Dienstag, 2. August 2016

Blogtourtag zu Lucy Clarkes "Das Haus, das in den Wellen verschwand"





























Herzlich willkommen zu Tag 4 der Blogtour zu Lucy Clarkes "Das Haus, das in den Wellen verschwand". Nachdem ihr gestern mit der lieben Lisa auf einer tollen Weltreise wart, werde ich euch heute ein wenig mehr über das "Aussteigerleben" erzählen. Viel Spaß damit....

Das Aussteigerleben


Gerade in unserer heutigen, sehr schnelllebigen Zeit sehnen sich viele Menschen nach ein wenig Ruhe und wollen gerne dem stressigen Alltag den Rücken kehren. So genannte Aussteiger gelten in unsere Gesellschaft als Freigeister und viele von uns beneiden sie für ihren mutigen Lebensstil, der sich auf unterschiedlichste Weise entfalten kann. Doch was genau steckt hinter diesen verschiedenen Lebenskonzepten und welche Vor- und Nachteile hat solch ein Aussteigerdasein? Diese Fragen möchte ich gerne näher beleuchten, um euch die außergewöhnlicheLebensform ein wenig näher zu bringen.

Definition Aussteiger


Als Aussteiger bezeichnet man Menschen, die sich durch ihr Verhalten von gesellschaftlichen Normen zu befreien versuchen, indem sie aus ihrer konkreten Lebenswelt innerlich oder äußerlich „aussteigen“.
Ein klassisches Beispiel war bereits in der griechischen Antike der Philosoph Diogenes, in der christlichen Frühzeit die Einsiedlermönche in der nahöstlichen oder ägyptischen Wüste oder die Eremiten in Europa.
Quelle: Pixabay.com

Heutige Beispiele sind Alternativbewegungen wie die Hippies oder die New-Age-Bewegung. Auch ehemalige Mitglieder von Sekten oder von Neonazi-Strukturen werden als Aussteiger bezeichnet, ebenso Menschen, die ihr Land verlassen, um anderswo einem anderen Lebensstil nachzugehen. (Quelle: Wikipedia)

Das Fernsehen hat sich in den vergangenen Jahren diesem Thema mit einigen Formaten sehr ausführlich gewidmet. Insbesondere den Menschen, die ihr eigenes Land verlassen, um in der Ferne ihr Glück zu suchen und ein neues Lebensgefühl zu bekommen. Ich glaube die wohl bekanntesten und auch erfolgreichsten Aussteiger unserer Zeit (zumindest di, die im Tv gezeigt wurden) sind die Reimanns, die Hamburg hinter sich gelassen haben, um in Texas ihr Glück zu finden.

Das Leben als Aussteiger


An dieser Stelle möchte ich nur zwei besondere Formen des Aussteigerdaseins näher erläutern. Alle Ausformungen zu besprechen, würde leider den Rahmen sprengen. Jeder von uns hat so seine Vorstellung, wie diese Lebenskonzepte aussehen. Doch entspricht unsere Fantasie der Realität?

Die Auswanderer:


Quelle: Pixabay.com
Diese Form des Aussteigens ist nicht unbedingt neu. Bereits vor vielen Jahrhunderten versuchten die Menschen ihre Sterne neu zu ordnen, indem sie ihr altes Leben hinter sich ließen und einen Neuanfang in einem fernen Land suchten. Als eins der wohl bekanntesten Beispiele, ist an dieser Stelle die Besiedlung Amerikas zu nennen. Denn noch heute lockt das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" mit dem Traum vom Tellerwäscher zum Millionär. So sind nach Entdeckung des neuen Kontinents tausende Europäer mittels Schiffen in eine ungewisse Zukunft gesegelt und haben ihr komplettes Leben, ihre Familie, ihre Freunde und ebenso ihre sozialen Verpflichtungen hinter sich gelassen. Auch heute noch zieht es viele Menschen nach Amerika. So sind 2013 allein aus Deutschland 31.418 Auswanderer in die USA zu verzeichnen (Quelle: welt online). Wohlgemerkt sind nicht alle von ihnen wirkliche Aussteiger. Viele versuchen einfach nur ihre Lebenssituation zu verbessern oder wechseln wegen des Jobs in die Vereinigten Staaten. Aber auch andere europäische Länder und Asien stehen bei den deutschen Auswanderern hoch im Kurs. So zieht es viele nach Thailand, Mallorca oder in andere überwiegend warme Gefilde. Was sie dort erwartet, ist nicht immer unbedingt besser als das, was sie zurückgelassen haben. Daher gibt es gerade in Deutschland auch viele Rückwanderer, die nach einem gescheiterten Ausstiegsversuch wieder heimkehren.

Die Kommunen:


Eine weitere und meines Erachtens nach besondere Form des Aussteigerlebens symbolisiert die sogenannte Kommune. Die Idee zu dieser Form des Zusammenlebens entstand in den 60er Jahren in Deutschland. Die wohl bekannteste und auch erste Kommune wurde in Berlin 1967 von einigen Studenten gegründet: die Kommune 1. Ziel des neuen Lebenskonzepts war die Gleichberechtigung von Mann, Frau und Kind. Die klassische Kleinfamilie sollte aus ihren Strukturen gelöst werden und damit eine neue Entfaltung und Entwicklung der geistigen und körperlichen Fähigkeiten der Menschen ermöglichen. Ursprünglich sollte das Leben in der Kommune auch vollkommen unabhängig von den gewohnten Sicherheiten wie Einkommen, Besitz und Privatsphäre stattfinden.
Quelle: dw.com

Bereits nach kurzer Zeit wurde allerdings klar, dass sich solch ein Verzicht schlecht aushalten lässt. Die Wandlung der Kommune 1 vom kompletten Ausstieg aus dem normalen Familienidyll und der marxistische Gedanke von vollständiger Gleichberechtigung aller Individuen hin zu einer WG mit Popstarcharakter, die sich Interviews und das wachsende mediale Interesse gut bezahlen ließen, war schnell vollzogen. Mit dem Einzug von Uschi Obermaier als Rainer Langhans Freundin in die Kommune, standen plötzlich andere Werte und Grundsätze im Vordergrund. Die beiden nutzen das öffentliche Interesse, um insbesondere mit dem damaligen Tabuthema Sex zu provozieren und den Weg für eine offenere und weniger prüde Gesellschaft zu ebnen. Sex, Drugs and Rock'n Roll waren 1968/69 an der Tagesordnung. Das diese Entgleisungen mittelfristig zum Scheitern der Kommune führten, wurde Ende 1969 zur traurigen Gewissheit. Das Experiment zur Neuordnung unserer Gesellschaftsform war vorerst gescheitert.

Quelle: Pixabay.com
Der Grundgedanke der Kommune 1 schaffte es jedoch zu überleben. So wurden zahlreiche Kommunen bis in die 1980er Jahre hinein gegründet, die vor allem die Gleichberechtigung der Geschlechter im Hinblick auf Sexualität, Erziehung und berufliche Chancen zum Ziel hatten. Ein heute noch sehr beliebter, wenn auch abgewandelter Gedanke der Kommune 1 ist die WG. Heutzutage als reine Zweckgemeinschaft geführt, gilt die WG dennoch als Vermächtnis der damaligen Kommunen und bietet unseren heutigen gesellschaftlichen Strukturen eine alternative Lebensform, die sich nicht nur bei Studenten großer Beliebtheit erfreut. (Quelle: planet wissen)

Die Kommune im Buch:


Quelle: Pixabay.com
Eine Segelyacht, das offene Meer und segeln wohin man möchte - klingt nach einem absoluten Traum. Jana und Kitty finden diese außergewöhnliche Möglichkeit ihrem bisherigen Leben den Rücken zu kehren und schließen sich der Crew um Aaron an. Aber diese Entscheidung lag nicht allein bei ihnen. Nur die Crew kann sie durch Abstimmung in ihre Mitte aufnehmen. Sämtliche Entscheidungen werden im Kollektiv getroffen. Eine der vier Regeln, die an Bord herrschen. Eine weitere Regel besagt, dass jeder seinen Pflichten ohne Aufforderung nachkommen muss. Also putzen, kochen, segeln und was eben auf so einem Schiff alles anfällt. Beziehungen sind absolut tabu, was ja nicht heißt, dass man sich nicht körperlich näher kommen kann. Nur eben ohne die Gefühle ins Spiel kommen zu lassen. Und zu guter letzt ist jeder an Bord für seine Sicherheit selbst zuständig. Verstößt man gegen eine dieser Regeln, so wird man von Bord geworfen (natürlich nicht Mitten auf der See, sondern an Land *g*)

Ähnlich einer Schiffs-WG leben hier die verschiedensten Charaktere zusammen und bestreiten einen so völlig anderen Lebensalltag, dass man glatt neidisch werden könnte. Raus aus dem Stress, ohne Plan und ohne zu viele Gedanken an Morgen zu verschwenden. Einfache Regeln, die ein Zusammenleben unkompliziert und problemlos ermöglichen sollen.  Doch kann das funktionieren? Ich will euch an dieser Stelle nicht zu viel verraten, denn lest es selbst und ich verspreche euch, ihr werdet eine fantastische Leseerfahrung machen.

Die Schattenseiten des Aussteigerlebens


Quelle: Pixabay.com
Jeder von uns kennt den Wunsch einfach alles stehen und liegen zu lassen und keine Verpflichtungen mehr zu haben. Man träumt sich an weiße Sandstrände, an Wellnesoasen oder in Partylocations, wo man sich treiben lassen kann. Doch gibt es die absolute Freiheit für uns überhaupt? Können wir all den Menschen um uns herum einfach den Rücken kehren, unser Hab und Gut zurück lassen und uns in ein unbekanntes Abenteuer stürzen? Manche Menschen schaffen diesen Sprung ins "kühle Wasser" und beginnen ein völlig neues und anderes Leben. Nicht alles ist Gold, was glänzt - dieses alte Sprichwort trifft den Nagel auf den Kopf.
Quelle: Pixabay.com
Denn die völlige Freiheit und ein Leben außerhalb unserer gesellschaftlichen Konventionen kostet seinen Preis. Man gibt vieles auf. Soziale Bindungen bleiben oft auf der Strecke. Die bekannten und geliebten Menschen werden zurückgelassen und oft fällt es schwer am neuen Lebensort Kontakte zu knüpfen. Sprachprobleme wirken sich in vielfacher Weise auf das neue Leben aus. Beruflich und auch privat kann dies zum Stolperstein werden. Sicherheit und Geborgenheit werden zum Fremdwort und sind für viele einer der Hauptgründe das Projekt "Aussteigen" wieder abzubrechen. (Quelle: in Anlehnung an: zeitjung)

Quelle: Pixabay.com
Auch das Zusammenleben in einer Kommune ist nicht immer leicht. Unsere menschliche Natur hindert uns selbst mit den einfachsten Regeln klarzukommen und so sind Gefühle wie Eifersucht, Liebe und Neid oft die Triebfedern, die ein gut gemeintes Experiment zum scheitern bringen. Natürlich gibt es auch Erfolgsgeschichten. Nicht jeder Aussteiger scheitert mit seinem neuen Lebenskonzept. Es gibt genug Beispiele, die uns den Beweis dafür liefern. Jeder sollte für sich den richtigen Lebensweg finden. Manche werden durch den Bruch mit ihrem bisherigen Leben glücklich, andere erkennen dadurch, was ihnen wichtig ist und finden zurück in ein bis dahin ungeliebtes Leben, das sie nun aus einem anderen Blickwinkel wahrnehmen können. Welchen Weg man nimmt, entscheidet jeder für sich. Allein.








Der Gewinn:

1 Print Das Haus, das in den Wellen verschwand

Auch heute könnt ihr wieder ein Los für den tollen Preis dieser Blogtour sammeln. Beantwortet mir in den Kommentaren einfach folgende Frage:

Wohin würdet ihr gehen, wenn ihr aus eurem Leben aussteigen wollen würdet?







Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele:
*Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab 18 Jahren möglich. Andernfalls ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
*Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz.
*Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
*Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
*Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
*Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf.
*Der Gewinner ist damit einverstanden öffentlich genannt zu werden.
*Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
*Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
*Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
*Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
*Das Gewinnspiel endet am 07.08.2016 um 23:59 Uhr.
*Der Gewinner wird per Mail kontaktiert!
*Der Beitrag der Gewinnernennung wird jeweils in der ersten Woche des Folgemonats veröffentlicht


Hier nochmal der Blogtourfahrplan in der Übersicht:

30.07 Exkursion Segeln bei Janine
31.07 Wir entern 'The Blue' bei Sonja
01.08 Auf Weltreise mit Lisa
02.08 Aussteigerleben bei mir
03.08 Leben auf dem Meer bei Vanessa
04.08 Was Freiheit für jeden von uns bedeutet bei Tamara
05.08 Beziehungen auf engstem Raum bei Marie

Kommentare:

  1. Hallo,
    vielleicht würde ich in den schottischen Highlands verschwinden. Es ist so wunderschön da. Dort würde mich niemand finden.
    LG
    Anni

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  2. Hey :)
    Danke für deinen tollen Beitrag.
    Ich würde nach Island gehen, da mich ihre Flora und Fauna einfach begeistert und wunderschön ist und man dort perfekt entspannen kann.
    Liebe grüße Shuting :)

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  3. Dann würde es mich nach Australien ziehen.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  4. ich würde es sogerne dann in Schottland versuchen wollen :-)
    VLG Jenny
    jspatchouly@gmail.com

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  5. Huhu,
    puh ich kann mir das gar nicht vorstellen, denn ich liebe meine Heimat...und ich mag Deutschland^^
    Vg
    Sunny

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  6. Hallo,

    ich würde wohl nach Italien wollen. :)

    LG
    SaBine

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  7. Da würde ich nicht lange nachdenken...das ist für mich ganz klar: Neuseeland!
    ich liebe das land. Die Sprache kann ich und die Landschaft ist ähnlich meiner Heimat Österreich, bietet aber mehr: Meer und auch telweise anderes Klima, neue Tierwelten.
    Liebe Grüße
    Martina
    stamplover@gmx.at

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  8. Huhu,
    ich würde mich auf die Bahamas verziehen =D Paradiesischer geht es nicht mehr und dort leben meine Lieblingstiere, die schwimmenden Schweine...
    LG und ein schönes Wochenende,
    Madita

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