Mittwoch, 4. Oktober 2017

Lesetipp - Rezension zu Danielle Paiges "Snow - Die Prophezeiung von Feuer und Eis"


Seiten: 400
ISBN: 978-3522202374
Preis: 17,99€ (Print)/ 14,99€ (Ebook)
Erschienen: 09/2017
Genre: Jugendfantasy
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„Die drei mächtigsten Hexen des Landes erhielten zu deiner Geburt eine Prophezeiung, Snow. Vergiss nicht, dass beide Elternteile dir Magie vererbt haben. Diese Magie lebt in dir, eine starke Magie, wahrscheinlich sogar die stärkste, die es in Algid jemals gegeben hat.“
Algid, ein Reich aus Eis und Schnee, ist Snows wahres Zuhause. Hier soll sie ihre eigentliche Bestimmung annehmen und das Land aus den frostigen Ketten König Lazars befreien. Snow, jahrelang in der Menschenwelt festgehalten, fällt es schwer, ihren Auftrag und ihre magischen Fähigkeiten zu akzeptieren. Durch Jagger und Kai, die sich beide um sie bemühen, erfährt sie die Geheimnisse von Algid und seinen Bewohnern. Doch Snows Herz gehört eigentlich schon Bale – dem sie ihre Flucht verdankt und den sie jetzt verzweifelt sucht …



Was für ein Cover! Die kühlen Farben, die Federn und das ausdrucksstarke Gesicht – der Cover-Lover in mir hat gejubelt und nach dem vielversprechenden Klappentext war mir klar, das Buch musst du lesen.
Der Anfang hat mich jedoch irritiert, denn der Kurzbeschreibung nach erwartete ich ein Märchen voller Fantasy und keine amerikanische Psychoklinik. Dennoch beschloss ich, der Geschichte eine Chance zu geben und zu schauen, wie sie sich entwickelt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen, was den Einstieg erleichtert. Sie passt sich sprachlich geschickt an die jeweiligen Situationen an, so beschreibt sie den Alltag und das Klinikleben doch ganz anders als die Fantasiewelt. Während sie zu Beginn alles sehr protokollhaft und detailiert schildert, was für mich sehr gut zu einem sterilen, straff durchstrukturierten und organisierten Krankenhaus für psychisch Kranke passt, wird es in Algid fantastisch und märchenhaft – ein krasser Kontrast. Hexen, Schneewölfe, viele Fantasiewesen, Räuber und eine Menge Magie – alles, was sich das Herz gewünscht hat.
Leider wurde ich mit Protagonistin Snow nicht so sehr warm (ist ja auch kein Muss). Sie wirkt sehr distanziert (könnte daher kommen, dass sie ihr Schicksal und ihre Vergangenheit geprägt hat – wüsste nicht, wie ich mich gefühlt hätte) und emotional hin- und hergerissen. Aus diesem Grund waren einige ihrer Handlungen nicht so ganz nachvollziehbar für mich. Die Nebencharaktere wiederum fand ich sehr spannend und überzeugend. Ihre Persönlichkeiten wurden sehr lebendig, vielseitig und bunt beschrieben. Oftmals fiel es mir schwer, einzuordnen, wer gut und wer böse ist – was der ganzen Sache noch mehr Dramatik gibt. Dadurch gab es die ein oder andere Überraschung und Wendung, die ich so nicht erwartet habe.
Ein kleiner Kritikpunkt für mich ist, dass die Geschichte etwas langsam Fahrt aufnimmt. Sie ist nicht langweilig, aber so richtig rasant und actionreich wird es erst auf den letzten Seiten, wenn sich alles zuspitzt. Da wollte ich das Buch nicht mehr weglegen, weil ich wissen musste, wie es endet.




Ein toller Auftakt, der Lust auf mehr macht, obwohl ich bis kurz vor Ende dachte, die Geschichte löst sich als Einzelband auf J Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und bin gespannt, wie die Geschichte um Snow und ihr Schicksal weitergeht. Eine klare Leseempfehlung für alle Fantasy- und Märchenfans, die mal keine Adaptionen klassischer und bekannter Märchen lesen wollen.



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