganz so sympathisch? Und warum?

Die Frage ist wirklich gemein. Ein bisschen so, als ob du Eltern fragen würdest, welches ihrer Kinder sie am liebsten haben. Die Figuren haben für mich eigentlich nicht wirklich einen großen Sympathieabstand zueinander. Aber vielleicht kann ich die Frage trotzdem beantworten. Ramiro genießt aufgrund der Entstehungsgeschichte des Romans eine gewisse Sonderstellung.
Wer mir wirklich nicht sympathisch ist, ist Paco. Der Typ ist einfach ein Arsch.

6. Stell dir vor, deine Lieblingsfigur aus deinem Roman würde dich einen Tag oder ein Wochenende besuchen, was würdest du mir ihr anstellen?

Holla die Waldfee! Na, was glaubst du wohl? *dreckiggrins*

7. Einen Roman oder gar eine ganze Roman-Reihe zu schreiben, stell ich mir sehr aufwendig und intensiv vor. Wie lange brauchst du in etwa für einen Roman und wie läuft das im Einzelnen so ab?

Ich brauche mindestens ein Jahr, wenn keine größeren Schwierigkeiten dazwischenkommen. Als erstes strukturiere ich die Geschichte grob durch, damit ich weiß, wo ich etwa hinsteuern muss. Dann entwickele ich die Charaktere die ich dazu brauche. Dabei bekommt jede Figur, die für die Geschichte wichtig ist einen eigenen Lebenslauf, damit ich den Charakter kennen lerne und er später authentisch handeln kann.
Tja, und dann geht es los mit Schreiben. Und Schreiben. Und Schreiben. Dabei ist es meist so, dass ich von dem ursprünglichen Plan immer weiter abweiche, je mehr das Buch fortschreitet, da die Charaktere ein gewisses Eigenleben entwickeln.

Reise des Karneolvogels 2
8. Könntest du dir vorstellen, Bücher in anderen Genres zu schreiben? Wenn ja welche wären das und welches Genre wäre so dein absoluter Horror?

Nicht nur vorstellen, das werde ich auch definitiv noch tun. Sobald ich den dritten Teil abgeschlossen habe.
Zum einen liebe ich Vampire, möchte also auf jeden Fall in dem Bereich etwas schreiben, habe aber auch schon eine Idee für einen Fantasyroman. „Die Reise des Karneolvogels“ gehört ja eher zum Genre Historisch als zu Fantasy. Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, zur Abwechslung mal einen leichten Frauenroman zu schreiben. Oder New Adult. Ach, ich verschließe mich da eigentlich recht wenigen Genres.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass ich jemals einen Krimi schreiben werde. Ich finde Krimis, bis auf einige Ausnahmen, einfach todlangweilig, ich glaube nicht, dass ich Lust hätte so etwas zu schreiben.


Vielen Dank für deine Mühe und Zeit und natürlich dieses zauberhafte Interview. Ich bin schon richtig gespannt, wie es mit dem Karneolvogel weitergeht.

Quelle: Wortstürmer
Ihr seid neugierig geworden und wollt Jeanette, Vanessa oder die anderen tollen Autoren der Wortstürmer kennenlernen? Dann schaut doch auf der Leipziger Buchmesse an ihrem Stand vorbei:
Halle 5 Stand D502 (nähe der Bloggerlounge)

Am 15.3.17 erscheint Jeanette Lagalls Fortsetzungsroman. Solltet ihr den ersten Teil noch nicht kennen, so könnt ihr ihn hier bekommen.

Die nächsten Tage gibt es auch noch viele tolle Aktionen und Beiträge. Schaut doch in die Veranstaltung und seid dabei. Hier noch mal der zeitliche Ablauf.
Was man zu Zeiten Königin Victorias so drunter trug, erfahrt ihr dann am 16.3. übrigens wieder hier bei uns (da wird es dann auch ein Gewinnspiel geben)  :-)


Harry Potter - Delivery Owl