Martinas Leseeindruck zu Marie-Renée Lavoies "Tagebuch einer furchtbar langweiligen Ehefrau"
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© Bastei Lübbe |
Seiten: 225
Preis:
18,00€ (Print) / 13,99€ (Ebook)
Erschienen: 08/2020
Genre: Frauenroman
Mehr Informationen bekommst du hier
Klappentext:
Die 48-jährige Diane wird von ihrem Mann verlassen. Sie sei ihm zu
langweilig geworden. Und er habe übrigens eine neue, natürlich ein paar Jahre
jüngere, Freundin ...
Diane macht sich auf die Suche nach ihrem Selbstvertrauen und erlebt
Zusammenbrüche in Umkleidekabinen, kleine Rachen an der Geliebten sowie der
ewig vorwurfsvollen (Ex)-Schwiegermutter, Weißweinpartys am frühen Nachmittag
und Zerstörungsorgien im ehemals trauten Heim.
Mein
Eindruck:
Wenn einem der Mann nach 25 Jahren plötzlich eröffnet, er hat eine
andere, kann das einem schon mal den Boden unter den Füßen wegziehen. So erging
es auch Diane, die daraufhin sich selbst komplett in Frage stellte und mit der
ganzen Welt haderte.
Mich hat bei diesem Buch zuerst das knallige Cover angesprochen. Der
Kontrast von intensivem Pink auf weißem Untergrund, dazu diese provokanten
Lippen – ein unglaublich toller Eye-Catcher.
Mit dem Stil musste ich erst einmal warm werden, denn Diane spricht den
Leser direkt an und findet in der Einleitung klare Worte, bevor sie uns ihre
Geschichte erzählt. Das war direkt, ehrlich und in gewisser Weise ein wenig
verstörend – aber nur im ersten Moment, denn was dann folgt, ist einfach nur
genial.
Vorab, ich habe diese Geschichte an einem Tag runtergelesen. Ich konnte
das Buch einfach nicht aus der Hand legen, musste erfahren, wie es weitergeht. Man
gerät regelrecht in eine Art Sog und kann sich der ebenso humorvollen wie
dramatischen Story nicht entziehen. Man leidet mit ihr, fühlt ihren Schmerz und
kämpft sich mit ihr zurück.
Mein absoluter Favorit war die Szene mit ihrer Noch-Schwiegermutter …
Was hab ich gelacht und sie gefeiert. Das hat der Drachen einfach verdient.
Generell ist das ganze Büchlein gespickt mit humorvollen Sequenzen, die einen
immer wieder Schmunzeln lassen, auch wenn die Dramatik der Situation immer
unterschwellig mitschwingt.
Eine großartige Geschichte, die mich einige Stunden extrem gut unterhalten
hat.
Vielen Dank an den Verlag für
das Leseexemplar
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