Martinas Leseeindruck zu Lena Greiners und Carola Padtbergs "Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen – damit er rauchen kann!"
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© Ullstein Verlag |
Titel: Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen – damit er dabei rauchen kann!
Autor: Lena Greiner & Carola Padtberg
Verlag: Ullstein Verlag
Seiten: 181
Preis:
9,99€ (Print) / 8,99€ (Ebook)
Erschienen: 08/2020
Genre: humorvolle Storysammlung
Mehr Informationen bekommst du hier
Klappentext:
Ein Schuljahr lang "James Bond" gucken, die dritten Zähne
auf dem Flügel, Verzweiflung am Overhead-Projektor: Pädagogen sind manchmal
seltsam, treten gern in Fettnäpfchen und haben Marotten. Was im Klassenraum an
Eigenheiten tagtäglich ausgelebt wird, ist lustig und skurril. Schließlich
fühlen sich Lehrer bei der Arbeit völlig unkontrolliert – und Schüler sind
ihren Schrullen schonungslos ausgesetzt. Fast jeder Schüler kann von bizarren
Begebenheiten mit Pädagogen berichten. DER SPIEGEL hat sie gesammelt. Ein
großer Spaß und zugleich ein realer Blick in den Alltag deutscher
Klassenzimmer.
Mein
Eindruck:
Nachdem mich das letzte Buch der beiden Autorinnen recht gut
unterhalten hatte, war ich neugierig, welche Geschichten sie in diesem Werk
zusammentragen, doch leider konnten sie mich diesmal nicht wirklich begeistern.
Das hat mehrere Gründe. Ein Schwachpunkt ist für mich, dass die Lehrer
sehr einseitig als Witzfigur hingestellt werden. Natürlich gibt es sicher immer
wieder skurrile und seltsame Situationen, aber oft haben solche Geschichten auch zwei Seiten. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich selbst ausgebildete
Lehrerin bin und weiß, wie anspruchsvoll dieser Job ist. Dennoch will ich nicht abstreiten,
dass es einige Lehrkräfte gibt, die besser einen anderen Beruf ergriffen hätten oder die dank der jahrelangen Arbeit mit den Schülern verschrobene Verhaltensstrukturen entwickelt haben, trotzdem habe ich den größten Respekt vor dieser Berufsgruppe, denn was sie täglich leisten, ist in
den letzten Jahren sicher nicht einfacher geworden. Statt Stoff zu vermitteln, müssen Sozialkompetenzen vermittelt werden, weil die Eltern diese Aufgabe nicht ausreichend übernehmen, aber dann sofort mit dem Anwalt auf der Matte stehen sobald ihnen etwas aufstößt. Das bringt mich zu meinem nächsten Kritikpunkt: der Teil mit der ausführlichen Rechtsbelehrung. Natürlich sollten Rechte und Pflichten definiert und auch eingehalten werden, aber auch dieser Punkt wirkt hier sehr einseitig.
Ich hatte humorvolle Anekdoten erwartet und war wirklich vom Ergebnis enttäuscht. Selbstverständlich ist dies nur eine subjektive Einschätzung und jeder sollte sich sein eigenes Bild machen, für mich war dies leider ein Fehlgriff.
Vielen Dank an den Verlag für
das Leseexemplar
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