Freitag, 17. März 2017

Lesetipp - Rezension zu Carmen Gerstenbergers "Supernatural Retirement: Monster a.D."


Verlag: Selfpublisher
Seiten: 247
ISBN:
Preis: 9,99€ (Print) / 3,99€ (E-Book)
Erschienen: 02/2017
Genre: Fantasy
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Auch die unsterbliche Ewigkeit hat ein Verfallsdatum.
Supernatural Retirement - das ist der Altersruhestand für Übernatürliche.
Einst lebten sie im Verborgenen, mitten unter uns, doch nun haben sie ausgedient. Für alternde oder von ihren Clans ausgestoßene, übernatürliche Wesen existiert ein Altersheim der besonderen Art: das Castle. Dort führen die unterschiedlichsten Arten, abgeschnitten vom Rest der paranormalen Welt, eine etwas andere Wohngemeinschaft.
Der Ruhestand könnte so schön sein - wären da nicht die grausamen Morde, von denen das Castle seit geraumer Zeit heimgesucht wird. Keiner der Bewohner scheint mehr sicher zu sein und niemand weiß, wer der unsichtbare Feind ist.
Archibald, ein Werwolf mit Fellproblem, Belial, ein liebestoller Höllenfürst und Vlad, der depressive einstige Fürst der Vampire, nehmen sich des Falles an. Mit der Hilfe einer Hexe stolpern sie in die abenteuerliche Jagd nach dem Castle-Killer.



Auf das Buch hab ich mich riesig gefreut, denn nicht nur das Cover (der Cover-Gollum war begeistert) finde ich äußerst gelungen, sondern auch der Inhalt hat mich neugierig gemacht. Stellt euch mal vor: Ein Altersheim für ausgemusterte Fantasiewesen. Das klingt doch spannend und vielversprechend.
Es ist das zweite Buch, das ich von der Autorin lese und mir gefällt ihr Stil recht gut. Die Handlung ist spannend, sie überrascht einen immer wieder mit unerwarteten Wendungen.  
Was mich aber absolut begeistert hat, ist die gelungene Politsatire, mit der sie (doch sehr offensichtlich trotz Namenswandlung) aktuelle Geschehnisse miteinbaut. Die Hauptfiguren sind wirklich speziell und genauso eigenartig wie genial und lustig. Ich mochte den notgeilen Höllenfürsten Belial ebenso wie den depressiven Vampirfürsten oder den ehemaligen MI6 Agenten Werwolf Archibald. Auch die Nebencharaktere sind sehr liebenswürdig, wenn auch, typisch für Monster, sehr skurril, skizziert. Ich musste während dem Lesen mehr als ein Mal schmunzeln und der ungewöhnliche und fesselnde Plot hat mich ebenso durch die Geschichte getragen, wie der angenehm flüssige Schreibstil. Einzig ein paar kleine Fehlerteufelchen, die mir garstig ins Auge gesprungen sind, haben das Lesevergnügen ein wenig getrübt (da spricht der Monk aus mir). Dennoch hat mich der Roman sehr gut unterhalten und ich wusste tatsächlich bis zur Auflösung nicht, wer hinter den ganzen Morden steckt.




Eine wirklich lustige und charmante WG, in der ich gerne öfter mal Mäuschen spielen würde. Monster, die man sonst nur aus Gruselgeschichten oder in ihrer Rolle als Bösewichte erlebt, leben hier Seite an Seite und man bekommt als Leser die Möglichkeit, einen sehr privaten Einblick in die Gefühlswirrungen der verschiedenen Bewohner zu bekommen. Ein sehr kurzweiliges und amüsantes Buch, das kurzweiligen Lesespaß verspricht. Für Fantasy- und Monster-Fans eine absolute Leseempfehlung.




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