Mittwoch, 29. März 2017

Lesetipp - Rezension zu Sarah Vaughans "Die Zutaten des Glücks"


Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 400
ISBN: 978-3404171965
Preis: 14,99€ (Print) / 10,00€ (Taschenbuch) / 11,99€ (E-Book)
Erschienen: 06/2015
Genre: Belletristik
Kaufen kannst du es hier
Reinschmökern? Leseprobe



Jenny, Claire, Vicky und Karen führen völlig unterschiedliche Leben. Eines ist ihnen gemeinsam: Sie alle haben sich für einen begehrten Londoner Backwettbewerb qualifiziert. Doch die Herstellung der süßen Köstlichkeiten ist nicht die einzige zu meisternde Herausforderung, wie sich mit wachsender Vertrautheit unter den Frauen schon bald zeigt: Lebenslügen werden entlarvt, Geheimnisse gelangen ans Tageslicht, und schließlich wird jede mit neuem Blick in die Zukunft schauen- ...

Ein Roman wie eine Schokoladentorte
Grundzutaten:
Vier Frauen, unterschiedlich
Vier Lebensgeschichten, vielfältig
Ein Geheimnis, zartherb
Ein Backwettbewerb, verheißungsvoll



Bei diesem Buch hat mich der Klappentext neugierig gemacht. Vier Frauen und ein Backwettbewerb, wie sich jedoch schnell herausstellte, war dies nur ein Teil der Geschichte. Ich muss gestehen, dass mir der Einstieg nicht so leicht fiel, was aber nicht am Schreibstil der Autorin (flüssig und angenehm), sondern viel eher der Vielzahl der Perspektiven geschuldet ist, in denen man sich zurechtfinden muss. liegt so Die einzelnen Abschnitte werden nicht nur aus der Sicht von fünf Frauen erzählt, sondern das ganze spielt auch noch auf zwei Zeitebenen. In einem Backwettbewerb wird eine neue Werbefigur für eine Supermarktkette gesucht: die neue Mrs. Eaden. Während die Autorin die Leben der einzelnen Kandidatinnen beleuchtet, beginnt jeder Abschnitt sowohl mit einem Rückblick in das Leben der echten Mrs. Eaden und Auszügen aus ihrem Kochbuch. Sarah Vaughan hat die Wechsel sehr gut durchstrukturiert, so dass man sich relativ schnell in die einzelnen Damen hineinversetzen und dann die ganzen tollen Gebäcke, Torten und anderen kulinarischen Highlights der englischen Küche (ja, die gibt es wirklich!) genießen kann. Mehr als einmal hab ich während dem Lesen nachgeschaut, was ein Victoria Sandwich Cake ist, wie genau ein Battenberg Kuchen aussieht und was die Besonderheiten der anderen, typisch englischen Leckerbissen ist. Ich muss zugeben, dass neben dem Unterhaltungsfaktor auch sehr viel Lehrreiches dabei war. Ich werde den ein oder anderen Backtipp und Trick, den Mrs. Eaden ihren Leserinnen verraten hat, auch mal probieren.




Ein Roman, der aufzeigt, dass nicht immer alles Gold ist was glänzt und jeder noch so scheinbar glückliche und perfekte Mensch hinter seiner Fassade Probleme haben kann. Mich persönlich haben die einzelnen Schicksale der unterschiedlichen Frauen sehr berührt. Auch wenn mir nicht immer alle sympathisch waren, so hat Sarah Vaughan doch jede einzelne dermaßen authentisch und lebensnah beschrieben, dass man sich sehr gut in die einzelnen Situationen und Gefühlswelten einfühlen konnte. Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an die englische Küche und ein unglaublich intensiver Frauenroman, der sich mit der Zeit immer leichter lesen lässt. Am Ende wollt ich ihn nicht mehr aus der Hand legen, denn ich war nicht nur neugierig, wer am Ende gewinnt, sondern auch auf die Entwicklung der Kandidatinnen durch den Wettbewerb. Eine Geschichte, die neben Appetit auch Mut macht und oft zum Nachdenken anregt. Eine klare Leseempfehlung.




Dienstag, 28. März 2017

Lesetipp - Rezension zu Katie Agnews "Die Perlenfrauen"

Autor: Katie Agnew
Verlag: Heyne
Seiten: 561
ISBN: 978-3453420298
Preis: 9,99€ (Print) / 8,99€ (E-Book)
Erschienen: 02/2017 (Neuauflage)
Genre: Frauenroman (Belletristik)
Kaufen kannst du es hier



Manchmal muss man alte Wunden öffnen, um sein Glück zu finden
Zu ihrem 18. Geburtstag bekam die Schauspielerin Tilly Beaumont 1947 eine atemberaubend schöne Halskette geschenkt. Das Schmuckstück begleitete sie durch ihre ruhmreiche Karriere hindurch und zierte ihren Hals auf den glamourösesten Partys – bis sie auf einmal spurlos verschwand. Jahre später bittet Tilly ihr Enkelin Sophia, die Kette zu finden. Sophia hat gerade schmerzlich erfahren, dass man mit gutem Aussehen und dolce vita allein keine Rechnungen bezahlen kann. Die wertvolle Perlenkette könnte nun einige ihrer Probleme lösen. Aber was sind die eigentlichen Gründe für Tillys Auftrag? Und wie soll Sophia ein Erbstück finden, das sie noch nie gesehen hat?



Bei diesem Buch war ausnahmsweise mal nicht der optische Eindruck ausschlaggebend, sondern der Klappentext, der mich unendlich neugierig auf diese ungewöhnliche Geschichte gemacht hat.
Das Cover zeigt (höchstwahrscheinlich) rosa Kirschblüten, allerdings bin ich mir bei der genauen Klassifizierung nicht ganz sicher (macht aber am ehesten Sinn) und einige kleine Vögel. Der weiße Hintergrund wird durch eben diese pinken und einigen gelben Farbreflexen aufgebrochen und wirkt relativ schlicht.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, detailreich und flüssig zu lesen. Man findet recht schnell in die Geschichte, wenn sich einem auch nicht gleich erklärt, wie die einzelnen Erzählstränge zusammenhängen und Kati Agnew gefühlt ewig die unterschiedlichen Ebenen nebeneinander herlaufen lässt, so dass man bis kurz vor Ende des Buches nicht wusste, wie das alles zusammengehört. So verbinden sich durch die verschiedenen Protagonisten drei Kontinente und erst im Laufe der Handlung wird klar, wie sie zusammenhängen. Doch die Autorin verbindet nicht nur unterschiedliche Länder durch ihre Plotstränge, sondern entführt ihre Leser zudem in unterschiedliche Zeiten (Vorkriegszeit bis ins Hier und Jetzt). Mir persönlich haben diese Sprünge sehr gut gefallen, denn diese exklusiven Einblicke ermöglichten mir, Situationen und Figuren differenzierter einzuordnen und kennenzulernen. Allerdings muss ich zugeben, dass man die Entwicklung der Figuren und manche Szenen gut hätte ein wenig straffen können. Versteht mich nicht falsch, der Roman ließ sich gut lesen, dennoch habe ich des Öfteren das Buch aus der Hand gelegt und Lesepausen eingelegt, weil die fesselnden Elemente erst zum Ende hin aufkamen.
Die Sprache ist sehr leicht und angenehm zu lesen und man kann sich die Orte, Personen und Szenerien sehr gut vorstellen.




Ein wirklich schöner Frauenroman für zwischendurch. Es war beeindruckend zu sehen, wie die einzelnen Schicksale der Protagonisten über Jahre hinweg ganz lose miteinander verwoben wurden und sich erst im Finale zu einem übersichtlichen Geschichtenteppich zusammenfügen. Die Entwicklung der einzelnen Persönlichkeiten und ihre Erlebnisse stehen hier ganz klar im Vordergrund. Man hätte den Roman mit Sicherheit ein wenig straffen und so die Situationen schneller zusammenführen können, aber über diese Langatmigkeit kann man sich streiten.




Montag, 27. März 2017

LBM '17 - Unsere Erlebnisse auf der Buchmesse Leipzig

Meine Lieben,
auch wir waren dieses Jahr in Leipzig mit dabei. Vielleicht hat der ein oder andere auch unser Video gesehen, das wir bei Facebook online gestellt haben.
Ja, genau jenes, das akute Genickstarre verursacht, weil Frau Suhr nicht gecheckt hat, dass die Frontkamera auch mit Selfie-Stick (ja, auch ich hab jetzt einen Narzismus-fördernden Damenschlagstock für die Handtasche) nur hochkant benutzt werden sollte.
Aber dieses schiefe Video repräsentiert irgendwie sinnbildlich unseren ganzen Trip nach Leipzig...

Der Donnerstag startete bei uns schon turbulent, denn nachdem mein Kind die halbe Nacht (auch die Hinfahrt) über brechen musste, hatte Mama leider nicht so viel Schlaf. Nachdem ich beim Frühstück noch dachte, okay, die Schöne (Andrea) und das Biest (ich) werden die Messehallen stürmen, hat die Kosmetikindustrie doch ganze Arbeit geleistet und Produkte entwickelt, die Augenringe und Co. dezent kaschieren.

Doch genug gejammert, die Messe war mal wieder ein totales Highlight.
Zum einen hat das Skoutz-Team endlich mal wieder zusammengefunden und eine tolle Zeit verlebt und zum anderen habe ich viele Freunde wiedergesehen oder sogar zum ersten Mal getroffen. Am Donnerstag haben uns noch drei der vier Kids begleitet und wir hatten eine spannende Zeit beim Schmökern, Plaudern und Entdecken.

Der Freitag stand dann ganz im Zeichen der beiden Durchgeknallten, die dank ihrer beißenden Haarfarben nebeneinander schon mal für Bauchweh oder Augenkrebs sorgen können... Nein, nur ein Scherz, eigentlich sind wir ja ganz lieb.
Das Video, das wir extra gedreht haben, wurde leider zum Desaster, da ich die falsche Kameraposition gewählt hatte (ja, typisch Frau... einfach mal machen und hinterher wundern, warum es nicht so ist, wie man wollte)


Nichtsdestoweniger hatten wir Spaß, wir haben viel gelacht, die neue Buchsuche von Skoutz kennengelernt und vorgestellt, viele sympathische und lustige Autoren getroffen, nette Blogger gesprochen und sowieso und überhaupt eine absolut geile Zeit erlebt...
Ich möchte niemanden jetzt im Besonderen hervorheben, denn ich habe Angst irgendjemanden zu vergessen. Es war wirklich ein Highlight und ich bin so unendlich traurig, dass ich am Samstag nicht mit auf die Messe konnte und Andrea alleine die Freude hatte.



Wir wollen uns wirklich bei allen bedanken, die diese Messe für uns zu etwas Besonderem gemacht haben. Leider haben wir nicht geschafft, all die spannenden und tollen Begegnungen auf Foto zu bannen, weshalb wir euch nur eine kleine Auswahl der Personen zeigen können, die unseren Aufenthalt so besonders gemacht haben.


Ich freu mich schon auf die Romance4You in Kempten, die FBM in Frankfurt im Herbst (zur Verleihung des Skoutz-Awards) und dann noch auf die Lit.Love im November in München.

Auch wenn Leipzig von uns aus gesehen relativ weit entfernt ist, so mag ich diese Messe dennoch viel lieber als Frankfurt, denn sie ist kleiner, übersichtlicher und stärker am Leser und Autor orientiert. Ich bin mit Sicherheit auch nächstes Jahr wieder dabei und mal sehen, vielleicht schafft es auch Andrea.