Samstag, 28. November 2015

Rezension zu Andreas Adlons "Ausradiert - Nicht ohne meine Tochter"

Bewertung 4 Sterne 


Inhalt:

Mark ist in die USA gereist um seine Tochter nach einem Jahr Auslandsaufenthalt zu einer gemeinsamen Rundreise durch Amerika  abzuholen. Doch, obwohl sie es versprochen hatte, holt sie ihn nicht vom Flughafen ab. Total übermüdet sucht er die Gastfamilie auf, doch die Gastmutter behauptet steif und fest, sie habe nie eine Austauschschülerin aus den USA aufgenommen. Völlig auf sich allein gestellt will er seine Tochter finden, doch weder die Ex-Frau noch die Polizei wollen ihn unterstützen. Es ist, als habe seine Tochter niemals existiert. So wird er schließlich am zweiten Tag seines Aufenthalts in die Psychiatrie zwangseingewiesen. So nimmt die Geschichte ihren dramatischen Verlauf...

Schreibstil:

Der Schreibstil von Andreas Adlon ist flüssig und sehr angenehm. Man kommt gut mit und ist dank der intensiven Beschreibungen mittendrin im Geschehen. Der Autor schafft wundervolle Spannungsbögen und seine Geschichte geht definitiv unter die Haut. Die Geschichte ist gut konzipiert und verläuft nicht nach einem typischen Schema.

Fazit:

Das Buch ist definitiv empfehlenswert für Thriller-Fans. Mir persönlich ging die Geschichte teilweise sehr nah, da der Autor die Situation so lebendig beschrieben hat, dass mein Kopfkino mir als Mama grausige Bilder vor Augen gerufen hat. Das Buch ist packend, spannend und stellt mir die Nackenhärchen auf. Allerdings hat mich die Geschichte zu sehr emotional berührt, dass es mir manchmal schwer fiel weiter zu lesen. Doch das ist lediglich ein subjektiver Eindruck und ich möchte Andreas Adlon jedem Thriller-Liebhaber wärmstens empfehlen.

Freitag, 27. November 2015

Rezension zu Any Cherubims "Mea Suna - Seelensturm"

Bewertung 5 Sterne


Inhalt:

Die Zwillingsschwestern Amy und Jade teilen ein Geheimnis, denn sie können die Aura der anderen Schwester durch einen Farbschimmer sehen und daran deren Gefühlslage ableiten. Ihr Onkel, bei dem die beiden Leben, lässt sie streng bewachen, denn Amy schwebt in Lebensgefahr. Sie wird von einem Killer der Taluri gejagt und Jade will alles daran setzen, ihre Schwester zu schützen. Doch als sie auf den Taluri trifft werden in ihr Gefühle geweckt, die sie so nicht kannte. Ein innerer Kampf beginnt, denn sie merkt, dass irgendetwas an der Geschichte nicht stimmt. Irgendwie scheint nicht so zu sein wie es soll.

Charaktere:

Obwohl Zwillinge vom Äußeren oft identisch scheinen, so sind Amy und Jade vom Wesen her doch komplett verschieden. Während Jade die Vernünftige ist, so ist Amy ein eigensinniger Dickkopf. Die Figuren sind mit so viel Liebe zum Detail entstanden, was den Figuren, aber insbesondere den Zwillingen, eine spezielle Tiefgründigkeit gibt. Jades innerer Konflikt, die widersprüchlichen Gefühle, all das lässt den Leser mitfühlen und mitempfinden. Ich muss zugeben, dass mir Amy ziemlich oft den Nerv geraubt hat, denn sie erzeugt durch ihren Eigensinn ein Problem nach dem anderen.  Mit den Taluri hat die Autorin ein Wesen erschaffen, das ich so nicht erwartet habe und das bestimmt einige Leser überraschen wird.

Schreibstil:

Any Cherubim zaubert mit ihren Worten. Ihre Art zu Schreiben ist fantastisch, denn schon mit der ersten Seite taucht man ab in eine ganz neue Welt und vergisst die Zeit um sich herum. Beschreibungen der Szenerie und Gefühlslage bringen der Geschichte die nötige Tiefe und lassen eine ganze Welt vor dem inneren Auge entstehen. Die Worte lassen einen hautnah den Konflikt Jades spüren und den Leser emotional daran teilhaben. Man gleitet dank der angenehmen, bildhaften Sprache nur so durch die Geschichte und nähert sich leider viel zu schnell dem Ende. Eine Autorin, die das Fantasy-Handwerk beherrscht.

Cover:

Als Cover-Victim muss ich gestehen, hat es mir dieses besonders angetan. Sowohl die Farbwahl, als auch die junge Frau, die ihren Kopf mit den geschlossenen Augen nach unten neigt, deuten unmissverständlich ein wichtiges Geheimnis an. Betrachtet man die anderen beiden Cover von Teil 2 und 3 wird klar, dass eine Entwicklung gezeigt wird. Der Klappentext war dann zusätzlich ein Grund, weshalb ich dieses Buch lesen musste.

Fazit:


Ich muss Teil 2 lesen. Die Geschichte um die beiden Schwestern hat mich in ihren Bann gezogen. Eine gekonnte Mischung aus Liebe und Verzweiflung, aus Erwartung und Rebellion. Hin und her gerissen zwischen Spannung und Mitgefühl, konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen. Es ist definitiv ein Buch mit Suchtpotential, welches mich absolut verzaubert hat. Ich freu mich schon auf Teil 2 und 3 und möchte diese zauberhafte Geschichte jedem Fantasy-Fan ans Herz legen.

Dienstag, 24. November 2015

Aktion #FeelLoveAndRead - Für mehr Toleranz und Herz

Am 26. und 27.11. möchte ich mit euch Lesern, Bloggern und Autoren zusammen feiern. Zum einen Thanksgiving, in dem ich mich bei euch für eure Treue bedanken und wie das Wort schon sagt, auch beschenke. Zum anderen möchte ich ein Zeichen setzen für mehr Toleranz und Herz. Das Lesen soll uns alle verbinden und nicht negative Gefühle zwischen uns enstehen lassen. Doch leider bekomme ich immer öfter mit, dass sich Bücherfreunde beschimpfen oder auch hinter dem Rücken schlecht machen. Bald ist Weihnachten, das Fest der Liebe, und wahrlich, es gibt gerade genug Probleme auf dieser Welt. Und deswegen möchte ich euch ein wenig Glück nach Hause schicken in dem ich euch beschenke.

9 wundervolle BlindDates warten darauf, bei euch zu Hause einzuziehen und euch mit ihren Geschichten die Zeit zu versüßen. Unter dem Hastag #FeelLoveAndRead könnt ihr bei Facebook aktiv dabei sein und diese wundervollen Bücher gewinnen. Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr dabei seid und mir mir ein Zeichen für mehr Toleranz und Liebe setzt.

Montag, 23. November 2015

Rezension zu Marie Pellissiers "Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard"

Bewertung 4 Sterne


Inhalt:
Durch Zufall und der Verkettung einiger Zufälle, ist die Hausmeisterin Lucie gerade in der Pariser Oper am putzen, als der Ballettdirektor die große Trappe hinunterstürzt und dabei stirbt. Sie kennt Monsieur Bernard gut, denn er wohnt in dem Haus, in dem sie als Gardienne angestellt ist. Obwohl alles nach einem Unfall aussieht, glaubt Lucie nicht wirklich daran und ruft die Polizei zur Hilfe. Doch Lucie wäre nicht Lucie, wenn sie mit ihrem Scharfsinn und ihren guten Verbindungen, nicht eigene Forschungen anstellen würde. Eine turbulente Zeit beginnt, denn der Komissar, der den Fall betreut ist ein alter Bekannter Lucies, doch ihr leider nicht sonderlich wohlgesonnen und so gerät sie schnell selbst unter Verdacht. Wird sie es schaffen, den Schuldigen zu finden, denn je weiter sie gräbt, desto mehr Verdächtige kommen zum Vorschein...

Charaktere: 
Die Autorin hat für ihr Buch eine Vielzahl an unterschiedlichen und bunten Figuren geschaffen, die mit ihren Charakterzügen und ihrem Wesen, dem Buch seinen vielfältigen Charme verleihen. Neben den zwei Hauptprotagonisten Lucie und Komissar Legarde, gibt es noch Lucies Familie, die Bewohner des Hauses, in dem Lucie als Hausmeisterin tätig ist, die Opernbelegschaft und natürlich die Polizisten, die am Fall mitarbeiten. Die weiteren Figuren, die so im Alltag immer mal wieder als Momentaufnahme hinzukommen, lass ich mal außen vor. Jeder einzelne Charakter ist liebevoll konzipiert und trägt mit seinen Eigenschaften zum bunten und vielseitigen Gesamtbild bei. Untereinander sind die Figuren miteinander verbunden und man bekommt neben der gegenwärtigen Geschichte, auch immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit einzelner Figuren. Es war faszinierend zu sehen, wie die einzelnen Personen miteinander verbunden sind, was man auf den ersten Blick so nicht erwartet hätte.

Schreibstil:
Die Autorin hat einen angenehmen Sprachstil, der einen in die Welt der Pariser Oper entführt. Mit ihrer liebe zum Detail taucht man herrlich ab und erlebt Paris und die landestypischen Gepflogenheiten hautnah. Auch wenn Frankreich ein direkter Nachbar ist, so unterscheiden sich doch viele Dinge im Alltag. Man wird beim Lesen an die Hand genommen und erlebt das typische Frankreich durch die Augen verschiedenster Protagonisten. Von Kapitel zu Kapitel wechselt die Erzählperspektive. Allerdings nicht nur zwischen den beiden Hauptfiguren, sondern auch die Nebenfiguren werden mit ihrer Sicht der Dinge eingebunden. Was einerseits sehr viel Dynamik bringt und auch Spannung aufbaut, da die Kapitel zumeist kurz vor einem entscheidenden Punkt enden, verwirrt leider manchmal auch. Gekonnt wirft sie französische Phrasen oder Termini ein, die allerdings im Kontext gut verständlich sind und keine weitere Recherche benötigen.

Cover: 
Das Cover finde ich äußerst ansprechend. Die rote Farbe und die Blutstropfen passen wundervoll zu einem Krimi. Rot finde ich zudem passend für Paris, denn ich verbinde bei dem Gedanken an diese wundervolle Metropole vieles mit der Farbe. Die Ballettschuhe spiegeln natürlich den Beruf des Monsieur Bernard und dessen Leben an der Oper wieder, doch der Leser wird bei der Lektüre noch eine weitere Bedeutung finden können. Die Schrift ist klassisch gehalten, ohne Kitsch und absolut passend. Der Klappentext macht Lust aufs Lesen.

Fazit:
Obwohl ich dieses Buch durchaus spannend fand, habe ich mich doch entschieden einen Stern abzuziehen. Der Grund hierfür sind die Perspektivwechsel und das Einstiegskapitel, die mich doch sehr verwirrt haben. Man kommt während dem Lesen wunderbar in die Geschichte rein, doch zu Anfang war ich mit den vielen Namen und der Szenerie ein wenig überfordert. Es ist kein klassischer Krimi, denn man wird mit ein paar Kochrezepten oder Infos über die Tanzszene herrlich nebenbei unterhalten. Auch die familiären Nebenstränge, die mehr über Lucie und ihr Leben verraten, geben der Geschichte emotionale Tiefe, haben aber primär nichts mit der Haupthandlung an sich zu tun. Doch sind diese Nebengeschichten und Stränge so wunderbar dezent miteinander verwoben, dass genau dies den Charme und Charakter des Kriminalfalls ausmacht. Der Schluss und damit auch der Mörder waren im gesamten Verlauf nicht zu erahnen, was wiederum einen Pluspunkt gibt, da ich es gerne mag, wenn ich die Geschichte nicht schon nach knapp der Hälfte durchschaue. Wenngleich ich mich die ersten Seiten etwas durchkämpfen musste, so kam ich doch mit dem Fortschreiten der Lektüre immer besser zurecht und bin nur so durch die Geschichte geflogen. Es ist wirklich ein toller Kriminalfall und Lucie ist für mich die Pariser Antwort auf Miss Marple. Ich musste so oft an die Parallelen denken und das ist auch für mich der Punkt, den ich persönlich am charmantesten fand. Ich kann dieses Buch wirklich jedem Krimi und Frankreich-Fan empfehlen, nicht zu vergessen all jene, die Miss Marples Abenteuer lieben. Ich bin gespannt ob es weitergeht und wenn ja wie, denn die liebe Lucie hat ein Händchen für solche Fälle....

Samstag, 21. November 2015

Rezension zu Juliane Seidels "Nachtschatten - Unantastbar"

Bewertung 5 Sterne

Inhalt:
Egal ob Menschen, Werwölfe, Vampire, alle haben eines gemeinsam: ihren, sie ständig begleitenden Schutzengel. Doch nur ganz wenige Auserwählte besitzen die Gabe diese Schutzwesen zu sehen. Eine von ihnen ist Lily, die schon seit ihrem frühen Teenageralter zur Jägerin ausgebildet wird. Diese Jäger sollen gewöhnliche Menschen vor den Übergriffen übernatürlicher Wesen beschützen. Lily, die bei einem Autounfall nicht nur ihre Eltern sondern auch ihre Erinnerung verloren hat, wird von ihrer Patentante ausgebildet, die selbst Anführerin einer Jägereinheit ist. Doch mit dem Erreichen ihrer Volljährigkeit und der Jägerlizenz, werden auch die Fragen nach ihrer eigenen Vergangenheit immer lauter. Obwohl sie immer mal wieder kleinere Erinnerungsfetzen im Traum sieht, so werfen diese doch mehr Fragen auf, als dass sie Antworten liefern. Und egal wen sie fragt, keiner will ihr helfen sich zu erinnern. Als sie dann im Hohen Rat auch noch dem Magier Silas begegnet und sich in ihn verliebt nimmt das Schicksal seinen Lauf. Gemeinsam wollen sie die Mauer des Schweigens durchbrechen und endlich das Rätsel lösen. Ein lebensgefärliches Abenteuer beginnt, bei der sich immer wieder die Frage stellt, wer ist Freund und wer Feind....

Charaktere: 
Neben normalen Menschen wie Lily und ihrer Patentante Alina gibt es noch eine Menge an übernatürlichen Wesen wie Vampiren, Werwölfen, Feen und Magiern. Unter normalen Umständen leben all diese Wesen friedlich und im Einklang nebeneinander her, doch manchmal wird diese Ruhe gestört, und da kommen die Jägertrupps ins Spiel, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Gemeinsam mit den unterschiedlichen Schutzengeln bietet die Autorin eine bunte Fülle an verschiedensten Charaktere, die diese Geschichte so besonders machen. Sehr liebevoll und facettenreich hat sie jeder einzelnen Figur Leben eingehaucht und dafür gesorgt, dass ihre individuellen Charakterzüge sie einmalig machen.

Schreibstil: 
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Ihre Sprache ist leicht verständlich, ohne jedoch an Tiefe oder Facettenreichtum einbüßen zu müssen. Spannung und Emotionen wechseln sich gekonnt ab. Die Dialoge mit den Engeln werden kursiv dargestellt, so dass man sofort erkennen kann, wer spricht. Die Erinnerungsfetzen, die an einigen Stellen eingearbeitet sind, waren anfangs etwas befremdlich, doch schnell lernt man dies zuzuordnen und bekommt dadurch zusätzliches Spekulationsmaterial, welches die Geschichte noch geheimnisvoller und mysteriöser macht.

Cover: 
Das Cover ist wundervoll. Im Vordergrund der Flügelteil, dessen Federn kraftvoll und bis ins Detail dargestellt sind. Im Hintergrund eine Stadt, die vom Engelsflügel abgeschirmt wird... Die Farben sind eher kühl gehalten und das blau ist in verschiedenen Farbnuancen abgebildet. Alles in allem ein gelungenes Cover, das zwar kleine Andeutungen macht, aber nichts vom Geheimnis des Buches preisgibt.

Fazit:
Ich habe diesem tollen Buch 5 Sterne gegeben, obwohl es ein, zwei kleine Schwächen für mich persönlich gab. Mir war die Protagonistin Lily zu jung, ich hätte sie lieber Mitte 20 angesiedelt gehabt, aber das ist rein subjektiv. Was mich aber dennoch dazu gebracht hat, diesen Roman mit 5 Sternen zu bewerten ist die Tatsache, dass sich die Autorin in der Geschichte mit einigen ethischen Themen auseinandersetzt. Ich fand es toll auf unterhaltsame Weise mit Homosexualität, Liebe und Toleranz konfrontiert zu werden. Man begleitet Lily auf einer geheimnisvollen Reise zu sich selbst. Die Seiten flogen nur so dahin. Diese Geschichte hat mich dermaßen fasziniert, dass ich binnen kürzester Zeit das Buch gelesen hatte. Man teilt alle ihre Emotionen und befindet sich mitten im Geschehen. Es ist ein Fantasyroman mit viel Tiefgang, der nicht nur Unterhaltung liefert, sondern auch dezent zum Nachdenken anregt. Ich mag diese Vermischung. Nachtschatten ist ein Fantasyspektakel, das Jung und Alt gleichermaßen begeistern kann und anderen Fantasyromanen in nichts nachsteht. Ich freu mich auf den nächsten Teil, denn leider gibt es am Ende einen fiesen Cliffhanger, der einem hibbelig auf Teil 2 warten lässt...

Gewinnerbekanntgabe zur Blogtour "Die Stimmen über dem Meer"

Das Warten hat ein Ende, heute erfahrt ihr endlich, wer die glücklichen Gewinner der 5 Bücher und des super schönen Trostpreises sind. Ich möchte mich nochmal, auch im Namen der anderen Blogtourgastgeber, recht herzlich bei euch für die rege Teilnahme bedanken. Es hat uns allen riesig Spaß gemacht, euch dieses wundervolle Buch näher zu bringen. Ich möchte mich auch bei der lieben Bettina Storks bedanken, die uns mit Rat und Tat zu Seite stand und erheblich zum Erfolg beigetragen hat.
Aber genug der langen Worte.

Die Gewinner der signierten Taschenbücher sind:

Nik 75 

Sonjas Bücherecke


Die Gewinner der unsignierten Taschenbücher sind:

Martinas Buchwelten

Margareta Gebhardt

Vero Havre



Das Geheimnis um den Trostpreis wird nun auch endlich gelüftet. Die Tochter der lieben Hanne hat ein fantastisches Handmade-Kartenset zur Verfügung gestellt und gewonnen hat dies:

Monika Buchmann


©Hannelore Kühlcke




Allen Gewinnern herzlichen Glückwunsch. Bitte meldet euch innerhalb einer Woche entweder per Kontaktformular oder besser antwortet ihr auf die Email, die ihr mit der Gewinnbenachrichtigung bekommen habt. Die Adresse wird dann umgehend an den Verlag oder die Autorin weitergeleitet, damit euch die Preise umgehend zugesendet werden können.

Donnerstag, 19. November 2015

Rezension zu Valea Summers "Der Zauber des Meeres"

Bewertung 4 Sterne

Inhalt:

Die 3 Meerjungfrauenschwestern Aquana, Storm und Pyria sind die Wächterinnen von Atlantis und sollen mit ihrem verzaubernden Gesang dafür Sorge tragen, dass sich keine Menschenseele und kein Schiff zu nah an die versunkene Stadt wagt und diese in Gefahr bringt. Als sie eines Tages ein goldenes Schiffe entdecken, dessen Besatzung ihrem Zauber widerstehen kann, ist ihre Neugier geweckt. Noch nie hatten ihre Fähigkeiten versagt und die einzige Möglichkeit, dieses Rätsel zu lösen, bringt die Schwestern dazu gleich mehrere von Posseidons Gesetzen zu brechen. Wer sind diese fremdartigen Männer und warum fühlen sich die drei Nixen von einigen so magisch angezogen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf und bringt die Schwestern in einige gefährliche Situationen..... 

Charaktere: 

In der Geschichte um die drei Meerjungfrauen, wurden allerhand Sagengestalten und mystische Wesen miteinander verbunden. Mit viel liebe zum Detail hat die Autorin Protagonisten erschaffen, mit denen man sich identifizieren und mitfühlen kann. Die vielen inneren Monologe von Aquana, aber auch die Dialoge zwischen den anderen Figuren geben einen tiefen Einblick in die Psyche und das Verhalten der Charaktere.

Schreibstil: 

Der Schreibstil der Autorin ist recht einfach und ermöglicht dem Leser schnell in die Geschichte zu finden und darin abzutauchen. Bunt und detailliert beschreibt sie die Heimat der drei Meerjungfrauen in der Karibik und nimmt den Leser mit in die mystische und geheimnisvolle Welt der Nixen. Obwohl die Geschichte hauptsächlich aus Aquanas Sicht beschrieben ist, so wechselt die Schriftstellerin ein paar mal in die Sichtweise von Cade. Dieser Perspektivwechsel bringt neben Lesedynamik auch eine weitere Sicht auf die Dinge und dem Leser dadurch eine andere Betrachtungsweise.

Cover:

Das Cover ist schlichtweg genial. Es ist verführerisch wie der Gesang der Nixen. Das blaue Farbspiel erinnert passt perfekt zum Meer und die verschiedenen Nuancen erinnern an Sonnenstrahlen, die das Wasser in unterschiedlichen Farbtönen glitzern lassen. Die Meerjungfrau macht neugierig und der Schriftzug erinnert mich an Seetang oder Algen und spiegelt somit wunderbar das Thema wieder. 

Fazit:

Eine Geschichte, die süchtig macht. Ich habe die Geschichte kaum aus der Hand legen können. Man ist so gefesselt, dass man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Ich bin mit den Meerjungfrauen geschwommen, habe Atlantis erlebt und auch die kleine Insel, die den Dreien als geheimer Rückzugsort dient. Dennoch muss ich einen Stern abziehen, da ich ein paar kleinere Punkte habe, die mich persönlich gestört haben. Zum einen war dies Posseidon und seine etwas schwächelnde Art... Ich hatte mir von einem Gott mehr Power, Elan und Durchsetzungskraft versprochen. Zum anderen waren es auch die teilweise sehr langatmigen inneren Kämpfe und Monologe von Aquana. Hätte man die etwas kürzer gestaltet, wäre mehr Platz für Handlung und Action gewesen. Ich versteh aber, dass dieser innere Kampf und die daraus resultierende Entwicklung Aquanas der Autorin sehr wichtig waren. Nichts desto weniger habe ich das Buch sehr genossen und kann es Fantasy-Fans nur wärmstens empfehlen. Es ist eine schöne gefühlvolle Geschichte, die Freude und Leid mit Mystik und Action verbindet.

Sonntag, 15. November 2015

Blogtour zu Bettina Storks "Die Stimmen über dem Meer" - Ausblick auf weitere Projekte

Heute ist der letzte Tag der Blogtour zu Bettina Storks „Die Stimmen über dem Meer“ und ich habe heute die Ehre ein wenig näher auf die weiteren Projekte der Autorin einzugehen.
Für mich ist dieses Thema ein ganz besonderes, da ich natürlich sehr gespannt auf weitere Geschichten warte. „Die Stimmen über dem Meer“ habe ich durch eine Leserunde bei Lovelybooks kennengelernt und war begeistert. Nicht nur die Protagonisten und deren Geschichte, sondern auch der besondere Schreibstil von Bettina Storks, haben mich in ihren Bann gezogen. Für mich ist es sehr beeindruckend, wie solche tollen Bücher entstehen und wie der Arbeitsprozess an sich von statten geht. Aus diesem Grund habe ich die liebe Bettina gebeten, mir ein wenig mehr über den kreativen Prozess des Schreibens zu erzählen. Wie kommen ihr die Ideen und wie setzt sie diese dann um, damit am Ende ein Bestseller dabei raus kommt.


Der Schreibtisch der Autorin
    © Bettina Storks
Bettina Storks: 
Manchmal dauert mir das mit einem neuen Stoff viel zu lange, weil ich ein sehr ungeduldiger Mensch bin. Ich überlege hin und her, habe eine grobe Idee im Kopf, aber es ist noch nicht reif für die Umsetzung. Dann ist es aber plötzlich so, dass ich auf einen Schlag einen Klappentext im Kopf habe. Sobald dieses Stadium erreicht ist, setze ich mich hin und fange an zu konstruieren. Dabei gehe ich sehr systematisch vor.
Wendepunkt 1, Wendepunkt 2, Wendepunkt 3.
Eine gute Prüfung, ob ich mich noch auf dem richtigen Weg befinde, ist, wenn ich während des Schreibens die Frage stelle: „Was treibt meine Hauptfigur an?“ (Der innere Antrieb kann dem äußeren Ziel übrigens völlig zuwider sein.) Das sind spannende und weiterbringende Fragen und helfen einem Autor, das Wesentliche im Blick zu behalten.  

Inspirationsspaziergang
© Bettina Storks
Im Gespräch, als ich sie auf die Ähnlichkeiten und Besonderheiten der Romanschauplätze angesprochen habe, hat sie mir verraten, dass ihre Geschichten ausnahmslos an Orten spielen, die sie gut kennt. Vielleicht macht auch genau das den Charme aus, den ihre Bücher versprühen, denn nur so kann sie authentisch mit viel Liebe zum Detail, die nötige Tiefe schaffen.
Aber zurück zu den weiteren Projekten, mit denen uns die Autorin als nächstes überraschen will. Aus verschiedenen, gut verständlichen Gründen, werden wir dabei nicht so tief ins Detail gehen, um keines der Vorhaben in irgendeiner Art zu gefährden. Ich bin dennoch froh, dass Bettina Storks uns diesen Einblick in ihre noch geheimen Projekte gewährt und ich muss zugeben, mich hat die Neugier auf die kommenden Bücher gepackt.

Bettina Storks: 
Mein nächstes Projekt ist eine ergreifende Familiengeschichte, die im Burgund spielt. Eine witzige Großmutter spielt eine tragende Rolle, aber auch meine Protagonistin, die sich mit ihrer Großmama anlegt und ihr dabei wieder näher kommt. Eine sehr emotionale Geschichte über eine Familie, die zusammenwächst. Überhaupt bin ich der Meinung, dass sich in Familien oft große Dramen abspielen. Mit leisen Tönen, aber dafür packend und tiefgründig. Außerdem bin ich gerade daran, einen Psychothriller zu entwickeln. Spannend! Das ganze spielt in meiner Wahlheimat am Bodensee vor der atemberaubenden Kulisse der Bregenzer Festspiele und glaube, ich kann meinen Lesern schon heute ein packendes Psychodrama versprechen.

Hündin bei intensiver Lektüre
© Bettina Storks
Neben den bereits in Planung oder Vorbereitung befindlichen Büchern und Manuskripten, wollte ich von Bettina wissen, ob sie irgendwelche literarischen Träume oder Schreibwünsche hat. Also Themen oder Genres, die sie unbedingt mal beschreiben möchte.

Bettina Storks: 
Ja, ich möchte eines Tages einen Roman über eine historische Figur schreiben. Das ist mein Traum! Und mein allererstes Manuskript, das in Polen spielt, überarbeiten und vielleicht auf den Markt bringen. Meine Hündin jedenfalls findet den Stoff spannend... 



Einige Autoren wählen andere Pseudonyme, um sich in neuen oder abweichenden Genres zu versuchen. Da kam natürlich in mir die Frage auf, ob Bettina Storks sich eventuell auch vorstellen könnte ein Buchprojekt unter einem Pseudonym zu veröffentlichen.

Bettina Storks: 
Oh, ja, das passiert alles bereits im Hintergrund. Und ich bin wahnsinnig gespannt, ob meine „Fans“ meine Bücher erkennen werden.


Ich möchte mich nun ganz herzlich bei Bettina Storks für die charmante Zusammenarbeit  und die Möglichkeit, ein Teil dieser wundervollen Blogtour zu sein, bedanken. Auch den anderen Bloggern, die jeden einzelnen Tag mit ihren Beiträgen die Leserschaft begeistert haben, möchte ich von Herzen danken. Es war eine tolle Zusammenarbeit.


Gewinnspiel


Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen.
Insgesamt werden im Laufe dieser Blogtour
                     5 Bücher
davon zwei signiert, und ein kleiner Trostpreis verlost.
Dazu braucht ihr nichts weiter zu tun, als in das unten stehende Kontaktformular auszufüllen. Um eure Gewinnchance zu erhöhen, könnt ihr noch bis zum 18.11. die Kontaktformulare auf den Seiten der anderen Blogteilnehmer ausfüllen.








Teilnahmebedingungen:

 · Ihr seid mind. 18 Jahre alt, falls nicht wird die Einverständniserklärung eurer Eltern per Mail benötigt
· Euer Wohnort liegt in Deutschland, Österreich oder der Schweiz · Für verloren gegangen Bücher wird keine Haftung übernommen
· Die Mail- und im Gewinnfall Postadresse, wird nur für dieses Gewinnspiel genutzt und danach sofort gelöscht
· Der Gewinner hat eine Woche Zeit sich zu melden, ansonsten verfällt der Gewinn

Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich 18. November 2015. Gewinnerbekanntgabe ist am 21. November auf allen an der Tour teilnehmenden Blogs.



KONTAKTFORMULAR:





foxyform

Samstag, 14. November 2015

Rezension zu Ann-Kathrin Wolfs "Zwischen Blut und Krähen"

Bewertung 5 Sterne


Inhalt: 

Alex hat Überlebt und muss von Will, ihrem persönlichen Wächter in Sicherheit gebracht werden. Sie entstammt der Blutline Schneewittchens und ist zudem noch die prophezeite Reinste, weshalb sie auf Grimms Manor von einer Bruderschaft ausgebildet und auf ihre Aufgabe vorbereitet werden soll. Doch irgendwie ist gar nichts märchenhaft, denn man begegnet ihr mit Misstrauen und Argwohn. Sie wird von dunklen Träumen gequält, die Böses verheißen, doch keiner nimmt sie und ihre Bedenken ernst. Selbst ihr treuer Freund und Wächter William Grimm verschließt sich ihr gegenüber und meidet den Kontakt. Einzig der Prinz, ihr Prinz, ist freundlich und hilfsbereit. "Wenn das Gute erwacht, muss auch das Böse erwachen"....

Schreibstil:

Das Buch besticht durch eine leichte und angenehme Schreibweise. Märchenelemente werden von der Autorin auf wunderbarste Weise mit der heutigen Zeit und deren Begebenheiten verbunden. Man fühlt sich wohl beim Lesen und taucht sofort in die Geschichte ab, die einen nur schwer wieder los lässt. Der Perspektivwechsel zwischen Alex und dem Krähenmann lockert die Geschichte auf, bringt Dynamik und erzeugt Spannungsbögen. Besonders entzückend finde ich die die wohldurchdachten und so passend gewählten Märchenzitate, die den Anfang jedes Kapitels schmücken.

Cover:

Das Cover ist sehr geheimnisvoll und erst am Ende des Buches erkennt man, welche der Figuren abgebildet ist. Die Schriftart passt sehr gut zu Fantasy und Märchen. Gemeinsam mit dem Klappentext erregen sie Aufmerksamkeit und machen Lust aufs Lesen. Ich wurde so neugierig, dass ich Teil 2 vor Teil 1 gelesen habe.

Fazit:

Eine tolle, moderne Märchenadaption, die gekonnt die alten Geschichten und Figuren in die heutige Zeit projiziert. Ich habe dieses Buch nicht aus der Hand legen wollen. Wie von selbst gleitet man auf den einzelnen Worten durch die Geschichte. Ich habe alles um mich herum vergessen. Ich hatte das Gefühl dabei zu sein und habe an Alex Seite mitgefiebert. Die Autorin beherrscht es, mit ihren Worten lebendige Bilder in den Kopf zu zaubern. Wie schon erwähnt, habe ich dank der vielen kleinen Rückblenden, kein Problem gehabt, der Geschichte zu folgen, obwohl ich den ersten Teil noch nicht kannte. Jeder Märchen und Fantasy-Fan sollte sich von diesem wundervollen Buch verzaubern lassen. Es ist eine tolle Möglichkeit dem Alltag zu entfliehen und sich ein wenig Zauber ins Leben zu holen. Danke für diese wundervolle Leseerfahrung.

Freitag, 13. November 2015

Rezension zu Johanna Wassers "Die sechste Farbe des Glücks"

Bewertung 5 Sterne


Inhalt:

Isabell hat mit den ersten zwei Teilen der Rainbowland-Trilogie Bestseller gelandet. Doch eine Schreibblockade hindert die zurückgezogen lebende und medienscheue Autorin, den vom Verlag so ersehnten dritten Teil zu schreiben. Der Verlag plant ein Bloggertreffen, bei dem Isabell inspiriert und das mediale Interesse an ihrer Person gestillt werden soll. Widerwillig stimmt sie dem zu in der Hoffnung, Inspiration für die Fortsetzung zu finden und ahnt nicht, dass sich damit ihr ganzes Leben entscheidend verändern wird, denn sie wird den wichtigsten Menschen ihres Lebens treffen. Doch als ob das noch nicht genug wäre, verliebt sie sich nach langer Zeit wieder.

Schreibstil:

Mit viel Liebe zum Detail hat die Wortakrobatin Johanna Wasser ein gefühlvolles Buch geschrieben, dass mich vom ersten Satz an verzaubert hat. Sie beherrscht es auf ihre einzigartige Weise, Bilder mit Tiefe und Emotionen zu kreieren, die einen beim Lesen mitreißen. Die Gefühle, die die Protagonisten erleben und durchleben sind so plastisch geschildert, dass man bei dieser Geschichte ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Der Leser kann sich leicht in die Charaktere einfühlen und sich mit der ein oder anderen Situation identifizieren.

Fazit:

Ein Buch, das süchtig macht. Ich wollte es nicht aus der Hand legen, aber manchmal waren die Emotionen, die dieses Buch geweckt hat so intensiv, dass ich eine kleine Pause brauchte. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Protagonisten sind so vielschichtig und tiefgründig beschrieben. Man erlebt deren Höhen und Tiefen, die Glücksmomente, aber auch die Verzweiflung und Trauer von Schicksalsschlägen, die sie erleben mussten. Das Thema Happy End wird auf eine harte Probe gestellt und ich denke, jeder Leser wird die Frage, ob das Ende wirklich glücklich war, unterschiedlich beantworten. Ich habe bei nur wenigen Büchern geweint und dieses Buch ist einer der wenigen, dass mir unter die Haut gegangen ist. Auch wenn sich manch Leser entscheiden wird, diese Geschichte nicht zu Ende zu lesen, bin ich doch froh, dass ich es getan habe, denn es hat mich nachhaltig berührt und zum Nachdenken angeregt. Ich möchte dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen, der gerne über Liebe und Leben liest und nicht davor zurückschreckt sich mit all den unterschiedlichen Facetten, die Leben bedeuten, auseinanderzusetzen.

Donnerstag, 12. November 2015

Rezension zu Susann Rehleins "Die erstaunliche Wirkung von Glück"

Bewertung 4 Sterne 


Inhalt:

Dorle wohnt in der Souterrain-Wohnung eines herrschaftlichen Hauses in Berlin. Ihr Leben ist nicht sehr spannend, wenn sie nicht für eine Kronleuchter-Manufaktur Prismenketten zusammensteckt, dann ist sie mit allerhand Aufträgen beschäftigt, die ihr die skurrilen Bewohner des Hauses stellen. Obwohl sie nicht als Concierge angestellt ist, verdrängen doch scheinbar alle im Haus diese Tatsache und machen sie zu so etwas wie ihrer persönlichen Angestellten ohne Bezahlung. Sie wischt täglich durch, bringt den Müll raus, holt Brötchen, gießt Blumen und vieles mehr. Eigentlich möchte sie das alles nicht, doch ihre Vergangenheit als Heimkind hat sie dahingehend geprägt, dass sie nicht nein sagen kann und es jedem recht machen will, auch wenn sie selbst dabei auf der Strecke bleibt. Ihr einziger Freund Joe ist immer für sie da und liebt sie so wie sie ist, auch wenn sie seine Nähe nicht erträgt. Im 5. Stock dieses Wohnhauses wohnt die 84 jährige Frau Sommer, die trotz ihren Alters nur so vor Energie und Lebensfreude sprüht. Gemeinsam mit ihrer Haushälterin Schräubchen, die nicht nur vom Wesen her ein bunter Paradiesvogel ist, wollen sie Dorle aus ihrem grauen Alltag ziehen und ihr helfen, sich nicht immer so drangsalieren zu lassen. Es beginnt eine lustige und ereignisreiche Zeit, in der Dorle allerhand verrückte Sachen erlebt und Dinge tun muss, die sie so nie getan hätte... Und wird sie endlich zu den Gefühlen, die sie für ihren einzigen richtigen Freund Joe hat stehen? 

Charaktere: 

Dorle: Eine junge Frau , 24 Jahre alt, lebt in ihrer eigenen kleinen Welt auf 15 Quadratmeter im Souterrain. Sie liebt und lebt jeden Tag das Gleiche, d.h. sie steht immer zur gleichen Zeit auf, isst das gleiche und hat einen genau abgestimmten Tagesablauf, der sie bei Abweichungen ins innere Chaos stürzt. Ihre lieblose Kindheit und der lange und prägende Aufenthalt im Kinderheim hat seine Spuren hinterlassen. Dorle besitzt keinerlei Selbstbewusstsein und versucht so gut es geht unauffällig zu bleiben. Alle Aufträge, die ihr erteilt werden setzt sie prompt und zuverlässig um. Auch wenn sie innerlich mit ihrem Schicksal hadert, so schafft sie es dennoch nicht über ihren Schatten zu springen, sondern tut, wie ihr geheißen wurde. Ihr einziger freund Joe gesteht ihr immer wieder seine Liebe und sie sagt auch, dass sie denkt in ihn verliebt zu sein, doch seine Nähe und das viele Gerede von Joe ist für sie unerträglich. So ist es kein Wunder, dass die an sie gestellten Aufgaben von Frau Sommer und Schräubchen, sie die ein oder andere Überwindung kostet.
Die anderen Charaktere dieses Buches werde ich nicht genauer Betrachten, denn das würde den Rahen sprengen. Susann Rehlein hat eine Fülle von unterschiedlichen Figuren geschaffen, die in ihrer Art so besonders und einzigartig sind. Und dennoch, so Skurril sie auch erscheinen mögen, man würde doch den ein oder anderen in seiner Nachbarschaft wiederfinden können. Ich möchte die Figuren sehr gerne, da die Autorin es vermieden hat klassische Klischees zu bedienen, so sind bei ihr zum Beispiel auch die Gigolos jenseits der 80.

Schreibstil: 

Die Autorin hat eine wundervolle Art zu schreiben. Mit viel Charme und Wortwitz gleitet man durch die Seiten. Ich hatte riesigen Spaß beim Lesen und war beeindruckt mit welcher Leichtigkeit und Bildfülle Susann Rehlein die Szenerien beschreibt. Durch die vielen Vergleiche und die umfangreiche Beschreibung der Situationen, kann man nicht anders als sich diese bildlich vorzustellen. Was mir besonders gut gefiel, waren die drei kleinen Zwischenbemerkungen der Autorin direkt an den Leser gerichtet, mit denen sie die Geschichte erklärend gliedert. Langeweile kommt bei dieser Geschichte nicht auf, denn die vielen verschiedenen Aufträge, Situationen und Orte, die sie im Wechsel besucht und erlebt, sorgen für viel Spannung und Abwechslung.

Cover:

Das Cover ist sehr schön gestaltet. Dieses kühle und elegante Taubenblau passt sehr gut zur Geschichte. Der Kronleuchter, auf dem die junge Frau sitzt, erklärt sich durch die Geschichte und war mir zu Anfang ein wenig rätselhaft. Ich finde den Einband sehr ansprechend und er macht Lust mehr vom Buch zu erfahren.

Fazit: 

Ich hatte sehr viel Spaß beim lesen, doch ich habe eine Stern abgezogen, da ich im Buch einige kleinere Dinge hatte, die mich störten. Zum einen war das Dorles Verhalten, das mich manchmal etwas genervt hat. Ich kann ja verstehen, dass sie es schwer hat, dennoch war mir ihre Beratungsresistenz manchmal etwas zu extrem. Das andere war der Epilog. Vielleicht hätte ich ihn nicht lesen sollen, den er ist meiner Meinung nach eher verwirrend als erklärend, aber auch das kann nur ein persönlicher Fehleindruck meinerseits sein. Es hat sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und die vielen Menschen, die sie so liebevoll beschrieben hat, kennenzulernen. Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, denn es ist mal etwas ganz anderes und es verbreitet Freude und Glück.

Mittwoch, 11. November 2015

Rezension C.M. Spoerris "Die Greifen-Saga: Die Ratten von Chakas"

Bewertung 4 Sterne 


Inhalt: 

Mica und ihr Bruder Faìm leben, nachdem ihre Eltern ermordet wurden, im Untergrund unterhalb der Stadt Chakas, als sogenannte Kanalratten. Sie haben Schutz und Zuflucht bei einer Bande gefunden, die sich durch Diebstähle am Leben hält. Mica träumt davon, gemeinsam mit ihrem Bruder irgendwann ein vollwertiges Mitglied der Diebesgilde zu werden und ihrem erbärmlichen Leben als Kanalratte zu entfliehen. Doch alles kommt anders. Um das Leben ihres Bruders zu schützen, wird Mica gezwungen einen gefährlichen Auftrag anzunehmen. Sie soll den Eisdolch, ein wertvolles magisches Artefakt, stehlen. Während ihrer heiklen Mission trifft sie auf den Dieb Cassiel. Dieser entdeckt in dem schmutzigen und hageren Mädchen Magie und einiges an nützlichem Potential, was ihn dazu bringt Mica zu helfen ihren Bruder zu retten. Doch das kommt zu spät. Obwohl Mica das Artefakt beschafft, hat der Anführer ihrer Bande die Abwesenheit genutzt und Micas kleinen Bruder davon gejagt. Hier trennen sich die Geschichten der Geschwister und beide erleben eine tiefgreifende Wendung ihres gesamten Lebens. Während Mica durch Cassiel die Chance hat, in die Diebesgilde aufgenommen zu werden, erwacht Faìm auf einem Schiff und wird dort vom Kapitän als Schiffsjunge angeheuert. Werden die Geschwister sich je wiedersehen?

Schreibstil: 

Die Autorin C.M. Spoerri hat einen recht flüssigen und angenehmen Schreibstil, der sehr bildreich und detailliert eine fremdartige Welt im Kopf entstehen lässt. Obwohl mir das Lesen großen Spaß gemacht hat, bin ich doch über einige Sätze und Passagen gestolpert, die den Lesefluss gestört haben. Bei einigen komplexeren Satzstrukturen oder Ausdrücken musste ich mehrmals drüber lesen, um mir sicher zu sein, den Inhalt richtig verstanden zu haben. Aber vielleicht liegt das auch an kleinen sprachlichen Unterschieden zwischen Schweizerdeutsch und Deutsch. Die Autorin schafft mit ihren Worten eine angenehme Atmosphäre, die einen von Kapitel zu Kapitel trägt und die Neugier weckt, wie es im zweiten Teil wohl weiter gehen wird. Dabei führt die Autorin liebevoll jeden einzelnen Charakter ein und vertieft in drei separaten Handlungssträngen die Besonderheiten der Protagonisten.

Charaktere: 

Mica: Die 16-jährige ist eine der Hauptfiguren des Buches. Nach dem Tod ihrer Eltern, hat sie die Verantwortung für sich und ihren kleinen Bruder übernommen und sorgt für dessen Überleben. In ihren jungen Jahren muss sie sich hierbei schon den grausamen Schattenseiten des Lebens stellen. Mica wirkt auf den ersten Blick sehr stark und abgebrüht, wird im Verlauf des Buches jedoch auch von einer anderen Seite gezeigt. Die Sehnsucht nach einem Zuhause und Menschen, denen sie vertrauen kann, kristallisiert sich in jedem Kapitel mehr und mehr heraus. Diese Vielschichtigkeit schafft Tiefe und macht Mica sympathisch. Der Leser bekommt durch diese vielen Facetten die Möglichkeit sich mit dem Charakter zu identifizieren. Sturheit, Ehrlichkeit, jugendliche Unbedarftheit und eine, für ihr Alter erstaunliche Menschenkenntnis, runden das Profil von Mica ab.

Faìm: Der kleine Bruder von Mica wird zu Beginn des Buches als kränkliches und unselbstständiges Kind dargestellt, das in seiner Schwester einen Mutterersatz gefunden hat und bedingungslos auf sie angewiesen ist. Erst mit dem Beginn seines eigenen Abenteuers auf der Smaragdwind wird klar, dass mehr in dem Jungen steckt, als er selbst ahnen kann. Die harte Arbeit auf dem Schiff, aber auch die Menschen die ihn dabei begleiten, wecken ungeahnte Kräfte in ihm. Reicht diese Stärke jedoch aus, um sein Leben zu retten? Der Kuss einer Meerjungfrau wird zur großen Prüfung für Faìm. Erliegt er ihrem Charme und bezahlt es mit seinem Leben, oder wird er die Standhaftigkeit haben sich zu wehren? Dies sind spannende Fragen, die wahrscheinlich erst im zweiten Band geklärt werden. Damit erkennt man, dass die Entwicklung des Charakters noch nicht abgeschlossen ist und man wird neugierig, wie sich Faìm entwickelt.

Nethan: Gegen Ende des Buches wird noch der Magier Nethan als einer der Hauptcharaktere eingeführt. Im ersten Moment ist nicht ganz klar, welche Rolle diese Figur in der Greifensaga spielt. Es irritiert etwas und man braucht einen Moment, um den neuen Handlungsstrang einordnen zu können. Am Ende des Buches bekommt man dann aber doch eine ungefähre Vorstellung davon, wer Nethan ist und welcher Vergangenheit er sich stellen muss. Ich bin gespannt, ob sich meine Annahmen im zweiten Band dahingehend bestätigen werden, oder ob die Autorin noch weitere Überraschungen geplant hat.

Fazit: 

Ein interessantes und vielschichtiges Buch, das Lust auf mehr macht. Der Einstieg wirkt sehr langgezogen und es fiel mir in den ersten Abschnitten manches mal schwer den ausführlichen Beschreibungen der Autorin zu folgen. Je weiter ich jedoch im Buch kam, desto leichter viel es mir in die Szenerie abzutauchen. Während sich die erste Hälfte noch etwas schleppend hinzog, hat mich die zweite Hälfte vollkommen überzeugt. Die außergewöhnliche Vielfalt an Fantasy-Figuren, die die Autorin geschickt in die Handlung einbindet, hat mich in den Bann gezogen und es mir unmöglich gemacht, das Buch aus der Hand zu legen. Ich freue mich auf den zweiten und dritten Band und hoffe, dass die Autorin an diesen Erfolg anknüpfen kann. Die Mischung aus einfachem Leben, Magie und Fabelwesen hat mich begeistert und beeindruckt.So habe ich die letzte Hälfte des Buches in einer Nacht verschlungen und bin froh, dass ich mich nach dem etwas holprigen Start, nicht habe abbringen lassen. Ein empfehlenswertes Fantasy-Buch für Jung und Alt.

Dienstag, 10. November 2015

Lesung zum Finale der "Silber-Trilogie" von Kerstin Gier

Heute möchte ich euch etwas in eigener Sache erzählen. Gestern Abend hatte ich das Glück, dass hier in der Nähe die grandiose Kerstin Gier in einer Buchhandlung aus ihrem Trilogie-Finale zu "Silber" vorgelesen hat. Ich muss gestehen, bis dato kenne ich nur ihre Müttermafia-Romane, die ich während meiner zweiten Schwangerschaft verschlungen habe. Mein Mann war wirklich froh, dass es irgendwann nichts mehr zu kaufen gab, denn in dem Lesetempo wären wir in kürzester Zeit arm geworden. Doch zurück zum Thema.  Als ich durch eine liebe Lesefreundin darauf aufmerksam wurde, hab ich neben den Karten zur Lesung natürlich auch die ersten zwei Teile der Trilogie gekauft. Und glaubt mir, ich hatte echt vor sie noch bis zur Veranstaltung zu lesen, aber was soll ich sagen, es kamen sooo viele andere Bücher dazwischen. Nun saß ich gestern Abend
inmitten einer Horde Teenager und hatte keine Ahnung was da kommt. Aber was soll ich sagen, es war magisch. Plötzlich steht da eine blonde Frau, die von einer Backe zur anderen grinst und den Raum mit ihrer sympathischen Art füllt und jeden sofort in ihren Bann zieht. Ich hatte mir viel vorgestellt, aber sicher nicht das. Ich glaube, bei einem Comedy-Programm hätte ich nicht mehr zu lachen gehabt. Es war einfach nur der Hammer, auch wenn ich keine Ahnung von der Geschichte hatte, so hat sie es auf witzige Weise verstanden, uns mitzunehmen und es so vorzubringen, dass wir alle mit dabei waren. Und ich muss jetzt irgendwie Zeit finden diese Bücher zu lesen. Warum hat es diese Bücher noch nicht in meiner Jugendzeit gegeben? Es ist wundervoll zu sehen, wie eine Autorin mit ihren Büchern junge Menschen inspiriert und verzaubert. Ich bin so glücklich, dass ich das gestern erleben durfte und hoffe,  noch einige andere Buchlesungen miterleben zu können.
Und falls ihr die Möglichkeit habt zu Lesungen zu gehen, nehmt es wahr. Es ist ein tolles Ambiente und es bringt einem den Autor und das Buch viel näher.
Vielen lieben Dank an meine netten Begleiterinnen Evelyn, Grit und Julia und einen großen Dank an Kerstin Gier, dass sie den Bodensee mit einer so tollen Veranstaltung besucht hat.
Sobald ich es geschafft habe alle zu lesen, werde ich euch definitiv daran teilhaben lassen.
Aber jetzt zu euch. Wer kennt die Silber-Trilogie? War jemand schon bei einer Lesung von Kerstin Gier oder einem anderen Autor? Wie sind eure Erfahrungen mit solchen Events? Ich bin neugierig :-)

Samstag, 7. November 2015

Rezension Gabriele Ennemanns "Thalam"

Bewertung 5 Sterne


Inhalt: 

Der 15 Jährige Gidion absolviert seit kurzem die Ausbildung an der Schule für Schwertkampf. Eines Abends wird er vom Heulen des Windes verbotener Weise aus seiner Kammer gelockt. Von einem Felsen aus, der hoch über der tobenden See thront, entdeckt er Jäger, die an der Küste Thalams landen. Diese geheimnisvollen und gefährlichen Wesen bedeuten nichts Gutes und voller Entsetzen stellt er fest, dass diese Jäger die Lebensachse gestohlen haben. Dieser Eingriff in das Gleichgewicht und Schicksal der Thalamer kann deren Untergang bedeuten und Gidion weiß, dass er schnell handeln muss, um den Untergang seiner Welt zu verhindern. Er erfährt, dass er einer der vier Auserwählten der Avantgarde ist, die sich den dunklen Mächten stellen müssen, um zu verhindern, dass die Lebensachse in die falschen Hände gelangt. Eine abenteuerliche und gefährliche Reise in die Unten-Welt beginnt, auf der sie einigen mysteriösen Wesen begegnen, die ihnen nicht alle wohlgesonnen sind. Im Wettlauf mit der Zeit, reiten sie dem entscheidenden Kampf entgegen...

Charaktere:
Es gibt so viele unterschiedliche Charaktere in dieser Geschichte, doch würde man alle detailliert beschreiben, so würde man zuviel dem Buch vorwegnehmen. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen nur kurz über die Gliederung in "gut", "böse" und "neutral" einen kleinen Überblick zu geben.
Zu den "Guten" zähle ich all jene, vor allem Thalamer, deren Auftrag es ist, die Lebensachse aus den Fängen der "Bösen" zu befreien und dadurch das Gleichgewicht wieder herzustellen. Zum Schutze Thalams gibt es die Avantgarde, vier Auserwählte, die ausgestattet mit den Fähigkeiten der vier Elemente, die Sicherheit Thalams in Zeiten der Gefahr sicherstellen sollen.
Die "Bösen" leben in Sinistrien, dem Land, das an Thalam grenzt, deren Bewohner aber im Gegensatz zu den Thalamern, gierig und niederträchtig sind. Der sinistrische Anführer hat den Diebstahl der Lebensachse befohlen, da er die damit verbundene Macht über Thalam erlangen möchte. Gemeinsam mit einer Schlangenfrau und seiner Armee will er versuchen den Avantgarde zuvor zu kommen.
Die "Neutralen" sind Tenebrae und ihr Gefolge, die in der Unten-Welt leben. Tenebrae hat beide Welten geschaffen und trennt diese durch eine magische Grenze, da die Sinister die Thalamer ausnutzen und zerstören würden. Eigentlich mischt sie sich nicht in die Geschicke der Welten ein, da sie auf deren Gleichgewicht bedacht ist, doch wenn, wie in diesem Fall, die Zerstörung droht, muss sie eingreifen und als Herrscherin über die Welten den beidseitigen Frieden wahren.

Schreibstil:
Gabriele Ennemann hat einen wundervollen Jugend-Fantasy-Roman geschaffen, der durch seine Bild- und Wortgewalt besticht. Sprachlich nicht zu kompliziert, um für junge Menschen ansprechend zu sein, schafft sie es dennoch auch Erwachsene anzusprechen und hat eine Geschichte erschaffen, die von Jung und Alt genossen wird. Die Figuren und einzelnen Szenen sind mit so viel Liebe zum Detail entstanden, dass man gar nicht anders kann, als sie vor dem inneren Auge zu sehen. Der gelegentliche Perspektivwechsel zwischen "gut" und "böse" bringt viel Dynamik und Abwechslung mit sich. Zudem ermöglicht es dem Leser die gleiche Welt differenziert zu erleben, da sie auf ihre "Gäste" unterschiedlich reagiert. Man kann herrlich abtauchen und vergisst beim Lesen die Zeit und gleitet geradezu durch das Buch.

Cover: 
Das Cover ist geheimnisvoll und mach Lust auf mehr. Die dunklen Farben, gepaart mit der Figur, die Gidion darstellen soll, und den kleinen Elementen im Hintergrund geben einen guten Vorgeschmack auf das, was einen erwartet. Sehr gelungen.

Fazit: 
Die Autorin hat mit diesem Buch ein geniales Debüt abgeliefert, dass Lust auf mehr macht. Eine liebevoll durchdachte Story, die ohne Liebesgeschichte auskommt und dennoch viel Gefühl und Emotionen vermittelt. Ein Held, der keine gängigen Klischees bedient und mit viel Herz und Solidarität den Leser überzeugt. Die bereits erwähnten Sichtwechsel und die vielen bunten Nebenfiguren lassen keine Langeweile aufkommen und begleiten einen durch die Geschichte. Ich kann dieses Buch jedem wärmstens empfehlen, der Jugend-Fantasy mag, denn man darf bei diesem Roman nicht außer acht lassen, dass auch junge Leser angesprochen werden sollen. Ich bin der Meinung, dass der Spagat zwischen junger und erfahrener Leserschaft gut gemeistert wurde und jeder auf seine Kosten kommen kann. Ich freu mich auf weitere Werke aus der Feder dieser tollen Autorin.

Donnerstag, 5. November 2015

Rezension Runa Phainos "Das Herzmärchen der Spinnerin"

Der lediglich 56 Seiten umfassende Kurzroman "Das Herzmärchen der Spinnerin" ist ein wundervolles Märchen, dass mit klassischer "Märchensprache" und lehrhaftem, philosophischem Inhalt besticht. Sprachlich erinnerte es mich an die Klassiker von Grimm, Anderson und Co., was mich sehr überrascht und gefreut hat. Auch der tief philosophische Inhalt hat mich beeindruckt. Man merkt, dass Runa Phaino das "Altertum" studiert hat und sich sehr gut mit Märchen, Mythen und Sagen auskennt. Ich musste diesen Kurzroman in einem Rutsch lesen, denn ich war gefesselt. Die Spinnerin ist so angelegt, dass man sich gut in sie hineinversetzten kann und mit ihr alle Emotionen der Reise durchlebt. Die Autorin kombiniert wundervolle Bilder und Handlungsfäden und webt einen zauberhaften und spannenden "Märchenteppich", der allerdings weniger für Kinder und mehr für Erwachsene gedacht ist. Das Cover ist mit soviel Liebe zum Detail gestaltet und spiegelt wunderbar die Handlung des Märchens wieder. Ich kann dieses Buch nur jedem Märchenfreund und Liebhaber philosophischer Texte ans Herz legen. Wirklich gelungen und eine ideale kurzweilige Lektüre für kalte und dunkle Herbstabende.

Und das Beste ist, dass ihr dieses Leseschätzchen momentan umsonst bekommen könnt.
Ich kann euch wirklich nur empfehlen, diese Chance wahrzunehmen, denn wo kann man sich heut zu Tage noch kostenlos verzaubern lassen? Klickt einfach auf euer benötigtes Format und schon gelangt ihr auf die entsprechende Seite.


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Dienstag, 3. November 2015

Gewinnerbekanntgabe

Ich möchte mich nochmals recht herzlich bei euch für die rege Teilnahme an der #ScaryBooks für #HalloweenLovers Aktion bedanken. Es war eine bombastische Woche mit fantastischen Autoren und tollen Büchern. Zudem möchte ich mich auch bei den Autoren Hope Cavendish, Demetria Cornfield, Kay Noa und Anja Bagus bedanken, die mir die Preise gespendet und ihre Zeit geopfert haben. Es war wirklich ein spannendes Halloween für mich. Und jetzt will ich euch auch nicht länger auf die Folter spannen. Die Gewinner sind:



Gewinnspiel 1 Hope Cavendish:


Ivonne Lembeck

Gewinnspiel 2 Demetria Cornfield:


Jenny Siebentaler

Gewinnspiel 3 Kay Noa:


Beate Bertling

Gewinnspiel 4 Anja Bagus:


Nicole Mann


Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner. Bitte meldet euch binnen 24 Stunden bei mir, da ich sonst den Preis wieder freigebe und neu auslose. Für alle, bei denen es diesmal nicht geklappt hat, es kommen bald neue Aktionen und da gibt es auch wieder was zu gewinnen.

Montag, 2. November 2015

Rezension Robin Gates "Feuermuse"

Bewertung: 5 Sterne


Inhalt:

David ist 15 und mit seinem Vater neu in Berlin. Allerdings vermisst er seine alten Freunde und hat große Probleme sich anzupassen und einzuleben. Seine Leidenschaft ist die Malerei. Als Aussenseiter wird er von drei halbstarken Möchtegern-Rambos gemobbt, die ihn bei einer Auseinandersetzung im Park seinen geliebten Skizzenblock klauen. Die Zeichnung seiner brennenden Eidechse und der Block bedeuten ihm so viel, dass er beschließt sie zurück zu holen. Der Weg führt ihn in eine alte, verlassene Stadtvilla, die die Jungs als Rückzugs und Chillout-Area nutzen. Dort nimmt das Schicksal seinen Lauf. Denn er hat keine Ahnung, dass die Villa einem verstorbenen Ritualmagier gehörte und sich dort der Zugang zu einer Parallelwelt befindet. Durch die Zeichnung der brennenden Eidechse ist Elara auf ihn aufmerksam geworden und lockt ihn auf die andere Seite des Spiegels in ihre Welt. Das Elementar Elara hat keinen sehnlicheren Wunsch, als Mensch zu werden und hofft, dass David ihr dabei helfen kann. Doch auch andere dunkle Mächte sind hinter den Spiegel gelangt und wollen den von Elara bewachten Rubin in ihren Besitz bringen. Eine spannende und geheimnisvolle Reise durch das Taschenuniversum des Meister Ananda, dass nur aus einem riesigen Haus besteht, beginnt. Was jedoch so harmlos beginnt, wird schnell ein Wettlauf mit der Zeit, bei dem es um Leben und Tod geht.

Schreibstil:

Das Buch ist wundervoll geschrieben. Der Autor benutzt eine sehr bildreiche Sprache und erzeugt damit unglaublich detailreiche und tiefgehende Bilder. Die Geschichte ist liebevoll gestaltet und sehr gut komponiert. Der Anfang ist zwar etwas irritierend, da er aus Elaras Sicht geschrieben ist und ich dies zu Anfang nicht einordnen konnte, doch die einzelnen Handlungsstränge fügen sich mit der Zeit wunderbar in ein fantastisches Ganzes zusammen. Mit viel Liebe zum Detail hat er Figuren, Orte und Situationen geschaffen, die dieses Buch zu einem Fantasy-Spektakel machen. Man merkt, dass der Autor sich mit der Sprache auskennt und sich in dem Genre wohlfühlt. Der Wechsel zwischen Beschreibung und direkter Rede bringt den nötigen Schwung ins Buch und lässt einen abtauchen und die Zeit vergessen.

Cover:

Das Cover ist sehr gelungen und die Figur von Elara mit ihren roten Haaren macht neugierig auf die Geschichte. Die Kombination aus Cover und Klappentext ist gut gelungen und ich musste dieses Buch einfach lesen.

Fazit:

Wie schon erwähnt, hat mich sowohl das Cover, als auch der Klappentext in seinen Bann gezogen. Zum Glück hat die Geschichte meinen Erwartungen standgehalten und mir einfach nur Freude bereitet. Das Buch ist für mich Fantasy pur. Die Story ist gut durchdacht und lässt kaum Fragen offen, die Figuren sind mit sehr viel Liebe zum Detail entstanden und so abwechslungsreich und tiefgründig. Das beschriebene Taschenuniversum des Meister Ananda ist eine ganze Welt in ein Haus gepackt und hinter jeder Tür befindet sich eine andere kleine Welt. Es gibt mythologische Elemente, es gibt Okkultes und auch ein wenig Wissenschaft. Eine Zauberwelt der Extraklasse, die keine Wünsche offen lässt. Beim Lesen hab ich die Zeit und vergessen und war voll und ganz in diese Welt eingetaucht. Dieser All-Ager ist wirklich ein kleines Meisterwerk. Alle Sinne und Emotionen werden angesprochen, denn neben all der Action und Spannung, werden auch tiefgründigere Themen wie Religion und Ethik mit eingebunden, was der Geschichte noch tiefgründiger macht. Ich kann dieses Buch wirklich jedem Fantasy-Fan empfehlen. Danke für dieses tolle Leseerlebnis.