Dienstag, 17. Oktober 2017

Lesetipp - Rezension zu Nicole Gozdeks "Die Magie der Lüge"


Verlag: ivi by Piper
Seiten: 336
ISBN: 978-3492704380
Preis: 16,00€ (Print)/ 12,99€ (Ebook)
Erschienen: 09/2017
Genre: Jugendfantasy
Kaufen kannst du es hier



Anderta Passario führt ein Doppelleben. Tagsüber ist sie eine harmlose Wahrsagerin, nachts eine gerissene Diebin. Sie ist glücklich. Doch eines Tages verändert ein Zauber die Wirklichkeit und Anderta scheint die Einzige zu sein, die sich an ihre Vergangenheit erinnert. War ihr ganzes Leben nur eine Lüge? Anderta ist wild entschlossen, ihr altes Leben mit allen Mitteln von dem schuldigen Magier zurückzufordern: Tirasan Passario. Dieser ahnt zwar nichts von Andertas Plänen, aber auch ihn schmerzt der Verlust seiner Vergangenheit. Gerade die Beziehung zu seinem Freund Rustan ist komplizierter denn je, denn Tirasan weiß genau, was dieser heimlich für ihn empfindet – nur hat Rustan sein Liebesgeständnis von einst vergessen. Dabei war Tir ihm noch eine Antwort schuldig! Doch sowohl Anderta als auch Tirasan müssen feststellen, dass es nichts bringt, der Vergangenheit nachzutrauern, wenn man die Gefahren der Gegenwart nicht erkennt.



Wie geht die Geschichte weiter? Endlich habe ich es erfahren!

Das Cover ist wieder mal eine Augenweide und ähnlich dem ersten Teil, außer, dass die Farbe und die Namen, die sich über das Titelbild schlängeln, anders sind.
Der Schreibstil hat sich, meiner Meinung nach, noch etwas verbessert. Nicole Gozdek scheint sprachlich noch eine Schippe draufgelegt zu haben und entführt und erneut in die Welt der magischen Namen.
In diesem Teil erleben wir die Geschichte aus einer weiteren Passario Sicht, doch anders als im Vorgängerband, in dem wir von Tirasan in die magische Welt eingeführt, erleben wir die Fortsetzung nun aus der weiblichen Sicht Andertas. Sie hat einiges erlebt, was sie zu der Person gemacht hat, die wir zu Beginn des Buches kennenlernen. Ich muss gestehe, sympathisch geht anders J
Es hat sehr, sehr lange gedauert, bis ich mit ihr warmwurde. Ähnlich wie schon Tirasan in Band 1 hat auch sie mich ein wenig an meine Grenzen gebracht, denn viele Dinge konnte ich (gerade auch als Mama) nicht nachvollziehen. Nicole Gozdek hat die Figuren wieder einmal sehr lebendig gestaltet, ihnen ein eigenständiges und extrem kantiges Wesen auf dem Leib geschrieben. Ebenso wie sich die Autorin entwickelt hat, hatte ich auch das Gefühl, die Figuren sind gereift. Man kann genau verfolgen, wie sich die einzelnen Personen verändern, Sichtweisen wechseln. Ich war beeindruckt, wie geschickt ethische Aspekte und Fragestellungen eingebaut wurden, wie ich subtil und sehr unterhaltsam zum Nachdenken angeregt wurde. Liebe, Vertrauen, Verrat – manchmal sind Dinge nicht so, wie sie scheinen – muss nur den Blickwinkel ein wenig verrutschen und schon erlebt man eine völlig andere Wahrheit.




Wirklich eine gelungene Fortsetzung, die mich stärker überzeugen konnte. Ich hatte das Gefühl, dass sich in diesem Teil die losen und teils unbefriedigend zusammengeschlossenen Handlungsfäden aus Teil 1 jetzt endlich zu einem sinnigen und einheitlichen Geschichtsteppich verwoben haben. Fragen wurden beantwortet, Lösungen gefunden. Ich habe die gelungene Fortsetzung sehr gerne gelesen und finde, Nicole Gozdek hat eine tolle Welt erschaffen. Ich bin immer noch beeindruckt, mit wie viel Kreativität sie die außergewöhnlichen und fremdartig klingenden Namen kreiert hat. Klare Leseempfehlung für Fans von magischer Jugendfantasy.



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