Samstag, 13. Januar 2018

Märchenhafter Lesetipp - Rezension zu Jennifer Alice Jagers "Prinzessin Fantaghiro - Im Bann der Weissen Wälder"


Verlag: Impress
Seiten: 348
Preis: 3,99€ (Ebook)
Erschienen: 12/2017
Genre: Märchen / Fantasy
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Fantaghiro ist nicht nur die Jüngste von drei Königstöchtern, sondern auch die Wildeste. Tagtäglich setzt sie sich über alle Regeln des Hofs hinweg, reitet, liest Bücher und streift oft stundenlang in den verbotenen Weißen Wäldern umher. Das geht schließlich so weit, dass ihr Vater sie auf dem königlichen Ball des Nachbarlands nicht als seine Tochter vorstellen möchte. Für Fantaghiro kein Problem. Ohne zu zögern schneidet sie sich ihr schönes Haar ab und gibt sich als Stallbursche aus, um ihre Schwestern begleiten zu können. Als sie dann aber unterwegs angegriffen werden, steht sie plötzlich vollkommen alleine und nur mit einem Stock bewaffnet dem gut aussehenden Schwertkämpfer Alessio gegenüber – und der hält sie für einen Jungen…  



Cover: Märchenhaft schön. Die anmutige junge Frau, die in ihrem Traum von einem Kleid durch die Winterlandschaft streift – einfach zauberhaft.

Schreibstil: Jennifer Alice Jager hat ein unglaublich feines Sprachgefühl und vermittelt mit ihren Worten immer die passende Stimmung. Sie lässt geheimnisvolle Welten vor den Augen ihrer Leser entstehen, entführt sie in ein fremdes Königreich fernab unserer Zeit. Man wird direkt Teil der Geschichte und fiebert mit der jungen rebellischen Prinzessin mit. Der Roman lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen, dass man nur so durch die Seiten gleitet.

Plot & Charaktere: Ich weiß zwar, dass es mal eine Serie zu Prinzessin Fantaghiro gab, doch bis zu diesem Buch bin ich mit der Geschichte noch nicht in Berührung gekommen. Fantaghiro ist eigensinnig, hat ein großes Herz und weiß, was sie will – zum Leidwesen ihres Vaters J
Mir gefällt ihre Art, wie sie die Dinge sieht und anpackt, auch wenn ich ab und an dachte, warum musst du nur so großherzig sein. Mich haben die Geheimnisse dieser Welt ebenso fasziniert wie ihre vielen Bewohner, die politischen Zusammenhänge und Gesellschaftsstrukturen. Ich wurde regelrecht ein Teil davon und konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht.

Stärken & Schwächen: Für mich gab es eigentlich keine wirklichen Schwächen. Okay, manchmal hab ich Fantaghiros Art zu handeln nicht so ganz nachvollziehen können, aber das liegt wohl daran, dass ich in manchen Situationen anders entschieden hätte. Eine der großen Stärken dieses Romans ist seine wundervolle, beinahe poetische Sprache. Es gab so viele Sätze, die ich mir markiert hatte, weil ich sie so schön fand und nicht vergessen wollte. Was mir aber auch gut gefällt, ist dass es sich bei diesem Märchen um einen Einzelband handelt und man keiner Fortsetzung entgegenfiebern muss.



Ich habe mich von diesem Roman verzaubern lassen. Es gibt viele Märchenadaptionen, viele verschiedene Versionen bekannter Märchen, doch mit Fantaghiro hat Jennifer Alice Jager ein Thema aufgegriffen, das, zumindest für mich, erfrischend neu ist. Ich mag es, wenn mich die Autoren überraschen und mit unerwarteten Geschichten begeistern und das ist der lieben Jennifer wirklich gelungen.




Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar


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