Dienstag, 7. November 2017

Lesetipp - Rezension zu Michael Peinkofers "Phönix"


Titel: Phönix
Verlag: ivi
Seiten: 352
ISBN: 978-3492703772
Preis: 15,00€ (Print)/ 11,99€ (Ebook)
Erschienen: 10/2017
Genre: Jugendfantasy / Dystopie
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Die 15-jährige Callista und ihr 16-jähriger Freund, der Jäger Lukan, leben in einem kleinen Dorf, deren Bewohner ein einfaches, bäuerliches Leben führen. Tagsüber scheint alles friedlich, doch mit Anbruch einer jeden Nacht beginnt der Schrecken: Geheinmisvolle Wesen, die noch niemand je zu Gesicht bekommen hat, gehen im Dunkel des Waldes auf die Jagd nach Menschen. Als Callistas kleiner Bruder verschwindet und sie und Lukan sich aufmachen, ihn zu suchen, offenbart sich ihnen die erschütternde Wahrheit. Denn die Welt, die sie zu kennen glaubten, existiert nicht. Und ihre Feinde sind ebenso unberechenbar wie mächtig ...



Ein geheimnisvolles Cover, ein spannender und verheißungsvoller Klappentext und dann noch ein „Peinkofer“ – ein gute Mischung …

Die Welt, in die uns Michael Peinkofer entführt, ist sehr einfach, erinnert mich ein wenig an das Mittelalter, wobei ich nicht wirklich hätte sagen können, ob es auf der Erde spielt.
Callista ist ein rebellisches junges Mädchen. Sie hat ihren eigenen Kopf, ist klug und hinterfragt die Dinge, die andere einfach als gegeben hinnehmen – was ihr aber leider sehr viele Probleme einbringt. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Lukan, begibt sie sich auf ein gefährliches Abenteuer mit ungewissem Ausgang …
Michael Peinkofer ist unglaublich gut im Umgang mit Sprache. Er beschreibt die Welt sehr eindrücklich, ohne dem Leser aber die eigene Interpretationsmöglichkeit zu nehmen. Seine Worte transportieren Emotionen und Stimmungen, man hat das Gefühl, die Geschichte hautnah mitzuerleben. Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben. Auch wenn sie scheinbar in einer längst vergangenen Zeit leben, sind die Fragen und Probleme, denen sie sich stellen müssen, sehr aktuell. Ethische und gesellschaftskritische Themen wurden vom Autor geschickt in die Handlung verwoben und machen aus einer „einfachen“ Unterhaltungslektüre einen Roman, der den Leser gewisse Ansätze kritisch reflektieren lässt. Junge Leser werden ermuntert, sich eigene Gedanken zu machen, nicht blind der Masse zu folgen und an sich selbst zu glauben.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings. Auch wenn mich die Geschichte im Verlauf immer wieder überraschen konnte, so überschlugen sich für mich am Ende die Ereignisse. Mir ging einiges zu schnell –vor allem Callistas Entwicklung schien mir irgendwann nicht mehr so ganz passend zu sein (kann aber auch sein, dass sie als Teenager einfach von ihren Emotionen übermannt wurde und deswegen nicht ganz rational reagieren konnte). Kryptisch, ich weiß, aber euch zu spoilern, wäre wirklich fatal, denn ihr solltet dieses Buch selbst erleben.



Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, insbesondere, da sich die Handlung im Verlauf irgendwann in eine Richtung entwickelt hat, die ich zu Beginn niemals erwartet hatte. Gute Sprache, tolle Ideen und sehr viel Spannung – für mich ein extrem gelungener Jugendfantasyroman, der auch erwachsene Leser begeistern wird. Ich bin wirklich gespannt, wie die Geschichte weitergeht und fieber dem nächsten Band schon entgegen.



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