Donnerstag, 1. September 2016

Rezension zu Valeska Réons "Töte mich: Der dunkle Dreiklang"


Titel: Töte mich: Der dunkle Dreiklang
Autor: Valeska Réon
Verlag: SWB Media Publishing
Seiten: 320
ISBN: 978-3946686026
Preis: 12,80€ (Print) / 7,99 € (E-Book)
Erschienen: 08/2016 (Print)/ 07/2016 (E-Book)

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Karla Bernhardt ist eine Auftragskillerin, eine der besten ihrer Branche. Ihre Spezialität: wie ein Chamäleon schafft sie es, in immer andere Rollen zu schlüpfen und ihre Morde wie „natürliche“ Tode aussehen zu lassen. Doch dann passiert das Unvorhergesehene: sie verstößt gegen einen ihrer Grundsätze und verliebt sich in Tom, den Schwager eines ihrer Mordziele. Und als ob das alles noch nicht genug wäre, lernt sie die Hackerin Agnetha Reiser sowie die jüdische Psychotherapeutin Susannah Rosenbaum kennen, wobei jede Karla auf ihre ganz eigene Art und Weise zu beeinflussen versucht.
Wer sind diese geheimnisvollen Frauen und was haben sie mit dem perfiden Mordkomplott zu tun, in dem Karla plötzlich als die Hauptverdächtige dasteht?




Ich durfte dieses Buch als Rezensionsexemplar lesen und bin eigentlich kein großer Fan von Thrillern. Aber mit ihrer unkonventionellen Schreibweise und dem feinen Gespür für Sprache konnte mich Valeska Réon von ihrem Werk überzeugen. Der Blickwinkel der Geschichte ist ungewöhnlich und zugleich die größte Stärke des Buches. Man taucht in die Welt der Auftragskillerin Karla Bernhardt ab und entdeckt die tiefen Abgründe der menschlichen Natur. Die Hauptprotagonistin öffnet sich dem Leser vollkommen und man bekommt trotz ihres eigentlich eher abstoßenden Berufs einen Draht zu ihr und fühlt mit. Die Autorin schafft es einen tollen Spannungsbogen aufzubauen und der Plot überrascht an vielen Stellen mit Wendungen, die man als Leser nicht vorhergesehen hat. Gerade diese Unberechenbarkeit macht die Story so einzigartig und kontrastreich. Sprachlich entwickelt sich das Buch genau wie seine Protagonisten. Zuerst sind viele schnelle Szenenwechsel, die noch nicht viel über die Charaktere verraten. Mit der Zeit jedoch wird der Erzählstil weicher und fließender, sodass man auch tiefer in die Psyche der einzelnen Protagonisten eintaucht. Gerade dieser Verlauf gibt der Geschichte viel Tiefgang und lässt einen langsam in die „Schattenwelt“ abdriften.



Es ist bei dieser grandiosen Geschichte gar nicht so leicht eine Rezension zu verfassen, denn man möchte ja nicht spoilern. Aber die geniale Idee, die Valeska Réon mit so viel Liebe zum Detail und äußerst gut recherchierten Inhalten zu diesem spannenden und mitreißenden Thriller zusammengefügt hat, lässt mich nicht los. Ich habe nach diesem Buch einen wahnsinnig intensiven Austausch mit verschiedenen Menschen in meinem Umfeld gehabt und bin sicher, dass genau diese Tatsache eine gute Story ausmacht: dass sie einem nachgeht, dass man Redebedarf hat und dass man sich weiterhin mit der Thematik beschäftigen möchte. Chapeau, liebe Valeska Réon. Du hast mir einen neuen Horizont eröffnet und ich danke dir, für diese tiefen Einblicke in die menschliche Psyche, die mir ein anderes Bewusstsein für manche Dinge auf dieser Welt geschenkt haben.













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